Regelung von Eigentum

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von wolltmichmalerkundigen 11.10.10 - 13:07 Uhr

Hallo,

mein Freund erwägt, dass wir so im Laufe des nächsten Jahrs in eine Eigentumswohnung, die er kaufen wird, ziehen.

Da wir nicht verheiratet sind, wollte ich mich erkundigen, wer in ähnlicher Lage ist und wie ihr das (finanziell) geregelt habt.

Unsere bisherige Überlegung war, dass ich die Nebenkosten (Strom, Heizung, Wasser, Telefon) komplett übernehme.
Meine Möbel, die wir mitnehmen, werden auf eine "Inventarliste" gesetzt und ensprechend vermerkt.

Die Frage ist nur, sollten wir auseinander gehen oder mein Partner einen Unfall haben, was passiert dann?

Bitte nicht komisch auffassen, ich habe bereits eine Trennung von einem langjährigen Partner hinter mir, das war sehr schmerzhaft und dazu kam die ganze Streiterei, wem gehört was, wer hat was gezahlt, das möchte ich nicht mehr durchmachen müssen, sollte dieser Fall wider Erwarten erneut auftreten.

Danke schon jetzt!

Beitrag von fensterputzer 11.10.10 - 13:29 Uhr

Wenn ihr euch trennt oder er stirbt dann gehören dir die Möbel gemäß Inventarliste und du ziehst aus und die Wohnung gehört ihm bzw seinen Erben denn du hast ja nur quasi deinen Mietanteil gezahlt.

Beitrag von pupsismum 11.10.10 - 13:51 Uhr

Darf ich fragen, warum nur er die Wohnung kaufen wird? Hängt das mit deinen Erfahrungen aus der Vergangenheit zusammen oder möchte er das? Oder hat es einen ganz anderen Grund?

Grüßle
p

Beitrag von wolltmichmalerkundigen 11.10.10 - 13:54 Uhr

Ganz einfach: er hat die finanziellen Mittel, ich nicht....

Beitrag von pupsismum 11.10.10 - 14:01 Uhr

Hast du "nur" kein Eigenkapital oder hast du zurzeit keine Arbeit?

Ich bin ja immer sehr vorsichtig bei solchen Sachen. Wohl auch auf Grund meiner bisherigen Erfahrungen und dem, was man so aus dem Familien- und Freundeskreis mitbekommt. ;-)

Ich würde jedenfalls nicht mit jemandem zusammen in einem Haus/einer Wohnung leben können, bei der ich dann bei erstbester Gelegenheit zu hören bekäme: Das ist mein Haus/meine Wohnung, kannst ja gehen, wenn es dir nicht passt.

Oder (auch immer wieder gern genommen), wenn es um Einrichtungen/Farben, Tapeten etc. geht: Das ist meins, hier entscheide ich.

Da wird dieser Umstand immer als Totschlagargument rausgekramt, ganz fürchterlich.

Muss natürlich nicht so sein, kommt aber doch häufiger vor.

Wärest du denn einverstanden mit der Regelung, dass du allein die Nebenkosten zahlst? Deine Möbel wären ja durch die Inventarliste schon "gesichert". (Was macht ihr aber, wenn ihr neue Möbel braucht? Kauft die dann nur einer von euch? Wie klärt ihr da die Besitzverhältnisse?)

Wenn du dich mit der Lösung wohl fühlst, dann ist es doch in Ordnung. Oder gibt es Punkte, mit denen du dich nicht so wohl fühlst?

Beitrag von fensterputzer 11.10.10 - 14:56 Uhr

Ich habe ein 8Familienhaus und wenn meine Partnerin egal ob verheiratet oder nur so zusammen erwarten würde ins Grundbuch zu kommen würde ich ihr was husten!!

Beitrag von pupsismum 11.10.10 - 15:13 Uhr

Du kannst dein 8-Familien-Haus ja auch haben. Deswegen muss deine Freundin aber nicht dort mit dir wohnen. ;-)

Beitrag von fensterputzer 11.10.10 - 15:15 Uhr

Du meinst also wenn man in einer Beziehung ist muß man jedes Eigentum teilen?

Beitrag von pupsismum 11.10.10 - 15:21 Uhr

Man MUSS überhaupt kein Eigentum haben. ;-)

Und nur weil ein Partner Eigentum hat, heißt das nicht, dass der andere automatisch da mit einziehen oder als Steigerung sich mit der Rolle desjenigen, der überhaupt keine Recht hat, wohl fühlen muss.

Beitrag von fensterputzer 11.10.10 - 15:25 Uhr

Wie, ich soll irgendwo Miete zahlen obwohl ich Eigentum habe ?? Das ist ja ausgesprochen dämlich!!

Beitrag von pupsismum 11.10.10 - 15:27 Uhr

Das kannst du gerne so finden.

Ich finde es ausgesprochen dämlich, sich einen Partner ins Haus zu holen, der im Laufe der Zeit zwar allerhand mitbezahlen darf, aber ne lange Nase macht, wenn man dann doch wieder getrennte Wege geht.

Beitrag von fensterputzer 11.10.10 - 15:36 Uhr

Natürlich "darf" meine Partnerin ihren Anteil an den Nebenkosten und der Lebenshaltung tragen dafür spart sie ja heftig Miete. Ansonsten wäre sie ja nur mit mir zusammen damit ich sie aushalte.

Beitrag von pupsismum 11.10.10 - 15:52 Uhr

Jetzt hast du mich absichtlich falsch verstanden. Auch in Ordnung.

Beitrag von gh1954 11.10.10 - 21:19 Uhr

>>>Ich finde es ausgesprochen dämlich, sich einen Partner ins Haus zu holen, der im Laufe der Zeit zwar allerhand mitbezahlen darf, aber ne lange Nase macht, wenn man dann doch wieder getrennte Wege geht. <<<

Das ist doch nichts anderes, als was jedem Mieter passiert, zahlen ohne Ende und am Ende hat man nichts.

Ich würde mich vermutlich auf so eine Regelung nicht einlassen, SIE zahlt alle Nebenkosten, er zahlt seine Wohnung ab und schafft sich damit Vermögen.

Beitrag von pupsismum 12.10.10 - 09:14 Uhr

Es sind ja auch nicht nur die Nebenkosten allein (Fällt hier in ihre Nebenkosten eigentlich auch das Hausgeld? Ist ja auch meistens ein nicht zu verachtender Betrag, der ja nur der Pflege der Immobilie dient).

Was ist denn mit den Kosten für die neue Einbauküche oder den Parkettfußboden oder neue Fliesen in Bad und Flur usw. Trägt das alles schön der Lebensgefährte allein, weil es ja "seine" Wohnung ist?

Nein, nein. Das hat doch sehr den faden Beigeschmack von "Ich bringe meine Schäfchen ins Trockene", das wäre nichts für mich.

btw: Ich unterscheide sehr wohl zwischen Vermieter und Lebensgefährte. Schließlich plane ich mit meinem Vermieter in der Regel keine gemeinsame Zukunft, ev. sogar mit Kindern.

Grüßle
p

Beitrag von zweiflerin 11.10.10 - 13:56 Uhr

Hi,

so wie Ihr es vorhabt, siehst Du bei einer Trennung oder im Todesfall alt aus. Angenommen, Ihr zahlt monatlich den gleichen Beitrag - Du zahlst die laufenden Kosten und er bezahlt die Kredite/Tilgung, das heißt, er schafft einen Wert und Du stehst im Fall der Fälle mit leeren Händen da.

Ich befinde mich derzeit in der identischen Situation, plane eine Etw zu kaufen und bin diesbezüglich aber auch schon gebranntes Kind. Die Patentlösung fehlt mir hier leider auch. Mir wäre es wichtig, dass im Fall einer Trennung das Eigentum nicht verkauft werde müsste und ich in der Lage wäre, dann die Kredite und laufenden Kosten allein zu bedienen. Auch die Auszahlungsmodalitäten müssen vorher definiert werden.

Beitrag von nick71 11.10.10 - 16:09 Uhr

"Angenommen, Ihr zahlt monatlich den gleichen Beitrag - Du zahlst die laufenden Kosten und er bezahlt die Kredite/Tilgung, das heißt, er schafft einen Wert und Du stehst im Fall der Fälle mit leeren Händen da."

Dieser Argumentation werde ich wohl nie folgen können.

Ich würde es als Selbstverständlichkeit sehen, mich an den Kosten zu beteiligen (denn ich nutze die Wohnung ja ebenfalls und könnte woanders auch nicht kostenlos wohnen), ohne Miteigentum daran zu erwerben...der Wohnungseigentümer trägt schließlich & letztendlich auch das Risiko alleine.

Beitrag von fensterputzer 11.10.10 - 16:15 Uhr

"Angenommen, Ihr zahlt monatlich den gleichen Beitrag - Du zahlst die laufenden Kosten und er bezahlt die Kredite/Tilgung, das heißt, er schafft einen Wert und Du stehst im Fall der Fälle mit leeren Händen da."

Naja, die Posterin möchte gern auf Umwegen Eigentum erwerben!

Beitrag von zweiflerin 11.10.10 - 17:50 Uhr

wie bitte?????

Versuchst Du mir hier gerade etwas zu unterstellen???? Das kannst Du mir gerne mal näher erläutern! Was heißt denn, auf UMWEGEN Eigentum erwerben???? Ich glaub, bei Dir ist gewaltig eine Schraube locker!

Beitrag von ms. rockefeller 11.10.10 - 16:56 Uhr

Dieser Argumentation werde ich wohl nie folgen können.

Dann denk mal nach.

ER zahlt monatlich den Betrag X in die Tilgung des Kredites für die Wohnung. Irgendwann gehört ihm die Wohnung. Er schafft Eigentum, welches 100 % ihm allein gehört.

SIE zahlt monatlich den Betrag X für die Betriebs- und sonst. Nebenkosten. Das Geld ist weg.

Im Falle einer Trennung hat ER eine vielleicht bezahlte Wohnung. SIE hat nichts, obwohl sie vielleicht sogar den gleichen Betrag aufgebracht hat, wie ihr Mann.

Beitrag von fensterputzer 11.10.10 - 16:59 Uhr

es hindert die beiden Nichts daran bei Abzahlung ,Zinsen und Nebenkosten jeweils 50:50 zu zahlen dann gehört beiden die wohnung.....

Bte. würde sie normal Miete zahlen wäre das geld auch weg oder meinst du das ihr ein Vermieter Anteil am Eigentum gibt nur weil sie Miete zahlt???

Beitrag von zweiflerin 11.10.10 - 17:56 Uhr

beiden gehört die Wohnung dann, wenn auch beide im Grundbuch stehen - nur über die Kostenaufteilung wird das nicht geregelt.

Und wenn beide ins Grundbuch wollen, sollte auch festgelegt werden, wie der Auszahlungsmodus aussieht, wenn sich das Paar trennen sollte. Wir die Immobilie zum Zeitwert bewertet, oder zum Anschaffungswert???

Beitrag von kathi.net 11.10.10 - 17:03 Uhr

Das ist nun mal so, wenn man selbst kein Eigentum hat. Wenn es hier um ein Auto ginge, was er abzahlt und sie benutzt (und z.Bsp. tankt) gehört ihr doch die Karre dann auch nicht anteilig ;-)

Beitrag von nick71 12.10.10 - 08:21 Uhr

Mir ist schon klar, wie das gemeint ist.

Und ich sehe es eben von der Seite, dass, wenn sie an einen "fremden" Vermieter zahlt, ihr bei Auszug auch nichts von der Wohnung gehört. Ich mache da keinen Unterschied zwischen Partner und Vermieter. Man kann ja heiraten, wenn man sich anderenfalls über's Ohr gehauen fühlt.

"SIE zahlt monatlich den Betrag X für die Betriebs- und sonst. Nebenkosten."

Würde es dir besser gehen, wenn man dem Kind einen anderen Namen gibt? Dann zahlt sie halt einen Mietanteil. "Weg" ist das Geld so oder so...

Beitrag von zweiflerin 11.10.10 - 17:53 Uhr

ich habe nicht gesagt, daß sie sich nicht an den Kosten beteiligen soll - die Aufteilung muß aber gerecht sein. Und das ist es nicht, wenn sie 100 % der laufenden Kosten übernehmen soll.

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