Stress mit Partner wegen Kind?

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von melanie1987 11.10.10 - 07:01 Uhr

Guten Morgen meine Lieben!

Muss euch jetzt echt mal ernsthaft fragen - bitte auch um ernstgemeinte Antworten!

Also unser Kleiner (15 Monate) ist ein seeeeehr aufgewecktes Kind, er läuft überall hin, wenn wir hundertmal NEIN oder DAS DARFST DU NICHT sagen, macht er es erst Recht! Er klettert in der Wohnung überall hinauf, dass geht so weit, dass ich ihm oft den ganzen Tag nur hinterherlaufen kann und ermahnen muss... Wenn man mit ihm schimpft - kapiert er es auch - leider nur für 2 Minuten :(

Das heißt, bei uns ist jeder Tag mega anstrengend!

Kann dass sein, weil unser Kleiner Mann soviel Aufmerksamkeit von uns fordert - dass ich mich deswegen mit meinem Mann öfter in die Haare bekomme?

Wir streiten bzw. diskutieren mittlerweile fast jeden Tag wegen Kleinigkeiten.... Hoffe es ist bald mal besser - denn so ist es echt nicht schön...

VIelleicht geht es jemanden ähnlich oder könnt ihr mir Tipps geben?

GLG
Meli und noch schlafender Marcel Pascal *03-07-09#verliebt

Beitrag von whiteangel1986 11.10.10 - 07:12 Uhr

ich sage nur AUFPASSEN! Manche Männer geht es dann wirklich zu doll auf die nerven. Schalte einfach mal ab und lenk deinen kleinen einfach mit spielen ab. Beschäftige dich mit ihm, gehe raus. Ich denke deinem Mann wird das ewige meckern leid sein. Bei uns ist das jedenfalls ab und an so. Ich bin durch meinen kleinen gereizt und lasse es an meinem mann aus. Oft will ich das gar nicht.

Versuche das mit deinem kleinen schnell in den griff zu bekommen und sei innerlich ruhiger. Gebe ihn einen alternative zum klettern, indem ihr z.b. auf dem spielplatz zum klettern geht. Wenn er doch mal zuhause irgendwo hoch klettert, dann sage nicht immer "nein, das darf du nicht" sondern ändere das mal und sage z.b " du machst aua, wenn du runter fällst"

Oft reagieren kinder auch nicht, wenn die eltern immer wieder die selbe stimmenlage haben. Wenn er was macht, was er nicht soll, senke deutlich deine stimme ab und sage es ihm. Damit es bei uns anfangs auch gewirkt hat, habe ich ihn bei sowas in sein zimmer geschickt. Somit war er aus der situation drausen und wurde im zimmer abgelenkt. Er geht seither nichtmehr an unsere sachen zum hoch klettern. Habe geduld und bleibe ruhig! Sowas kann die beziehung echt gefährden.

Alles Gute WhiteAngel

Beitrag von melanie1987 11.10.10 - 07:26 Uhr

Naja, wir sind pro Tag mindestens 4 Stunden auf den Spielplatz und nochmals 2 Stunden spazieren - sonst würde mir ja zu hause die Decke auf den Kopf fallen...

Am Spielplatz darf er auch überall rauf klettern, wo er meint, er muss es jetzt probieren...

Ja aber das Problem ist ja auch, mein Mann meckert mich ja auch oft an und dann ist es bei mir das Tüpfelchen auf dem i und dann nehm ich mir gleich alles zu Herzen... :(

Oft denke ich mir echt, was hab ich falsch gemacht, dabei kann ich ja froh sein, dass ich so ein interessiertes, aufgewecktes, am Leben interessiertes Kind habe :) Aber zeitweise ist das so anstrengend! Er hat nämlich glaub ich auch momentan eine Art Trotzphase.... Wenn etwas nicht nach seinem Kopf geht, schreit und brüllt er und bei uns kommt es am Tag ca. 1-2 Mal vor, dass er sich fast verschreit und dann keine Luft mehr bekommt, und vor dem hab ich am meisten Angst :(

Wenn ich zu ihm sage, pass auf du bekommst aua, lacht er mich beinhart aus :(

Beitrag von marjatta 11.10.10 - 11:53 Uhr

Nein, er hat keine Trotzphase, sondern muss gerade mit seinen Gefühlen lernen klar zu kommen. Er möchte selbständiger sein, aber gleichzeitig bei Mama. Das ist ein Zwiespalt und führt je nach Temperament zu Wutanfällen/Brüllanfällen und ähnlichem.

Wenn Dein Kind Dich auslacht, wenn Du ihn warnst, dann muss er es auf die harte Tour lernen. Klingt nicht nett, aber ist effektiv. Mein Sohn ist da hin und wieder auch auf dem Ohr taub.

Natürlich muss er Grenzen bekommen, aber seine eigenen Grenzen kann er nur selbst erkennen/erlernen. Und Du bist ja da, wenn er 'keine' Luft mehr bekommt, und Du dann eingreifst. Am besten versuchen auf den Arm zu nehmen oder abzulenken, auch wenn's schwer fällt.

Warum Dich Dein Mann anmeckert, kann ich nicht beurteilen. Männer sind in Sachen Kommunikation nicht immer leicht und oft ist der Grund für's Meckern ein anderer als das, worum es gerade geht.

Aber für Dich und Dein Kind ist wichtig, dass ihr einen entspannten Tag habt (siehe andere Tipps von mir). Dann kannst Du mit den anderen Dingen auch umgehen.

Gruß
marjatta

Beitrag von whiteangel1986 11.10.10 - 12:23 Uhr

versuche mal in momenten wie extremen Wutanfällen wo er die luft anhält ruhig zu bleiben und keine panik zu bekommen. Denn gesunde kinder haben einen reflex indem sie irgendwann automatisch luft holen. Aber wenn du in solch einem moment deinem kind zeigst, das du angst um ihn bekommst, steigern sie sich nur weiter hinein. Es ist auch nicht selten, das kinder daher mal blau anlaufen. Versuch dir einfach beim nächsten wutanfall, wenn er die luft so anhält zu ignorieren. Wenn er merkt, das er genau mit dieser masche nicht durch kommt, hört das automatisch auf.

Mein kind, schicke ich zum trotzen ins zimmer, wenn er aufgehört hat nehme ich ihn in dem arm. Ich beachte ich aus prinzip NIE wenn er schreit. Erst wenn er sich beruhigt hat. Daher schreit er mittlerweile sehr sehr selten. Oft ist es eher ein jammern...Aber NIE sehr laut. Dann nehme ich ihn ruhig in den arm und kuschel. Wenn er kurz vor einem wutanfall steht, ermahne ich ihn schon und er kommt innerlich runter. Versuche es wirklich mit mehr gelassenheit.

Wenn du reagierst wenn er am lautesten ist, merkt er sich das. Versuche mal zu reagieren wenn er sich beruhigt hat und nicht wenn er schreit. Dann beruhigt er sich schneller.

Alles gute WhiteAngel

Beitrag von jumarie1982 11.10.10 - 09:12 Uhr

Huhu!

Darf ich mal fragen, WAS dein Sohn zuhause so alles anstellen kann, dass du dauern NEIN und DAS DARFST DU NICHT rufen musst?
Unser Sohn ist knapp 2 Monate älter (17 Monate) und läuft auch seit er 1 Jahr alt ist. Aber unsere Wohnung ist einfach soweit kindgerecht, dass ich ihm hier eben NICHT dauernd irgendwas verbieten muss.
Und: Er wohnt hier auch.
Er darf also auf die Couch klettern, oder in der Küche seinen Tupperware-Schrank ausräumen. Es gibt kaum Sachen zuhause, die ich ihm verbieten muss, weil sie gefährlich sind. Zerbrechliches wird eben für eine Weile in die höheren Lagen verfrachtet. Schränke sind hier nicht gesichert, weil ich es normal finde, dass er auch mal reinsehen darf und üben kann, wie man alles aus und einräumt ;-)

Nimm doch mal den Stress raus.

Gestalte euer Zuhause etwas um und verbiete nicht dauernd.
Dann wird dein Kind auch entspannter, weil du nicht mehr dauernd meckerst und er nicht dauernd zurückgehalten wird, und du hast mehr Zeit, auch mal mit deinem Mann über den Quatsch zu lachen, den er gerade anstellt :-p

Räumt man eben danach wieder auf. Na und?

LG
Jumarie

Beitrag von woelkchen1 11.10.10 - 09:51 Uhr

#pro

Beitrag von sarah-80 11.10.10 - 10:56 Uhr

wir haben hier auch so einen wirbelwind!
meine feinwäsche kochen, die spülmaschine befüllen und anstellen auf meinem bett trampolin springen oder sandburgen im wohnzimmer bauen!
...ist nur mal ein kleiner auszug aus meinem tag!

mein mann und ich haben uns aber noch nie wegen solchen kleinigkeiten gestritten!unser kleiner ist halt so und solange es nur für mich arbeit bedeutet und für ihn nicht gefährlich ist lasse ich ihn machen.

wenn es euch zuviel wird solltet ihr euch ein sportliches hobby als ausgleich suchen.manchmal reicht es schon wenn der partner mit dem kind was ruhiges spielt und der andere in ruhe kocht oder wie ich wäsche faltet...das entspannt...

gruß

Beitrag von erstes-huhn 11.10.10 - 11:20 Uhr

Ich denke du hast 2 Baustellen: Kind und Mann.

Wenn du nicht EIN Zimmer in eurer Woh nung so einrichten kannst, dass Dein Sohn auch überall ran darf und mit Spielzeug "um sich werfen" darf, dann richtie ihm zumindest eine Ecke im WZ oder so ein, wo er das kann, die würde ich dann auch räumlich trennen. Was auch mal geht wäre dann ein Laufstall, einfach damit DU einen Ort hast, wo du deinen Sohn mal für 5 min Auszeit hintun kannst, ohne das DU schreien mußt.

Zu deinem Mann: rede doch mal mt ihm über das Grundsätzliche, wie er es sich mit KInd vorgestellt hat, wie er es machen würde und solche Sachen, natürlich erst, wenn ihr auch die Ruhe dafür habt.

Wenn dein Mann dann konkrete Vorschläge macht, die ihn und das Kind betreffen, dann lass ihn machen. Gib ihm die Chance selber zu sehen, wie ist es denn mit dem Kleinen ohne Mama.

Beitrag von marjatta 11.10.10 - 11:42 Uhr

Also, ich denke Du hast ein Problem, weil Du Dir selbst zuviel Stress machst. Meine Wohnung (Schränke) sind nur dort gesichert, wo ich Dinge untergebracht habe, an die er definitiv nicht dran darf (Putzmittelschrank, Porzellan, Glas und Dinge, die ich nicht höher unterbringen kann). Ansonsten darf mein Sohn so an ziemlich alles dran: Küchenunterschränke, Küchenoberschränke (so er denn dran kommt, wenn Mama ihn lässt), Spülmaschine (er hilft beim Ein und Ausräumen), darf die Waschmaschine befüllen etc.

Wenn Du Deinem Kind ständig NEIN und 'das darfst Du nicht' an den Kopf wirfst, frustrierst Du Dein Kind und Dich selbst. Kein Wunder, wenn dann jede andere Kleinigkeit zu Spannungen zwischen Dir und Deinem Mann führt. Und auch Dein Kleiner wird total kirre, weil er sich nicht ausprobieren kann. ENTSPANN DICH!!!

Wie soll Dein Kind die Welt kennenlernen, wenn es sie nicht anfassen darf? In diesem Alter lernen die Kleinen das meiste über das eigene Anfassen und Ausprobieren. Sicherlich, ich bin auch manchmal genervt, wenn ich zum x-ten Mal die Küchenschränke wieder mit ihm einräumen muss, er seine Bücher in der Waschmaschine platziert hat oder die frisch zusammengelegte Wäsche aus dem Korb holt und auf dem Boden verteilt oder auch mal Sachen in den Mülleimer wirft, die da nicht hingehören (seit er damit angefangen hat, muss auch die Handtasche außer Reichweite platziert sein).

Aber er darf überall mithelfen, alles anfassen, was nicht wirklich gefährlich ist. Deshalb kann er auch überall hin, ohne dass ich ihm ständig hinterher laufen muss. Da er eine kleine Rattatelboje ist (ständig erzählt er), sehe ich nur nach, wenn es 'verdächtig' still wird. Aber auch da ist meist nichts dahinter.

Ich sage sehr selten NEIN. Es gibt zwar Dinge, die ich auch nicht möchte, aber dann sage ich, dass ICH das JETZT nicht möchte. Denn zu einem anderen Zeitpunkt bin ich u.U. anders drauf und dann stört es mich z.B. nicht. Damit kann mein Sohn differenziert lernen, wann etwas geht und wann nicht.

Soviel zu dem, was ich Dir raten kann......

Gruß
marjatta mit Sohn, fast 18 Monate

Beitrag von melanie1987 11.10.10 - 12:26 Uhr

Ich lasse den Kleinen in unserer Wohnung sehr viel wenn nicht sogar fast alles!

Geschirrspüler ein- und ausräumen (er hat ihn fast kaputt gemacht)
Waschmaschine ein- und ausräumen
Saugen
Putzen helfen
Schränke ausräumen


Aber wenn er auf der Wohnwand oder auf dem Wohnzimmertisch herumklettert, finde ich dass nicht wirklich lustig! Und dies tut er jetzt immer sobald wir in der Wohnung sind!

Oder wenn ich meine Haare föhne und er auch unbedingt eine Bürste haben will und sich damit fast ins Auge fährt, weiß nicht ob das so lustig ist...

Und mein Mann unternimmt mit dem Kleinen die ganze Zeit etwas sobald er von der Arbeit zuhause ist (ich merke auch schon - dass ich so eine halbe Stunde am Tag Aus- Verschnaufpause brauche)....

Aber ich kann ihm nicht die ganze Wohnung zerlegen lassen, ich kann aber auch nicht den Wohnzimmertisch, die Couch und die Wohnwand wegräumen, damit es kinderfreundlich ist!

Er hat im WZ einen großen Bereich mit seinem Spielzeug, aber dies fasst er ja momentan garnicht an, ist ja zu uninteressant...

Ach ich hab selbst keine Ahnung... Ich versuche immer das beste für ihn, und steh dauernd unter Spannung :( :-[