Thema Essen - bzgl. Diskussion ü. Konsequenzen

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von arztsache 10.10.10 - 19:19 Uhr

Vor ein paar Tagen hat eine Mutter hier nachgefragt ob ihr auch so gehandelt hätte oder wie ihr das seht

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=4&tid=2842243

Nun hab ich mir da so meine Gedanken darüber gemacht.

Viele haben die Frau förmlich in der Luft zerrissen, was ihr einfallen würde ihrem Kind 3* das gleiche "alte" Brot vorzusetzten, aber WARUM?

Ich habe meinen Kindern schon früh erklärt, das wir hier wirklich in Wohlstand leben, und wir uns somit alles erdenkliche kaufen können. Aber genauso gibt es Kinder/Menschen die sich sogar über ein dreitage altes Brot freuen würden! Vielleicht nicht unbedingt in unseren Breitengraden, aber ich finde nicht das es einen Unterschied macht.

Die Frau wurde teilweise als unfähig, bzw. übermässig streng betitelt.

Aber wiso soll sie ein Brot wegwerfen das er zu dem Zeitpunkt nicht mehr essen wollte? (Abgesehen davon mache ich meinen Kindern ihr frühstück für den kiga auch abends und packe es schon ein, was vergleichbar von der Brotqualität sein dürfte)

Ich denke einfach, wir haben hier in unserem Breitengrad das Problem, sowenig Probleme zu haben, um uns über solche Dinge Gedanken machen zu können.
In einem Land wo z.B. Krieg herrscht, oder Hungersnot würde man sich keine Gedanken machen ob wohl das Kind jetzt lieber Fleischwurst oder Nutella auf seinem Brot möchte, da sie zum einen nicht die Möglichkeit haben darüber zu entscheiden, bzw. die nicht als wichtig erachten würden.

Keiner schaut mehr über den Tellerrand, jeder und alles sieht sich als Non-plus-Ultra an, und das finde ich grausam!

Das Kind wird aus pädagogischer Sicht keinen Schaden erlangen, wenn es zum Abendbrot das achso "ekelige" Fleischwurstbrot vom Frühstück vorgesetzt bekommt. (Welches er wollte)


Genauso sehe ich es mit den Top-Fragen, die hier einmal die Woche min. auftauchen:

- Wie groß ist den euer Kind mit 4 Jahren?
- Sauber werden?
- Selbstbefriedigung mit *Jahren, normal?
- Was wiegen eure Kinder mit *Jahren?

Wenn das WIRKLICH eure Probleme, dann kann ich euch wirklich Gratulieren!

Vielleicht kann mein Beitrag ja den ein oder anderen zu umdenken, bzw. zum nachdenken bewegen.

Ansonsten macht das was ihr am besten könnt und zerreist mich und meinen Beitrag in der Luft.

Achja, und die Philosophie von Urbia ist mir hinlänglich bekannt, es ist öffentlich und ich muss es ja nicht lesen,wenn ich nicht will! Also die Hinweise könnt ihr euch sparen!

Schönen Abend noch zusammen

Beitrag von babylove05 10.10.10 - 19:47 Uhr

Hallo

Also ... ich glaub nicht das es nur um das Brot ging des ja dann weggeschmiesen worden ist . Sondern ich find es schon krass dem Kind 3 mal das gleich anzubeiten .... mein Gott er ist 4 ..... Ich esse auch nicht immer alles auf , und esse das worauf ich lust hab .

Ich hätte es so gemacht ... wenn er es nicht zufrühstück essen wollte und ne std später wieder gekommen wäre hätter das gleich weider bekommen , und nix anderes. Aber zu Mittag hätte er was Frische bekommen . im notfall hätte ich das brot gegessen oder es wäre im Müll gelanden.

Ja wir leben in einer Wegwerfgesellschaft , das leigt halt nun mal daran des wir das Glück haben uns um essen in den Meisten fällen kein Kopf zumachen . Aber es ging nur um ein Brot , und ich glaub auch nicht das sie es gemacht hat um ihren Kind zuerklären das man nix wegschmeisst , sondern um ihren Punkt klar zumachen , und ich denk einfach das sie es übertrieben hat , den was macht sie wenn des Kind es dann wieder nicht isst... zum Frühstück servieren .

Man das Kind ist 4 .... keine 10 ( und selbst da verstehen Kind sowas nicht ) ... weil es einfach so ist das wir hier recht gut leben . Und ich glaube nicht das ein 4 oder 10 jähriges Kind des elent in anderen Ländern ( oder auch in manchen Haushalten in Deutschland ) verstehen solange sie es nicht erleben .

Hast du Noch nie ein Brot weggeschmiesse... Isst du immer alles Auf ????

Lg martina


Beitrag von arztsache 10.10.10 - 20:26 Uhr

´Nein, ich esse natürlich nicht immer auf, mir ging es eigentlich darum, wie die Reaktionen auf den post der Frau waren.

Das nicht gleich einer mit Jugendamt gedroht hat, weil sie es gewagt hat ihrem Kind 2* das gleiche Brot vorzusetzten war das einzige was gefehlt hat.

ich denke schon, das ein geschmiertes Brot auch nach 3,5, oder 7 stunden noch genießbar ist, so auch mein Brot für die Arbeit, oder die Kindergartenbrote meiner kids. Die werden immer schon abends beim Abendessen gemacht.

Es wurde geschrieben, das das Brot nun alt, trocken, einfach Qualitativ minderwertig sei, und das ist nicht der Fall.

Deswegen, s.o. muss ein Brot nicht weggeschmissen werden.

Mir geht es um die Selbstverständlichkeit dabei.

Meinem Kind schmeckt was nicht, egal, wegwerfen, neues machen, mag es das auch nicht, egal, schauen wir wieder nach was neuem.
Das kann doch auch nicht sinn und Zweck der Erziehung sein, oder vielleich doch?

Beitrag von babylove05 10.10.10 - 21:30 Uhr

Hallo

Nein mit sicher heit ist das ständige weg werfen nicht gut , würde ich auch nicht machen , vorallem wenn ich weiss des er es normal essen würde . Aber ich denk halt das man den Kind nicht 3 mal das gleich anbieten muss.... Schlecht ist es deswegen sicher nicht , und wie gesagt ich würde es wahrscheinlich dann essen ...

Ich würd aber meinen Sohn auch keine 2 Brote schmieren und dann weg schmeissen ... einmal ist ja ok das er sich dann vieleicht umentscheided, aber beim 2 mal würd ees entweder gegessen werden oder es gibt eben nichts...

Aber mir ging es um de Aussage des des Kind 3 mal das gleich vorgesetz bekommen sollte... erinnert mich an irgend ne tv sendung oder so die ich mal gesehen hab ... wo das kind 1 woche lang immer wieder den gleichen teller vorgesetz bekommt ... und das find ich halt einfach zustreng... gerade weil er erst 4 ist....

Lg Martina

Beitrag von arztsache 11.10.10 - 11:01 Uhr

Danke das du mein Post verstanden hast!!!

Eine Aussage war " NATÜRLICH bekommt das Kind zum Abendessen Pfannkuchen"

Und dieses Nätürlich, diese Selbstverständlichkeit das war eigentlich der Auslöser mir darüber Gedanken zu machen.

Beitrag von mel130180 10.10.10 - 19:47 Uhr

"Wenn das WIRKLICH eure Probleme, dann kann ich euch wirklich Gratulieren! "

Würdest du dich denn besser fühlen, wenn wir im Kindergartenforum über die Hungersnot in der 3. Welt diskutieren würden?

Tut mir leid, dein Posting ist völlig sinnbefreit.

Beitrag von arztsache 10.10.10 - 20:11 Uhr

Nein, um Gottes Willen das nicht, aber viele haben die Frau hingestellt, als würde sie ihrem kind auf das übelste Schaden, und dem war einfach nicht so!

Wie schon geschrieben, andere würden sich über ein drei Tage altes essen freuen, hier verteufelt man es direkt, es sei nun trocken und alt, das ist das worüber ich mir Gedanken gemacht habe.

Ist etwas schlechter oder weniger geniessbar nur weil es nicht frisch duftend aus dem Backofen kommt? Muss ich es deswegen in den Müll schmeißen?

Genauso ist es ja auch beim einkaufen, keiner will die braunen Bananen kaufen, immer werden nur die leuchtend gelben gekauft, warum ?
Die Bananen sind deshalb noch lange nicht schlecht!

Beitrag von mel130180 10.10.10 - 20:26 Uhr

"Genauso ist es ja auch beim einkaufen, keiner will die braunen Bananen kaufen, immer werden nur die leuchtend gelben gekauft, warum ? "

Weil ich braune Bananen nicht mag und Gott sei Dank auch nicht essen muss. Zudem bezahle ich da Geld für, deswegen ist es mein gutes Recht, frische Ware zu bekommen.

Sicherlich wird der Junge keinen großen Schaden davon tragen, nötig war das dennoch nicht. Es war nichts weiter als ein Machtspielchen, welches von der Mutter mitgetragen wurde. Zudem bilden sich auf einem solchen Brot auch Keime im Laufe des Tages, selbst wenn das Brot zwischendurch im Kühlschrank gelagert wurde. Muss ich mein Kind bewusst krank machen, nur um Erziehungsansichten durchzusetzen? Das ist völlig unverhältnismäßig.

Du kannst die Wegwerfgesellschaft nicht mit hungerleidenden Völkern gleichsetzen. Es gibt durchaus auch noch etwas dazwischen. Deine Diskussionsweise ist völlig emotional und kein bißchen sachlich. Aber das ist ja ne Urbiakrankheit.


Beitrag von arztsache 11.10.10 - 12:22 Uhr

"Deine Diskussionsweise ist völlig emotional und kein bißchen sachlich."

Also um mein eins vorwegzusagen, ich habe kein Pipi in den Augen, von daher denke ich nicht das ich die Sache zu emotional sehe.

Wir müssen nicht nach Afrika gehen um hungerleidende Menschen zu sehen.

Dennoch denke ich das man das handeln unserer Gesellschaft kritischer hinterfragen sollte.

Meinst du Wasser, Öl und andere Dinge werden uns ewig erhalten bleiben, nur weil wir damit umgehen als hätten wir es in unmengen?

-Warum gibt es Gen manipulierte Lebensmittel?

-Warum werden Tiere so gequält damit wir was zum essen auf dem Tisch haben? (Massentierhaltung, Medikamente,....)

-Warum muss alles immer der leuchtend rote pausbackige Apfel sein, bei dem wir genau wissen, da wurde chemisch nachgeholfen, bzw. warum brauchen wir in unseren Breitengraden Bananen? Oder auch Himbeeren die man an Weihnachten kaufen kann?

Ich denke man sollte sich einfach bewusst machen das wir nur die eine Welt haben, und sie vielleicht auch so behandeln. Wenn schon nicht für uns, dann für unsere Kinder, Enkel, Urenkel,.....!

Da regt man sich über eine Scheibe Brot so auf, wobei das nicht mal die Spitze des Eisberges ist, aber würde jeder mehr auf solche kleinigkeiten achten, dann könnte auch jeder seinen Beitrag dazu leisten.



Beitrag von zahnweh 10.10.10 - 21:23 Uhr

Da hast du natürlich recht.

Meine Eltern haben von den ersten Bananen hier erzählt, die sie je gesehen haben (nach dem Krieg). Gekauft wurde ihnen keine, weil der Strunk teuer mitgewogen wurde und das dann unbezahlbar war.

Wenn ich denke, dass mein Kind gerne mal zwei Bananen in Folge isst #schwitz
Meine Oma würde staunen wie viele es heute davon gibt und wie wenig sie kosten #schock

Beitrag von carmen7119 11.10.10 - 10:44 Uhr

Das dachte ich mir auch grad!

#schein

Beitrag von 3erclan 10.10.10 - 19:52 Uhr

Wenn das WIRKLICH eure Probleme, dann kann ich euch wirklich Gratulieren!


Das ist bei uns kein Problem hab keine Lust mir selber welche zu machen.

Finde dass sich einige viel zu viele Gedanken machen über das Essen und sich selber nen druck machen.

lg

Beitrag von arztsache 10.10.10 - 20:16 Uhr

Also ich mache mir keine Gedanken über das Thema essen.

Dennoch haben mich die Reaktionen auf das Posting nachdenklich gemacht.

Ich kann und will die Welt nicht verbessern, aber der Frau wurde fast schon Kindesmisshandlung unterstellt, weil sie es gewagt hat ihrem Kind zweimal ein und das selbe Brot vorzusetzten.

Das finde ich erschreckend.

Beitrag von anja478 10.10.10 - 20:42 Uhr

So ich geb auch nochmal meinen Senf dazu.

Mein Sohn lebt noch und hat mittags, wie verabredet sein halbes Brot gegessen und hat dann Abends seine Pfannekuchen bekommen. Wie Ihr seht bin ich keine Rabenmama. Hab ja auch nur nett gefragt ob es nicht evtl. doch etwas streng ist. Aber das man bei Urbia oft gesteinigt wird ist ja bekannt.

Gruß

Beitrag von zahnweh 10.10.10 - 21:18 Uhr

Hallo,

darüber habe ich mir auch Gedanken gemacht. Und ja, ich werde mein Kind auch darauf hinweisen.

Allerdings bin ich auch dankbar, dass wir hier leben und werde ihr nicht immer das gleiche vorsetzen.

Meine Eltern sind in der (Nach-)Kriegszeit geboren und aufgewachsen und haben mir einiges erzählt.
Soweit, so ok.

Allerdings war es auch unappetitlich bzw. ich habe psychisch sehr daran zu knabbern, dass sie es mir immer wieder auf den Teller geschmiert haben.
Ja, sie sind so aufgewachsen und ich kann es verstehen.
mich zum Essen zwingen zu wollen, Teller aufessen, weil die Reste anderen zu gute kommen könnten, taten mir weh.

Über Hilfestellungen nachzudenken oder mitzuorganisieren: ja. Aber nicht einem Kind, das noch nicht mal wirklich weiß, was da abgeht, eine Mitschuld an der Hungersnot zu geben, weil es seinen Teller nicht auf isst. Geht zu weit.

Dann lieber politisch aktiv werden und dafür sorgen, dass sie ganzen Supermarktketten die bedeutenden Mengen an Essen tatsächlich in diese Gebiete verschicken. Spenden sammeln und dafür sorgen, dass sie ankommen usw.
Sich aber über ein paar Brotreste aufzuregen, damit ist den Menschen dort auch nicht geholfen!

Und ja, ich bin dankbar, dass ich hier lebe und mache mir durchaus Gedanken, wie man den Menschen helfen könnte. Und dennoch schimmelt bei uns auch mal Brot. Zu zweiten schaffen wir nur selten 500g in einer knappen Woche. Auch mit guter Lagerung.

Beitrag von arztsache 10.10.10 - 22:08 Uhr

Hallo zahnweh!

Ich bin froh das du verstanden hast was ich sagen will!

Nein, ich erzähle meinen Kindern auch nicht täglich, esst auf, in Afrika verhungern die kindern! Um Gottes Willen! Das wäre der falsche weg.
Dennoch habe ich ihnen gesagt das es nicht überall auf der Welt so rosig ist wie bei uns. Ich bin weiß Gott auch dankbar in Deutschland zu leben dennoch gehen meine Gedanken auch weiter wie nur bis zu meiner Nasenspitze.

Ja, auch wir schmeißen essen mal weg, aber ich versuche es zu vermeiden, soweit möglich.

Dennoch fand ich diese " du wirst deinem Kind doch nicht zweimal das ALTE TROCKENE Brot vorsetzen" Stellung fragwürdig.

Wie ich schon weiter oben geschrieben habe mache ich unsere frühstücksbrote auch schon Abends und man kann sie am nächsten Tag bedenkenlos essen.

Ich kann meine gedanken schriftlich leider nicht so gut darlegen.

Beitrag von felli1986 11.10.10 - 10:50 Uhr

Schön, dass es auch noch Leute gibt, die objektiv bleiben!
Unterschiedliche Meinungen sind vollkommen ok, aber der Ton macht immernoch die Musik!

LG

Beitrag von kathrincat 11.10.10 - 14:45 Uhr

über essstörungen oder zu dicke kinder muss man sich aber dann auch nicht wundern, wenn die kinder immer aufessen müssen:-p

Beitrag von arztsache 11.10.10 - 17:33 Uhr

Von aufessen ist ja auch garnicht die Rede!

Es geht um die selbstverständlichkeit dabei!

Er hat einmal reingebissen und dann nur noch den halben Belag runtergegessen. Warum soll man den Belag dann erneuern, bzw. ihm was neues anbieten?

Darum geht es mir. Muss es deswegen direkt in die tonne gekloppt werden???