Haushaltsarbeiten Partnerschaftlich teilen?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von 8Zitronenfalter 10.10.10 - 20:40 Uhr

Hallo
Wie ist das bei Euch, hilft euer Partner bei der Hausarbeit, oder lebt er auch wie im Hotel Mama?
Heute hab ich von einer Bekannten erfahren, dass sie Ihrem Mann die Arbeiten die er machen soll, am Samstag auf einem Zettel präsentiert, er machts und alles ist gut.
Wenn meiner mal was tun soll, dann ist das erste: wo ist der Schraubenzieher, bring mir mal die Wasserwaage usw. Also da kann ich es auch alleine machen. Außerdem ist er eh immer in der Arbeit, wenn er heimkommt hat er Hunger, dann sitzt er vorm Fernseher mit dem Laptop auf dem Schoß, bis es schließlich ins Bett geht und da läuft auch nichts mehr, weil er ja sooo müde ist.
Manchmal hab ich auch schon an Trennung gedacht, aber das wär der totale finanzielle Abstieg. Aber was soll ich machen?
Wie gehts euch in dieser beziehung so?
LG ***

Beitrag von mausi24pl 10.10.10 - 20:44 Uhr

hi,
bei uns ist es genauso.. ich mache alles alleine im haushalt und beim kind. und wenn etwas handwerkliches gemacht werden muss, holt er seinen freund..einfach nur zum heulen..

Beitrag von dominiksmami 10.10.10 - 20:47 Uhr

Huhu,

ich bin Hausfrau...also ist der Haushalt mein Job.

Mein Mann macht die groben Arbeiten rund ums Haus ( Garten, Reparaturen, Renovierungsarbeiten, Getränkekästen einkaufen, Mülltonnen nach vorne bringen) das macht er ganz ohne Aufforderung.

Allerdings selbstverständlich am Sonntag oder Mittwoch ( seiner freier Tag) da er an allen anderen Tagen fast 12 Stunden ausser Haus ist und abends um 20:30 sicherlich keine Lust mehr hat viel rum zu werken...da hätte ich auch etwas gegen!


Sich nur wegen der Finanzen nicht zu trennen...finde ich sehr zweifelhaft!

lg

Andrea

Beitrag von 8Zitronenfalter 10.10.10 - 21:09 Uhr


Naja, ich bin auch vormittags in der Arbeit. Ich sag ja nicht dass er Staubsaugen muss oder so. Aber etwas mehr Anteilnahme würde ich mir schon wünschen.
Er ist ja auch am Wochenende in der Arbeit - Selbständig heißt arbeitet Selbst und Ständig
Es ist schon noch was von mögen da, aber ob das für die nächsten 20 Jahre reicht- ich weiß nicht?!

Beitrag von dominiksmami 10.10.10 - 21:12 Uhr

>>Naja, ich bin auch vormittags in der Arbeit.<<

Schon habt ihr eine völlig andere Situation..würde ich arbeiten gehen, würde mein Mann im Haushalt helfen.

Er ist zwar nicht selbstständig...aber in leitender Position und da fallen auch reichlich Überstunden an etc., aber er macht hier trotzdem gerne seinen Part und wenn "Not am Mann" ist macht er alles, so wie jetzt nach dem KS.

Ich muß aber dazu sagen das er 2 Jahre lang alleinerziehend war und von daher sehr gut weiß was wann anfällt etc.

Ist schwierig *nick* das glaube ich gern.

lg

Andrea

Beitrag von 8Zitronenfalter 10.10.10 - 21:27 Uhr


Gut du hast mich verstanden, aber was soll ich jetzt machen? Unsere Beziehung ist eingeschlafen und schwierig.
Vor zwei Jahren haben wir auch schon mal eine Beratung bei einer Therapeutin gemacht, aber die Vorschläge von Ihr sind alle wieder vergessen. Sind Männer wirklich so, dass sie alles verdrängen solange es irgenwie umgeht? Ich habe Ihm damals schon gesagt, dass ich mich trenne wenn es nicht besser wird.
Für kurze Zeit wars dann auch besser, aber jetzt ists wieder mal zuviel.
Danke

Beitrag von redrose123 11.10.10 - 12:00 Uhr

Als selbstständiger muss er eben mehr arbeiten und das hilft dir doch auch weiter#kratz Dein Mann tut mir leid, wenn ich mir vorstelle meienr wäre nur wegen Geld mit mir zusammen würd ich brechen müssen#contra Und ich sags immer wieder lieber kein Geld haben....

Beitrag von dore1977 10.10.10 - 21:01 Uhr

Hallo,

mein Mann ist nur am Wochenende zu Hause also kann er unter der Woche gar nicht s machen. Am Wochenende überlegen wir gemeinsam ob wir etwas unternehmen wollen oder etwas zu Hause schaffe möchten. Dieses Wochenende haben wir uns (dank gutem Wetter) durch den kompletten Garten gearbeitet und ja natürlich hat er mitgeholfen.

Ich bin handwerklich nicht so begabt und versuche wen etwas anliegt es bis zum Wochenende "liegen" zu lassen. Wen das nicht geht mache ich es selbst oder suche mir Hilfe. Zum Glück habe ich einen netten Nachbarn.

Einen Zettel schreibe ich meinem Mann auch manchmal (er liebt "to do" Listen, eine "Macke" von seiner Arbeit her) aber das bedeutet noch lange nicht das er die Dinge darauf auch macht. #;-) #verliebt

LG dore

Beitrag von 8Zitronenfalter 10.10.10 - 21:14 Uhr


Hi dore, danke für deine Antwort
Wäre ja schön wenn er am Wochenende dann auch wirklich für mich da wäre! Das passiert vielleicht einmal alle zwei Monate.
Er muss ja nicht gleich das ganze Haus putzen. Aber eben auch nicht die Kinder anmäkeln wenns nicht so aufgeräumt ist. Denn selber trägt er ja auch gut bei mit seinen Zeitungen usw. die ich dann mal wegräumen kann.
Der Garten interessiert ihn überhaupt nicht, für die großen Arbeiten hol ich mir halt mal den Gärtner 1mal pro Jahr.
LG

Beitrag von anyca 10.10.10 - 21:06 Uhr

Mein Mann "hilft" mir nicht, sondern macht seinen Anteil, in der Regel ohne Aufforderung. Manchmal bitte ich um etwas Konkretes, das tut er umgekehrt aber auch.

Ich hab aber auch von Anfang an keinen "Hotelservice" geboten, sondern ihm schon in den ersten Wochen gesagt, daß Männer, die nicht kochen können, heutzutage nicht mehr geheiratet werden ;-)

Beitrag von 8Zitronenfalter 10.10.10 - 21:21 Uhr

Hi anyca

das habe ich wohl von anfang an übersehen. Als wir zusammenzogen hatte ich bereits unsere Tochter und das Haus war abzuzahlen. Da hatte ich ja eh Zeit zu Hause alles zu machen.
Aber irgendwie hat sich das so blöde eingebürgert. Er behauptet zwar er würde es sich auch anders wünschen, aber warum ändert er es dann nicht? Soweit ich mich zurückerinnern kann hat er mir als die Kinder klein waren, schon manchmal beim Geschirraufräumen geholfen. Als ich es zuletzt mal erwähnte, meinte er die Mädels können dir ja helfen.

Beitrag von anyca 10.10.10 - 21:36 Uhr

"aber warum ändert er es dann nicht?"

Einmal ist es natürlich bequemer so ... und zum anderen, würdest Du ihn denn machen lassen, so wie er meint? Oder ist Dein Haushalt so eingespielt, daß es eher "stören" würde, wenn er auf seine Art macht, was er gerade für nötig hält - und nicht auf Deine Art das, was Du gerade angesagt fändest?

Beitrag von carrie23 10.10.10 - 21:48 Uhr

Nun ich muss meinen Mann nicht in den Hintern treten damit er auch was macht.
Allerdings wird er bald Schicht arbeiten und dann werde ich den Großteil alleine machen denn ich kann ihm nach ner 10 Stunden Nachtschicht nicht auch noch den Haushalt machen lassen.
Einzig die schweren Einkäufe und den Müll muss er dann machen denn ich darf 1. nach der Secito nicht so schwer heben und 2. habe ich mit der Wirbelsäule Probleme.
ABER meinen Ex hat man auch alles vorkauen müssen und da sind wir beide arbeiten gegangen.
Und wenn ich ihm gesagt habe er soll sich aufschreiben was zu tun ist damit er es nicht vergißt meinte er nur "ja aber ich vergess ja auf den zettel zu schauen"#klatsch#nanana

Beitrag von pferdechen 10.10.10 - 21:51 Uhr

ich denke es kommt auf die situation an:wenn du 100% zu hause bist und er 100% arbeitet,finde ich es normal wenn du die hausarbeit machst.oder gehst du im helfen in seinem job?wenn beide partner arbeiten soll man sich die arbeit im hause auch teilen,oder sich ne hilfe anschaffen.
#winke

Beitrag von badguy 10.10.10 - 22:08 Uhr

Der totale finanzielle Abstieg? Andrea hat es auf den Punkt gebracht, eine solche Einstellung ist fragwürdig.

Um dir antworten zu können, müsste ich eure Rahmenbedingungen kennen? Arbeiten beide oder bist du zu Hause?

Also bei uns war das heute so:

Meine Frau hat super lecker gekocht, ihr Sohn und ich haben zugearbeitet. Ich hab z. B. das Wildschwein für den Gulasch geschnitten, den Romanesco geputzt und zwischendurch abgespült.

Zwischendurch habe ich meine Klamotten gepackt, das Auto beladen. Dann habe ich die Wäsche aus dem Keller geholt, was zusammengelegt werden konnte, wurde zusammen gelegt, der Rest wurde fürs Bügeln bereit gelegt.

Anschließend haben wir gegessen und ich hab mich auf die Socken gemacht und bin Richtung Arbeit gefahren.

Wenn wir zusammen Zeit verbringen teilen wir uns alles, weil wir beide davon profitieren.

Wir können beide fast alles in Garten und Haushalt.

Beitrag von widowwadman 10.10.10 - 23:36 Uhr

Wir arbeiten beide Voillzeit, dementsprechend wird auch zuhause alles gerecht aufgeteilt.

Beitrag von anarchie 10.10.10 - 23:46 Uhr

ich denke, dass hängt imer davon ab, ob beide arbeiten, einer wesentlich mehr oder sonstwas...

ich bin hausfrau mit 4 Kindern(8,6,3 und 1) und ich mache haushalt, einkauf, kleinere reparaturen, tiere(pferd, hund, 2 hoppler) ,...

mein mann arbeitet voll und davon recht viel zuhause.
dadurch haben die kinder viel von ihm, aber haushalt ist meine Aufgabe, ganz klar.
Dennoch hilft er auf Anfrage und schmeisst auch alles im notfall...

lg

melanie

Beitrag von lbeater01 11.10.10 - 08:58 Uhr

Hallo,

wir teilen. Gehen allerdings auch beide arbeiten.
Ich mache etwas mehr. Ich koche fast immer (mache das gerne) und die Wäsche mache fast auch immer ich, sowie Klo putzen.
Er ist eher für den Müll zuständig und saugen etc.

Aber sagen muss ich trotzdem immer viel. Von alleine sieht er nur die wenigsten Sachen.
Ab und an muss ich dann mal etwas bestimmter werden und dann läuft es wieder. Das kommt so alle paar Monate mal vor.

Faul sind wir allerdings beide, also wird nicht ständig geputzt.
Gibt wichtigeres.

LG
Janina

Beitrag von quasiratlos 11.10.10 - 11:17 Uhr

Nach einer Beziehung, in der ich nicht nur Vollzeit gearbeitet, sondern auch noch Vollzeit den Haushalt geschmissen hab (inklusive Getränkekästen schleppen etc. pp) war es mir sehr wichtig, in meiner jetzigen Beziehung alles möglichst zu teilen bzw. aufzuteilen.

Das war am Anfang stressig und mit einigen Streitigkeiten verbunden, nun allerdings hat es sich eingependelt, worüber ich sehr froh bin.
Mein Freund ist jeden Tag insg. 2 Stunden hin- und zurück zur/von der Arbeit unterwegs, weshalb ich kleinere Arbeiten (Betten machen, Wohnzimmer aufräumen, lüften) in der Früh alleine mache.

Die Wohnung haben wir in einen vorderen Bereich (Küche, Wohnzi, Arbeitszi,) aufgeteilt, um die sich mein Freund kümmert, der hintere Teil der Wohnung (Schlafzi, Bad, WC, Wäsche) ist dann mein Revier.

Das ist völlig ok, außerdem gibts am WE Brötchenservice ;-) von meinem Spatz...

Mein Rat an dich: riskier Streit und Ärger, aber wehr dich, wenn es etwas gibt, was dir nicht passt! und das besser noch gestern als morgen...

Beitrag von frejas.sal 11.10.10 - 12:56 Uhr

In den Jahren mit meinem Exmann, in denen er hauptsächlich das Geld nach Hause gebarcht hat und die Kinder klein waren, habe ich den Haushalt und den Garten geschmissen. Den Wocheneinkauf haben wir zusammen erledigt und er hat am Wochenende gekocht. Ab und an hat er mit den Kindern alleine etwas unternommen, wenn ich ein paar Stunden für mich alleine brauchte. Das war nicht perfekt, aber es lief.

Mit meinem jetzigen Partner (ich arbeite voll, er von zu Hause) teilen wir die Aufgaben - oder erledigen sie zusammen. Ich merke aber, dass ich es gwohnt bin, den Haushalt zu machen - ich war 8 Jahre mit meinem Exmann zusammen und 12 Jahre alleine - das sitzt natürlich. Mit der Zeit werden wir uns aber besser aufeinander einspielen - zumindest fragt er immer, ob und was er tun kann, wenn ich etwas anfange - das ist schon sehr schön #schein

Nur wegen des Geldes mit jemandem zusammen sein könnte und würde ich nie tun. Mag sein, dass es alleine nicht einfach ist und man auf manches Materielle verzichten muss, aber lieber so als eine Lüge leben. Das würde mich auf Dauer krank machen und ist dem Partner gegenüber unfair.

Beitrag von nele27 11.10.10 - 14:13 Uhr

Hi,

ich seh das so:

Wenn einer der Partner Hausfrau/-mann ist, ist der Haushalt auch dessen Job - zumindest, was an einem normalen Werktag zu schaffen ist. Wenn man ein 500-qm-Haus mit 1000 qm Grundstück hat o.ä. und das nicht zu schaffen ist, muss man eben den Rest am WE teilen. Aber prinzipiell muss ein Alleinverdiener keinen Haushalt machen, allerdings hat der zu Hause arbeitende Partner auch ein Recht auf Feierabend. Daher muss alles, was übrig bleibt, geteilt werden (es sei denn es blaibt übrig, wenn die Hausfrau stundenlang im Café sitzt statt zu putzen :-))

Arbeitet einer Teilzeit, ist die Hausarbeit entsprechend anteilig aufzuteilen. Das hat dann auch nichts mehr mit "helfen" zu tun. Helfen ist, wenn ich etwas ZUSÄTZLICH zu meinen Aufgaben tue.

Arbeiten beide Vollzeit, wird der Haushalt 50/50 aufgeteilt - in dem Fall empfehle ich eine Putzfrau zu engagieren. Sonst macht man ja nichts anderes mehr außer arbeiten und zu Hause putzen.

Wir haben alle 3 Konstellationen schon durch inklusive Rollentausch und mit der o.g. Aufteilung fühlten sich beide immer gerecht behandelt.

LG, Nele