Was ist wahre Freundschaft?

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Beitrag von athame 10.10.10 - 19:03 Uhr

Hallo,

ich muß mal erörtern, was für euch wahre Freundschaft ist?
Auslöser ist ein Treffen gestern. Mit meiner langjährigen Freundin. Eigentlich dachte ich, wir sind echt befreundet, so richtig. Aber vermehrt fällt mir auf, wenn wir uns treffen, geht es nur um sie. Meine Tehmen werden kurz abgearbeitet - um dann wieder über ihre Sachen zu sprechen.
Ich stelle fest: Das nervt! Und ich stelle fest: Es widerstrebt mir immer mehr, mit ihr in Kontakt zu treten.
Ich fühle mich mies, das ich so denke - eine Freundin sollte vielleicht nicht so denken....dennoch. Es nagt. Und ich beginne, mich zu distanzieren...

Wie seht ihr das?

VG
a.

Beitrag von mamavonyannick 10.10.10 - 19:18 Uhr

hallo,

wahre Freundschaft beinhaltet auch Ehrlichkeit. Vllt ist es ihr gar nicht bewußt? Sprich es an! Das macht mM nach eine gute Freundschaft aus.

vg, m.

Beitrag von angel2110 10.10.10 - 19:30 Uhr

Sehe ich genauso.
Rede mit ihr darüber.

LG

Beitrag von leopoldina1971 10.10.10 - 19:40 Uhr


Hallo!

Geben und Nehmen. Leider gibt manchmal einer immer mehr und der andere nimmt immer mehr. Aber das ist auch eine Einstellungssache. Den einen störts mehr, den anderen weniger. Bei mir war es einmal ähnlich. Dann zieht man halt seine Konsequenzen daraus. So wie du jetzt. Das wird dir auch niemand verübeln. Auf Dauer hält dies keine Freundschaft aus; wobei sich wahre Freundschaft natürlich nicht nur durch ein ausgewogenes Kommunikationsverhältnis auszeichnet.;-)

Alles Gute

Beitrag von spatzl75 10.10.10 - 20:05 Uhr

Hi,

meine Freundin plappert auch viel von sich und ihrer Familie, aber wenn ich ein echtes Problem habe hört sie mir zu und sie ist sofort für mich da.
Sie kann eben reden und reden und reden..........
Ich habe sie trotzdem lieb, weil sie so ist wie sie ist!
Wenn es Dich stört rede mit ihr-sie wird es verstehen. Ansonsten distanziere Dich!

Viel Glück!

Beitrag von silbermond65 10.10.10 - 20:28 Uhr

Das kenn ich.
Meine ehemals beste Schulfreundin hat mich nach Jahren Anfang 2007 angerufen.
Ich hab mir geschlagene DREI Stunden lang am Telefon IHRE Ehe - , Scheidungs- und sonstige Probleme angehört.
Kein Problem,dafür sind Freunde da.....dachte ich.Bis ich sie ein paar Wochen später zurückgerufen habe,weil ICH Redebedarf hatte,weils mir nicht gut ging.
Sie hat mich regelrecht abgewürgt am Telefon.Dafür hätte sie jetzt keine Zeit.
Ich hab ihre Nummer aus meinem Telefonbuch gestrichen und ebenfalls das Thema beste Freundin. Da sch...... ich drauf.

Beitrag von litalia 10.10.10 - 20:36 Uhr

Ein wahrer Freund kommt herein, wenn der rest der Welt hinaus geht.

Beitrag von rienchen77 11.10.10 - 08:14 Uhr

guter und schöner Spruch und er beinhaltet genau das was der Wirklichkeit entspricht...

meine Freunin, mein Herzstück, wurde krank, sehr krank. Mein Gott hatte sie einen großen Freundeskreis....sie wurde noch kränker, es wurden immer weniger. Bis sie dem Sterben entgegenkam, da war ich nur noch da...

und aufeinenmal bei der Beerdigung waren sie alle wieder da...aber da wo man am meisten Hilfe brauchte war keiner mehr da....

Beitrag von k_a_t_z_z 11.10.10 - 01:45 Uhr


Das habe ich auch erlebt - nach zwei 'guten' Jahren gab es plötzlich nur noch ihre Themen. Ein gutes halbes Jahr lang.
95% ihre Probleme, immer wieder durchgekaut. Noch dazu ergebnislos, immer das Gleiche.

Danach habe ich die "Freundschaft" gekündigt und musste mir noch Beleidigungen anhören...

Nicht mein Problem - solche Menschen brauche ich nicht in meinem Leben.

Entferne aus Deinem Leben was Dich über Gebühr belastet.

LG, katzz

Beitrag von coonic 11.10.10 - 05:19 Uhr

Guten morgen,

vor einiger Zeit hatte ich auch so etwas.

Ich habe dann nach Zitaten/Sprüchen im Netz geforscht und letztendlich dies an eine "Freundin" geschickt, ich finde es trifft den Nagel auf den Kopf

Ich rede gerne, zugegeben,
und kam dazu doch selten,
denn gerne wollt ich andrerseits
zuhörend etwas gelten.
Das eine schließt das andre aus,
das hatte ich verstanden:
mir kamen, wenn ich selber sprach,
die Freunde schnell abhanden.

So blieb ich danach lieber still
und schluckte meine Sorgen
und lauschte meiner Freunde Not
am Mittag, Abend, Morgen
und – wenn es hart kam – auch noch nachts.
Man schätzte mich nun sehr,
ich war beliebt wie nie zuvor
und niemals später mehr.

Denn kurz darauf schon nahm ich wahr,
wie unfroh ich mich fühlte
und dass beim liebevollen Lauschen
manch wilder Wunsch tief in mir wühlte.
Ich hätt am liebsten laut geschrieen
oder – noch besser – zugeschlagen.
Es kam so, wie es kommen musste-
am Ende platzte mir der Kragen:

Das Ganze wär mir längst schon über,
ich hätt genug gehört
und dass, verständnisvoll zu tun,
mich schon seit langem stört.
Ich bräuchte selber manches Mal
ein zugewandtes Ohr
und dass man bei mir Müll ablüde,
käm nicht mehr länger vor!!!
---

Jetzt sind nur noch ein paar um mich,
doch sie sind mir viel wert.
Es wird abwechselnd mal geredet,
dann wieder zugehört.
Sie nenn ich Freunde,
und sie bleiben
im Reden wie
im Schweigen.


LG

coonic

Beitrag von rienchen77 11.10.10 - 08:11 Uhr

vielleicht solltet ihr euch öfter treffen, dann muß sie nicht soviel auf einenmal erzählen, vielleicht hat sie ein großes Mitteilungsbefürfnis...

Beitrag von echtjetzt 11.10.10 - 11:52 Uhr

A friend in need’s a friend indeed, würde ich sagen.

Wahre Freunde sind die Leute, auf die man sich in schlechten Zeiten verlassen kann, die einem zuhören können, Ratschläge geben wenn möglich und nötig, die hinter einem stehen, auch wenn man selbige Ratschläge nicht befolgt, die einem ehrlich ihre Meinung sagen und last but not least, die wissen, dass sie sich genauso auf einen verlassen können, wenn es ihnen schlecht geht.

Ich möchte hier nicht unerwähnt lassen, dass man mit Freunden auch Spaß haben und über belangloses Zeug reden kann, aber wie gesagt, für mich definiert sich „wahre Freundschaft“ über das oben genannte.

Wenn du sie als Freundin ansiehst, dann sag ihr, was dich nervt. Sollte sich ja regeln lassen.

Beitrag von jessica.g1 11.10.10 - 20:16 Uhr

Hallo,

mir gings vor kurzem genauso wie dir. Meine Themen waren nie sehr relevant. Über meine Kinder wurde kaum geredet nur über ihre. Also ich musste quasi nur zuhören und wurde auch noch blöd angepampt wenn ich meine Meinung gesagt habe.

Was hab ich gemacht? Sie komplett aus meinem Leben gestrichen.

LG

Jessi