Kinder müssen nun privat krankenversichert werden, aber....

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Beitrag von lariane1 11.10.10 - 11:14 Uhr

Hallo,

kurz gesagt, mein Mann verdiente vor 2 Jahren zuviel (selbständig) und nun müssen meine Kinder, die bisher bei mir mit versichert werden (gesetzlich), sich freiwillig versichern, bzw. privat.

Die Barmer möchte pro Kind 140 EU im Monat, rückwirkend ab April d.J.

Bei zwei Kindern sind das also knapp 2000 EU.

Ich bin nun auf der Suche nach einer günstigeren privaten Versicherung. Und deswegen meine Frage hier: ist jemand von Euch in einer ähnlichen Situation und kann mir eine KK empfehlen?

Auf ein Angebot der Privaten Versicherung meines Mannes warten wir noch, aber das ist allgemein keine von den billigen, somit möchte ich parallel dazu gleich mal Infos sammeln.

Danke schonmal vorab

LG, Ariane

Beitrag von fensterputzer 11.10.10 - 11:20 Uhr

nun müssen meine Kinder, die bisher bei mir mit versichert werden (gesetzlich), sich freiwillig versichern, bzw. privat.


Die haben euch netten Blödsinn erzählt wenn du angestellt arbeitest und in der GKV bist können eure Kinder natürlich über dich versichert sein!! Aber die Kassen wollen ja gern mal zu Lasten der Versicherten sparen.

Beitrag von kathi.net 11.10.10 - 11:26 Uhr

Sorry, aber wenn der Vater mehr verdient als die Mutter und privat versichert ist, kann das Kind NICHT kostenlos über die Mutter familienversichert werden!

Beitrag von lariane1 11.10.10 - 11:29 Uhr

Hi,

danke für Deine Antwort.

In unserem Fall ist es so, daß ich jetzt in der Erziehungszeit zu Hause bin. Und solange ich nicht arbeite (also bis die Kleine 3 Jahre ist) bin ich beitragsfrei bei der Barmer. Danach bin ich dort wieder normal versichert, es sei denn, ich arbeite dann nicht wieder als Angestellte.

Allerdings.... schon seit Jahren müssen wir die Einkommensbescheide meines Mannes einsenden und diesmal war sein Einkommen eben zu hoch. Und im I-Net hab ich ebenfalls gelesen, daß Kinder beim Privatversicherten mitversichert werden müssen, sobald er über JAG (?) verdient.

Dies ist aber wohl die teurere Variante, deswegen such ich nun eine günstigere Versicherung, in denen die Kids untergebracht werden können.

Oder bin ich falsch informiert?

LG

Beitrag von chuzzle 11.10.10 - 11:31 Uhr

Nein, haben sie nicht.

Ist bei ehelichen Kindern der eine Elternteil privat versichert und der andere gesetzlich, so können die Kinder nur dann in der gesetzlichen bleiben, wenn das Einkommen des privat Versicherten unter der Beitragsbemessungsgrenze liegt, bzw. der gesetzlich versicherte Elternteil mehr verdient. Bei Nichtselbstständigen wird dies kaum der Fall sein, da die Jahresarbeitsentgeltgrenze, die für für die Beurteilung der Versicherungspflicht herangezogen wird, ja schon höher als die BBG ist.

Ob das bei der TE so ist, müsste geprüft werden, aber grundsätzlich hat die KV recht.

Hier ein Beispiel:

http://www.abakus24.de/versicherungen/private_krankenversicherung/faq/ausgabe.php?page=39

LG, chuzzle

Beitrag von rosalinde.x 11.10.10 - 11:52 Uhr

Hallo,

doch ist leider so.
Bei Verheirateten müssen die Kinder in diesem Fall tatsächlich selbst versichert werden (privat oder freiwillig gesetzlich mit eigenem Beitrag).
Wären die Eltern nicht verheiratet, könnten sie bei der Mutter mitversichert werden - hier werden Verheiratete benachteiligt.

Bei privaten Versicherungen gibt es verschiedene Tarife mit unterschiedlichem Leistungsumfang und Selbstbeteiligung (und Kosten). Also bei Vergleichen die Details anschauen.

Liebe Grüße

Beitrag von kati543 11.10.10 - 11:32 Uhr

Ist denn dein Mann in der PKV versichert und verdient mehr als du? Ansonsten müssen deine Kinder nicht eine eigene Versicherung haben.
Ich kann dir nur raten, laß deine Kinder in der GKV. Bei Kindern ist die PKV und die GKV ungefähr mit den Kosten identisch - aber die Leistungen der GKV sind insbesondere bei Kindern um Meilen besser. Gibt es nicht die Möglichkeit, dass dein Mann in die GKV wechselt?
Bei uns ist es so, dass mein Mann auch den Fehler vor unserer Ehe gemacht hat, in die PKV zu gehen. Naja...mittlerweile haben wir 2 Kinder - ebenfalls PKV. Und da ich nur Hausfrau bin und nicht krankenversicherungspflichtig - auch PKV. Wir zahlen derzeit über 1000€ an Krankenversicherungsbeiträgen jeden Monat. Zum Glück bin ich ab Januar wieder in der GKV. Jetzt müssen wir uns nur noch überlegen, wie wir die Kinder zu mir bekommen. Wir haben nur Ärger mit der PKV, die permanent nicht zahlen will. Alles muß ewig beantragt werden. Du wirst das ja dann auch mitbekommen, wenn dein Kind in der PKV ist und du noch nicht einmal die 10 Kind-krank Tage bekommst (die stehen einem nur zu, wenn Elternteil + Kind in der GKV sind) oder Kuren oder Haushaltshilfe,...

Beitrag von zwiebelchen1977 11.10.10 - 12:51 Uhr

Hallo

Das kannst du so pauschal gar nicht sagen. Es kommt doch auf den Versicherungsumfang an.

Bei uns hat die PKV bis jetzt ALLES gezahlt, ohne Anträge.

Bianca

Beitrag von kati543 11.10.10 - 13:56 Uhr

Ich glaube, mit dir hatte ich mich schon mal in einem anderen Forum darüber unterhalten - es ist sinnlos. Ich habe meine Meinung - basierend auf 4 in der PKV versicherten Personen, davon 1 Behinderte, 1 Schwerbehindeter und 1 schwerst Mehrfachbehinderter. Du hast deine Meinung. Ich weiß nicht, was du bisher von deiner KV alles bezahlt haben wolltest. Aber sobald es mal vom "allgemeinen" abweicht, zahlt die PKV nichts mehr. Derzeit habe ich 3 Anträge dort liegen:
* genetische Untersuchung (von meinem Jüngsten, die dringend notwendig ist, wegen Verdacht auf eine Stoffwechselkrankheit - Kosten ca. 2.500€)
* Bezahlung der weiteren Logopädie (nach 50 Stunden) für meinen Ältesten - Kosten pro Rezept ca. 1600€
* Bezahlung der weiteren Ergotherapie (nach 20 Stunden) für meinen Jüngsten - Kosten pro Rezept ca. 1000€
* Anfertigung für einen Helm für meinen Jüngsten im Sanitätshaus - Kosten ca. 800€

Definitiv nicht gezahlt werden:
* Kind-krank-Tage (logisch, der AG muß die ja noch nicht einmal gewähren)
* Mutter-Kind-Kuren - oder generell Kuren/Rehas (wobei es einige wenige KV's gibt, die das zahlen - unsere tut es nicht)
* Transport im RTW - Pro Transport 310€ - so langsam kostet das uns einiges, weil wir den öfter brauchen
* Windeln (ab 3 Jahre zahlt das die GKV)
* zahlreiche Hilfsmittel - näheres unter rehakids.de (wobei es dieses Problem auch bei der GKV gibt)

Ich bin permanent am Rudern, dass ich irgendeine Stelle finde, die diese ganzen kosten trägt. Rehas können unter bestimmen Voraussetzungen z.B. von der DRV getragen werden; Windeln zahlt uns nun die Pflegeversicherung (mein Sohn hat PS1) über die Hilfsmittelpauschale - die wir aber nun nicht mehr für andere Sachen nutzen können. Der Genetiker ist uns so weit entgegengekommen, dass wir nur einen Teil der Kosten zahlen müssen. Teile der Therapien können über die Eingliederungshilfe bezahlt werden als Frühförderung.
Klar, das normale Zeug zahlen sie ohne Probleme. Aber die wirklich hohen Kosten wollen sie nicht haben. Der Sohn einer Freundin wurde aus der PKV geworfen, WEIL er behindert ist (Cerebralparese) und dadurch extrem hohe Kosten verursacht. Also die "rosarote Brille" über die PKV hatte ich anfangs auch auf, aber das Erwachen war schon böse. Das Einzigste, wo ich wirklich einen Unterschied zur GKV bemerkt habe, war bei der Geburt meines Jüngsten. Da war ich bereits in der PKV versichert und lag da in einer Privatklinik - das läßt sich nur mit einem Hotelaufenthalt vergleichen (wenn nicht die Schmerzen am Anfang gewesen wären). Das hat die PKV komplett ohne Murren gezahlt.

Beitrag von zwiebelchen1977 11.10.10 - 14:28 Uhr

WIe schon geschrieben, kommt es auf den Vertrag an. Das du das so pauschal sagst, finde ich nicht OK.

Man kann alles versichern. Auch in der PKV gibt es da Unterschiede.

Bianca

Beitrag von kati543 11.10.10 - 15:23 Uhr

Natürlich gibt es in der PKV auch Unterschiede. Aber wenn ich nochmal neu wählen könnte - ich würde immer GKV bleiben und PKV als Zusatz. Das ist in meinen Augen das Optimum.
PKV ist immer super, wenn man nur das allgemeine, normale hat. Alles was darüber hinaus geht ist eben schlecht.

Beitrag von zwiebelchen1977 11.10.10 - 14:36 Uhr

Bei welcher PKV seid ihrß

Bianca

Beitrag von kati543 11.10.10 - 15:20 Uhr

Nürnberger und Signal Iduna...und ihr?

Beitrag von zwiebelchen1977 11.10.10 - 19:48 Uhr

Hallo

Wir sind bei der Central. Bis jetzt war alles super.

Bianca

Beitrag von chuzzle 11.10.10 - 11:37 Uhr

Hallo Ariane,

da hilft leider nur vergleichen und Angebote reinholen. Schau mal hier, vielleicht wirst Du fündig:

http://www.beste-private-krankenversicherung.de/kinderpkv.htm

Es wird aber bestimmt auch noch andere Rechner im Netz geben.

Mein Mann ist seit diesem Jahr privat versichert. Allerdings ist unsere Tochter nicht seine leibliche, daher besteht bei uns kein Zwang, sie bei ihm mitzuversichern. Da wir aber beide noch ein gemeinsames Kind planen, hatte ich mich schon einmal vorsorglich erkundigt, was Kinder dort kosten (Debeka). Ich meine, dass es pro Kind (bis zum 18. Lebensjahr) ein Beitrag von EUR 114,00 gewesen wäre. Ganz sicher bin ich mir aber nicht mehr. Daher: nachfragen.

LG, chuzzle

Beitrag von kati543 11.10.10 - 11:44 Uhr

Du solltest dich genau erkundigen, ob in der Versicherung schon bei Neugeborenen die Zahnversicherung dabei ist. Bei uns kam die erst mit 3 Jahren dazu - so steigen natürlich die Kosten der PKV.

Beitrag von chuzzle 11.10.10 - 11:55 Uhr

Danke für den Tipp. Wenn es denn mal soweit sein sollte, werde ich mich mit diesem Thema mit Sicherheit umfassender informieren. Vor allem, weil sich dann die Frage stellt, ob wir unsere Große nicht auch in die PKV packen. Ist aber Zukunftsmusik.