Selbstständig und schwanger?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von naphima 11.10.10 - 15:56 Uhr

Ich bin selbstständig und unser Kinderwunsch ist sehr groß. Ich möchte mich nun vorab informieren, wie es als selbstständige Frau ist. Bekommt man auch eine Art Elterngeld? Wenn ja wielange und woran bemisst sich dieses? Kann man in dieser Zeit was dazu verdienen?

Mutterschutz gibt es nicht, das ist mir bereits bekannt. Das liegt dann ganz in meiner Hand wielange ich arbeiten möchte/kann. Dummerweise wird bei der PKV natürlich kein KT gezahlt während des gesetzl. Mutterschutzes, der ja für selbstständige nicht gilt...#schmoll

Beitrag von anyca 11.10.10 - 16:02 Uhr

Du bekommst Elterngeld ab der Geburt, 67% (oder bald nur noch 65%) des vorherigen Durchschnittseinkommens. 12 Monate, genau wie alle (nur das bei Dir eben kein Mutterschaftsgeld verrechnet wird).

Blöd ist es als Selbständige vor allem in den Wochen VOR der Geburt, wo andere Mutterschaftsgeld kriegen und man selber gar keinen Lohnersatz, auch wenn man nicht mehr arbeiten kann ...

Beitrag von naphima 11.10.10 - 16:11 Uhr

Okay, und welcher Zeitraum wird her genommen um das Durchschnitteinkommen zu berechnen? Die letzten ca. 14 Monate sind nämlich nicht so gut gelaufen. Da ich jetzt aber mein Aufgabengebiet erweitere, erhoffe ich mir wieder finanzielle Stabilität.

Naja, durch meine neue Aufgabe im Bereich Controlling, kann ich auch gut mit dem Lapi auf dem Sofa arbeiten oder sogar im KH. Ich erhoffe mir dadurch nicht soo große Ausfälle.


Beitrag von sternschnuppe215 11.10.10 - 16:40 Uhr

beim Arbeitnehmer sind die letzten 12 Monate, ich denke beim Selbständigen logischerweise auch.

Vorrausetzung für die Gewährung ist, dass Du bei der Krankenkasse die mtl. Leistung für die U2 geleistet hast

http://www.krankenkassen.de/gesetzliche-krankenkassen/system-gesetzliche-krankenversicherung/sozialversicherung-rechengroessen-beitragsbemessungsgrenze-versicherungspflichtgrenze/Ausgleich-Arbeitgeberaufwendungen-gesetzliche-krankenversicherung-u1-u2/

Beitrag von naphima 11.10.10 - 16:58 Uhr

Okay, is natürlich doof wenn man wirklich 3 Monate vorher flach liegt und nichts machen kann... (was ich bei mir ja mal nich hoffe und glaube)

Sorry, das mit dem U2 kapier ich nich so wirklich. Ich bin Einelunternehmerin und es geht ja in dem Fall nich um eine Beschäftigte... #kratz

Beitrag von anarchie 11.10.10 - 17:03 Uhr

hallo!

wenn du wegegnd er ss krankgeschrieben bist, wird diese zeit aus den monaten davor genommen.


lg

melanie

Beitrag von anyca 11.10.10 - 17:53 Uhr

"Okay, und welcher Zeitraum wird her genommen um das Durchschnitteinkommen zu berechnen?"

Bei mir ging es schlicht nach Steuerbescheid des Vorjahres.

Wenn Du während des Elterngeldbezuges arbeitest, wird das abgezogen, lohnt sich also nicht wirklich.

Beitrag von anyca 11.10.10 - 17:55 Uhr

... ach ja ... kann sich lohnen, wenn Du "schummelst" und die Rechnungen eben erst nach Ende des Elterngeldbezuges schreibst, geht ja nach Geldeingang #schein

Beitrag von naphima 12.10.10 - 12:24 Uhr

Das is ja natürlich wieder mist, weil dieses Jahr kann ich mir sowas von ans Bein schmieren... #schmoll

Ich möcht halt schon zumindest ein halbes Jahr zu Hause bleiben... Ach, is doch alles bescheiden wenn ma selbstständig is! ...zumindest das mit den Kindern...

Naja, dann muss ich mich mehr auf mein Nebengewerbe konzentrieren - das läuft nämlich auf meinen Mann. :)

Beitrag von dodo0405 12.10.10 - 09:23 Uhr

Also ich kann dir nur von mir erzählen, wobei meine Tochter noch in der "alten" Elterngeldzeit (sprich: 300 € mtl) geboren wurde. Ich hatte keinen Mutterschutz und bin bis zum letzten Tag arbeiten gegangen. Sprich: Raus aus dem Büro, nach Hause, Tür zugemacht, Fruchtblase geplatzt.

Ich war ja schwanger, ned krank :-)
3 Wochen nach der Geburt bin ich wieder arbeiten gegangen. Weil: 300 € mtl - davon hätte sich nicht mal meine Krankenversicherung bezahlt :-) Meiner Meinung nach ist es einfacher, solange die Mäuse noch sehr klein sind.

Zumal ich bei einer längeren Pause meine ganzen Arbeitgeber verloren hätte.

lg

Beitrag von sternschnuppe215 12.10.10 - 10:11 Uhr

frag am besten bei Deiner Krankenversicherung nach.

Die Arbeitgeber zahlen den U2 Beitrag an die Krankenkasse, daher erhalten Sie im Fall von Mutterschutz ect. das Geld für ihre Arbeitnehmer zu 100% von der Krankenkasse erstattet...

Wenn ein Selbständiger bei der Gesetztl. KV versichert ist und U2 Beiträge zahlt... wird es ähnlich sein ... aber bei ner PKV ... keine Ahnung...

Beitrag von naphima 12.10.10 - 12:20 Uhr

Bin privat versichert - und die interessiert das in keinster Weise (hab mal kurzzeitig im Bereich PKV gearbeitet) :-[