Nun sind die beiden Fellnasen weg...

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von maus_2000 11.10.10 - 09:02 Uhr

Guten Morgen

Hoffe ihr seit mir nicht böse das ich hier im Trauerforum so was "unwichtiges" schreibe, wo viele doch echte traurige Sachen erleben müssen.

Dennoch betrübt mich die Sache seit wenigen Wochen. Und zwar haben wir uns vor fast 7 Jahren einen kleinen Kater geholt. Es war ein super lieber Kerl nur leider begann er vor rund 1,5 Jahren damit vermutlich als unsere Tochter grösser, lauter und energiegeladener wurde sich das Fell rauszureissen und anschliessend zu fressen.

Wir suchten nach Gründen...Tierarzt, Felluntersuchung, teueres allergiearmes Futter, Bachblüten, anderes Futter, anfang des Jahres holten wir ein 2ter Kater dazu, da unser 1ster Kater einsam wirkte ( er war die jahre zuvor immer zufrieden so wie es war)

Anfangs war alles super und er hörte mir der Fellreisserei auf...dann begann er doch wieder damit, 1 Tag ohne uns und er war todbeleidigt..
Haben dann eine Katzentreppe installiert, welche beide nicht einmal benutzt haben...

Er pinkelte auch immer wieder über Sachen welche am Boden lagen, Auslösepunkt war dann, als er über den Duschvorgang der in der Dusche lag und uns in Pflanzenkistchen bei den Kräuter pinkelte.

Wir haben die beiden dorthin zurück gebracht wo wir ihn damals vor fast 7 Jahren geholt hatten ( Auffangstation). Uns war wichtig das er selbst, wenn sie ihn nicht vermitteln können nicht eingeschläfert wird, was ja sonst leider häufig gemacht wird:-[

Jetzt waren wir 2 Wochen auf Urlaub und als ich erneut angerufen habe um mich zu erkundigen wie es den beiden geht, hat sie mir erzählt das sie für die beiden jeweils ein neuer Platz gefunden hat. Für den ersten Kater ein "Einzelplatz" da dieser mehr der Einzelgänger war/ist und für den "neuen" zu einer Katze die bereits einen Kollegen hatte.

Einerseits freue ich mich sehr für die beiden, andererseits fehlen sie uns immer noch sehr doll#schmoll
Versuche mir immer wieder zu sagen das der erste Kater ja eigentlich die Entscheidung getroffen hatte und uns versuchte zu zeigen das er unglücklich ist...

Trotzdem tut es weh...es waren ja doch fast 7 Jahre#schmoll
Wir haben alles versucht und nichts hat geholfen:-(

Hat jemand bereits was ähnliches erlebt?
Kann nicht recht glauben das wir sie nie wieder sehen werden:-[

Vom zweiten Kater haben wir bereits Nachricht & Foto bekommen ( hat sie uns weitergeleitet) und er sieht zufrieden aus..

Trotzdem bleibt diese leere#heul

Beitrag von tauchmaus01 11.10.10 - 09:21 Uhr

Hallo,

darf ich mal fragen ob Du meinst dass es für die Tierpsyche nun besser ist mit dem Fellrupfen? Könnte auch einfach nur ein Tick gewesen sein, den er nun eben im neuen Heim weiterlebt.
Was hat dich am Fellrupfen denn so gestört dass er deshalb ausziehen mußte?

Wenn Du so an dem Tier gehangen hättest, dann hättest Du ihn auch trotz Tick behalten können.
Die Katze meiner Freundin hatte einen Nuckeltick, egal wo sie Stoff zu fassen bekam wurde drauf rumgenuckelt bis es klatschnass war...aber ist ja auch kein Grund das Tier aufzugeben und herzugeben.

Aber immerhin geht es ihnen ja gut, wo hast Du denn gehört dass Tiere gleich eingeschläfert werden wenn sie einen TIck haben??? Im Tierheim jedenfalls nicht.

Mona

Beitrag von king.with.deckchair 11.10.10 - 22:49 Uhr

"Was hat dich am Fellrupfen denn so gestört dass er deshalb ausziehen mußte? "

Es geht doch nicht darum, ob es die TE gestört hat, sondern, dass den Kater offenbar etwas so sehr gestört hat, dass er sich das Fell ausgerissen hat.

"Wenn Du so an dem Tier gehangen hättest, dann hättest Du ihn auch trotz Tick behalten können."

WEIL sie so an dem Tier gehangen hat, hat sie eingesehen, dass es bei ihr, in ihrer Lebenssituation unglücklich und bei anderen Herrchen besser aufgehoben ist.

Ich finde es unmöglich, die TE hier so von der Seite anzumachen! Und selbst wenn du es anders siehst - hier ist das Forum "Trauer und Trost", selbst ich alte Meckertante halte mich gegenüber den TE hier tunlichst zurück!

Beitrag von tauchmaus01 11.10.10 - 22:52 Uhr

Habe sie nicht angemacht, wo liest Du das denn?
Ich kann es überhaupt nicht beurteilen, denn ich kenn weder sie noch die Tiere. Ich kenn aber wohl Tiere mit Tick, und dazu gehört auch Fellrupfen.
Ich denke sie hat das rumpinkeln mehr gestört und das kann sogar ich verstehen;-)

Beitrag von astrid23 11.10.10 - 15:21 Uhr

Hallo,
ich kann deine Trauer verstehen, aber leider auch nicht warum du die Katzen weggegeben hast. Mein Kater ist jetzt 8 Jahre und er macht das seit 3 Jahren auch. Wir waren deshalb auch schon bei Ärzte, aber es ist alles ok. Ich würde nie auf die Idee kommen ihn wegzugeben.
Ich gehe auch davon aus, dass es durch stress ist, weil wir jetzt kinder haben, tiere reagieren halt anders als menschen. wobei es bei menschen ja auch zu haarausfall kommen kann bei stress oder falscher ernährung.
kannst du nicht wenigstens deinen alten kater wieder zurückholen?
wenn nicht musst du leider mit deiner entscheidung leben.

wenn du reden möchtest, gerne per pn

lg astrid

Beitrag von maus_2000 11.10.10 - 16:04 Uhr

Hi Astrid

Nein, wir haben keine Möglichkeit die beiden zurück zuholen, da die beiden bereits ein neues Plätzchen gefunden haben.
Aber das hätte leider auch nichts genützt, da anscheinend wir uns verändert haben, vermutlich der alte Kater auch- so dass es einfach nicht mehr passte...

Für uns war klar, dass das Fellausreissen nichts "tolles" sondern eher schmerzhaft ist ( von wegen Vergleich Haarausfall).

Es war leider nicht nur das Haarausreissen, sondern auch das er Gegenstände bepinkelt hat und sich generell sehr zurück gezogen hat.
Für uns sind dies einfach "Hilferufe" einer Katze und kein Tick oder ähnliches...

Wie soll sich eine Katze sonst ausdrücken wenn es ihr nicht passt?
Allein wenn wir mal 1 Tag nicht da waren, hatte er sich noch viel mehr gerupft und hatte auch schon fast keine Haare mehr auf dem Rücken.

Wir haben in erster Linie für den Kleinen entscheiden und wollten/wollen das es ihm besser geht und er sich nicht mehr selber Schmerzen zubereiten muss um irgendwelche Aggressionen loszuwerden oä.
Aber auch weil es für uns kein Zustand war das es immer wieder Sachen bepinkelt hat.

Nichts desto trotz schmerzt diese Lücke, auch wenn es wohl für beide Seiten besser ist.
Wir liebten/lieben und und genau deswegen haben wir ihn weggegeben, damit es ihm am neuen Ort wo immer dieselbe Person um ihn ist, Zeit für ihn hat, es ruhig ist und er der König im Hause sein kann.
Für uns ist es kein Katzenleben wenn sie sic die Haare ausreisst!

Und ja, in Tierheimen werden Tiere die nicht vermittelbar sind eingeschläfert, leider!
Haben wir selbst schon erlebt ( ein Hund war sehr verzogen und total naja...jedenfalls wollte ihn keiner und deswegen sollte er eingeschläfert werden) In letzter Minute hat die Pflegerin ihn selbst genommen....

Beitrag von tauchmaus01 11.10.10 - 17:04 Uhr

Das interessiert mich. In welchem Tierheim war das denn dass dort gesunde Katzen eingeschläfert werden?

Mona

Beitrag von maus_2000 11.10.10 - 17:18 Uhr

Das ist nicht nur 1...#heul
Zu ihr wo wir sie hingebracht haben (Auffangstation) hat mit dem ganzen Tierschutz zu tun und selbst an den VR mitbekommen "wie" das läuft..
Es werden selbstverständlich nicht Tiere eingeschläfert....
Bei wenigen Tieren welche vermittelt werden konnten im Vergleich derjenigen die sie bekommen geht die Rechnung leider nicht auf...

Aber klar, offen sagt das keiner...

Beitrag von gaia1976 11.10.10 - 21:24 Uhr

Hallo!

Ich kann Dich gut verstehen, auch wenn ich finde, dass Dein Beitrag hier bei Trauer und Trost an vollkommen falscher Stelle steht.

Ich hatte auch 2 Kater, Brüder, und nach einiger Zeit hat einer angefangen, alles, aber wirklich alles anzupinkeln. Kleidung, Gardinen, Sofa (mussten wir später neu kaufen), Weihnachtsteller, Wände, einfach alles.

Wir waren beim Tierarzt - alles okay.
Dann bei einer Tierheilpraktikerin - Bioresonanz, 1000 Tests, Bachblüten, hohe Kosten, aber das war mir egal, wenn er nur aufhören würde zu pinkeln.

Nach einer Behandlungsdauer von ca. einem Jahr ist mir dann der Kragen geplatzt, der Kater pinkelte alles voll und ich hatte keine Lust mehr, die ganze Wohnung roch, besonders das Sofa, auf dem man nicht mehr sitzen konnte, ohne nachher auch zu stinken.

Ich wollte den Kater loswerden, aber keiner wollte ihn... verständlich.
Und ich hätte ihn auch einschläfern lassen, ich konnte nicht mehr. Aber kein vernünftiger Tierarzt schläfert eine gesunde Katze ein.

Letztendlich hat meine Mutter dann beide Kater genommen, weil sie schon ihr ganzes Leben lang zusammen waren. Jetzt sind sie fast nur draussen, aber wenn der eine Kater rein kommt, passiert es immer noch, dass er etwas vollpinkelt. Kürzlich erst hat er in den Receiver gepinkelt, sodass auch dieses Teil ersetzt wurde.


Ich war früher ein sehr tierlieber Mensch, doch dieser verdammte Kater hat mich dazu gebracht, dass ich mir wahrscheinlich nie wieder ein Tier anschaffen werde. Und auf gar keinen Fall eine Katze. Damit bin ich durch.

Und wer jetzt meint, mit Steinen schmeißen zu müssen, bitte.

Ich habe keine Lust, mich nicht mehr aufs Sofa legen zu können und Angst haben zu müssen, dass mein Bett vollgepinkelt ist. Gäste zu bekommen war in dieser Zeit auch unmöglich, denn auch ihre Kleidung wurde gnadenlos vollgepinkelt.

Sei froh, dass Du diesen Kater los bist.

LG
Gaia