Pfeiffersches Drüsenfieber - wer kennt sich aus?

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Beitrag von katharina-kluge 09.10.10 - 20:03 Uhr

Hallo!

Meine Tochter (16 Monate) hat seit letzter Woche Sonntag Fieber, das max. war 40,4°, zwischendurch war es ein paar mal ganz weg.
Am Dienstag nachmittag waren wir beim KiA, weil das Fieber trotz Ibuprofen bei 39,9° war. Der Arzt konnte nichts feststellen und hat uns mit einem Rezept für Paracetamol und Ibuprofen wieder weg geschickt. Sollte ich ihr (wenn nötig) alle 4Stunden im Wechsel geben. Außerdem hat er uns einen Urinbeutel mitgegeben, damit wir am nächsten Morgen eine Probe abgeben können. Leider hat das nicht so geklappt, wie es sollte und wir brauchten mehrere Versuche. So war es da schon Donnerstag vormittag, als wir den Urin abgegeben haben. Der Schnelltest war unauffällig und wir sollten Freitag nochmal anrufen.
Da das Fieber am Donnerstag morgen schon über 40° war habe ich darauf bestanden, dass der Arzt sie nochmal anguckt. Seine Diagnose ganz leichte Mandelentzündung. Er hat uns ein Antibiotikum aufgeschrieben, was ich meiner Tochter auch gegeben habe (Donnerstag mittag, abend und Freitag morgen leider auch noch).
Donnerstag nachmittag habe ich erfahren, dass mein Bruder Pfeifferisches Drüsenfieber hat, also wieder beim KiA angerufen und gefragt, ob es sein könnte, dass meine Tochter das auch hat. Das würde er nicht glauben...
Freitag morgen hat sie dann heftigen Durchfall bekommen, das stand als sehr häufige Nebenwirkung im Beipackzettel. Ich habe versucht den KiA anzurufen, da sie zu dem Durchfall mitlerweile 40,4° Fieber hatte. Wegen Fortbildung erst ab 10 Uhr erreichbar. Die ich noch eine gute Stunde warten mußte, bis ich ihr wieder Fiebersaft geben durfte bin ich mit ihr in die Kinderklinik gefahren.
Dort habe ich der Ärztin den Verlauf genau geschildert und auch gesagt, das mein Brunder Pf. D. hat. Die Diagnose dieser Ärztin war erin Norovirus, an den Mandeln konnte sie nichts feststellen. Ich habe sie gefragt ob es nicht eine Nebenwirkung des Antibiotikums sein kann und ob ich das vielleicht weg lassen soll. Die Antwort war, dass ich das selber entscheiden müßte! Auf das nachfragen wegen dem Pf. D. hat sie mich damit abgefertigt, dass so kleine das selten bekommen und sie das nicht glauben würde.
Wer kennt sich aus? Was soll ich tun?
Der Zustand meiner Tochter wir immer schlechter, sie ißt fast nichts, hat schon wieder hohes Fieber und kein Arzt kann mir sagen, was sie hat. Es hält auch keiner einen Bluttest oder Ultaschall für nötig.

HILFE!!??

LG Katharina

Beitrag von schmerle123 09.10.10 - 20:19 Uhr

hallo,

beim pfeifferschen drüsenfieber müsste man blut abnehmen um sicher zu gehen. wenn epstein-barr-viren nachgewiesen werden, handelt es sich wohl um das pf.df.!

die aussage der ärztin im krankenhaus geht ja mal garnicht.
und wie hat sie den norovirus diagnostiziert?? hat sie am stuhl geschnüffelt?? (sorry ironie, obwohl das echt nicht witzig ist). dazu müsste sie eine stuhlprobe ins labor schicken, das kann sie sonst nur vermuten, aber nicht 100%ig wissen.
unsere patienten haben beim norovirus kein fieber gehabt.

hat sie mit deinem bruder gekuschelt oder geküsst? es heißt ja auch "kußkrankheit" weil es über den speichel übertragen wird. und ja, kinder haben das durchaus öfter, weil es so im kiga oft unter den kindern weitergegeben wird!!

wünsche auf jedenfall alles gute. und lass dich nicht so einfach abwimmeln. wenn ihr zustand sich verschlechtert, dann fahr wieder in die klinik!!

Beitrag von pechawa 09.10.10 - 21:16 Uhr

Liebe Katharina,

wenn ich nicht Eigeninitiative entwickelt hätte, wäre meine Tochter im letzten Frühjahr auch von meiner Hausärztin fälschlicher Weise mit einem Antibiotikum behandelt worden, weil sie lt. ihrer Diagnose eine Mandelentzündung hatte!
Nur: meine Tochter hatte früher des öfteren Mandelentzündungen und so schlimm krank wie zu dem Zeitpunkt im April/Mai war sie noch nie! Ich gab ihr das Antibiotikum nicht - zum Glück, denn bei Pfeiff. Drüsenfieber kann das im Anfangsstadium ein Schuss nach hinten sein - und ging mit ihr zur ehemaligen Kinderärztin, die dann sofort Pfeiff. Drüsenfieber diagnostizierte. Ein Antibiotikum sollte ich nicht geben, sondern nur nach Bedarf Paracetamol, wegen der Gliederschmerzen und dem Fieber. Gegessen hatte sie tagelang auch fast nichts. Sie lag dann ganze 2 Wochen im Bett und war sehr schwach. Wegen der erhöhten Leberwerte und angeschwollenen Milz (per Ultraschall erkennbar) durfte sie lange keinen Sport machen.
Ich verstehe nicht, warum keiner der Ärzte das Blut deiner Tochter untersucht, denn sie ist doch nun 1 Woche erkrankt und da lässt sich das Eppstein Barr Virus im Blut nachweisen, außerdem ist diese Krankheit in eurer Familie! Meine Kinderärztin erkannnte Pfeiff. Drüsenfieber an der Form und dem Aussehen des Belages auf den Mandeln, welches die Hausärztin tags zuvor als Mandelentzündung diagnostizierte!
Falls dein Kind Pfeiff. Drüsenfieber hat, ist es zwar augenscheinlich sehr krank, aber weil es noch sehr jung ist, halten sich Komplikationen in Grenzen und es dürfte schon bald besser werden. Du musst allerdings dafür sorgen, dass es wenigstens trinkt
http://www.molim.uni-erlangen.de/MTG/material_ebv/Literaturarbeit_pfeiffer.pdf
oder hier
http://www.gesundarznei.de/pdf/pfeiffersches_druesenfieber.pdf
Ich gab meiner Tochter Schüssler Salze
http://schuessler-salze-liste.de/anwendungs-gebiete/pfeiffersches-druesenfieber.htm
außerdem alles an vitaminreichen Getränken geben, was sie annimmt, besonders frisch gepressten Orangensaft (falls die Halsschmerzen nicht zu arg sind) oder auch Multivitaminsäfte

Gute Besserung
Pechawa


Beitrag von pechawa 09.10.10 - 21:17 Uhr

ach ja, habe vergessen zu schreiben, dass du dich von den Ärzten nicht abwimmeln lassen sollst!

LG

Beitrag von drusilia 09.10.10 - 22:48 Uhr

Mein Sohn hatte mit 2,5 Jahren Pfeiffer´sches Drüsenfieber. Bis auf hohes Fieber und stark geschwollene Lymphknoten hatte er nichts.

Ich hatte es dieses Jahr im Mai und dachte ich sterbe. Ich hatte dicke Beläge auf den Mandeln (richtig schmierig, grau-schwarz), mein ganzer Hals war von außen geschwollen, ich hatte tagelang Fieber, Kreislaufprobleme, Schweißattacken.



Ein Antibiotikum solltest du ihr geben (haben wir auch bekommen) um eine Superinfektion zu vermeiden. Ein Ultraschall ist wichtig, da es beim PD zur Milzschwellung bis hin zum Milzriss bei Anstrengung kommen kann.

Ich würde in ein anders KH fahren und dort auf eine entsprechende Behandlung/Diagnostik bestehen.

LG und gute Besserung

Beitrag von zahnweh 09.10.10 - 23:48 Uhr

Hallo,

ich würde zum Wochenend-Kinder-Arzt (Notdienst) fahren oder direkt noch mal ins KH (und auf eine andere Ärztin hoffen).

Wenn das Fieber so hoch ist und sich nichts tut, ist es wichtig das abzuklären!!
Die Aussage der KH Ärztin geht gar nicht!!! DU sollst über die Medikamente entscheiden. Furchtbar!

Lass dich vom nächsten Arzt nicht abwimmeln!
Schreib vorher den bisherigen Verlauf auf! (dann bist du sicherer und hast Antworten schneller parat).

Wann war der letzte Kontakt mit deinem Bruder.
Wie nah war der Kontakt.

Wann ging das Fieber los.
Wie hoch war das Fieber.
Wann gab es AB.
Wann ward ihr beim Arzt
usw.

mit der Liste in der Hand fühl ich mich meist stärker beim Arzt.
Lass dich nciht abwimmeln, bis dein Kind UNTERSUCHT worden ist!!!

Eine Diagnose ohne Untersuchung, ist keine Diagnose (finde ich).
Für's Pfeifferische D. muss Blut abgenommen werden. Darauf solltest du bestehen.
Durchfall kann vom AB kommen (besonders wenn es von allein nach Absetzen aufgehört hat)

Auf jeden Fall noch mal zum Arzt und UNTERSUCHEN lassen.