Mein Traum - ein med. Schreibbüro

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Beitrag von bienemajaundwilli 11.10.10 - 22:00 Uhr

Hallo!

Mein großer Traum war schon immer ein med. Schreibbüro zu haben.
Zu mir:
Ich bin Arzthelferin und war 8 Jahre als Erstkraft tätig, in einer Facharztpraxis, habe fast ausschl. Abrechnung/Schriftverkehr (Gutachten, ARztbriefe, Berufsgenossenschaftskommunikation, Privatabrechnung,...) gemacht.
Ich habe das so gerne gemacht, mir liegt das.
Ich habe jetzt 2 Kinder und mein alter Chef ist mittlerweile in Pension gegangen.
Nun stehe ich seit kurzem wieder im Arbeitsleben, Teilzeit, als "normale" Arzthelferin in einer Fachpraxis wieder.
Das macht mir überhaupt keinen Spaß.
Da ein größerer personeller Umschwung in dieser Praxis demnächst ansteht, würde ich gerne anbieten, Abrechnungen und Briefe von zu hause aus zu schreiben.
Und soetwas würde ich gerne in Zukunft ausschließlich machen.
Ich weiß dass im Nachbarort auch ein Facharzt jemanden sucht, der den Schriftverkehr bearbeitet.
Mein großer Traum wäre ein medizinisches Schreibbüro. Nur habe ich gar keine Ahnung, wo ich da anfangen soll. Also z.B. welche Preise man den Ärzten anbietet -Stundenlohn oder einen Preis z.B. für ein Gutachten? Wie mache ich auf mich aufmerksam? Gehe ich in die Praxen/Kliniken und lasse mir einen Termin geben und mache Angebote?
Wo könnte man sich informieren?
Meint ihr das soetwas gehen könnte?
Ich bin superstrebsam und zuverlässig und mache soetwas gerne.
Ich war bereits einmal vor einigen Monaten Selbständig. Ich hatte damals allerdinge etwas ganz anderes, ein Gewerbe als selbst. Vertriebspartner im Direktvertrieb. Das ging sehr gut.
Aber das würde mir doch mehr liegen.

Was meint ihr dazu? Bin für jeden Tip dankbar.

VG

Beitrag von bruchetta 12.10.10 - 00:38 Uhr

Du könntest Flyer entwerfen und sie zu den Praxen schicken oder ein Schreiben in Briefform.
Dann müßtest Du noch einmal telefonisch nachhaken und versuchen, einen Termin beim Chef zu bekommen.
Deinem jetzigen Chef kannst Du Deine Arbeit ja schon mal anbieten und demjenigen, von dem Du weißt, dass er sucht, auch.
Im Internet kannst Du ja mal nach med. Schreibbüros googlen, was die so für Preise haben.
Daran kannst Du Dich orientieren.
Versuch mal, kann doch nicht schaden....

Beitrag von nele27 12.10.10 - 09:02 Uhr

Hi,

da Du in dem Fall ja vorab kein oder kaum Geld investieren musst, versuche es doch ruhig!

Du könntest ja erstmal dem Arzt nebenan Deine Dienste anbieten und das nebenbei machen (musst Deinem jetzigen AG glaube ich Bescheid sagen, aber da Du TZ arbeitest, kann ihm das ja egal sein).

Wenn das angelaufen ist, würde ich Internetanzeigen schalten und Deine Dienste anbieten um weitere Kunden zu gewinnen.
Zusätzlich in den umliegenden Arztpraxen melden, ob die jemanden suchen (vll. haben die ja mehr zu tun als Personal, wollen aber nicht gleich jemanden einstellen).

Versuche, das etwas professionell aufzuziehen, vll mit einem schön gestalteten Flyer mit Logo. Das macht gleich viel her.
Den Flyer kannst Du dann überall da auslegen, wo sich Ärzte rumtreiben.
Eröffne zusätzlich eine kleine Homepage - muss ja kein riesen Aufwand sein. Da sollte man dann nachlesen können, wie viel Erfahrung Du mit im medizinischen Bereich und vor allem bezgl. der Schreibarbeiten hast.

Und den Arzt von nebenan fragen, ob er einen Kollegen hat, der auch zuviel zu tun hat... Mundpropaganda ist die beste Werbung.

Kosten würde ich im Internet ergoogeln (Schreibbüros). Nicht zu teuer einsteigen, aber auch nicht zu billig!!! Das verlockt zwar immer, um einen Einstieg zu finden. Aber man könnte denken, Du bist nicht qualifiziert. Außerdem kommst Du ja aus der Nummer nicht wieder raus - und Du willst ja auch was verdienen.

Falls das was wird, denk an Steuer und Papierkram, ist ja dann ne Selbstständigkeit!

LG, Nele

Beitrag von heffi19 12.10.10 - 13:23 Uhr

Ich arbeite "in" einem med. Schreibbüro von zuhause aus als Nebenerwerb.

Ich kann dir zumindest abrechnungstechnisch ein paar Sachen sagen:

Mein Chef rechnet in der Regel nach Zeichen ab. Pro Brief azurechnen ist deutlich schwerer, da die Sachen oft unterschiedlich lang sind.

Ich krieg pro 1000 Zeichen 1€ bis 1,20€, je nach Auftraggeber. Er als Chef kriegt sicher insgesamt mehr da er ja noch Korrektur lesen muss und andere Ausgaben hat. Ich schreibe für Praxen und Kliniken in ganz Deutschland und in der Schweiz, man ist keinesfalls örtlich gebunden. Auch die Korrespondenz ist mittlerweile durch die einfache Datenübertragung per e-Mail sehr einfach. Viele Praxen steigen auf Schreibbüros um um Kosten für eine Schreibkraft zu sparen, gerade Facharztpraxen mit viel Schriftverkehr (z. B. Radiologen).

Wichtig ist natürlich dass man als Chef eines Schreibbüros alles schreiben kann und alles auch im Zusammenhang versteht. Orthopädie z. B. fällt mir sehr viel leichter als Radiologie, da komm ich schon manchmal ins Stocken weil sich ein Termini ans andere reiht und ich nur Bahnhof verstehe. Darüber hinaus gibt es manchmal Schwierigkeiten mit den Ärzten die wahnsinnig schlecht diktieren, da hab ich auch ein paar Fälle da krieg ich schon Gänsehaut wenn ich nur den Namen lese.

Beitrag von spyro74 12.10.10 - 14:25 Uhr

Das ist ja mal interessant! Ich möchte auch immer von zu Hause aus Schreibarbeiten machen, aber von Ärzten hab ich keine Ahnung! Da ich gelernte ReNofachangestellte bin und Jahre lang anschl. bei der Kassenärzlichen Vereinigung gearbeitet habe als Sachbearbeiterin.

Könnte ich doch dann auch irgendwie machen oder? Würde auch lieber von zu Hause aus arbeiten! Allein wegen den Kindern!

Ich les mir das dann mal hier weiter durch!

Wünsche der TE viel Erfolg!

LG
Spyro