Ist die Geburt als "natürlicher Prozess" am Aussterben?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von moeriee 11.10.10 - 12:47 Uhr

Hallo ihr Lieben! #winke

Gerade heute Morgen hatte ich mit meinem Mann ein Gespräch. Mir war in letzter Zeit eines aufgefallen, das mir keine Ruhe lässt. Der Beitrag weiter unten, zu dem Krankenhaus, das in Bezug auf die Einleitungen ausgebucht ist, hat mich nun dazu veranlasst, meine Gedanken hier mal niederzuschreiben.

Wir möchten unser Kind ja in einem Geburtshaus bekommen. Immer wieder fragen Bekannte oder auch Verwandte bei uns nach, in welches Krankenhaus wir denn gehen würden. Antworten wir dann wahrheitsgetreu, dann folgt die nächste Frage auf den Fuß: "Ja, ist denn da auch ein Arzt dabei?" Antwortet man dann mit Nein, kommen sofort sämtliche Horror-Storys auf den Tisch. Um ehrlich zu sein, kenne ich irgendwie niemanden, der eine ganz normale Geburt hatte: Wenn man nicht sowieso einen Wunschkaiserschnitt oder eine Wunscheinleitung hatte, dann musste entweder ein KS gemacht werden oder es musste bei den Wehen nachgeholfen werden. Storys von Saugglocken, abfallenden Herztönen und Notkaiserschnitten sind mir längst nichts Neues mehr.

Bei all dem stellt sich mir die Frage: Ist es normal, dass heute fast keine Frau mehr auf ganz natürlichem Wege ihr Baby bekommt? Also die Wehen fangen an, man fährt ins KKH, Geburtshaus oder man bleibt zuhause, weil man eine Hausgeburt möchte, und man bekommt dann, ganz ohne Hilfsmittel, sein Kind. Ich will hier mal von den Frauen absehen, die sich gerne eine geplante Geburt wünschen. Das muss jeder für sich entscheiden. Aber ich finde es schon erschreckend, dass man fast gar keine Frauen mehr trifft, die eine spontane Geburt wollten und bei denen dann trotzdem ein Gelring vor den Muttermund gelegt wurde, die an den Wehentropf kamen oder sonstiges. Ich kann es ja verstehen, dass es gewisse Situationen gibt, in denen nichts anderes mehr möglich ist. Aber so oft, wie man solche Storys hört, wage ich doch zu bezweifeln, dass es wirklich immer vollkommen notwendig ist. Oder irre ich da? Ich meine, ich gehöre sicher nicht zu der Fraktion, die ständig sagt "Ja, aber früher...!" Aber in diesem Fall frage ich mich tatsächlich, wie die Menschheit überhaupt überleben konnte, ohne dass ständig in den Geburtsvorgang eingegriffen wurde!? #kratz

Wie seht ihr das? Ist mein Bild dahingehend vielleicht verzerrt? Oder habt ihr denselben Eindruck?

Ich hoffe, dass man hier mal ganz wertneutral seine Meinung äußern darf. Dieser Beitrag soll nicht über irgendwelche Frauen urteilen, die so eine Geburt schon einmal durchhaben, denn man muss sich einfach auch auf die Aussagen der Ärzte verlassen. Auch will ich keine Diskussion über Sinnlosig- oder Sinnhaftigkeit von Wunschkaiserschnitten oder -einleitungen führen. Mich würde einfach mal interessieren, wie ihr das so erlebt!

Liebe Grüße #herzlich

Marie mit #baby-Louis im Bauch (28. SSW)

Beitrag von sadohm1008 11.10.10 - 12:51 Uhr

Hallöchen,

also wir waren gestern beim GVK und dort meinte die Hebamme, dass die Wunschkaiserschnitte zurück gehen. Derzeit würde es bei ca. 30 % liegen, tendenz fallend.
Der Trend geht wohl wieder zur natürlichen Geburt.

Wir waren auch dort mit 7 Paaren und von denen wollte niemand einen Kaiserschnitt oder eine Wunscheinleitung. Es waren auch Paare dabei, die komplett auf Schmerzmittel verzichten wollten. Mal sehen obs auch in die Tat umzusetzen ist... .:-)


LG

Beitrag von rockstar6 11.10.10 - 12:53 Uhr

Ich kann nur von mir sprechen:-) ich habe 4 mal normal entbunden ohne Schmerzmittel.Dieses Baby werde ich aber mit KS bekommen,da ich sofort eine steri vornehmen lassen möchte.

Beitrag von perladd 11.10.10 - 12:57 Uhr

Ja das frage ich mich allerdings auch. Ich habe so viele bekannte die kinder bekommen haben und bei wirklich vielen wurde nachgeholfen. Kommt mir irgendwie auch so vor, als wenn das heute standart ist. Vorstellen kann ichs mir, denn man hat die hilfsmittel und wieso nicht einsetzen wenns zu lange dauert???
Ich befürworte das nicht unbedingt, aber ich denke, dass jede mutter, die ihr kind bekommt, alles so schnell wie möglich hinter sich haben will. Früher musste man halt ausharren, auch wenns tage gedauert hat.

Beitrag von siam87 11.10.10 - 12:54 Uhr

ich bin mit meinem ersten schwanger und fand geburtshaus eigentlich ne gute idee. ich wollte das auch machen, aber man hat nunmal doch angst, dass man ne pda braucht. ich bin sehr schmerzempfindlich und hab angst, das ich den schmerz unterschätze...
zudem hab ich halt schon angst, dass ich evt medizinisch hilfe brauche die ich dort nicht so schnell bekomme wie im KH :-(

vielleicht nehm ich das dann beim 2. in anspruch, aber im mom ist die angst zu groß das ich hilfe brauche, die ich dort vielleicht nicht mehr rechtzeitig bekomme.

Beitrag von josie32 11.10.10 - 12:57 Uhr

Hallo!

ich kann Dir jetzt nur mal meine Erfahrungen schildern....

Ich habe meinen Mittleren und meinen Kleinsten jeweils OHNE Arzt bekommen (der war einfach zu spät dran und musste dann die Sache wieder "gradebiegen" - bzw. nähen, da bei mir jedesmal gerissen ist, was zu reissen war). Der war dann wirklich nur da, um zu Nähen.

Ich habe auch keine Schmerzmittel bekommen o.ä. Also ganz natürlich, nur mit der Hebamme. Es waren weder Saugglocke noch Zange, etc. nötig.

Mir würde eigentlich auch nie in den Sinn kommen, freiwillig einen KS machen zu lassen (hatte bei meinem Großen da ziemliche Probleme danach), bzw. eine geplante Geburt einleiten zu lassen - für mich ist das so, wie wenn man der "Natur ins Handwerk pfuscht". Die Babies machen sich dann auf den Weg, wenn sie bereit dazu sind (manchmal leider auch nicht, mein Großer war auch 18 Tage über ET) - und nicht, wenn die Eltern das gerne möchten.


Es gibt wirklich noch die natürlichen Geburten, vor allem, wenn Du Dich fürs Geburtshaus entschieden hast!!

GLG

Beitrag von schneggal08 11.10.10 - 12:58 Uhr

Hallo :-)

Ich muss dir ein bisschen Recht geben. Aber ich kenne zum Glück noch sehr viele Frauen, die ihre Kinder ganz natürlich zur Welt bringen. Ich selber habe mein erstes Kind in einem Geburtshaus geboren und hoffe sehr, dass es dieses Mal wieder klappt.

Mein Kind hätte ich auch in einem KH entbunden, wenn mir da nicht schon von anfang an was sauer aufgestoßen wäre - nämlich, ich hätte sofort einen Venenzugang gelegt bekommen, wenn ich mit Wehen gekommen wäre. Warum? Nur zur Vorsorge, damit sie mir bei Bedarf gleich was geben können. Hallo? Ich bekomme nur ein Kind! Ich brauche keine Medis! Und wenn der Zugang erst mal gelegt ist, dann ist es doch ein Leichtes, mal was zu geben, damits schneller geht, weil vielleicht zuviele Frauen da sind, oder was zum Hemmen, weil der Kreißsaal nicht frei ist - nein danke.

Nicht falsch verstehen, ich bin dem KH sehr dankbar für die Zeit, die sie mir mit meinem Sohn gelassen haben und die liebevolle Art, wie während meinem KH-Aufenthalt mit mir umgegangen wurde, aber eine natürliche Geburt ist mir auf jeden Fall lieber. Durch diese Erfahrung kann ich mir allerdings nun auch eine Geburt in einem KH vorstellen, das war bei meiner ersten SS gar nicht möglich, ich hatte echte Horrorvorstellungen von der Massenabfertigung.

LG
Veronika mit Emilia (fast 4), #stern Jonathan (20. SSW) und Baby inside (15.SSW)

Beitrag von montana82 11.10.10 - 12:58 Uhr

Hallo Marie,

ja, irgendwo hast Du schon Recht...
Es wird heutzutage viel eingeleitet, obwohl es nicht immer gesundheitlich erforderlich ist und ein WKS ist fast Standard geworden. Ein Geburtshaus schliessen Viele aus...

Als ich schwanger geworden bin, habe ich gelich gesagt einen KS und Einleitung gibt es nur im Notfall. Aber na ja, erstens kommt es anderes und zweitens wie man denkt....

Ich habe SS-Diabetes, darf nur im KH entbinden (am Besten mit Kinderklinik) und werde wahrscheinlich spätenstens am ET eingeleitet.
Ich hoffe nun sehr stark, dass mein Engelchen sich vor dem ET alleine auf den weg macht...Damit uns die Einleitung erspart bleibt.

Ich finde es schön, dass Ihr Euch für ein Geburtshaus entschieden habt, habe schon viel Positives darüber gehört.

LG

Anastasia mit Babygirl 33+0

Beitrag von gnom79 11.10.10 - 13:03 Uhr

Es scheint leider wirklich so, dass es immer weniger "normale" Geburten gibt.
Statistisch gesehen werden 30% der Kinder in Deutschland via KS geboren!

und auch persönlich haben in meinem Umfeld in den letzten drei monaten drei Mädels ihre Kinder bekommen und alle nicht "nomal". Da war vom WunschKS über die Notsectio und die Saugglocke ja fast alles vertreten.

Mich hat das auch ein wenig stutzig gemacht, aber ich glaube ganz feste dran und hoffe, dass mein kleiner Mann "normal" auf die Welt kommen kann.

Ich hab viel zu viel Angst vor nem KS. Weiß aber selbst dass es eben manchmal nicht anders geht.

Ich werde über keinen Urteilen, der einen WunschKS machen läßt, kann es aber nur bedingt verstehen.

Bin auch mal gespannt, ob hier noch mehr solcher Erfahrungen gemacht wurden.

Lg Gnom mit Tim inside(31SSW)

Beitrag von ddchen 11.10.10 - 13:04 Uhr

Also ich habe meine ersten 3 Kinder Spontan entbunden, und auch nie Gedanken an einen KS oder einleitung verschwendet

Worauf ich allerdings immer bestanden habe war eine PDA, welche ich bislang auch immer hatte.

Jetzt bei der Bauchmaus gab es sicherlich auch Tage wo ich über einen KS nachdachte, da es aber keine Medizinischen Gründe dafür gibt wird es auch eine normale Spontane Geburt, und hoffentlich wieder mit PDA :)

Den Ks hätte ich zwecks einer anschliessenden Steri in betracht gezogen, ebenso das besser Planen können wo man die ersten 3 kids unterbringt, halt solche dinge

Bei meiner grossen kam ich noch an den Wehentropf weil die wehen nie wirklich in Gang kamen, mit Wehentropf dauerte es noch von der Ankunft im KH bis zur Geburt 18 stunden, bei den anderen beiden brauchte ich nichts an Hilfsmittel ausser halt die PDA

Ja, ich habe Angst mit den schmerzen nicht klarzukommen, mich zu sehr zu verkrampfen, und von daher ziehe ich ein schmerzmittel vor und kann die geburt entspannter geniessen :)

Es ist ja nun nicht so das man mit PDA komplett gefühlslos ist, man hat dennoch druck und leichte schmerzen und weiss genau wanns zeit ist zum Pressen...

Ich denke auch das eine Frau wenigstens einmal in den genuss einer normalen Entbindung kommen sollte sofern es aus Gesundheitlichen gründen nicht verhindert wird

Ich verurteile aber auch keine Frauen die es nicht versuchen wollen

Es ist leider so das Wunsch KS immer mehr in mode kommt weil es einen so einfach gemacht wird

Ich habe mich nicht mal getraut meinen FA auf einen KS anzusprechen, als ich in der Phase war ob ich auch einen machen lasse#rofl

Lg
Andrea 32. SSW

Beitrag von jindabyne 11.10.10 - 13:07 Uhr

Die meisten Fraue, die ich kenne, haben IRGENDWANN im KKH einen Wehentropf bekommen und dann doch eine PDA. Leider scheint das in vielen KKHs heutzutage Standard zu sein, dass man so viel wie möglich "nachhilft".

Alle Frauen, die ich kenne, die außerhalb der Klinik entbunden haben, haben das ohne Schmerzmittel, Wehentropf etc. geschafft.

Mein erstes Kind kam ganz normal nach Blasensprung und natürlichem Wehenbeginn. Meine zweite Geburt wurde allerdings am ET eingeleitet, weil kaum mehr Fruchtwasser da war und die Herztöne vom Baby zu schwach waren. Ich bekam allerdings den Wehencocktail und brachte ohne weitere Hilfsmittel mein Kind zur Welt. Dreimal darfst Du raten, wo ich entbunden habe :-p

Lg Steffi

Beitrag von thinkpink13 11.10.10 - 13:09 Uhr

Hallo Marie,

Du bist noch sehr jung. Ich denke da sieht man vieles lockerer und macht sich nicht so viele Sorgen. Dennoch ist in den letzten Jahren das Durchschnittsalter von Gebährenden nach oben gerutscht. Ich liege da mit meinen 32 Jahren voll im Mittel. Für mich käme eine Hausgeburt oder ein Geburtshaus auch nicht in Frage. Nach 2 Fehlgeburten habe ich zuviel Angst. Zudem brauche ich das Wissen, daß innerhalb von Sekunden ein Arzt neben mir auf der Matte steht der mir innerhalb in 6 Minuten das Kind aus dem Bauch schneiden kann. Früher...gutes Stichwort...früher sind wesentlich mehr Kinder tot zur Welt gekommen. Meine Oma hatte 3 Todgeburten. Ich bin mir sicher, daß man diese nach heutigem Stand hätte verhindern können - Meine Mutter, die das letzte Kind war, war übrigens ein Kaiserschnitt. Sonst wäre sie vermutlich auch gestorben.

Ich will jetzt hier nichts verteufeln und sagen, wer nicht im KH entbindet wird Schlimmes erleben. Nein es gibt ja auch Frauen, denen machen medizinische Geräte und die Krankenhausatmosphäre Angst. Daher ist es doch gut, daß jede Frau bzw. Paar für sich entscheiden kann, was die RICHTIGE Art und Weise ist zu entbinden.

Ich war gestern nochmal mit Verdacht auf Gestose im Kreißsaal und fühlte mich dort pudelwohl. CTG am Bauch, Blutdruckmanschette am Arm, die alle paar Minuten los pumpte und das sichere Gefühl in guten Händen zu sein und loslassen zu können. Ich habe mir aber auch ein Krankenhaus ausgesucht, daß meinen Vorstellungen entspricht eine Frau beim Gebähren zu unterstützen und nicht daß ich dort das Gefühl habe passiv entbunden zu werden. Es gibt dort auch einen Hebammen-geleiteten Kreißsaal - das finde ich für die Frauen, die keinen Arzt sehen wollen solange alles gut geht, einen super Kompromiß. Wir haben uns dennoch für eine "normale" Geburt entschieden, wo am Ende auch ein Arzt dazu kommt. Warum kann ich Dir nicht sagen. Ich glaube es ist mir einfach nicht wichtig genug, daß KEIN Arzt dabei ist. Der macht eh erst was, wenn die Hebamme ein Signal gibt :-) Ne PDA oder Schmerzmittel möchte ich auch nicht, aber wenn es vielleicht soooooooo schlimm wird, daß ich völlig entkräftet bin, bin ich vielleicht dankbar in einer Einrichtung zu sein, wo es möglich ist mir zu helfen.

Daher freue ich mich auf meine KH-Geburt und hoffe sie verläuft Komplikationslos!

Alles Liebe und Gute!

Silke 39+5

Beitrag von tekelek 11.10.10 - 13:48 Uhr

Hallo Silke !

Vom Alter würde ich das nicht abhängig machen - dann müsste ich ja bereits die Panik in Person sein :-p
Ich bin jetzt über 35 und plane dennoch meine dritte Hausgeburt :-)

Liebe Grüße,

Katrin mit Emilia-Sofie (5), Nevio (4) und Sohn Nr.2 (27.SSW)

Beitrag von sam35 11.10.10 - 13:09 Uhr

Ich habe 2 spontane Geburten hinter mir.
Bei beiden ist mir zu erst die FB geplatzt und ich bin ins KH gefahren. Keine PDA, kein Wehentropf gar nichts.
Ich bin beide male gerissen und beim 1.mal sogar zusätzlich noch schnitten worden(hab ich nicht gemerkt#kratz).
Und nun habe ich mich entschlossen einen KS zu bekommen, da ich mich direkt sterilisieren lassen möchte.
Allerdings bevorzuge ich eine Vollnarkose, da ich echt Panik vor Spritzen habe und zusätzlich noch einen Bandscheibenvorfall#schock.
Ich bin mir nur nicht sicher ob das mit der Vollnarkose klappt.
Ansonsten muss ich sagen war die 2.Geburt schon der Horror für mich, aber weniger wegen der Wehen, sondern weil das Köpfchen zu groß war und ich mitten im Geburtsvorgang immer abgebrochen hab. Sprich das Köpfchen wollte raus und ich nicht mehr pressen:-p.
Und während dessen hab ich meinen Mann auch andauernd gefragt wer auf die bescheuerte Idee kam ein Kind haben zu wollen#rofl
Und nun bin ich zum 3.mal #schwanger
Lg
Sonja

Beitrag von ally78 11.10.10 - 13:10 Uhr

Mich würde interessieren ob du schon eine Geburt hinter dir hast.....

Ich bin froh, dass wir uns dazu entschieden haben unsere Tochter, die im September 2004 geboren wurde, im Krankenhaus zu bekommen.

Wir wären vermutlich beide nicht mehr da..... Ich will mir gar keine Gedanken darüber machen, was gewesen wäre, wenn ich "früher" entbunden hätte. Ich bin froh, das es heute diese Möglichkeiten gibt und glaube mir, nicht jeder sucht sich einen Kaiserschnitt, Saugglocke oder ähnliches aus. ich glaube, die meisten sind da nicht scharf drauf.....

Beitrag von moeriee 11.10.10 - 13:33 Uhr

Aber genau das sage ich ja! Wenn man sich mit Frauen unterhält, dann fällt eigentlich fast immer der Satz "Wir waren froh, dass wir im KKH gewesen sind, weil wir es sonst beide nicht geschafft hätten!" Aus welchen Gründen auch immer! Ich sage nicht, dass da nichts dran ist. Aber die Frage ist doch: Warum ist das so? Sind denn heute alle Geburten Notfälle? Dass die Frauen darauf nicht scharf sind, kann ich mir vorstellen. Gerade wenn man sich bewusst für eine spontane Geburt entschieden hat. Mich wundert es nur, dass es nur noch wenige Frauen gibt, die eine vollkommen "normale" / natürliche Geburt hatten, obwohl sie vorher gesagt haben, dass es genau das ist, was sie sich wünschen und die das auch während der Geburt noch so unterschrieben hätten.

Was in meinem Kopf vorgeht, ist eben die Frage, ob es wirklich immer notwendig ist, solche Schritte einzuleiten oder ob es oft nur Zeitdruck, Bequemlichkeit oder sonstiges aus Sicht des Krankenhauses ist.

Die meisten Frauen (87,5%), die sich dafür entschieden haben, in ein Geburtshaus zu gehen, konnten auch dort ihr Kind zur Welt bringen. Völlig ohne Komplikationen. Selbst von denen, die verlegt werden konnten, wurden nur 8,7% mit dem Krankenwagen ins KKH verfrachtet. Die restlichen 91,3% der Frauen konnte noch in Ruhe privat (mit dem Auto) ins KKH gebracht werden.

Verstehst du was ich meine? Es geht ja gar nicht darum, dass Frauen sich bewusst für solche Sachen entscheiden oder sich das wünschen. Ich habe nur den Eindruck, dass es heute in vielen Krankenhäusern heute schon gängige Praxis ist, dass man mal eben nachhilft.

Beitrag von hova 11.10.10 - 14:04 Uhr

Aber das kannst du jetzt nicht auf die Kh schieben.
Ich denke, dass die Psyche da eine ganz große Rolle spielt.
Gehe ich in eine Geburtshaus, weiß ich von Beginn an, dass die PDA nicht möglich ist. Von daher wird die Frage danach gar nicht erst gestellt.
Während einer Geburt kommt man an seine Grenzen und wenn man dann weiß,dass da evtl eine PDA oder sonstiges möglich ist, dann wird man auch danach fragen. Ich kenne auch Frauen, die nach ienr PDA gebettelt haben im KH und keine bekommen haben. Als gängige Praxis vom KH aus, sehe ich das nicht.
Als Frau beschäftigt man sich dann also ganz anders mit dem Geburtsverlauf wenn man Zuhause oder im GH entbindet.
Und Geburten sind IMMER ein besonderer Moment, der auch eine gewisse Gefahr in sich birgt, das darf man nicht verharmlosen.

Beitrag von hova 11.10.10 - 14:11 Uhr

ups...vergessen
Im Grunde ist es ganz egal WO man entbindet. Entscheident ist, wo man sich wohl und sicher fühlt. Wirst du im GH unsicher kann es genauso schlecht enden, wie wenn Du Dich in einem KH unsicher fühlst.
Man kann auch in einem KH eine GH Atmosphäre schaffen, indem man sich die eigene hebi mitnimmt. Dann hat man zur Not die Ärzte im Hintergrund, wird aber die ganze Geburt über von einer Hebi betreut.
Während der Entb. meiner Jüngsten war keine Minute ein fremder Mensch im KS. Nur meine Hebi, mein Mann und ich. So war es für mich perfekt.

Beitrag von ally78 11.10.10 - 20:28 Uhr

Ich glaube, das die Ärzte heute eben viel vorsichtiger geworden sind. Trotzdem geht immer noch genug "schief". Ich glaube, dass ich verstehe was du meinst. Aber man kann das nicht so pauschal sagen. Vielleicht ist man einfach nur vorsichtig, gerade weil soviel passiert. Bestimmt ist auch das eine oder andere Mal jemand "bequem", aber ich glaube nicht, dass dies alltäglich ist.

Meine Tochter hatte die Nabelschnur um den Hals und um den Körper gewickelt. Ohne Hilfe wäre sie nie zur Welt gekommen. Normalereise sieht man das auf dem CTG an den abfallenden Herztönen, aber bei uns hat man nichts bemerkt. Sie wurde dann nach 2 STUNDEN Presswehen!!!!!!!!!! mit der Saugglocke geholt....

Beitrag von grace04 11.10.10 - 13:13 Uhr

Ich kann Deine Frage nachvollziehen.

Wir waren vergangene Woche bei einem Hebammeninfoabend und dort kam auch das Thema Wunschkaiserschnitt zur Sprache und dass die bei uns in Österreich anscheinend zum Trend werden. Ich persönlich finde das katastrophal, da die Angst vor der Geburt bei den Frauen anscheinend überhand nimmt. :-(

Ich selbst bekomme mein erstes Kind, kann mir aber einfach nicht vorstellen, mir mit irgendwas in mein Rückenmark stechen zu lassen wenn es nicht zwingend erforderlich ist! Um kein Geld und um keine Schmerzerleichterung der Welt würde ich das zulassen. #schock

Ich habe mich schon während des KiWus mit dem Thema "persönliche Hebamme" oder Hypnobirthing beschäftigt und bin zu dem Entschluss gekommen, dass eine Geburt unter den richtigen Voraussetzungen und wenn man ohne Angst dran geht, ein wunderschönes und bereicherndes Erlebnis werden kann, für mich, meinen Mann und unser Baby. #verliebt

LG
Y mit #ei in 8+2

Beitrag von girasoul 11.10.10 - 13:13 Uhr

Ein sehr schöner Beitrag!
Muss aber gestehen das ich, weil ich zum ersten Mal entbinde schon das Kh bevorzuge.
Ich weiß leider nicht wie ich mit den Schmerzen umgehen werde und bin ganz froh wenn mir die Entscheidung: Schmerzmittel ja oder nein, nicht abgenommen wird :-).

Ich finde jeder sollte für sich selbts entscheiden ob er bestimmte Sachen nutzt oder nicht. Ich finde es auch nicht verwerflich. Wieso sollte man die Dinge nicht in gebrauch nehmen, die einem das entbinden leichter machen?

Jeder sollte für sich selbst entscheiden und sollte kein schlechtes Gewissen haben, weil er zur Pda oder sonst was greift :-)

Beitrag von cedric2006 11.10.10 - 13:13 Uhr

Also ich denke, dass es bestimmt auch mit an dem jeweiligen Krankehaus, bzw der Hebamme liegt, jedenfalls zu einem Teil. Es gibt Tage, da sind xGeburten in so nem Kreissaal und da wird eben mal eher zu nem Hilfsmittel gegriffen, denke ich.
Es ist was anderes wenn man in einem Geburtshaus ist wo man eine Hebamme hat, die sich nur um dich kümmert und auch nur Zeit für dich hat!

Wünsche dir eine schöne Geburt!

Lg

Beitrag von star-gazer 11.10.10 - 13:21 Uhr

Hallo!
Schön, dass Du diese Frage stellt, hab mich selbst schon oft gewundert.
ICH plane zwar eine Geburt im Krankenhaus (Geburtshaus gibts bei uns nicht und zuhause möchte ich einfach nicht), ABER auf jeden Fall eine sanfte Geburt. Das wird dort unterstützt.
Und ich bin absolut der Meinung, dass unser Körper die ganze SS so super funktioniert und alles richtig macht, dass es kaum sein kann, dass dann grade die Geburt (und grade bei uns in den "gebildeten westlichen Ländern") sooooooo schmerzhaft und unterstützt verlaufen MUSS.
Ich glaube fest, dass das auch anders geht und vertraue einfach mal auf die Natur .... und lasse nur bei Komplikationen gerne die Fachleute ran.
Ich werds einfach mal auf mich zukommen lassen und versuche, ohne Angst und Verkrampfung ranzugehen.
Nach DER Traumschwangerschaft bisher hoffe ich auf eine Traumgeburt ;-)

Beitrag von mrs.smith 11.10.10 - 13:22 Uhr

Hallo,

ich habe zweimal sponatn im Kh ohne PDA und Einleitung entbunden.
Hoffe, es geht auch beim dritten Kind wieder so...
Geburtshaus und Hausgeburt kommen für mich nicht in Frage, habe bei zwei Freundinnen erlebt, wie eine natürliche, entspannte Geburt daheim mit Blaulicht im KH endete.
Ich habe allerdings viel mehr Schiss vor einem KS oder einer PDA, als vor der Geburt selbst.

Allerdings muss ich dazu sagen, dass bei mir im GVK niemand ist, der einen WKS bevorzugen würde!

Beitrag von lalelu-86 11.10.10 - 13:25 Uhr

hey
naja ich denke heute sind einfachdie möglichkeiten besser um geburtsschäden bei mutter und kind zu verhindern.

meine freundin wollte ganz normal entbinden. hat sogar die ganze zeit über gesagt ne pda will ich nicht.
letzten endes kam es doch zur notsection einfach weil das kind es sonst nicht geschafft hätte...

ich habe auch vor normal zu entbinden. aber wenns anders kommt ist auch nicht schlimm. ich bin froh das es heute solche medizinischen möglichkeiten gibt und ich so weiss, dass das risiko, das bei der geburt was schief geht ziemlich gering ist.

lg

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