Angst- und Panikattacken - was dagegen tun? Bin verzweifelt.

Archiv des urbia-Forums Gesundheit & Medizin.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Gesundheit & Medizin

Hier könnt ihr Fragen stellen zu allen Themen rund um Gesundheit, Vorbeugung, Kinderkrankheiten, Hausmittel und Naturheilmittel. Beachtet dabei bitte, dass medizinische Empfehlungen von interessierten Laien nicht den Gang zum Arzt ersetzen können.

Beitrag von brianna123 11.10.10 - 13:49 Uhr

Hallo Ihr Lieben!

Ich habe schon länger mit Angst- und Panikattacken zu kämpfen. Alles organische wurde schon ausgeschlossen.

So langsam bin ich echt verzweifelt. Nachts kann ich kaum schlafen und wenn doch, dann habe ich oft Alpträume. Mein Herz rast, meine Hände zittern, mein Mund ist trocken und ich habe Angst, ich ersticke.

Seit 1,5 Jahren habe ich schon einen Kloß im Hals. Mal ist er weg, mal ist er wieder da.

Ich verstehe das gar nicht. Es läuft eigentlich alles gut: bin glücklich verheiratet, habe einen tollen Job und ein tolles Kind, Geldprobleme sind auch nicht vorhanden.

Ich habe in einem Eltern-Kurs das Thema mal kurz angeschnitten und dort wurde gesagt, man muss versuchen die Ursache zu finden, die evtl. in der Kindheit liegt. Man soll darüber reden?

Und mit wem??? Mit meiner Familie würde ich darüber niemals reden wollen.

Ich habe jetzt schon ein paar Mal gedacht, dass ich diesen Zustand kaum noch aushalten kann. Ich bin nur noch gerädert und habe schon Angst vor der Angst.

Was soll ich nur tun?

Beitrag von -floh- 11.10.10 - 14:02 Uhr

Hallo,

Ich würde dir raten einen Psychologen oder Neurologen aufzusuchen,der kann dir helfen.

Beitrag von jannika21 11.10.10 - 14:06 Uhr

Hallo Brianna!!

Ich habe das Problem auch!! Eine Ursache wurde nie gefunden. Ich denke , dass es bei mir genetisch ist. Meine Schwester und auch meine Cousine haben das !
Ich nehme Medis dagegen und kann so gut damit leben. Alles andere ist Quälerei. Hol Dir auf jeden FAll professionelle Hilfe--das ist keine Schande und geh auch ruhig offen mit Deinen Ängsten um. Du glaubst gar nicht, wie viele Menschen damit zu tun haben!

LG Jannika#winke

Beitrag von reethi 11.10.10 - 14:52 Uhr

Hallo!

Hast Du es denn schon mal mit einer Therapie versucht? Wenn sich das bei Dir schon so gefestigt hat denke ich nicht, dass Du alleine da wieder raus kommst.
Ob da irgendwas bei Dir verborgen liegt kann keiner sagen. Aber ich denke bei Dir ist es inzwischen auch ein Großteil Angst vor der Angst. Du gehst doch schon mit einem doofen Gefühl ins Bett, weil Du Angst hast dass es wieder passiert. Hast Du einen guten Hausarzt? Der kann Dir evtl Adressen geben an wen Du Dich wenden kannst.
Unterstützend versuch mal Vitamin B. Bei mir hat das geholfen, zumindest ein Stück weit, weil ich einen Mangel hatte.

Alles Gute!
Neddie

Beitrag von zapmama2003 11.10.10 - 14:55 Uhr

Liebe Brianne,

ich habe auch ein ähnliches Problem. Nur bei mir ist es so, dass ich permanent Angst haben. Das ist so eine Art generelle Angststörung bei mir. Ich habe immer Angst um mein Kind. Bei jedem Symptom bei ihr, denke ich an die schlimmste Kranheit und kann vor Sorge nichtn mehr schlafen. Hab so viel Angst sie zu verlieren. Auch bei mir selbst bekomme ich oft Angst ernsthaft zu erkranken.

Ich habe neulich meinem Mann von meinem Problem erzählt und es hat gut getan. Er hat mir vorgeschlagen, ich soll immer wenn michdie Angst überkommt mit ihm darüber reden. Er sieht alles viel objektiver und kann mich beruhigen.

Ich habe neulich ein Buch "Panickatacke sucht neuen Wirkungskreis" gelesen. Das Buch ist ganz gut, es ist von einer Frau geschrieben, die es geschafft hat ihre Angst in Griff zu bekommen. Schau mal im Amazon, dort findest du das auf jeden Fall.

Und keine Sorgen, heutzutage leiden viele Menschen unter Angststörungen. Ich habe auch ständig ein schlechtes Gewissen, weil ich mir denke, dass ich durch meine negativen Gedanken evtl. auch negatives anziehe.... Es ist wie ein geschlossener Kreis....

LG#liebdrueck
Olga

Beitrag von bokatis 11.10.10 - 19:00 Uhr

Mach eine Therapie!
Bei einer Freundin hat eine Verhaltenstherapie Wunder gewirkt (zunächst hat sie zusätzlich noch Medikamente genommen).
Sie hat schrittweise gelernt, sich der Angst zu stellen und mit ihr zu leben, bis sie dann weg war! Es klappt! Sie musste zB fremde Leute ansprechen, über Brücken Fahrrad fahren usw. alles Dinge tun die sie in Ohnmacht versetzten usw....und mit Hilfe der Therapie wurde aus ihr ein ganz normales Mädchen/Frau, sie ist wirklich gesund heute!!!!
K.