Medikamentöse Abtreibung - Erfahrungsberichte

Archiv des urbia-Forums Ungeplant schwanger.

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Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von völligegal 09.10.10 - 23:02 Uhr

Hallo!

Ich würde gern mal wissen, wie der Ablauf einer medikamentösen Abtreibung ist.

Ich habe am Freitag positiv getestet, hätte Donnerstag meine Tage bekommen müssen. Ich möchte eine Abtreibung, dass steht fest, warum weshalb und alles andere spielt absolut keine Rolle. Ich möchte wissen, ob ich nächste Woche gleich zur Frauenärztin kann und die mir die Schwangerschaft auch nur per Test bestätigen brauch oder muss etwas im Ultraschall zu sehen sein, um einen Abbruch machen zu lassen? Und wie finde ich eine Beratungsstelle in meiner Nähe, wo ich dann hin muss?

LG

Beitrag von jungeblume 09.10.10 - 23:31 Uhr

Ich hab überhaupt nichts gegen deine Einstellung, aber im Zeitalter, wo du in ein Forum reinschreiben kannst, kannst du auch mal kurz googeln wo du eine Beratungsstelle bekommst. Wir wissen ja nicht wo du wohnst!
Es gab hier auch schon einen Bericht mit medikamentöser Abtreibung... steht aber auch alles bei Wikipedia, also medizinische und psychische Abläufte.
Du musst bevor du abtreiben darfst natürlich einen Ultraschall"test" machen, aber nicht gleich bei der Ärztin, da du eh erst die Bescheinigung für den Abbruch brauchst. Dieser Ultraschall muss ja gemacht werden, damit das alles legal ist, nach der 12. Woche darf ja nicht mehr abgetrieben werden. Bei der Beratung sagen die dir auch was du alles brauchst, dass der Abbruch kostenlos, schnell und legal gemacht werden kann...

LG

Beitrag von völligegal 09.10.10 - 23:48 Uhr

Ich habe schon gegooglet und auch Wikipedia benutzt, so ist es nicht.
Also muss ich erst einen Beratungstermin machen und dann zum Arzt? Ich hab das immer so verstanden, dass ich erst die Bestätigung vom Arzt bräuchte, dann eine Beratung und dann nach 3 Tagen den Abbruch vornehmen kann.

Beitrag von !!!! 09.10.10 - 23:59 Uhr

Hallo!

Du musst erst zum Doc, dir da eine Bestätigung geben lassen, dann zur Beratungsstelle, dann ein paar Tage warten und dann wird nochmal ein US gemacht, dann erst kann der Eingriff vorgenommen werden.
Ich selber hatte aber nicht mit Tabletten sondern die "Herkömmliche Art".

Wünsche dir alles Gute!

Beitrag von krtecek 10.10.10 - 00:00 Uhr

Hi du, vllt melden sich anderen..ich kann dir nur den Afnang sagen...
du musst schleunigst zu der Beratungstelle, um dir die Bescheinigung zu holen!!! ohne die tut sich nichts..

in der beratung wird ad 1) deine Frage zu der medikamentösen Möglichkeit beantowrtet ad 2) bekommst du Adressen mit Ärzten die überhaupt sowas tun, tut nicht jeder..

ich weiss nur, dass diese medikamentöse Möglichkeit es nur bis zu einer bestimmten woche gab, frag nmich nicht, ob es die 8 war..aber es ware nit zu viel..

Lg Krtecek

Beitrag von jungeblume 10.10.10 - 00:14 Uhr

son quatsch... du musst nicht erst zum arzt! Die bei der Beratung fragen dich nicht, ob du irgend eine Bestätigung der SS mitbringst!!! Kannst es machen wie du willst. Aber zum FA musst du zur Blutgruppenbestimmung und damit du eine Überweisung in z.b. eine Tagesklinik bekommst oder ein Rezept für die Medikamente.
Von der Beratung bekommste nur einen Bescheinigung, dass du es machen darfst, dann musst du ja eh nochmal zum FA.
Und zur Krankenkasse vielleicht? Weiß nicht genau wie das beim Medikament mit der bezahlung läuft. Aber das sagt dir die Beraterin auch.

Beitrag von jungeblume 10.10.10 - 00:17 Uhr

übrigens bis zur 9. kannst du medikamentös abtreiben, obwohl ich es so weit fortgeschritten nicht wirklich empfehlen würde... ich hatte eine Absaugung. Das war dann ohne nebenwirkung von irgendwelchen hormonellen sachen, aber mit antibiotika... alles war erledigt nach 20 min schlafen. danach noch ein bisschen blut aus der gebärmutter, aber nicht mehr mit embryo in mir...

Beitrag von völligegal 10.10.10 - 09:59 Uhr

Ich danke euch allen für die Informationen.
Dann werde ich gleich morgen einen Termin bei meiner Beratungsstelle ausmachen und dort alles weitere erfragen und mir natürlich den Schein geben lassen.
Ich bin ja erst in der 5.SSW und möchte das am liebsten alles nächste Woche spätestens übernächste Woche hinter mir haben. Die Absaugmethode möchte ich nicht unbedingt.

Beitrag von jungeblume 10.10.10 - 10:38 Uhr

Ja wenn du alle Termine die nächste Woche hast, dauert das ja nur 4 Tage... wegen der 3 Tage wartefrist. In der 5. Woche ist ja auch quasi noch gar nicht wirklich viel entwickelt... Nichtmal nen halben Zentimeter... also ist die medikamentöse auch noch anwendbar.

Beitrag von völligegal 10.10.10 - 14:19 Uhr

Du redest da so ruhig und nichts sagend drüber. Aber du hast ja Recht, es ist noch nicht viel entwickelt und genau deswegen will ich das alles schnell hinter mich bringen.
Ich hoffe, dass alles nächste Woche klappt.

Beitrag von jungeblume 10.10.10 - 14:24 Uhr

Ich rede da so ruhig drüber, weil ich selbst eine Absaugung hatte und es mir damit ausgesprochen gut geht und ich etwas dagegen habe andere leute zu verurteilen.

Beitrag von völligegal 10.10.10 - 14:28 Uhr

Das finde ich klasse von dir. Und ich danke dir wirklich für deine Hilfe hier in allem.

Beitrag von völligegal 10.10.10 - 23:20 Uhr

Ich hab noch mal eine Frage an dich. Wie war das denn wegen dem Kosten bei der normalen Abtreibung?

Beitrag von jungeblume 11.10.10 - 07:44 Uhr

Da musst du zur Krankenkasse und dein Einkommen darlegen, wenn es nicht hoch ist (gibt ne grenze) bekommst du einen bescheid zur kostenübernahme und der staat zahlt das dann!

Beitrag von völligegal 11.10.10 - 11:49 Uhr

Danke noch mal für die Information!

Beitrag von :-( 10.10.10 - 11:39 Uhr

ich kann dir nur eins raten lass es nicht medikamentös machen das ist das schlimmste wad du tun kannst. Lass es ambulant im Kh machen, Habe beides durch.
Aber überlege es dir gaaaaanz genau, den ich bereue meine 2 Entscheidungen auch wenn es damals das beste war.
drück dich und wünsche dir viel kraft

Beitrag von völligegal 10.10.10 - 14:21 Uhr

Und warum soll ich es nicht medikamentös machen? Könntest du das bitte näher erklären.
Ich denke nur noch nach, aber es ist das einzigst vernünftige und richtige, was ich machen kann.

Beitrag von simisa 10.10.10 - 18:45 Uhr

Einen Abbruch mit Mifegyne kann man bis Ende der 7.SSw machen. Zuerst nimmt man in der Praxis oder Beratungsstelle dieses Medikament ein. Innerhalb von 24 Stunden setzen dann oft schon erste Blutungen ein. Ein oder zwei Tage später bekommt man noch ein zweites Mittel, dass Prostaglandine enthält und Wehen mit stärkeren Blutungen auslöst. Man bleibt dann solange unter ärztlicher Aufsicht, bis das embryonale Gewebe abgestossen wurde. Dazu muss man immer, wenn man zur Toilette geht einen Auffangbehälter mitnehmen. Das abgegangene Blut und Gewebe wird dann kontrolliert. Bei dieser Methode musst du damit leben, dass es mehrere Stunden dauern kann, und du natürlich auch länger blutest und die wehenartigen Schmerzen aushalten musst.

Beitrag von völligegal 10.10.10 - 19:06 Uhr

Das hört sich ja schlimmer an als die Absaugmethode. Wieso muss man denn da unter ärztlicher Aufsicht bleiben. Überall im Internet steht, dass man nach 10 Tage noch mal zum Arzt muss und der dann kontrolliert. Kann man in der Beratungsstelle auch erfragen, welche Methode besser ist?

Beitrag von auchegal 10.10.10 - 20:32 Uhr

Was les ich denn hier für einen Quatsch? Auffangbehälter???

Ich schreib jetzt rein emotionsloa, knapp und faktisch:

ich hatte einen med. Abbruch und es war nicht schlimmer als ne starke Mens. Auch keine großen Schmerzen.
Ich durfte die Medikamente beide (Mifegyne und Prostagl.) mit nach Hause nehmen und hab da alles allein durchgezogen. Erster Tag Med 1 und am 3.Tag das Blutungsförd.

Wie gesagt es war nicht schlimm. Auch hat man kein wirkliches Gewebe gesehn, ich merkte das was abging bzw die Fruchthülle und danach wars normal wie die Periode.

Psychisch denke ich, wäre für mich eine OP schlimmer gewesen. Ich hätte NIE abgetrieben wenn ich eine OP hätte machen müssen. Der Weg war für mich der einzige.

Psychisch danach....ja, ich mach seit wenigen wochen eine Therapie. Ich vermissen dieses Kind, bzw. diesen Teil von mir. Es ist so endgültig. Ja, mein schlimmster Fehler. Aber trotz allem, war es besser so. Für mich und meine Tochter die ich schon habe. Ich hab danach einen festen Job angefangen den ich immer noch mache. Beziehungen gingen allerdings alle in die Brüche. Ich selbst bin nicht mehr die gleiche wie vorher. Es gibt eine Anna vor und eine Anna nach dem Abbruch. Ich hab hatze Zeiten durchgemacht und kann das alles immer noch nicht einordnen. Ich hoffe es wird irgendwann besser.

Alles Liebe Dir!

Beitrag von völligegal 10.10.10 - 21:34 Uhr

Genauso geht es mir auch, ich kann irgendwie keine OP hinter mich bringen.

Ich danke dir für die beruhigenden Worte wegen dem Ablauf.

Aber dein letzter Absatz macht mich nachdenklich, da ich ja immer jemand war, der gegen Abtreibung ist, aber es ist eben die vernünftigste Entscheidung, die ich treffen kann. Wie bist du denn jetzt? Und glaubst du, dass du es irgendwann verarbeiten kannst? Hat dich eigentlich der Abbruch etwas gekostet?

Beitrag von auch egal 10.10.10 - 23:08 Uhr

Hallo nochmal!

Das Problem was ich im nachhinein seh, ist das ich duch das Medikamentös mit unheimlich hab stressen lassen. OP kam nicht in Frage also nur Medis und dann so schnell wie möglich. Ohne sich einigermaßen Zeit zu nehmen richitg nachzudenken. Aber für meine Psyche war der Med. Weg der einizig richtige. Auch wenn viele sagen das wäre belastender für die Psyche, weil es sich über mehrere Tage streckt..das seh bzw. hab ich nie so empfunden. Im gegenteil. Man beschäftigt sich bewusst stück für stück mit dem Abschied. Ich kanns schlecht erklären.

Gekostet hat es nichts. War damasl ALG II Empfänger. Auf der KK bekommt gleich die Kostenübernahme mit.


Wie bin ich jetzt....ich weiß nicht, irgendwie ist es als wäre das Thema allgegenwärtig. Es liegt wie ein schleier auf meinen Schultern und ich kann ihn nicht abhängen...Das Gefühl jeden morgen aufzuwachen und zu wissen, man hat es getan...ich würde soo gerne noch einmal so lachen wie vor dem Abbruch. So unbeschwert...
Das Verhältis zu meiner Familie ist sehr schlecht geworden, ich hatte phasen da hab ich alle Menschen gehasst die damit zutun hatten...dabei war es meine entscheidung.
In 4 wochen werden es drei Jahre.

Ich weiß nicht ob Du es kennst:

nachabtreibung.info

kannst ja mal reinschaun und wenn was ist schreib einfach nochmal!

LG

Beitrag von völligegal 10.10.10 - 23:19 Uhr

Wem hast du es denn alles erzählt? Und wusste der Vater von dem ungeborenen Kind? Wenn ja, was sagte er?

Ich werde mir die Seite mal anschauen.

Schon 3 Jahre und du leidest immer noch so. Du machst mir gerade wirklich Angst. Ich finde, ich hab für meine Bedürfnisse genug nachgedacht und tue dies immer noch. Ich will nicht mehr, ich möchte, dass es aufhört. Aber die Frage ist es, wird es danach aufhören oder schlimmer werden?!

Beitrag von mussdazumalwasschreiben 11.10.10 - 00:15 Uhr

Hallo völligegal!

Ich hatte selbst nie eine Abtreibung, obwohl ich 2 Mal ungeplant schwanger war. Aber meine Mutter hatte eine, die mittlerweile über 30 Jahre her ist. Sie knabbert heute noch daran, an jedem Jahrestag der Abtreibung trauert sie regelrecht, sie schleppt es mit sich herum und bereut es zutiefst. Sie sagt immer noch, dass sie eigentlich 3 Kinder hat... Sie weint noch heute.
Ich wünsche dir, dass du deine Entscheidung sorgfältig durchdacht hast und das Richtige für dich tust!

Alles, alles Gute!!!

Beitrag von völligegal 11.10.10 - 00:17 Uhr

Macht es mir doch bitte nicht schwerer, als es eh schon ist. Egal welche Entscheidung ich treffen würde, ich würde leiden. Es gibt keinen Ausweg für mich.

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