Verdacht auf Asperger-Syndrom

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Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von aoiangel 12.10.10 - 07:49 Uhr

Hallo,

bin hier in dieser Ecke "neu".
Bei meinem Großen (5 J. 4 Mon alt) besteht nun der Verdacht auf Asperger-Syndrom, nachdem ich JAHRELANG bei jedem Arztbesuch gesagt habe das er sich irgendwie anders verhält als andre Kinder.

Jetzt haben wir es bescheinigt bekommen: Sprachentwicklungsstörung, Wahrnehmungsstörung, Koordinationsschwäche, Aufmerksamkeitsstörung, Verhaltensauffälligkeit

Da er auch viele typische Symptome hat (unser Alltag besteht quasi nur aus Ritualen, er nimmt nur wenig Blickkontakt auf, hat kein Intresse an Freunden, kann kein Spielgeschen aufbauen, hat Stereotypen,...) läuft jetzt die Abklärung auf Asperger an.
Nachher werde ich mal ein wenig telefonieren, mir wurden jetzt über das Autismuskompetenz-Zentrum das für uns zuständig ist schon einige Anlaufstellen als geeignet genannt, ich werde mal schauen wie lange die Wartezeiten dort sind.

Ach ja, bei mir besteht ebenfalls V.a. Asperger. Ich habe seit Jahren Symptome, renne regelmäßig zu meiner Ärztin, bisher wurde es als psychosomatisch abgestempelt, beim letzten Termin brachte sie dann den Stein ins Rollen.

Dann sind wir umgezogen, der neue Kindergarten findet meinen Sohn auch nichtmehr "nur langsam" (so hieß es immer im alten Kiga), sondern in ALLEN Bereichen auffällig und das ganze brachte jetzt irgendwie den Stein ins rollen.

Momentan steht aber die Diagnostik bei meinem Sohn an 1. Stelle. Ich dränge nicht danach, denn wenn er das hat, dann hab ich es auch, das ist mir klar, wir sind uns von unseren "Eigenarten" so was von gleich ;-)

Gibts hier noch andre Mütter von Asperger-Kindern?
Ich hab geschaut, es gibt doch hier bei Urbia für alles einen Club, kann es sein das es aber tatsächlich noch keinen Asperger-Club gibt?

Und nein, ich bin nicht traurig, ich empfinde das momentan fast als "Erlösung" denn endlich erscheinen so viele Dinge aus meiner Kindheit, aus dem Alltag meines Sohnes in einem ganz andren viel klareren Licht.

LG Anne #winke #herzlich

Beitrag von 3erclan 12.10.10 - 10:18 Uhr

Hallo

bei meinem kleinen besteht der Verdacht auf Aspie er ist auch 5 Jahre alt.

Er hat ADHS und ist hb.

Schau mal unter:

rehakids.de

adhs-anderswelt.de

lg

Beitrag von naykab 12.10.10 - 11:21 Uhr

Hi!

Ich habe einen fast 8 jährigen Sohn der Asperger Autist ist. Aber er ist dazu noch hochbegabt und hat ADHS. Das mit der Hochbegabung wurde mit 4 JAhre festgestellt. Ein zweiter Test wurde mit 6 JAhren gemacht und ein JAhr später hat die Psychotherapeutin angefangen auf Asperger zu testen, weil er sich stark verändert hatte und nun nicht mehr alles auf die Hochbegabung zu schieben war! Danch wurde ich dann getestet - Asperger!!! Mir war das aber schon klar, nachdem ich einige Bücher zu dem Thema gelesen hatte.

Es gibt einige Internetseiten, wo man sich austauschen kann: rehakids.de oder Meine Welt ist anders ....
Mir ist das alles viel zu unpersönlich.

vg
naykab

Beitrag von ninna68 12.10.10 - 13:27 Uhr

Hallo Anne,

mein Süßer (fast 6) wird auch gerade auf Asoperger gestestet (aber es ist quasi sicher). Viele seiner Eigenarten kommen mir auch (von mir) sehr bekannt vor, aber irgendwie kann man als Frau und im Laufe der Zeit doch viel kompensieren...

Falls du einen Aspieclub gründen möchtest und noch einen zweiten Gastgeber brauchst: ich bin bereit!

Besonders freue ich mich auch über PNs.

LG Ninna

Beitrag von cazie71 12.10.10 - 19:07 Uhr

Hallo.

Darf ich Euch alle mal fragen: WIE wird auf Autismus getestet??? Mit ner Blutprobe????

Danke!

Beitrag von nanoukaladar 12.10.10 - 20:29 Uhr

Das ist keine ernstgemeinte Frage, oder?

Wenn dich das Aspergersyndrom oder das Diagnoseverfahren jedoch tatsächlich interessiert: es ist zu komplex es in zwei Sätzen zu erklären, aber Google sei Dank sind gute Antworten ganz leicht zu finden.

Beitrag von cazie71 12.10.10 - 20:42 Uhr

Natürlich ist meine Frage ernst gemeint. Ist ja auch kein Forum für Späßchen, oder?
Und tatsächlich - es interessiert mich! Wie komplex das Thema ist, weiß ich (leider) nur zu gut. Gegoogelt hab ich auch schon tage-/wochenlang bis zum Abwinken. U.a. kam ich bei den diversen "Recherchen" auch auf das Thema Blutprobe.

Zudem frage ich mich ernsthaft, warum du mich hier so patzig angehst!!!???

Beitrag von bigmamahb 13.10.10 - 08:21 Uhr

Guten Morgen cazie71..
bei meinem Sohn besteht der Verdacht auf Asperger(eigentlich schon sicher)..
wir waren in der Klinik zur Untersuchung..dort waren wir 4x..es wurde ein Vorgespräch gemacht..eine psychologische Untersuchung..eine körperliche Untersuchung..und der letzte Termin war das Auswertungsgespräch...hunderte Fragen mussten wir ausfüllen..und dort hat es keine Blutprobe gegeben..
Nun geht es zum SPZ um die schriftliche Diagnose zu bekommen..da die Klinik dieses nur mit Aufenthalt meines Sohnes in deren Tagesklinik machen und von dort habe ich diesbezüglich auch nichts vernommen,das sie eine Blutprobe machen..nun geht es für uns noch in die Kinderklinik-Spezialabteilung-Pädiatrie,weil mein Sohn orthopädische Probleme mit Füsse und Hüfte hat..und er Wahrnehmungsstörung hat und es ausgeschlossen werden soll..ob das mit den Füssen und Hüfte..einhergeht..aus Neurologischer und Stoffwechselsicht..dort denke ich..wird es eine Blutprobe geben..aber mit einer Blutprobe ..Asperger festzustellen..habe ich noch nie was von gehört..oder gelesen..
Gruss Bigmama

Beitrag von nanoukaladar 13.10.10 - 22:27 Uhr

Deine Frage wirkte auf mich nicht so, als hättest du dich in irgendeiner Weise auch nur ansatzweise mit der Thematik auseinandergesetzt.
Wenn doch, hättest du wissen müssen, dass man Asperger nicht mittels Blutprobe diagnostizieren kann.


Das einzige, was mich in dem Zusammenhang zumindest im entferntesten an eine Blutprobe erinnert: derzeit sind ganz gross angelegte Studien im Gang, welche u.a. mittels DNA-Proben das Phänomen der Vererblichkeit zu entschlüsseln hoffen.

Beitrag von cazie71 13.10.10 - 22:55 Uhr

Was ICH wissen müsste, steht nicht zur Debatte - bin ja (genau wie du, denke ich) keine Ärztin/Kinderpsychologin.

Es ging um die Aussage eines Arztes, der fragte, ob bei einem Kind (nach dem Besuch im SPZ und der anschl. vorsichtigen Verdachtsdiagnose) denn auch Blut abgenommen worden wäre. Die Sache mit der Blutentnahme ist also nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern auf der des entsprechenden Haus-/Kinderarztes.

Beitrag von bigmamahb 14.10.10 - 07:29 Uhr

Ich zitiere dich mal ;O) :

Die Sache mit der Blutentnahme ist also nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern auf der des entsprechenden Haus-/Kinderarztes.


Hast Du die Möglichkeit..genau diesen Haus-/Kinderarzt zu fragen,warum er danach gefragt hat?!...Würde mich interessieren..wäre netti..und danke..
Grüssle Bigmama

Beitrag von cazie71 14.10.10 - 22:49 Uhr

Ja, das Kind und die Mutti haben am 26.10. nen Termin bei diesem Arzt. Werde sie anschließend fragen und dann Bericht erstatten.

LG
Carmen

Beitrag von bigmamahb 15.10.10 - 08:20 Uhr

Ja, das Kind und die Mutti haben am 26.10. nen Termin bei diesem Arzt. Werde sie anschließend fragen und dann Bericht erstatten.


Das fände ich super...wenn du berichtest..vielen lieben Dank..
Grüssle

Beitrag von cazie71 26.10.10 - 21:37 Uhr

Hallo bigmamahb.

Hier melde ich mich, wie versprochen, wieder. ;-)

Aaaalso gleich mal vorne weg: Die Frage wegen der Blutentnahme bezog sich darauf, dass der Arzt meinte, ob ggf. auf genetisch bedingte Ursachen untersucht wurde. Er bezog das somit nicht auf den Autismus an sich.

Es geht insgesamt darum, dass die Tochter meiner Freundin kürzlich 3 Jahre alt wurde und noch kaum spricht. Meine Freundin (und auch ich) macht sich schon immense Sorgen. Die Kleine ist schon seit einem halben Jahr in logopädischer Behandlung - bisher ohne Erfolg.

Die Logopädin meinte anfangs immer, dass wohl irgendetwas vorgefallen sein müsse (Trauma? #kratz), warum die Kleine sich sprachlich nicht weiterentwickelt hätte. Es kam dabei nur eine einzige (evtl. mögliche) Situation in Frage, bei der das Mädchen mit ca. 1 Jahr auf der Liege eines Kinderarztes lag (normale Vorsorgeuntersuchung mit Impfung) und dabei vom großen Bruder veresehentlich dermaßen erschreckt wurde (mit lautem Glockengebimmel direkt neben ihr #schwitz), dass sie fast ne Stunde brauchte, um sich wieder halbwegs zu beruhigen. Bis dahin hatte sie sich ganz normal entwickelt. Sie brabbelte vor sich hin, ahmte Tierlaute nach und sagte auch "Mama, Papa, Oma, Opa, ja und nein".

Leider wurde der Wortschatz seitdem nicht mehr erweitert. Hörtest wurde gemacht und war in Ordnung, HNO-technisch alles in Butter.
Nachdem sich die Logpädin nun im August auch keinen Rat mehr wusste, schickte sie meine Freundin in ein SPZ, um die Kleine "begutachten" zu lassen. Dort erhält man (leider) nur einen Termin, wenn man eine Überweisung mit "neurologischer Diagnose" vorweist. Somit hat die Haus- u. Kinderärztin eine entsprechende Überweisung ausgestellt- hat aber die Mutti gleich beruhigt und gemeint, sie müsse "was neurologisches" attestieren und hat somit "Ausschluss von Schwerhörigkeit und Autismus" geschrieben.

Soweit - so gut. Die beiden Damen im SPZ (eine Logopädin und eine Kinderärztin) haben die Kleine in Augenschein genommen. Nach einer Wartezeit von einer knappen Stunde (in der die Mutti mit der Tochter mit Bausteinen spielte, um sie bei Laune zu halten #schwitz) wurden sie ins erste Behandlungszimmer gerufen. Dort wurde ne halbe Stunde lang alles wiederholt, was die Mutti bereits im Vorfeld (6 Wochen vorher) in den Anamese-Bogen geschrieben hatte. #heul Nach der halben Stunde dann (die Kleine war schon etwas angesäuert, weil sie in dieser Zeit neben Mutti auf dem Stuhl stillsitzen sollte!!!) wurden der Kleinen dann BAUSTEINE präsentiert. Die Ärztin war total erstaunt, weil sich die Kleine nicht dafür interessierte. Als meine Freundin meinte, sie hätten ja im Wartezimmer bereits eingehend damit gespielt und die Kleine würde jetzt halt lieber mit was anderem spielen, winkte die Ärztin nur ab und machte sich Notizen darüber.
So ging das noch mit diversen anderen Spielsachen weiter.... Da das Töchterchen mittlerweile Müdigkeitserscheinungen zeigte, war die Mitarbeit natürlich dementsprechend....... Nach insgesamt vier Stunden (inkl. Pausen) wurde dann noch ein EEG gemacht.

Beim Abschlussgespräch meinten die beiden dann:
Tja, Frau ...., Sie wissen ja, was ihre Kinderärztin in die Überweisung geschrieben hat! Wir schließen uns wohl dem Verdacht an, wobei man das Ganze wohl erst in 1 - 2 Jahren definitiv sagen kann. Sollte es Autismus nicht sein, dann handelt es sich evtl. um eine "normale" Sprachverzögerung. #heul
Du kannst dir wohl vorstellen, mit welchen Gefühlen meine Freundin das SPZ verlassen hat! Die war total durch den Wind und tut mir unendlich leid.

Heute waren sie nochmal beim Hausarzt (sie sind erst seit ca. 1 Jahr dort und der kennt die Kleine halt auch noch kaum). Der meinte aber, seiner Meinung nach handelt es sich um ein ganz normales kleines Mädchen - ohne autistische Züge. ;-)

Das einzige, was sie halt mit (manchen) Autisten gemeinsam hat, ist, dass sie kaum spricht.

Meine Freundin ist mit der Süßen nun auch noch bei einem Ostheopaten u. Heilpraktier in Behandlung, der sehr zuversichtlich ist, die "Sache" in Griff zu kriegen und die Schnecke bald sprechen wird.

Sorry, wurde jetzt ein etwas längerer Text, aber ich wollte nun doch die Hintergründe etwas näher erläutern.

lb. Grüsse + alles Gute !!!

Beitrag von bigmamahb 27.10.10 - 11:12 Uhr

Hallo cazie71..
Hui..ganz ehrlich ..ich habe nicht mehr wirklich mit einer Antwort gerechnet aber so gehofft ;O)..war schon öfter schauen und nun sehe ich deine soooo ausführliche Antwort..vielen lieben Dank dafür,das Du dir die Mühe gemacht hast.

Ich zitiere dich mal :
Die Frage wegen der Blutentnahme bezog sich darauf, dass der Arzt meinte, ob ggf. auf genetisch bedingte Ursachen untersucht wurde. Er bezog das somit nicht auf den Autismus an sich.


Das habe ich mir schon meist gedacht..unser Sohn wird nun Ende November in die Kinderklinik ..Fachabteilung Pädiatrie vorgestellt um zu schauen ob neurologisch und stoffwechselmässig unter anderem genetisch..was vorhanden ist..auch wegen seinen Wahrnehmungsstörungen und da wird sicherlich auch eine Blutprobe gemacht( wo ich jetzt schon weiss,das gibt Theater hoch drei mit meinem Sohn)..

Ich finde es echt schön,das Du dir so einen Kopf um die Tochter deiner Freundin machst und zu helfen ..versuchst..das ist sicherlich nicht leicht..
aber ich schicke dir ganz viel Kraft & Stärke..

Mit dem SPZ ist ja man doofe gelaufen ..für alle Beteiligten und wie sich deine Freundin nun fühlt..kann ich mir schoh vorstellen..das ja ..wie nen Schlag in Nacken..
mensch..da bin ich diesbzeüglich auch ein wenig überfragt..gerade was die Sprache betrifft..was ganz wichtig ist..deine Freundin soll weiterkämpfen..hartnäckig kämpfen..auch wenn ich mir vorstellen kann,das sie erstmal in einem Loch sitzt..das erging mir auch mal..aber nur man selbst..findet den Weg daraus..

Nochmal zitiert von dir:::
Sollte es Autismus nicht sein, dann handelt es sich evtl. um eine "normale" Sprachverzögerung. :::
Wie jetzt..das empfinde ich schon als Frechheit..warum ist man da gewesen?..Sollten nicht gerade die..sich damit auskennen und durch Tests und Verhaltensweisen..sagen können..ja,es ist Autismus oder eine autistische Störung vorhanden..aber mit solch einer Aussage..weiss nicht..tztz..kein Wunder..das deine Freundin nun down ist..

2. Meinung von einem anderem SPZ..?!..oder nen Kinderpsychologen ausfindig machen,der auf Autismus spezialisiert ist?!..
Mir hilft die Autismusambulanz sehr..gerade,wenn ich spezifische Fachleute brauche..

Ich wünsche euch alles erdenklich Gute und das sich ein Weg finden wird..
Alles Gute..bigmamahb..

Beitrag von cazie71 27.10.10 - 14:19 Uhr

Hallo.

Warum hast du nicht mehr mit meiner Antwort gerechnet? Ich hatte doch geschrieben, dass der Arzttermin erst gestern war und ich gleich im Anschluss daran nachfragen und darüber berichten werde. :-D

Ja, ich empfinde es auch als eine immense Frechheit, einem so eine Diagnose an den Kopf zu werfen mit dem Nachsatz, es könnte auch was ganz harmloses sein, falls die Erstdiagnose nicht stimmen würde.
Was ist denn das für eine Aussage?!?!? :-[
Soooo etwas hätte einem der Apotheker auch sagen können. Da hätte man sich nicht in ein SPZ bemühen müssen! Und überhaupt: Warum hat man dann nicht gleich den hauseigenen Kinderpsychologen hinzu gezogen? #kratz So einer wäre nämlich dort vorhanden gewesen!

Weiß nicht, ob sie sich das mit einem zweiten SPZ nochmal antun wollen. Zumal der Heilpraktiker (der im übrigen auch Arzt ist) und der Ostheopath sehr guter Hoffnung sind, das Sprachproblem in den Griff zu kriegen. Denke, sie werden jetzt mal bis Weihnachten oder so abwarten. Vielleicht singt die Kleine ja bis dahin unterm Weihnachtsbaum.... #schein

Danke für deine aufmunternden Worte. Wünsche dir und deiner Familie alles, alles Gute!!!!

Beitrag von kati543 13.10.10 - 08:35 Uhr

"Mit ner Blutprobe???? "
Nein. Selbst hier im Forum wurde schon sooooo oft geschrieben, dass die Tests ein Kinder- und Jugendpsychologe machen muß - und der macht keine Blutentnahme. Mein Sohn mußte 3 Tage lang zu einer Psychologin, die dann mit ihm allein im Zimmer Tests durchgeführt hat. Das Ergebnis war dann ein normaler IQ und die Diagnose: Verhaltensstörungen mit autistischen Zügen jedoch derzeit ohne eine primäre autistische Grunderkrankung.
Es wird allerdings derzeit geforscht, auf welchen Chromosomen Autismus sichtbar wird, da es sich um eine genetische Erkrankung handelt. Einige wurden schon entdeckt. Insofern ist die "Blutprobe" - auch wenn du es anders gemeint hast - gar nicht sooooo falsch.

Beitrag von starwarslady 22.10.10 - 07:12 Uhr

Hallo

wir stellen unseren Sohn wird im November jetzt 6 Jahre auch einer Autismusambulanz vor, aber das ganze geht von uns aus, ich hege aber schon den verdacht seit unser kleiner 9 Monate ist.

Es gibt viele Anzeichen dafür ,aber alle sagen sind keine, dabei hätte es eigendlich auch von Ärzten oder den Therapeuten mal in Raume gestellt werden müssen. Habe im Netz viel drüber gelesen .

Nico hat´:Sprachentwicklungsstörung, Wahrnehmungsstörung, Koordinationsschwäche, Aufmerksamkeitsstörung, baut schwer Soziale kontakte auf,ausserhalb seines gewohnten umfeldes........ lebt oft in seiner für Ihn wichtigen Welt (wo und was auch immer es ist) usw........

Hatte bis letzte Jahr schwere Essstörungen, bekam häusliche Frühförderung, und geht seit 2008 in den Lebenhilfe KIGA. Bekommt dort Logo und Ergo,bzw Reit und Musiktherapie.Logo wird jetzt durch Physiomotorik für erstmal 5 Monate getauscht.

Auch ob eine hohe oder niedrige Intilligenz vorliegt kann noch keiner sagen, weil Test immer wieder abgebrochen werden müssen,weil Nico verweigert(fremde Menschen oder Umgebung) ,oder einfach dann nicht mehr kann. Immer wenn wir fragen wo er liegt , kann uns keiner eine wirkliche Antwort geben, weil keiner ihn einschätzen kann /will (aussagen der Ärzte/Therapeuten).

Jetzt die große Frage für uns wohin Einschulen lassen , auch dafür keine Antworten, Förderschulen gibt es nicht mehr, Rückstellungen genau so wenig. Schule für behinderungen Unterfordert, normale Grundschule evenutell Überfordert, eventuell Schulbegleitung..????????? auch da keine klaren Aussagen weil keiner Nico einschätzen kann/will.

Ein Vorteil Nico kommt auf eine kleine Dorfschule ,mit max 15 Kinder ,genaueres erfahren wir da nächste Woche.
ABER AUCH DER RIESEN NACHTEIL:
hier ist schon jetzt die Hölle angesagt. Warum ??? Weil wir nicht so sind wir man uns gerne hätte ,oder zu dem machen lassen .Nico anders ist als andere Kinder. Ja es gibt Dörfer wo Frauen nicht trinken/saufen und rauchen unten durch sind.
Oder wo man am besten vor Einschulung den Lehrer in den A... kriechen muss um gute Zensuren fürs Kind sich zu erschleimen. Habe ich alles durch selber als Kind , und schon mit meinen großen Kindern. (lange Geschichten)

Waren schon 4 Wochen letztes Jahr in Pelzerhaken, auf Therapie was viele Fortschritte brachte, gehen jetzt anfang 2011 wieder für 3-4 Wochen.

Machen also seit Jahren vieles, alles von uns selbst in Bewegung gebracht. Was wir nur endlich möchten einen NAMEN für alles zuhaben
was Nico hat oder ist??? Wenn es Autismus/oder Züge sein sollten dann ist es so und Leben dann noch besser damit.

Nur rechtfertigen werde ich mich mehr Fremden, oder bei jemanden eine Schuld suchen oder geben.

Wir Lieben Ihn so wie er ist, weil er so ist unser Sohn, egal was kommt wir stehen 100% hinter alles was Nico helfen wird oder kann.

Sorry etwas lang geworden aber ein Club zum Austauschen hier währe bestimmt super.

Lg Edith mit Nico


PS besondere Kinder haben besondere Eltern