Ergotherapie

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von viaja 11.10.10 - 11:36 Uhr

Hallo,

unser Großer (4 1/2) bekommt seit Sommer Ergotherapie. Er hat Konzentrationsprobleme und eine niedrige Frustrationsgrenze. Wir haben im Juni begonnen und jetzt das 1. Rezept fertig. Aber wirklich glücklich bin ich mit der ganzen sache nicht. Er braucht die Ergo definitiv, aber irgendwie finde ich kommt die Therapeutin nicht mit ihm zu recht. Meistens bockt er rum sobald sie anfangen will mit ihm zu spielen. Anfangs hat er überhaupt nicht mit ihr geredet. Er sitzt auf dem Stuhl und verschränkt die Arme oder er sitzt unterm tisch. Das kennen wir von unserem sohn so eigentlich nicht. Er geht auf die meisten menschen relativ offen zu. Wir waren vor kurzem in kur wo er auch ergo bekommen hat, mit den therapeutinnen dort war es nicht so, da hat er zwar auch kurz rumgezickt aber die haben ihn dann doch "rumgekriegt". Ich bin auch immer bei der Therapie dabei, was ich nicht so gut finde- aber die Therapeutin will das so haben. Jetzt weiß ich nicht was ich tun soll, die Ergo wechseln ? oder bleiben ? Irgendwie finde ich er hat keinen respekt vor ihr und wie will sie dann mit ihm arbeiten...sie tut mir auch schon leid weil sie immer so verzweifelt ist.....was habt ihr denn für erfahrungen ?

Lg
viaja

Beitrag von kati543 11.10.10 - 11:47 Uhr

Ich finde Therapien nicht unbedingt sinnvoll, wenn die Eltern dabei sind. Die Kinder gehen dabei nicht richtig aus sich raus und lassen sich nicht auf die Therapeuten ein.
Wenn du mit der Therapeutin nicht zufrieden bist, dann rede mit ihr oder wechsle. Warum fragst du nicht mal deinen Sohn nach seiner Meinung?

Beitrag von viaja 11.10.10 - 11:55 Uhr

Ja schon klar, dass ich wechseln kann. Aber da ich keinerlei Erfahrung mit Ergo habe, wollte ich nunmal nachfragen. Mich persönlich stört es auch dass ich dabei bin, aber sie meinte, sie möchte dass die Eltern wissen was sie mit dem Kind macht .....ich habe auch mehrfach angeboten rauszugehen. Das letzte mal hab ich meinen Mann mit hingeschickt, der bestätigte meine Meinung. Wenn ich jetzt aber einfach ins blaue hineinwechsle, möchte ich mir sicher sein auf was ich achten oder nach was ich fragen soll. Mein Sohn muss sich dann ja auch wieder umstellen.

Nach was soll ich meinen sohn fragen? ob er die therapeutin mag? oder ob er gerne hingeht?

Beitrag von visilo 11.10.10 - 12:19 Uhr

Mein Sohn bekam aus den gleichen Gründen Ergo aber wir waren nie dabei. Das wollte weder der Therapheut noch mein Sohn noch ich und das war gut so.
Schaut Euch nach einem anderen Therapheuten um denn so wie es im Moment bei Euch läuft bringt es nichts.

Was sagt denn die Therapheutin zu der Situation. So wie du es schilderst ist sie total überfordert und dein Sohn merkt das uns nützt das für seine Zwecke;-).

Unsere hat z.B. ein neues Rezept abgelehnt und meinte wir sollen eine längere Pause machen da Lukas sonst einfach keine Lust mehr hat mitzumachen. Eigentlich hätte er jetzt im Septemer wieder anfangen sollen aber wir warten nun erstmal bis Januar. Wenn er dann immer noch kein Interesse Zeigt müssen wir mal schauen.

LG
visilo+Lukas (16.11.04)

Beitrag von niddlchen 11.10.10 - 14:12 Uhr

Hallo,
bin selber Ergotherapeutin und habe solche "Fälle " auch schon gehabt, meistens hat sich das Kennenlernen nach spätestens 3-4 Einheiten gelegt, wenn ich aber merke, dass ich und das Kind od.Erwachsene nicht so gut miteinander können, übernimmt meine Kollegin und meistens harmoniert das dann besser. Aber nach 10 Behandlungen, wie bei Euch würde ich mal mit der Therapeutin sprechen, denn dein Sohnemann hat ja eine echte Verweigerungshaltung und ein bißchen Spaß sollte es ihm schon machen, sonst hat das keinen Sinn.
Rede mal mit ihr entweder einen Therapeutenwechsel, das steht euch zu oder ihr geht in eine andere Praxis.
LG

Beitrag von schneutzerfrau 11.10.10 - 14:30 Uhr

Hallo

ich bin Physiotherpauetin aber die Strategien sind gleich.

Erstens nehme dir eine neue Therapeutin oder soagr eine neue Praxis .... wenn das rezept ändert ist das kein Problem. Wenn Kinder anlaufschwierigkeiten haben ok.... aber nach einer solchen Zeit sollte der Therapeut ihn am wickel haben sollst bringt es nichts!

Habe auch einige Kinder .... wir haben auch in der prxis schon mal getauscht weil wir selber sagten wir kommen an das Kind nicht ran. Man kann ja auch schonmal einen Menschen nciht riechen. :-)

Ausserdem raus mit dir. Dein Kind egal was der Therapeut sagt reagiert ganz anders wenn du vor der Türe sitzt. Ich mache es nur unter ganz beosnderen umständen das mamas dabei sein dürfen.

Lg sabrina

Und kopf hoch mit dem richtigen Therapeuten klappt es ganz von allein :-)

Beitrag von viaja 11.10.10 - 14:54 Uhr

Vielen Dank für eure - recht einstimmigen - Meinnungen. Das bestätigt mir auf alle Fälle den Eindruck. Da wir diese woche noch einen KiA-Termin haben und sowieso ein neues Rezept brauchen, werde ich ihn mal fragen ob er mir Alternativen vorschlagen kann.

ich hab ja noch Hoffnung ;-)

Lg viaja

Beitrag von crumblemonster 11.10.10 - 16:40 Uhr

Hallo,

vereinbare mit der Therapeutin ein Einzelgespräch und versuche die Punkte zu klären.

Meine Jungs gehen auch zur Ergo. Der Große seit ca. 3 Monaten (da war er 5,5 Jahre alt). Bei seinen Terminen gebe ich ihn nur ab und hole ihn ab - bin also nicht dabei. Wichtige Dinge werden kurz vor dem Termin oder beim Abholen besprochen. Er hat Probleme mit der Feinmotorik, Konzentration und logischen Abfolgen. Auch hat er recht wenig Selbstbewußtsein und orientiert sich eher an den Kleinen als an Gleichaltrigen.
Hier kam die Empfehlung vom Kinderarzt (hatten ca. 4 Praxen empfohlen bekommen). Es paßt sehr gut.

Der Kleine geht zur Ergo seit er ca. 3,5 Jahre alt ist (also schon ein Dreivierteljahr). Kürzlich hat die Therapeutin gewechselt, so daß sich alles erst wieder einspielen muß. Bei ihm bin ich fast immer bei den Terminen dabei. Bei ihm sind es eher Verhaltensauffälligkeiten - wütet mind. 3-4x täglich, braucht immer den gleichen Tagesablauf, sonst kommt er aus dem Tritt, quengelt, ist extrem auf mich fixiert, hat Probleme mit der Konzentration, ist schnell gefrustet.
Wir mußten erst zum Kinderpsychologen und bekommen von dort die Verordnungen. Die dort ausgesprochene Empfehlung hat sehr gut gepaßt und nun müssen wir eben mal sehen, wie es jetzt mit der neuen Therapeutin wird.

LG

Sprich die Punkte an und wenn es nicht 'hilft', dann erkundige Dich, welche Praxis gegebenenfalls geeigneter wäre für Deinen Sohn.