Brauche Aufmunterung - Kigaverweigerer

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von neleundemmi 11.10.10 - 13:19 Uhr

Liebe Mamis,

ich weiß nicht weiter. Mein Sohn geht seit ca. 1,5 Woche in den Kindergarten. Immer nur eine Stunde alleine, zur Eingewöhnung. Er heult beim Abgeben, heult wohl zwischendurch und nachmittags sagt er mir, dass er nicht mehr hin will.
SEit dem will er auch nicht mehr bei der oma bleiben. Was soll ich machen? Wird das besser? Soll ich ihn noch nicht rein tun? Er ist jetzt 2,7 Jahre alt.

DAnke für eure Ratschläge und Erfahrungen
neleundemmi

Beitrag von sillysilly 11.10.10 - 13:28 Uhr

Hallo

frage Dich selbst - soll ich ihn noch nicht rein tun ???


Wenn Du nur ein bißchen unsicher bist, kein gutes Gefühl hast - spürt dein Kleiner das total und wird dadurch selbst unsicher.

Bist Du dir total sicher, daß du das willst ?
Findest du es für deinen Sohn richtig und wichtig ?
Bist Du bereit ihm in der Eingewöhnung zu unterstützen, aber es auch gemeinsam "durch zu stehen" ?

Kinder spüren schon einen Hauch Unsicherheit - die denken sich, wenn Mama schon unsicher ist, warum soll ich da hin gehen, ist es richtig so ?

Wenn du vermittelst Kindergarten ist was tolles, eine "Belohnung", eine Bereicherung für das Leben deines Kindes ............. ----- dann werdet ihr es schaffen und es wird gut werden.


1,5 Wochen Eingewöhnung ist gar keine Zeit.
Wir sagen immer Eingwöhnungszeit sind mindestens 2 - 4 Monate.
Oft weinen Kinder auch am Anfang nicht, erst nach ein paar Wochen und das ist für Eltern noch schlimmer.


Für Kinder ist es eine Riesenumstellung ........ große Gruppe, neue Kontakte, neue Bezugspersonen, neue Regeln, neue Räume .....
Da mußt du ihm auch Zeit gegen, sich damit zu arrangieren.

Kennt er die Situation alleine wo zu sein ?
Krabbelgruppe ohne Mutter ?


Grüße Silly

Beitrag von knutschka 11.10.10 - 13:35 Uhr

Hallo,

wie verlief denn eure Eingewöhung bisher?

Helena hatte auch arge Probleme bei der Eingewöhnung, wir haben das 6 Wochen mitgemacht und dann doch entschlossen, dass wir es mit Tränen beim Abgeben probieren. Nach 5 Minuten hatte sie sich dann meist beruhigt und spielte schön. Das ist nun über 2 Jahre her. Sie weint nicht mehr beim Abgeben, aber hin will sie auch nicht. Ihre erste Frage morgens ist, ob sie zu Hause bleiben darf... Das geht aber nicht und sie hat gelernt: Mama geht in die Uni arbeiten, Papa geht ins Büro arbeiten und sie geht in den Kindergarten "arbeiten". Es hat gedauert, aber nun geht es. Ich denke nicht, dass es besser gegangen wäre, wenn wir noch gewartet hätten (sie kam mit 13 Monaten in die Krippe). Es ist nicht so, dass es ihr im Kindergarten nicht gefällt - aber zu Hause ist es halt schöner.... ;-)

Bist du denn in der Zeit zu Hause, wenn er im Kiga ist? Weiß er das? Dann würde ich das ändern. Wenn Helena woanders hin muss (Kiga, Großeltern, etc.), dann ist unsere Erklärung: Mama und Papa müssen arbeiten. Egal, ob wir eigentlich mal einen Tag für uns haben wollen, etwas zu erledigen ist oder wir wirklich arbeiten sind. Das versteht sie und ist dann auch damit einverstanden, dass sie zu jemand anderem geht. Anderenfalls wäre das bei uns nicht der Fall.

Also: wenn du meinst, er soll jetzt in den Kiga gehen, gib ihm nicht das Gefühl, dass es auch noch eine andere Möglichkeit gäbe.

LG Berna

Beitrag von tascha3577 11.10.10 - 13:49 Uhr

Hallo,
mein Sohn ist 3 Monate vor seinem 3. Geburtstag in den Kindergarten gekommen und die Eingewöhnungszeit war durch Krankheit bei ihm ( dicke Mittelohrentzündung nach 1 Woche Eingewöhnung ) und Krankheit der Erzieherin ( bekamen dann ne andre ) ca 4 Wochen lang mit dem Ergebnis das er ohne Ende geweint hat, er war traurig wenn ich gegangen bin und hat die Hände nach mir ausgestreckt, im Auto hab ich dann Rotz und wasser geheult. Er hat sich aber von den Erzieherinnen trösten lassen und wir hatten ausgemacht wenn er sich garnicht beruhigen lässt rufen sie an.

Sie haben mich nie anrufen müssen, denn sobald ich aus dem Sichtfeld war hat er sich schnell beruhigt, nicht mehr geweint und war am spielen.

Er geht sehr gerne, klar war die Eingewöhnung schwer aber wenn er merkt das es dir dabei auch nicht gut geht, dann wird das "Theater" noch länger sein. Glaub mir, er ist kein Kindergartenverweigerer !!! Es ist doch alles neu für ihn, wenn er sich trösten lässt wird er es schaffen auf keinen Fall einen Rückzieher machen und ihn wieder zu Hause lassen, das wäre das schlechteste was du jetzt tun könntest.

lg

Beitrag von lisasimpson 11.10.10 - 14:03 Uhr

wie lange warst du mit dabei?
Kinder brauchen erst mal die sicherheit einer bekannten person um explorieren zu können.
erst wenn sie es dann geschafft haben, dort vertrauen zu fassen kann sich die bezugsperson langsam verabschieden.
kannst zum beispiel unter "berliner modell" mal googeln und wirst eine detaillierte Anleitung zur eingewöhnung finden.
muß man sicehr nicht genau so machen, aber anhaltspunkte könnte es geben, an welcher stelle es bei euch hakt..

lisasimpson