Ergotherapiefrage

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von drusilia 09.10.10 - 21:49 Uhr

Ich hatte Donnerstag das Anamnesegespräch mit einer Ergotherapeutin die die Ergotherapie bei meinem Sohn machen soll. Sie hat mir Fragen gestellt und ich sollte schildern wo meiner Meinung nach die Schwächen meines Sohnes liegen und was ich mir von der Therapie erhoffe.
Das weitere Vorgehen ist nun, dass Montag der 1. Termin ist. Ich soll ein Spiel mitbringen das er gerne spielt und etwas was er nicht gerne macht (in seinem Fall halt Malen oder Basteln). Wir werden dabei gefilmt und danach analysiert sie mein Verhalten ihm gegenüber. Sie will damit erfahren ob es wirklich ein tiefgreifendes motorisches Problem gibt oder ob er und ich einfach falsch kommunizieren.

War das bei euch auch so?

Beitrag von nana141080 09.10.10 - 21:55 Uhr

Hallo!
Nein bei uns war das nicht so.

Ich wußte das mein Großer ein "Problem" hat und das er deswegen Ergotherapie benötigt. Das Bestätigte mir auch der Kindergarten.

Wir hatten die ersten 10 Male zum kennen lernen und ausprobieren.

Dann gab es einen Bericht und weitere Rezepte;-)

VG Nana

Beitrag von drusilia 09.10.10 - 21:59 Uhr

Das mit dem Problem ist ja unser Problem. Ich weiß dass er nicht gut malt (er kritzelt halt rum aber denkt sich Geschichten aus was sein Bild ist) und er bastelt nicht gut (kann nichts ausschneiden, nicht auf Linien schneiden). Der KiGa äußert sich nicht richtig, sie wollen ihn gerne selber testen. Seit Juli wollen sie sich Bücher besorgen, sich in die Test´s einlesen und irgendeine Matte kaufen (sprich: mein Sohn ist Testobjekt). Ich bin nicht der Meinung dass der Test unter den Bedingungen richtig ausfällt. Der KiA sagt ich soll mit ihm alleine üben (bringt nicht viel da er auf sturschaltet und ich ziemlich schnell ungeduldig werde), also hab ich mir vom Hausarzt ein Rezept geben lassen um zu schauen ob es wirklich ein Problem gibt oder nicht.

Beitrag von nana141080 09.10.10 - 22:07 Uhr

#kratz ich finde das mit dem Malen ncht bedenklich.
Mein Großer malt auch nicht so toll wie 5 Jährige Mädchen;-)

Schneiden sollten Kinder auf einer Linie so ab 5 Jahre!

Das kann man ja mit bastelsachen zuhause üben.

Für die Stifthaltung gibts gute Aufzieher für Stifte von Jako-o!

Ergotherapie ist schon gut, aber wenn sie nicht nötig ist, dann würde ich es nicht machen!

Der kindergarten kann sowas "banales" nicht erkennen? Hm, das zeugt nicht von großer Kompetenz.

LG Nana

Beitrag von drusilia 09.10.10 - 22:17 Uhr

Ja, das ist ja das Problem. Üben tun wir dauernd. Die Stifthalter hat er. Ich will jetzt eigentlich nur wissen ob es wirklich ein Problem gibt oder nicht. Ich mache mich wahnsinnig, ihn auch und jede Woche im KiGa zu hören dass er ein Problem damit hat finde ich für ihn auch nicht toll.

Beitrag von nana141080 09.10.10 - 22:26 Uhr

Ich würde dem Kiga verbitten zu deinem Kind sowas zu sagen.
Was das denn für ein Kindergarten? ist der sonst super?
Hört sich irgendwie "stümperhaft" unproffessionell an....

Alles Gute
Nana

Beitrag von drusilia 09.10.10 - 22:30 Uhr

Nein, die sind sonst sehr gut und als sie sagten dass sie ihn testen wollen war ich auch einverstanden. Erst nach und nach kam raus dass sie das noch nie gemacht haben und der quasi das Testobjekt ist. Daher möchte ich vorher schon die Meinung der Ergotherapeutin haben damit ich weiß woran er und ich sind.

Beitrag von girl08041983 09.10.10 - 22:00 Uhr

Hallo,

also bei uns war das so, dass ich erstmal paar Seiten zum Ausfüllen bekam, dabei hatte die Therapeutin sich mein Kind geschnappt und mit ihm gespielt. Die ersten Male gab es dann immer wieder Situationen wo sie mich in den Raum gerufen hat und mir Dinge erklärt hat, die mein Sohn gut oder schlecht machte und wo ich ihn als Mutter auch Zuhause fördern könne.
Mittlerweile sind wir seit knapp 1,5 Jahre bei ihr und ich bin nicht mehr dabei, wenn der Große da ist, ich geh innerhalb der 45min einkaufen. Vor oder nach der Stunde besprechen wir alles was es neues gibt etc.

Lg

P.s. gefilmt wurde mein Sohn (ohne mein Einverständnis) damals im alten Kita, das wurde mir dann irgendwann beim Entwicklungsgespräch vorgeführt und er wurde da nur nieder gemacht

Beitrag von kati543 09.10.10 - 22:10 Uhr

Nein. Ich würde auch die Frau mal fragen, was sie sich davon erhofft.
Bei uns war es so, dass wir die erste Stunde ein laaaanges Gespräch hatten und danach hat sie entsprechend des Rezeptes therapiert. Nach jeder Stunde sagt sie mir, was gut war und was noch geübt werden muß.

Beitrag von drusilia 09.10.10 - 22:19 Uhr

Sie will schauen wie wir uns verhalten. Ob er nur nicht will oder nicht kann und sie will mein Verhalten ihm gegenüber dabei beobachten. Ob ich ihn unbewußt kritisiere (durch Blicke, Gesten), ihn unbewußt unter Druck setze usw.. Ich finde die Idee gar nicht schlecht.

Beitrag von kati543 10.10.10 - 13:28 Uhr

Es kommt eben darauf an, was dein Sohn hat und warum er die Therapie bekommt.

Beitrag von gismomo 10.10.10 - 07:28 Uhr

Hallo,

mir wurde das mit dem Filmen angeboten, es war dann aber nicht nötig, da wir die Probleme meines Sohnes durch die Ergotherapie-Übungen in den Griff bekommen haben.

Ich finde die Idee generell sehr gut - manchmal wird einem sicherlich das eigene Verhalten noch bewusster, wenn man sich später - mit Abstand - auf dem Video agieren sieht. Allerdings würde ich das nur machen, wenn ich mich in der Praxis wohl fühlen würde, wenn ich das Gefühl hätte, ich kann auch annehmen, was die Therapeutin mir rät, und ich kann sie als Person als kompetente und freundliche Therapeutin schätzen. Eine vertrauensvolle Atmosphäre wäre für mich also Grundvoraussetzung, ebenso Vertrauen in die Kompetenz der Ergotherapeutin.

Bevor ich bei der Therapeutin war, die mir das mit dem Video angeboten hat (und zu der ich vollstes Vertrauen sowohl was das "Menschliche" angeht als auch was ihre Kompetenz angeht hatte), war ich in einer anderen Praxis. Und dort hätte ich der Idee mit dem Filmen niemals zugestimmt, weil ich mit der Therapeutin nicht klar gekommen bin und weil sie meiner Meinung nach auch fachlich nicht kompetent ist.

Aber generell finde ich die Idee gut, wenn die Voraussetzungen stimmen - schaden kanns ja dann nicht, und vielleicht bekommt man wirklich neue Erkenntnisse darüber, wo der "Knackpunkt" liegt.

lg
K.

Beitrag von krokolady 10.10.10 - 10:58 Uhr

Hä???

Also ne Überweisung zur Ergo bekommt man ja wenn motorische Probleme vorliegen, oder Wahrnehmungsstörungen.......und nicht weil ein Kind nicht gern bastelt oder malt.

Welche Diagnose steht denn auf dem Rezept?
Und welche Zielsetzung??

Und das du dabei gefilmt wird ist quatsch.....eigentlich bist Du ja nicht mal dabei

Beitrag von drusilia 10.10.10 - 12:26 Uhr

Er macht es nicht nur ungerne, er kann es nicht. Er kann z. B. keine Linien nachschneiden, nicht in Linien malen, nicht an gezeigten Stellen malen. Daher die Überweisung um zu sehen ob er Defizite hat. Da ich dabei bin werde ich mit ihm zusammen gefilmt.

Beitrag von krokolady 10.10.10 - 12:32 Uhr

ach so, also wurden die Defizite bereits vom Kia sozusagen bestätigt......und sicher auch vom KiGa?

Da frag ich mich wieso die Ergotherapeutin meint das er keine Probleme hat, sondern das es an Dir liegt #gruebel

Man könnt ja glatt meine die denkt Du setzt Deinen Sohn unter Druck, und er verweigert darum das "arbeiten"

Beitrag von drusilia 10.10.10 - 12:48 Uhr

Der KiA sagte ich soll mit ihm üben, ich finde aber nicht dass das eine Verbesserung bringt. Der KiGa möchte ihn selber testen, haben das aber noch nie gemacht, müssen sich erst einlesen und alles besorgen, ich möchte aber nicht, dass mein Kind da Testobjekt ist. Also habe ich auf eine Verordnung zur Ergotherapie bestanden um dort schauen zu lassen ob wirklich was nicht stimmt. Nach dem wir den Anamnesebogen zusammen ausgefüllt haben meinte die Ergotherapeutin dass er von der Anamnese her keine Probleme hätte und sie ihn sich ansehen will ob es wirklich ein Problem gibt oder ob er halt einfach nur schlechte Erfahrungen auf dem Gebiet gemacht hat und deshalb Probleme mit hat. Sie möchte uns halt im Umgang miteinander filmen um zu sehen ob ich evtl. nicht auf seine Signale reagiere oder falsche Signale sende (ihn also unbewußt kritisiere bzw. unter Druck setze).

Beitrag von erdbeerschnee 10.10.10 - 20:58 Uhr

Hallo,

es gibt einige Praxen die Video Aufnahmen als Material für ihre Analyse verwenden und das finde ich auch nicht verkehrt weil man sich das als Therapeutin einfach langsamer und in Ruhe nochmal anschauen kann.

Ich denke aber nicht, dass sie dein Verhalten analysieren möchte, sondern einfach schauen möchte, wie dein Sohn mit den Materialien umgeht ohne dass sie ihn anleitet sondern du. Und anhand der Aufnahmen kann sie einfach in Ruhe sehen, wo das "Problem" liegt und woran sie dann arbeiten muss. Entweder daran, dass er dich nicht versteht (warum auch immer) - oder an seiner Handhaltung, Wahrnehumg... oder oder oder.

Mhh... aber gleich in der ersten Stunde... naja, jede Praxis macht es anders !

Wenn es dir nicht gefällt, such dir eine andere Praxis ! Ich persönlich (auch Ergo :-p ) finde dieses Verfahren ganz gut und es hat Hand und Fuss und nicht "wir basteln jetzt ein bisschen und schauen mal"

Erdbeerschnee

Beitrag von drusilia 10.10.10 - 21:13 Uhr

Ich finde es, wenn ich ehrlich bin, sehr gut. Auch dass sie nicht sofort sagt es liegt an ihm sondern mir auch aufzeichnet was ich falsch mache. Ich kann ja nur lernen. Bin ja auch keine Profimutter sondern Anfänger. Und die Fehlerquellen die es gibt sind riesig, die Fettnäpfchen sogar noch größer.