Meine Tochter ist so ängstlich und schüchtern

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von bruchetta 10.10.10 - 11:42 Uhr

Hallo zusammen!

Ich bin mir noch nicht mal sicher, ob es ein Erziehungsproblem ist, glaube es aber nicht.

Also, meine Tochter war schon immer ängstlich, eine, die auf einer Geburtstagsparty bei Mama auf dem Schoß sitzt, und sich nicht runter traut, weil sie ein paar Kinder nicht kennt.

Sie wird in 10 Tagen 6 und manchmal denke ich, es wird immer schlimmer.

- Es gibt Phasen, da weint sie, wenn sie in den Kindergarten soll, obowhl sie dort Freundinnen hat und schon seit 3 Jahren hingeht.

- Im Kindergarten selbst weint sie auch oft.

- Sie geht mit Feuereifer in den Schwimmkurs, traut sich aber nun nicht mehr, weil sie Angst hat, sie bekommt die Tür zur Halle nicht auf.

- sie traut sich nicht, ihre Oma um etwas zu bitten, sie traut sich kaum "Danke" zu sagen, wenn sie etwas bekommt.

- sie hat Angst vor der Schule im nächsten Jahr

Ich könnte das endlos fortsetzen.

Ich versuche sie, zu ermutigen, lebe ihr vor, wie man "Probleme" anpackt usw. usf.

Es nützt nichts.
Nun bin ich schon fast soweit, mit ihr zu einer Kinderpsychologin zu gehen, weil ich Angst habe, dass sich das verfestigt und sie niemals einen Mindestgrad an Selbstbewußtsein aufbauen wird.

Zu Hause ist sie komplett anders. Sie setzt sich durch, ist willensstark und zeigt Selbstbewußtsein!

Aber bei jedem fremden Menschen, fällt sie sofort in die Rolle des ängstlichen Mäuschens zurück.

Hat vielleicht jemand einen Rat?????

Danke schön!
bruchetta

Beitrag von sternenzauber24 10.10.10 - 14:13 Uhr

Also direkt zum Psychologen, fände ich jetzt etwas überholt.

Aber ich würde auch versuchen, ihr da ein bißchen zu helfen.

Was ist denn mit einer Gruppenaktivität? z. B. Judo, Tanzgruppe, wo ein bißchen an dem Selbstbewußtsein gefeilt wird, und auch der Teamgeist zählt= sie also gebraucht wird ( Selbstwertschätzung).

Da würde ich spontan ansetzen! Ansonsten, es gibt natürlich auch einfach sehr schüchterne Menschen, das muß nicht zwangsläufig so bleiben, mach Dich nicht ganz so verrückt.

Versuch sie einfach immer wieder sie zu ermuntern, und viel unter Kinder zu bringen. Schule wird schon werden, aber ich würde das voher der Lehrerin sagen, was sie dazu meint.

LG,
Julia

Beitrag von lisasimpson 10.10.10 - 15:26 Uhr

ich würde mich fragen, welche vorteile sie davon hat?
übernimmst du das einiges von dem, was sie normalerweise selbst machen könnte?
welche lösung hat ihr für den Schimmkurs gefunden beispielsweise?
Wie sähe der ablauf aus, wenn sie keine angst vor der türe hätte?

Ich würde versuchen sie so viele sachen wie möglich selbst machen zu lassen.
beim eis essen- bestellt sie und bezahlt auch.
alles was sie will, muß sie so auch artikulieren.
Sie wirklich immer wieder in situationen bringen, wo sie ihre angst überwniden muß UND dann erfolge hat.


außerdem: wenn sie sich entscheidet, eien sache lieber nicht zu bekommen (eis), oder zu machen (schwimmkurs), dann versucht lösungen zu finden, wie sie es dennochschaffen kann.
geh kleine kompromisse ein, aber übernimm nicht alles für sie. wen nsie dennoch nicht will- dann muß sie eben drauf verzichten

auf der anderen seite: alles versuchen um selsbtvertrauen aufzubauen. was kann sie gut? wie könnte sie ds öffentlich darstellen (zum beispiel im kiga?- bilder ausstellen? tanzaufführung, ein gedicht aufsagen, usw...
tu dich da mit dem kiga zusammen, die haben viel mehr möglichkeiten und sollte nsich mit dir zusammen ein konzept überlegen, wie sie dort (wo sie ja vertraut ist) aus dem mäuseloch kommt!

sollte der Kindergarten GAR keine chance sehen, würde ich dir eine erziehungsberatungsstelle empfehlen, damit du einen Sparringspartner bekommst beim entwickeln von Ideen!

lisasimpson

Beitrag von bruchetta 10.10.10 - 18:38 Uhr

Danke für Eure lieben Antworten!

Meine Schwester sagt, dass ich sie eben so annehmen muß wie sie ist (tu ich auch!).
Es liegt in ihrem Charakter begründet, sie wird nie ein Tausendsassa werden.

Ich werde versuchen, ihr weniger abzunehmen und sie zum Selbstmachen animieren (Eis kaufen).
In ihren Erfolgen bestärke ich sie, ganz klar!

Mit dem Kiga werde ich mich auch kurzschließen, vielen Dank nochmal!

Beitrag von lisasimpson 10.10.10 - 22:31 Uhr

hallo!

Ja, klar geht es nicht drum, ihren Charakter zu verändern.
und niemand muß zur rampensau werden, der lieber die leisen töne anschlägt.
Aber aus angst vor einer tür nicht mehr zum schwimmen gehen zu wollen hat schon eine Komponente, die problematisch werden könnte.
auch ds nicht bedanken können bei der eigenen Oma- das sind zwei beispiele, die ich jetzt nicht unter "ist halt ein bißchen schüchtern" einstufen würde, sondern schon genau beobachten- und ich denke der Kindergarten ist da eine gute Adresse.
die haben täglich mit zig Kindern zu tun und haben daher oft ein gutes Gefühl dafür, ab wann etwas noch im bereich des Normale liegt und ab wann man vielleicht mal sanft neue ziele entwicklen könnte.
nur ists es oft so, daß die stillen dort viel später auffallen als die lauten.
daher ruhig mal hingehen und nachfragen, das schäft auch dort den blick und vielleicht könnt ihr vor dem schuleintritt noch ein bißchen was fürs selbstbewußtsein machen

lisasimpson