Bei allen kommt der nächste Nachwuchs...

Archiv des urbia-Forums Familienleben.

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von wunschkind8802 11.10.10 - 21:25 Uhr

Hallo und guten Abend,

ich weiss gar nicht so richtig wo ich anfangen soll.
Eigentlich fand ich es, rückblickend auf das letzte Jahr, schon nicht schön das zwischen unseren Kindern ein so kleiner Abstand ist (knapp 2 Jahre).
Vorher lief es wirklich toll und ich hätte es mir nicht besser vorstellen können.
Nun aber häuft es sich, das alle ihr 2. Kind bekommen...
und das erste Kind ist in etwa so alt wie unser Sohn. (alle zwischen 4 und 5)
Zwei meiner Freundinnen sind vor kurzem erneut Mutter geworden und es klappt super.
Keine Eifersucht, kein Streit - es passt einfach alles.
Nun sagte uns meine Schwägerin (Bruder meines Mannes), das sie nächstes Jahr nochmal Eltern werden und heute erfuhr ich von meiner anderen Schwägerin (mein Bruder), das sie ebenfalls schwanger ist.
Ich kann mich schon gar nicht mehr freuen, obwohl ich es ihnen von Herzen gönne und ich mich so gern mit freuen möchte.
Aber ich sehe wie es bei uns läuft und bin einfach nur traurig...
Mein Mann arbeitet im Ausland, kommt nur jedes 2.-3. Wochenende nach Hause, meine Kinder verstehen sich überhaupt nicht, sind nur am streiten und weh tun und total eifersüchtig aufeinander.
Es vergeht kein Tag, ach - nicht mal eine Stunde, ohne Stress...
So hab ich mir das nicht vorgestellt.
Jetzt würde es sooo passen ein 2. Kind zu bekommen - obwohl mir auch keiner garantiert, das es dann besser laufen würde...
aber ich weiss, das es emotional und finanziell nicht passt.
Mein Mann hat schon eine Tochter aus erster Ehe und wir wollten immer 2 Kinder.
Ich liebe meine Kinder über alles und würde sie für nichts in der Welt hergeben und habe mir unser Familienleben immer so schön vorgestellt.
Leider ist es das aber nicht.
Ein richtiges Familienleben gibt es bei uns nicht, ich fühle mich wie eine Alleinerziehende und bin nur noch genervt uns ausgelaugt.

Wie bekomme ich es hin, mich mit meinen Schwägerinnen (ich verstehe mich mit beiden super, wir sind eher wie Freundinnen) freue?
Ich bin schon echt gespannt auf meine Nichte/Neffe und würd mich so gern freuen und es ihnen von ganzem Herzen gönne...
Aber ich möchte doch auch glücklich sein! #heul
Meine Nichte und mein Neffe werden sicherlich total stolz sein und sich sehr auf ihr Geschwisterchen freuen... klar, sie verstehen es ja auch schon.

Ich weiss, das mir keiner helfen kann - aber vielleicht hat jemand einen Tipp für mich,
wie ich besser mit der Situation umgehen kann.
Hoffentlich passiert es nicht, das die Einschulung meines Sohnes nächstes Jahr "ins Wasser fällt", wenn sich alles um die beiden Neuankömmlinge drehen wird... #schmoll

Liebe Grüße Wenke

Beitrag von anarchie 11.10.10 - 22:01 Uhr

Hallo!

Ich habe im Grunde 2 Paare...meine großen (8 und 6)sind 16 Monate auseinander, die Kleinen(3 und 1) 23 Monate..

Was du tun kanst?
Dich auf dein leben konzentrieren, dich an dem freuen, was du hast!
Sehen, wie deine kinder zwar streiten, aber auch die gleiche Interessen ahben, weil fast gleichalt..

Hier ist es mittlerweile so, dass die Großen sogar gemeinsame Schulfreunde haben:-)
Was nicht heisst, das sie sich nicht streiten wie die kesslflicker:-p
Das gehört dazu.

Ja, Kinder mit kleinem Abstand sind oft Rivalen, weil sie eben nicht deutlich "der Kleine und der Große" sind" keine eigene, klar definierte Rolle mit vor- und nachteilen haben...

Aber ich würde es immer wieder so machen...denn ich laube, dass es ganz toll für di Kinder ist, wenn sie immer jemandem in ihrem alter haben...auch später...

lg

melanie

Beitrag von sternchen718 12.10.10 - 09:30 Uhr

Hallo Wenke,

ich kann die stückweit schon verstehen meine beiden großen sind auch nur 16 Monate auseinander und es gab/gibt Zeiten da kann und will ich nicht mehr.

Du glaubst im Moment weil deine Schwägerinen schwanger sind das bei denen dann Friede Freude, Eierkuchen herrscht. Ich kann dir versichern das dem nicht so ist. Bei niemandem läuft es immer rund.

Als unsere jüngste unterwegs war haben sich die beiden Grossen so gefreut und auch als sie da war, aber das Mama da keine Zeit hatte und hier nicht springen konnte war auch für die beiden ein Rückschlag.

Jetzt ist die kleine drei und die beiden großen 10 und 11 und alle drei Streiten. Wenn es mir zu blöd wird geh ich einfach und dreh eine runde um den Block. Dann geht es wieder.

Das kannst du auch machen du gehst halt dann mal ins Bad und machst die Tür hinter dir zu atmest ein paarmal tief ein und aus und dann wieder zu den Monstern.

Ich hab mir auch abgewöhnt wenn mich jemand frägt wie es so läuft zu sagen das alles paßt. Wenns Scheiße läuft und ich fertig wie ein Schnitzel bin dann sag ich das genau so. Bei solchen antworten kommt von den einen ein Mitleidiger Blick von wegen ah naja hab ja schon immer gewußt das du das nicht packst und von anderen tatsächlich ernsgemeinte Hilfeangebote die mir dann auch mal ne halbe Stunde Luft für mich schaffen.

Mein Mann kommt zur Zeit auch nur am Wochenende heim und ich muss gestehen das mich das schon schlaucht die ganze Woche allein mit den Kids und arbeiten gehe ich ja auch noch.
Ich bin mir sicher wenn du deine (B)engel genau betrachtest gibt es immer noch genug positive Dinge die dich erfreuen. Und an denen musst du dich festhalten.
Ich hab vor ein paar Jahren (da waren sie 3 + 4) jeden Tag auf einen Zettel geschrieben was an meinen Kindern heute toll war und was mich genervt hat. Es waren immer mehr Dinge die gut waren. Leider bleibt einem das schlechte immer mehr im Sinn. Aber der Zettel hat mir über eine Durststrecke geholfen.

Du packst das schon und was mir an ganz bescheidenen Tagen immer ein Grinsen aufs Gesicht packt ist die Vorstellung das ich den Kinder zum 18. gepackte Koffer mit Kerzen drauf vor die Türe stellen könnte:-D


LG
Corinna
Corinna

Beitrag von sweety03 12.10.10 - 10:22 Uhr

Hallo,

meine Mädchen (7 und 5) sind genau 24 Monate auseinander.
Auch bei Deinen Schwägerinnen wird das alles nicht ohne Probleme ablaufen. Wer sagt, dass ein fünfjähriges Kind nicht ebenso eifersüchtig wie ein Zweijähriges ist?
Bei uns ist es auch so, dass sich unsere Töchter sehr oft streiten. Aber sie spielen auch gut zusammen, obwohl ich sagen muss, dass ihr Verhältnis schon mal besser war.
Allerdings darfst Du auch nicht vergessen, dass sich die Kinder im Laufe der Zeit ihren eigenen Freundeskreis suchen. Jedes Kind entwickelt eigene Vorlieben und Hobbies, die es bicht zwangsläufig mit den Geschwistern geteilt werden. Aber sie sind nie allein! Wenn mal mit den Eltern etwas sein sollte, haben sie sich.
Da ist es egal, ob die Kinder 2 oder 5 Jahre auseinander sind.
Lass Dich von der jetzigen Situation nicht fertig machen. Das ist sicher hart, wenn Dein Mann viel unterwegs ist. Wahrscheinlich ist das auch das eigentliche Problem, oder?
Wenn mir hier alles zu bunt wird, schicke ich die Kinder in ihre Zimmer und trinke einen Kaffee. Meist bin ich nach einer halben Stunde wieder fit für den nächsten Marathon.

Sweety

Beitrag von frauke131 12.10.10 - 10:26 Uhr

Ich verstehe Dich absolut nicht! Ob Kinder eine innige Beziehung zueinander haben, hat nichts mit dem Altersabstand zu tun. Meine Kinder sind ein Jahr und 3 Wochen auseinander, sie lieben sich heiß und innig, aber zicken sich auch an. So wie alle Geschwister. Nach jahrelangem Stress, sind wir jetzt die Familie mit dem entspannensten Familienleben, während unsere Freunde erst jetzt angefangen haben. In ein paar Jahren gehen beide zeitgleich ihrer Wege und wir sitzen allein da, aber das gibt uns die Möglichkeit, wieder für uns zu sein.
Du wirst sehen, dass ein Altersabstand von 5 Jahren auch Stress verursacht, es dauert Jahre bis die Kinder sich sinnvoll miteienander beschäftigen können und sellbst dann ist die gemeinsame Kindheit kurz. Immer müssen 2 Programme veranstaltet werden, damit sich das große nicht langweilt und das kleine nicht überfordert wird. Ich glube nicht, dass dieser Abstand so toll ist.

Bei uns in der Familie gibt es mittlerweile 6 Kinder zwischen knapp 9 und 7 Monaten- keiner wird hier weniger beachtet, jeder ist wichtig. Von daher verstehe ich nicht, warum du glaubst, die Einschulung fällt wegen der Neugeborenen ins Wasser.

Dein Problem ist, dass Du nicht im Mittelpunkt stehst, andere im Augenblick mehr Aufmerksamkeit bekommen. Freue Dicxh über das , was Du hast. Du wirst sehen, dass du Dich bald entspannt zurücklehnst, während die anderen Stress haben.

Beitrag von nicky131974 12.10.10 - 10:45 Uhr

Hallo Wenke,

warte mal ab bis deine Nichten/Neffen grösser sind.

Meine beiden sind jetzt 7 und 11 Jahre alt. Meine Grosse war nie eifersüchtig. Und meine beiden lieben sich heiss und innig. Aber sie können auch Streiten auf Teufel komm raus.

Du siehst , dass hat alles nichts mit dem Altersabstand zu tun.

Durch streiten lernen sie für später und zwar das zum Streit auch Versöhnung und Verzeihung dazugehört.

Also Kopf hoch. Das wird schon. #liebdrueck


Lg Nicole

Beitrag von chrysalaki 12.10.10 - 11:12 Uhr

Hi,

lass den Kopf nicht haengen.
Ich habe 4 Kids.
2001
2003
2006
2007

Meine 2 grossen sind wie Pech und Schwefel. Es gibt mordsstratereien aber auch stundenlanges Spielen.
Dann kommt Nr.3 WO DIE 3 Jahre doch eine grosse Rolle spielen denn er wird von den beiden aelteren nicht als ganzes angenommen.
Nr.3 & Nr.4 streiten sich tatsaechlich viel und es ist sehr anstregend, aber ich denke je aelter desto besser - oder vielleicht auch nicht da es Bub/Maedchen ist#gruebel
Also wenn ich alles nocheinmal ueberdenke haette meine Nr.3 ein Jahr frueher kommen sollen. Das waere fuer alle einfacher.

lg
Chrysalaki die den 2 Jahres Rhytmus am besten findet#herzlich

Beitrag von freckel 12.10.10 - 14:12 Uhr

Huhu,

muß dir jetzt auch mal schreiben... kopf hoch.. bei uns sieht es so aus.. nummer 1 (mädel) 2005, nummer 2 (junge) 2007 (genau 2 jahre auseinander) u nummer 3 u 4 (Twins junge mädel) Feb 2009.... bei uns gibt es paarbildung, die großen u die kleinen u die jungs u die mädels... wechselt ab... getsritten wird in maßen... der mittlere ist schonmal ein stinkefuß u versucht so aufmerkamkeit zu erheischen... ich habe auch einige freundinnen, da sind die kids 5 jahre auseinander... die haben fast keine schnittstellen mehr... klar erleben sie das geschwisterkind anders, die ss, die geburt, die erste zeit... aber viel gemeinsamkeit haben die eben nicht mehr... u die eifersucht von einem spätentronten ist auch nicht lustig... die probleme sind dann anderer natur
ob kinder miteinander gut auskommen, kann man auch nur bis zu einem bestimmten grad steuen... das ist meine meinung

eva m der bande

Beitrag von scotland 12.10.10 - 22:49 Uhr

Lass dich mal drücken und mach dich nicht verrückt. Ich habe drei Kinder 8, 5 und 2. Einmal 3,5 Jahre Abstand und einmal 2,5 Jahre.

Was bei uns passiert ist, dass sich die Große und der Mittlere nicht verstehen - und das ist so anstrengend. 8 + 2 geht super und 5 + 2, aber 8 + 5 endet in einem Gewühle auf dem Boden. Also ist es nicht gesagt, dass sich Kinder, die altersmäßig sehr aufeinanderhocken, sich auch gut verstehen. Meine Schwester ist 7 Jahre jünger als ich und wir verstehen uns SUPER.

Bei mir arbeitet ein Ehepaar, die haben vier Kinder, alle mit 1,5 Jahren Abstand und alle studieren! Die haben wirklich ihre gesamten Ressourcen aufgebraucht, arbeiten Überstunde um Überstunde, um den Kindern was zu ermöglichen und drehen wirklich den letzten Pfennig um.

Ich habe mal bei einer Familie gebabysittet, die hatte drei Kinder in drei Jahren. Der Stress war unglaublich. Das älteste Kind hatte schrecklich Schwierigkeiten in der Schule und hat gleich die 1. Klasse nochmals gemacht. Da hatte die Frau dann zwei Erstklässler in unterschiedlichen Klassen und im Jahr drauf eben zwei Zeitklässler und einen Erstklässler.
Bevor die Kinder in den Kindi kamen, herrschte bei denen totales Chaos. Oft hat sie angerufen und nur ins Telefon geheult, hat sich dann für zwei Stunden hingelegt und dann zwei Stunden versucht, ihre Wohnung wieder freizulegen. Die Ehe hat das überigens auch nicht überlebt.

Diese Woche bin ich alleine und ich drehe wirklich mit dem 2 Jährigen am Rad. Zudem macht mein Chef noch Stress und ich darf kaum in der Arbeit fehlen. Meine Mama versucht zu helfen, aber sie ist fast 70 und kommt eben schnell an ihre Grenzen. Wenn ich jetzt noch ein Baby hätte, dann wäre ich reif für die Insel. Die 8 Jährige ist freiwillig zu Oma gezogen für die paar Tage und ich bin superfroh, Arbeit + 3 Kinder + Hausaufgaben - ich hätte es nicht geschafft.

Ich fand es immer toll, Kinder in verschiedenen Phasesn zu haben - jetzt hab ich ein "Baby", ein Kindergartenkind und ein Grundschulkind und die kommen sich in ihrer Rolle auch echt gut vor. Ich genieße es, wie der Kleine nun das Reden beginnt und genauso genieße ich es, dass die Große nun eben selbst Hefte kaufen kann, oder mal zwei Liter Milch, wenn die ausgeht. Es hat alles Vor- und Nachteile. Ich bin ein riesiger Verfechter des Abstandes!

LG
Scotland