Karate für 4-6 jährige - auch für Kind das gerne haut oder beißt?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von simaic 11.10.10 - 22:47 Uhr

Hallo,
bin momentan wieder mal etwas im Zweispalt... Unser SOhn ist eigentlich ein ganz liebes Kind. Aber er hat Probleme Konflikte zu lösen. Es kommt dann manchmal vor, dass er haut oder beißt. Ist zwar schon leichter geworden, aber das Problem existiert noch. Ausserdem neigt er dazu andere Kinder zu ärgern... D.h. er schubst sie mal ein wenig an oder versucht ihnen den Fuß zu legen o.ä... Die ERzieherinnne und ich arbeiten schon an seinem Verhalten. Wie gesagt. ES wurde auch schon besser, aber es ist noch nicht so wie es sein sollte... Mein Sohn ist sehr lebhaft. Wir gehen einmal die Woche zum Kinderturnen. Nun meinten die ERzieherinnen, dass ihm einfach die Körperspannung ein wenig fehlt. Er ist extrem gelenkig und manchmal meint man echt er ist aus Gummi ;-) Drum dachte ich jetzt mal an Karate... Es ist die einzige Sportart, die bei uns hier auch für 4-6 jährige Angeboten wird. Judo, Taewondo und wie sie alle heißen sind alle für ältere. Das Karatetraining ist speziell für kleine abgestimmt. Wir halt noch alles spielerisch gemacht. An und für sich finde ich das ganze super. Wir haben uns das auch schon angeschaut. Mein Sohn war begeistert. Aber ich hab halt irgendwie bedenken, dass das Hauen oder so dann verstärkt wird, weil er sich irgendiwe als "Karate-Kid" fühlt...Was meint ihr... Soll ich meinen Sohn in Karate schicken oder doch nicht? Spaß machen würd es ihm. Und ich würde mir halt erhoffen, dass er dort auch ein wenig Disziplin lernt und auch mehr REspekt gegenüber anderen vermittelt bekommt.
Was meint ihr?
Lg
simaic

Beitrag von visilo 11.10.10 - 22:58 Uhr

Soviel ich weiß wird bei solchen "Kampfsportarten" besonderer Wert darauf gelegt das die Kinder lernen Konflikte ohne Gewalt zu lösen, es wird viel Wert auf Disziplin gelegt.

Wir wollten unseren Sohn auch bei sowas anmelden, bei uns gibt es das aber leider erst ab 7 Jahren.

Wir haben unseren jetzt zum Schwimmen angemeldet, nach dem Training ist er immer ganz platt und will nur noch in´s Bett#schein

LG
visilo

Beitrag von simaic 11.10.10 - 23:11 Uhr

Hallo,
schwimmen mag mein Sohn auch gern. Nur kann er das leider noch nicht. Aber wir hatten letzten Winter so einen Schwimmkurs zur Wassergewöhnung belegt und es hat meinem Sohn viel Freude bereitet. Und einen richtigen SChwimmkurs gibt´s dann im Januar, da der bei uns erst ab 5 Jahren angeboten wird.
Aber ich denke eben auch, dass in dem Karate-Training auch viel Wissen vermittelt wird. HAb das ja auch angeschaut und da ist auch ein Teil dabeigewesen, in dem das Thema Selbstverteidiung behandelt wird. Mein Gedanke ist schon, dass mein Sohn da lernt, dass man nicht "einfach so" haut oder sonst was macht, sondern andere mit Respekt behandelt... Nur weiß ich halt nicht, ob der Schuß nicht nach hinten losgeht....

Beitrag von visilo 11.10.10 - 23:19 Uhr

Ich würde es unbedingt probieren, gerade für "verhaltensauffällige " Kinder ( das ist jetzt nicht böse gemeint also bitte nicht falsch verstehen) ist gerade sowas gut da ihnen in diesen Kursen Selbstvertrauen beigebracht wird, oft ist es doch das fehlende Selbstvertrauen was die Kinder in manchen Situationen falsch reagieren läßt.

Ein Nachbar von uns hat seine Tochter in einem Karatekurs und die sind total begeistert das Kind kann sich jetzt viel besser konzentrieren und ist viel ruhiger und vor allem selbstsicherer geworden bei ihr kommt noch dazu das sie in der Schule viel besser geworden ist ( sie ist allerdings schon 9 Jahre alt).

Wie gesagt ich werde unseren Sohn auch anmelden sobald er 7 wird.

LG
visilo

Beitrag von meraluna1975 11.10.10 - 23:43 Uhr

Mein Sohn ist seit er 4 jahre alt ist in einem Kinderkurs der Judoabteilung.

Es ist insgesamt aber eher eine Motorikförderung, bei der sie Judorollen, Rückwärtspurzelbäume, Gleichgewichtssinn, insgesamt eben körperbeherrschung lernen. und, was du dir erhoffst: das Ganze läuft zwar spielerisch ab, dennoch sind einige Regeln einzuhalten, wie beispielsweise Ruhe und Konzetration bei manchen Übungen, Disziplin beim Grüßen etc. die ersten male war er da noch total hibbelig, mittlerweile ist er über 1 Jahr dabei, geht sehr gerne hin und hat die Disziplin auch völlig akzeptiert. nach der "Kinderturn-Anarchie" ein echter Segen!

Probier es aus!

Beitrag von ich-halt 12.10.10 - 09:09 Uhr

Mein Sohn macht Karate seit er vier ist (hat nun schon den blauen Gürtel ;-)). Bei uns wird viel Wert darauf gelegt den Kindern zu vermitteln, dass Gewalt keine Lösung ist.
Bei uns gibt es in jeder Stunde einen sogenannten "Sicherheitsteil". Dort besprechen sie mit den Kinder wie Konflikte usw. auch ohne Schläge usw. gelöst werden können.
Mein Sohn weiß, dass er das gelernte ausserhalb des Trainings nicht einsetzen darf. Und das tut er auch nicht.
Aber ich merke er ist ruhiger geworden seit er Karate macht. Probier es doch aus. Abmelden kannst du ihn dann immer noch

lg ich-halt