Kriegt meine Oma eine Pauschalmiete angerechnet?

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von tanja24986 11.10.10 - 15:24 Uhr

Hallo,

mein Freund und ich wollen in das Haus meiner Oma mit einziehen, da dort noch eine Wohnung frei ist.
Hierfür würden wir keine Miete zahlen müssen sondern lediglich unsere Nebenkosten und sollen uns um das Haus und den Garten kümmern.

Nun ist meine Oma 50 € unter der Grenze um eine Einkommenssteuererklärung zu machen. Sie hat Angst, dass sie von der Gemeinde eine Art pauschalmiete angerechnet bekommt die wir ihr angeblich zahlen und sie dann über diesen Satz drüber kommt.

Meine Frage ist jetzt stimmt das so? Kann die Gemeinde oder wer auch immer meiner Oma eine Miete anrechnen, die sie ja gar nicht bekommt?

Ich hoffe mein 'Probelm ist verständlich. Sollten noch Fragen sein versuche ich diese so gut wie möglich zu beantworten =)

Beitrag von fensterputzer 11.10.10 - 15:28 Uhr

unsere Nebenkosten und sollen uns um das Haus und den Garten kümmern.


Ihr zahlt Miete durch Tätigkeit und die wird nicht pekuniär ausgedrückt! Also kann die Gemeinde/Finanzamt nix.

Beitrag von nick71 11.10.10 - 16:42 Uhr

Deine Oma muss von euch keine Miete nehmen, kann im Gegenzug aber auch nichts mehr steuerlich geltend machen, was mit der Wohnung zu tun hat (Z.B. Darlehenszinsen, Reparaturen, Modernisierungen oder sonstige Ausgaben).

Aber wenn sie eh keine Steuererklärung abgibt, ist der Hinweis ja obsolet.

Beitrag von tanja24986 11.10.10 - 17:55 Uhr

also sie will das nicht geltend machen sondern hat die befürchtung, dass ihr sozusagen eine grundmiete zugesprochen wird.

d.h.

finanzamt oder gemeinde sagt, da wohnt jemand drin, die könnten sozusagen 500 euro miete zahlen (was wir ja nicht tun) also berechnen wir wegen verwandschaft mal 250 als zusätzliches einkommen.

und somit wäre sie dann über den betrag wo man einkommenssteuer zahlen müsste und sie ihr dann rente kürzen und so weiter.

das können die also nicht machen?

Beitrag von tanja24986 11.10.10 - 18:01 Uhr

also sie will das nicht geltend machen sondern hat die befürchtung, dass ihr sozusagen eine grundmiete zugesprochen wird.

d.h.

finanzamt oder gemeinde sagt, da wohnt jemand drin, die könnten sozusagen 500 euro miete zahlen (was wir ja nicht tun) also berechnen wir wegen verwandschaft mal 250 als zusätzliches einkommen.

und somit wäre sie dann über den betrag wo man einkommenssteuer zahlen müsste und sie ihr dann rente kürzen und so weiter.

das können die also nicht machen?

Beitrag von wilma.flintstone 11.10.10 - 18:35 Uhr

Hallo Tanja,

die Rente wird nicht gekürzt.

Sie muss dann, wenn eine ortsübliche Vergleichsmiete angesetzt wird (Hierfür ist es unerheblich ob Ihr Miete in Sachleistung oder EUR leistet.) und sie dann über die Freigrenzen kommt, eine Einkommenststeuererklärung abgeben. In dieser stellt sie ihre Einnahmen (real plus ortsübliche Vergleichsmiete) den steuerlich relevanten Ausgaben (z.B. Renovierungskosten für Eure Wohnung etc.) gegenüber. Dann wird die Steuer ermittelt. Evtl. muss Sie dann Einkommenssteuer zahlen (kann aber bei diesen Beträgen nicht soooo wild sein #augen). Genaueres kann ein Steuerberater sagen.

Gruß W.

Beitrag von wasteline 11.10.10 - 20:25 Uhr

Wo steht denn geschrieben, dass Oma überhaupt Miete nehmen muss?
Link?

Beitrag von wilma.flintstone 12.10.10 - 08:13 Uhr

Hallo wasteline,

danke für Deinen Hinweis. Ich habe noch mal nachgegoogelt. Das ist heute nicht mehr so, aus eigener Erfahrung weiß ich, daß es früher so war.

Ich gebe der TE-Erfasserin noch mal Nachricht.

Gruß W.

Beitrag von tanja24986 11.10.10 - 20:18 Uhr

oh ok.

ich hatte zwar gehofft das die antwort anders ausfällt, aber dann werd ich da den steuerberater mal zu befragen!
puh.
das is wohl doch komplizierter als ich mir das vorgestellt hab...
das die sachen berechnen dürfen die es nicht mal in scheinchen reell gibt...

man man man..

Beitrag von wilma.flintstone 12.10.10 - 08:18 Uhr

Hallo Tanja,

ich muß meinen gestrigen Hinweis korrigieren.

Ich habe dank des Hinweises von wasteline noch mal nachgegoogelt.

Früher war das so. Heute ist es etwas anders geregelt:

Wenn Du keine Einnahmen aus der Miete erzielst (Nebenkosten sind keine steuerlichen Einnahmen) musst Du diese nicht versteuern (kannst halt auch keine Abschreibungen absetzen). Was günstiger ist (Miete ansetzen und Abschreibungen absetzen oder eben nix) kann Euch nur der Steuerberater sagen .

Gruß W.