Erzieherin nimmt unserem Kind das Essen weg!

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von pati_78 12.10.10 - 09:32 Uhr

Hallo!

Mein Sohn frühstückt nicht, bzw. selten zu Hause. Nicht, weil wir ihm das nicht anbieten (es steht alles auf dem Tisch), sondern weil er morgens meist keinen Appetit hat und ihm sein Becher Milch oder Kakao ausreichen.
Dementsprechend fülle ich seine Brotdose. Gestriger Inhalt: halbe Banane, Paprika- und Gurkensticks und ein BRÖTCHEN mit Frischkäse und einer Scheibe Salami. Ein normales, sättigendes Kindergartenfrühstück.... würde man meinen.

Als ich heute Mittag mein Kind nach Hause holte wirkte er sehr schlecht gelaunt und hatte unheimlich starken Hunger. Ich fragte ihn, wie immer, ob ihm sein Essen geschmeckt hatte und ob er alles aufgegessen hat.

Antwort: Er hätte nur das Gemüse essen dürfen.
Ich fragte weshalb, sagte er,die Erzieherin hätte zu ihm gesagt, er dürfe kein Brötchen essen. Sie hat es von seinem Teller weggenommen (!!!) und zurück in seine Brotdose gepackt."

Ich finde, das geht absolut nicht! Es war kein Toast, kein Schokoriegel, keine Milchschnitte... es war nichts "Bedenkliches". Es war ein Brötchen, weil wir kein (zugelassenes) Brot mehr hatten, was mal nach einem Wochenende vorkommen darf.
Es ist einfach ein Unding, dem Kind das Essen vom Teller wegzunehmen, weil es nicht irgendwelchen Richtlinien nicht entspricht.

Heute hat mein Mann meinen Sohn in den Kindergarten gebracht und die Erzieherin zur Rede gestellt. Sie gab zu, ihm das Essen weggenommen zu haben und regte sich darüber auf, dass wir gestern kein, Grau- bzw. Vollkornbrot hätten, schließlich kennen wir die Regeln.

Ja, natürlich, deswegen bekommt mein Sohn auch jeden Tag normales Brot, Obst und Gemüse.
Nur welchen erzieherischen Wert, hat deren Handeln, wenn sie ihm weder eine Alternative anbieten, als auch in Frage stellen, was wir als Eltern tun, stattdessen lassen sie das Kind hungern.
Ist das nicht fahrlässige Körperverletzung?

Es ist übrigens kein Einzelfall gewesen.

Für zahlreche Meinungen wäre ich dankbar.

Beitrag von binnurich 12.10.10 - 09:37 Uhr

naja, auch wenn ich das blöd finde, fahrlässige Körperverletzung ist es nun auch wieder nicht.

Reg dich ab und besprecht doch mal mit den anderen Eltern, wie die das sehen.
Vielleicht ist diese Regel auch insgesamt etwas zu streng.

Andererseits, wenn du schreibst, dass es kein Einzelfall ist, denke ich, dass du bewußt dieses Risiko eingegagen bist.

Beitrag von pati_78 12.10.10 - 10:01 Uhr

Hallo!

Ich wusste nicht, dass sich diese militante Ernährungspolitik auf Brötchen erstreckt, daher war mir das Risiko nicht bewusst.

Es geht einfach ums Prinzip. Die Erzieherin hat KEIN Recht, dass Essen meines Kindes vom Teller wegzunehmen. Sie kann mich darauf beim Abholen ansprechen.

Beitrag von musiclirana 12.10.10 - 10:14 Uhr

was heißt denn hier keine fahrlässige Körperverletzung... es ist verletzend. Und achtlos!!! Ichwäre da auch stinksauer!!

Beitrag von binnurich 12.10.10 - 10:17 Uhr

achtlos ist es sicher, auch wenig sensiebel

eine Verletzung ist es nicht.
Das Kind konnte Gemüse essen und bekommt zum Mittag wieder was.
Ein kleiner Hunger ist noch keine Verletzung, würden wir hier über einen deutlich längeren Zeitraum sprechen und völligen Nahrungs- und Getränkeentzug, dann vielleicht ... wie gesagt, so ist es nicht schön, aber auch keine Verletzung

Beitrag von musiclirana 12.10.10 - 10:33 Uhr

Kinderseelen sind serwohl sehr verletzlich... und das ist mit einem späteren Mittagessen nicht einfach wieder gut zu machen.

Beitrag von binnurich 12.10.10 - 10:45 Uhr

wie gesagt, gut finde ich es auch nicht


aber wir waren auch nicht dabei und können nicht beurteilen, mit welcher Erklärung, mit welchem Gesichtsausdruck sie das Brötchen eingezogen hat, wir kennen nicht die Eltern, wir wissen nichts über die Umstände


aber wir können schnell übertreiben und entsetzt schreien KÖRPERVERLETZUNG! FRECHHEIT! SO GEHT DAS ABER NICHT!

nur aus der Beschreibung einer Mutter zu urteilen finde ich auch unangemessen.

naja und die Erzieherinnen sind auch immer ganz schnell die Bösen, die die die Kinder nicht verstehen, nicht gut und angemessen behandeln, alles falsch machen......

Beitrag von musiclirana 12.10.10 - 10:47 Uhr

das stimmt schon. Aber grundsätzlich finde ich es gar nicht richtig einem Kind sein Essen abzunehmen. Es sei denn es ist schädlich und das war es in diesem Fall ja offensichtlich nicht. Ein Brötchen das die Mama liebevoll gemacht hat...

Beitrag von binnurich 12.10.10 - 11:54 Uhr

..... wegzunehmen ist wenig sensiebel beziehungsweise ist #klatsch


Da sind wir uns einig

Beitrag von 3erclan 12.10.10 - 09:38 Uhr

Hallo

mein Kind hätte das nicht zugelassen.

Regeln sind Regeln woher sollen die wissen dass es aus war bei euch.

Kauft euch Schwarzbrot eingeschweißt für die NOttage das hält lange.

Bei uns im Kiga ist es egal was sie an Brot mitnehmen ausser Toastbrot.

Warum Körperverletzung???

lg

Beitrag von pati_78 12.10.10 - 09:54 Uhr

Hallo!

Das Brötchen NICHT zugelassen sind, wussten wir nicht. Das wusste niemand.

Ich kann ja verstehen, dass es Regeln gibt und wie gesagt, ich finde es auch Richtig, dass auf gesunde Ernährung geachtet wird, aber es ist KEIN Grund, das Essen meines Kindes anzugraben, es ihm vorzuenthalten, das Kind zu verwirren (Sind Brötchen nun ungesund?), und uns als Eltern so zu bevormunden.

Das kann man wohl klären, oder nachfragen, weshalb ich dem Kind "nichts Vernünftiges" eingepackt hätte, wenn ich es mittags abhole.

Solche militanten Regeln schaden eher als sie nutzen.

Wegen der Körperverletzung (auch wenn es hart klingt): weil er Hunger hatte und ihm nicht erlaubt wurde satt zu werden. Wie ich schon sagte, alles schön und gut, aber dann sollen sie den Kindern eine Alternative anbieten.

Beitrag von windsbraut69 12.10.10 - 10:27 Uhr

"Das Brötchen NICHT zugelassen sind, wussten wir nicht. Das wusste niemand. "

Du schreibst doch, dass Toast "verboten" ist und nur Grau- und Vollkornbrot "zugelassen".
Wenn es ein normales Brötchen war, ist das doch prinzipiell das Gleiche wie Toast...

Gruß,

W

Beitrag von dodo0405 12.10.10 - 09:38 Uhr

Ganz ehrlich, ich finde gesundes Essen wirklich wichtig aber einen Aufstand zu machen weil das Kind kein Grau- oder Vollkornbrot dabei hatte???

Da zieht man sich ja die Ernährungsprobleme förmlich heran. Ich würde das mit der Kindergartenleitung diskutieren - und bei Bedarf dann mit dem Träger.


lg

Beitrag von kruemlschen 12.10.10 - 09:46 Uhr

Hallo,

ich finde das Verhalten der Erzieherin unter aller Sau und würde ein Elterngespräch mit der Kindergartenleitung verlangen.

Wir haben die selbe Regel bzgl. des Essens, trotzdem würde NIE eine Betreuerin auf den Gedanken kommen dem Kind das Essen weg zu nehmen!

Bei einer Ausnahme (erstrecht am Montag) sagt schonmal gar keiner was und falls es häufiger vorkommen würde, sprechen die Betreuerinnen die Eltern darauf an und erinnern nochmals an die Regeln.

Einem Kind das Essen weg zu nehmen und es dann hungern zu lassen finde ich wirklich unverschämt! Das Kind kann schließlich nichts für seine Brotzeit und hat nicht weniger Hunger wenn diese mal nicht den Regeln entspricht.

Für die Zukunft empfehle ich Dir einfach Vollkorntoast einzufrieren, den geb ich ab und an Montags mal mit wenn mir das Brot aus gegangen ist.

LG K.

Beitrag von pati_78 12.10.10 - 09:57 Uhr

Bist Du des Wahnsinns ;-), Vollkorntoast?!? Ist Gift - das wird gnadenlos konfisziert! Das sind nämlich die anderen Vorfälle. Auch Haferflocken sind verboten.

Beitrag von juleslorchen 12.10.10 - 10:02 Uhr

gottogottogott!

Was ist denn das eigentlich für ein Kindergarten??

Bin ich froh, dass unser Kindergarten da so entspannt ist.
So eine Panik rund ums Essen zu verbreiten ist doch echt nicht hilfreich.

LG
J.

Beitrag von nicky131974 12.10.10 - 10:17 Uhr

Haferflocken verboten, dann ist ja Müsli das reinste Gift. Muss schon sagen, euer Kindergarten spinnt#schock Sie bringen den Kindern keine gesunde Ernährung bei , sondern dass Essen schlecht ist. Ich würde sofort mit dem Träger reden, kein erst Erzieherin, dann Leitung. Ausgewogene Ernährung heisst ja nicht nur gesundes, sondern es darf auch mal was ungesundes sein. Ausserdem war Frischkäse drauf und keine Schokolade. Und selbst bei Toast hätte sie so etwas nicht machen dürfen. Was wäre gewesen, wenn dein Kind Diabetes hätte. Dann hätte sie es in Lebensgefahr gebracht.

Ich kann es nicht anders sagen der Kindergarten hat nen Schuss.

So und nun Steine auf mich.


LG Nicole

Beitrag von pati_78 12.10.10 - 10:04 Uhr

Ach ja:
"ich finde das Verhalten der Erzieherin unter aller Sau und würde ein Elterngespräch mit der Kindergartenleitung verlangen."

Das war die Leiterin....

Beitrag von kruemlschen 12.10.10 - 10:55 Uhr

Ok, ich bin jetzt auch nicht der Meinung dass Vollkorntoast das non plus Ultra ist, aber immerhin besser als Buttertoast, oder?

Und keine Haferflocken?

Ich finde Euer Kiga hat einen Knall!

Sprich doch mal mit dem Elternbeirat, die sollen eine Umfrage zum Thema Essen starten und dann das Thema offiziell machen und Euch ggf. an den Träger wenden.

Irgendwo hörts ja dann schon auf!

LG & gute Nerven!

Beitrag von martina65 12.10.10 - 09:55 Uhr

Hi
vor allem ist der Unterschied zwischen Graubrot und einem Brötchen ja so gravierend...#augen

Beitrag von juleslorchen 12.10.10 - 09:57 Uhr

#schock


Waasss??

Ich finde es immer wieder sehr seltsam, was sich hier so ein paar Kindergärten rausnehmen. Hier liest man ja so einiges.

Klar sind sie auch Erziehungspartner, sollten aber mal die Kirche im Dorf lassen.

Das geht gar nicht. Wie kann man ein Kind hungern lassen und ihm bewußt das Essen vom Teller nehmen, nur weil es ein böses böses Weizenmehlbrötchen dabei hat?

Was auch ein schreckliches Erlebnis für deinen Sohn! Jeder normale Mensch hätte es ihn essen lassen und später die Eltern drauf angesprochen, wenn es denn wirklich so eine kriminell ist, mal ein Brötchen mitzugeben.

Ich würde die Kindergärtnerin darauf ansprechen. Hier gehts auch ums Prinzip. So gehts nicht.

Liebe Grüße!!
Juleslorchen #winke

Beitrag von meinemupfi 12.10.10 - 10:03 Uhr

Mir fehlen einfach die Worte.....

Einem Kind das Frühstück wegzunehmen, da es "nur" ein normales Brötchen ist, das ist eine absolute Frechheit. Was hat sich die Erzieherin dabei gedacht? Komische Ernährungsvorstellungen....

Ich findes es lobenswert, wenn Kindergärten Süßigkeiten wie Milchschnitte o.ä. nicht gerne sehen und man vielleicht die Eltern darauf anspricht, wenn das Kind ständig solch ein Frühstück mitbekommt. Aber auch dieses Essen einem Kind wegzunehmen ist genauso wenig in Ordnung.

Wenn das in unserem Kindergarten passiert wäre, hätte das Konsequenzen. Was genaus wollen sie den Kindern damit vermitteln?

Wende dich an den Elternausschuss oder -beirat, das darf keine normale Handhabe in einem Kindergarten sein.

Ich würde der Erzierherin klipp und klar sagen, dass ich solches Handeln in Bezug zu meinem Kind verbiete. Eine Diskussion gäbe es in diesem Fall nicht.

Ich habe mich noch nie in die Arbeit der Erzieherinnen eingemischt, da ich ihre Arbeit sehr schätze, auch wenn es Dinge gibt die ich zu Hause anders angehe. Aber was du da schilderst, wäre für mich ein Grund ein ernsthaftes Gespräch mit der Leitung zu führen, ob solch ein Verhalten Bestandteil der Konzeption des Kindergartens darstellt.

Viele Grüße

Beitrag von pati_78 12.10.10 - 10:07 Uhr

Hallo!

Ich bin im Elternbeirat, momentan sind alle "Mitbeiräter" etwas fassungslos, denn Brot ist etwas Kulturelles und ein hungriges Kind ist nicht leistungsfähig.

Beitrag von meinemupfi 12.10.10 - 10:17 Uhr

Oje, also ich bin nach wie vor regelrecht schockiert über deinen Bericht.

Ich (auch im Elternausschuss) würde in diesem Fall eine Sitzung mit der Leitung einberufen und diese Angelegenheit grundsätzlich klären. Egal ob sie die Leitung oder eine/r der Erzieher/-innen ist, das überschreitet eindeutig ihre Kompetenzen und in ihrer Position finde ich das Verhalten eigentlich nochmal erschreckender.

Viel Glück bei eurem weiteren Vorgehen.

Viele Grüße

Beitrag von schnuffel0101 12.10.10 - 10:04 Uhr

Fahrlässige Körperverletzung ist wohl wirklich was anderes. Die Erzieherin hat doch Dein Kind nicht angegriffen.
Jetzt aber zum Thema Essen. Bei uns im Kindergarten wird auch schon ziemlich auf gesunde Ernährung geachtet, aber soweit würde es da nie kommen. Dort wird es auch nicht gerne gesehen, wenn die Kinder Milchschnitte oder sowas mitbringen. Ausnahmen werden akzeptiert, wenn die Kinder ansonsten "gesunde" Sachen mitbringen.
Ich würde auch erst mal mit der Leitung ein Gespräch suchen, da würd ich richtig Krach schlagen. Sowas geht echt nicht .