Pferdeleute: Koppelfrage?

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Beitrag von i.w. 12.10.10 - 10:47 Uhr

Hallo,

vielleicht kann mir einer von euch weiterhelfen. Ich hatte die letzten Jahre für meine 3 Pferde 2 Koppeln gepachtet die nächstes Jahr Baugebiet werden. Jetzt habe ich von einem Bekannten eine große Wiese direkt neben unserem Haus zur Pacht angeboten bekommen, auf der sonst immer Heu gemacht wurde und im Spätsommer Kühe waren. Dieses Jahr aber nicht. Anfang des Sommers waren schon mal Pferde drauf und hatten einigermaßen abgefressen. Das wars dann aber. Jetzt steht hoch Futter. Ich habe teilweise eingezäunt und meine Pferde auf einem Teilstück zum weiden. Aber die ganze Koppel packen sie bis zum Ende der Weidesaison nie im Leben. Ich kann sie eh nur Etappenweise dort fressen lassen, da sie schon vom Futter ansehen dick werden und ich auch schon mal einen Rehefall hatte, muß also vorsichtig sein. Was mach ich denn aber, wenn das viele Futter am Ende der Saison teilweise immer noch steht? Mulchen? Kann man das bei so hohem Gras überhaupt? Macht das Sinn? Oder was sonst? Wenn es stehen bleibt, wächst dann aber nächstes Jahr nichts richtig nach, oder?
Also, vielleicht sind ein paar Experten hier und können mir auf die Sprünge helfen. Ganz vielen Dank schon mal!

Viele Grüße
Isabell

Beitrag von kruemmel140306 12.10.10 - 10:52 Uhr



warum lässt du es nicht mähen und machst heulage raus?
oder heu, je nachdem wie das wetter bei euch ist?

oder aber du fragst neen bauern ob er es für seine kühe nutzen will.
aber mähen unbedingt!!

anke mit kind auf arm deshalb kurz ab

Beitrag von i.w. 12.10.10 - 11:11 Uhr

Hallo,

jetzt ist zum mähen ja wohl zu spät. Und da im Frühjahr schonmal andere Pferde drauf waren (und somit hingeäppelt hatten), wollte keiner darauf Heu machen. Mit den Kühen habe ich hier schon gefragt, aber es gibt hier so viele Wiesen, es hat keiner Bedarf.
Und jetzt? Noch ne Idee?

Viele Grüße
Isabell

Beitrag von germany 12.10.10 - 11:04 Uhr

Hallo,

also ich würde einen Bauern fragen, ob er dir Heu draus macht oder Alternativ einfach für ein paar Euro die restliche Weide anbieten damit andere Ihre Tiere dazu stellen können. So hast du noch ein paar Euro drin und andere die dringend ein Weidestück suchen können ihre Tiere da hinstellen über den Sommer.

Bei uns ist es auch so das die Sommerweide für unsere Zwei zu groß ist, deswegen mähen wir eien Teil ab. Früher standen bis zu 5 Pferde dort, deswegen wäre die Alternative mit den Mietpferden ja eigentlich am praktischsten.

Beitrag von windsbraut69 12.10.10 - 11:11 Uhr

Heu?
Sommer?
Wir haben Mitte Oktober!

LG,

W

Beitrag von i.w. 12.10.10 - 11:15 Uhr

Hallo,

Heu brauchen wir jetzt nicht mehr machen. Und durch das Wetter dieses Jahr steht bei uns überall soviel Gras, daß keiner Ineresse hat (egal ob Pferde oder Kühe). Habe schon gefragt. Für die paar Wochen, wo vielleicht noch schönes Wetter ist, sucht hier keiner mehr eine Koppel.

Danke aber
Viele Grüße
Isabell

Beitrag von windsbraut69 12.10.10 - 11:12 Uhr

Vor Rehe hätte ich jetzt keine große Angst mehr, so gehaltvoll ist das Gras im Herbst ja nicht.
Wenn Deine Pferde aber wirklich viel übrig lassen würden, frag doch den Bauern, der da sonst die Kühe stehen hatte, ob er sie noch paar Tage drauf stellt oder Heulage machen will.

Mulchen kann ich mir nicht vorstellen bei hohem Gras!

LG,

W

Beitrag von i.w. 12.10.10 - 11:20 Uhr

Hallo,

gerade jetzt wenn es morgens kalt ist und dann die Sonne drauf scheint, kann es gefährlich sein. Hatte den Fall leider gerade im Freundeskeis.
Und den Bauern habe ich gefragt, er hat kein Interesse. Keine Ahnung, ob er maulig ist, weil der Verpächter mir jetzt die Koppel angeboten hat oder warum auch immer, er will nicht.

Aber danke für deine Antwort.
Viele Grüße
Isabell

Beitrag von windsbraut69 12.10.10 - 12:24 Uhr

Was hat denn die Sonneneinstrahlung im Herbst mit der Rehe zu tun?

Beitrag von i.w. 12.10.10 - 12:41 Uhr

Gerade jetzt ist der Fruktangehalt, der für die Rehe verantwortlich ist, in den Pflanzen sehr hoch. Durch das Licht/Sonne bekommt die Pflanze viel Energie (Fruktan), das im Stängel gespeichert wird. Durch die kalten Temperaturen (Frost) wächst die Pflanze aber nicht mehr sonderlich und der Fruktananteil ist übermäßig hoch. Denkt man nicht, ist aber leider so. Also gerade jetzt ist es wieder für anfällige Pferde , die z. B. eh schon zu dick sind, besonders gefährlich.
Ich hoffe, ich konnte es verständlich rüber bringen.

Viele Grüße
Isabell

Beitrag von risala 12.10.10 - 11:21 Uhr

Hi,

warum lässt du das Gras nicht einfach stehen und über den Winter abweidenß Gerade für rehegefährdete Pferde ist überständiges Gras doch ideal?

Wir müssen hier schon seit 3 Monaten Heu zufüttern, weil nix richtig gewachsen ist.

Im nächsten Frühjahr dann mulchen lassen und gut ist.

Gruß
kim

Beitrag von i.w. 12.10.10 - 11:41 Uhr

Hallo,

mit dem zufüttern ging es mir letztes Jahr so, als es so trocken war.
Im Winter abweiden ist schlecht, da mein Stall einige Km entfernt ist und heir noch kein Unterstand ist. Wollen wir im nächsten Frühjahr mit befestigtem Paddock machen, damit meine Rehestute dabei steht und auch teilweise dann wieder auf Gras kann (Hoffentlich!). Außerdem wenn Schnee liegt, können sie nicht abweiden und wenn kein Schnee liegt, ist es meistens so matschig, daß sie nur alles kaputtmachen. Und nächstes Jahr soll ja dort wieder was wachsen.

Trotzdem danke
Viele Grüße
Isabell

Beitrag von risala 12.10.10 - 11:44 Uhr

Hi,

also je nach Schneemenge weiden unsere Pferde auch im Winter - die graben dann unter dem Schnee.

Alternativ kannst Du aber die Weide einfach soweit abweiden, wie die Pferde es schaffen und im nächsten Frühjahr mit einer überständigen Weide Anweiden oder entsprechend mulchen lassen.

Wenn Du auf der Weide einen befestigten Paddock machen möchtest, solltest Du Dich vorher bei der Gemeinde erkundigen, ob das überhaupt erlaubt ist! Falls Du es einfach machst und es nicht erlaubt ist, hast Du doppelte Kosten!

Gruß
Kim

Beitrag von i.w. 12.10.10 - 12:05 Uhr

Hallo,

also den Unterstand werden wir so bauen, wie es als Viehunterstand erlaubt ist (3x3 Meter), hatten wir auf unserer alten Koppel auch und war vom Bauamt so akzeptiert. Wegen dem Paddock habe ich mir da noch keine Gedanken gemacht, meinst Du, daß kann ein Problem sein? Soll halt begradigt werden, Kies drauf und diese Paddockmatten (kenn ich mich aber nicht so aus, ist Gebiet meines Mannes).
Meinst Du, daß geht mit mulchen im nächsten Jahr wenn es noch so hoch steht? Ich weiß halt nicht, wie weit sie es noch schaffen, wenn wir Glück haben und es trocken bleibt und sie noch einige Wochen draußen sind , können sie ja schon noch einiges abgrasen. Aber die Koppelsaison kann halt auch schnell mal vorbei sein (leider).

Viele Grüße
Isabell

Beitrag von risala 12.10.10 - 13:45 Uhr

Hi,

bei uns werden gerade die Weiden gemulcht, die -zumindest teilweise- kniehoch stehen. Da sehe ich kein Problem drin.

Also, hier ist es so, dass Viehunterstände - egal welcher Größe - nur Vollerwerbslandwirte bauen dürfen - und auch das nicht überall. Gerade wenn die Weide in einem Wohngebiet liegt bzw. daran angrenzt kann es Probleme geben. Paddock mussten ehemalige Stallkollegen mal zurückbauen (Paddockmatten und Sand), weil irgendein Amt das angeordnet hat (kenne aber die genauen Gründe nicht). Allerdings ist das alles von Bundeslang und Gemeinde abhängig. Wirklich einheitliche Regelungen gibt es da nicht.

Gruß
Kim

Beitrag von windsbraut69 12.10.10 - 12:21 Uhr

Unsere Pferde standen die letzten Jahre ganzjährig draußen und haben weder Schäden gemacht (das hängt ja von der Fläche ab, die verfügbar ist), noch hatten sie Probleme, das Gras unterm Schnee freizulegen.

Bei Frost ist doch eh nix matschig.

LG

Beitrag von alpenbaby711 15.10.10 - 19:58 Uhr

Hi du kann dir irgendwie keine Nachricht mehr schicken weil du nicht existierst oder keine NAchrichten willst zeigt er mir jetzt an.
Ela

Beitrag von cherymuffin80 12.10.10 - 13:17 Uhr

Hallo,

nachdem ich nun auch alle Antworten und deine Antworten darauf gelesen hab finde ich es wird dir nichts anderes übrig bleiben als es mähen zu lassen (oder selber mähen) und das Gras dann auf dem Misthaufen zu entsorgen wenn es keiner zu Silage verarbeitet (das wäre ja jetzt noch möglich).

Aber mähen würde ich es auf alle Fälle da sonst im nächsten Frühjahr das Gras nicht brauchbar wächst und nur Unkraut steht.

Hab letztes Jahr auch den Schnitt von 4 ha Land weggeschmissen weil es keiner brauchen konnte und es für Heu zu spät war.

LG

Beitrag von alpenbaby711 13.10.10 - 09:48 Uhr

Zwecks Rehegefahr machen es hier ein paar so, und wir dann auch ( haben die Pferde erst seit Sommer) vorher im Stall schon fressen lasse, eventuell Heu vermischt mit 1/3 Stroh damit sie nicht ganz so gierig auf der Wiese sind. Gerade beim langen und ersten Gras nach dem Winter kann man so die Gefahr minimieren oder eben verringern.
DAs die Pferde die aber nicht abfressen können, grins ist faszinierend wenn ich sehe was unsere wegfuttern.
Ela
Ps: Wieviel Hektar sind das bei dir?

Beitrag von i.w. 13.10.10 - 10:20 Uhr

Eigentlich nicht so viel, ca 1/2 Hektar. Von meinen 3 eigenen Pferden und einem Beisteller sind aber momentan nur 2 auf der Koppel, da meine ältere Stute auf Grund eines schweren Reheschubs im Juni (!!!) dieses Jahr lt. TA garnicht mehr auf Gras darf und mein Wallach gerade ein Hufgeschwür hat. Und die Kleine wird schon fett vom Futter ansehen. Und zu dicke Pferde sind eben besonders Reheanfällig, wie ich leider lernen mußte.

Viele Grüße
Isabell

Beitrag von alpenbaby711 13.10.10 - 12:05 Uhr

Wir haben zwar 6500 qm Grund aber ca. 4500 also auch fast ein halber Hektar haben wir ebenfalls. Wir aber haben das Glück das wir noch nen Trekker haben, ein Mähwerk also einen Kreiselmäher, einen Wender. So das vielleicht ein Drittel abgezäunt ist oder etwas mehr würde ich sagen. Aus dem Rest machen wir auch eignes Heu so das wir nicht alles kaufen müssen. Da ist die Koppel ziemlich runter wenn ich so sagen kann. Den Rest wollten wir jetzt eignetlich nochmal mähen aber haben es jetzt mit diesen Stecken abgezäunt und mit Strom drauf. Da können wir jetzt, statt das wir es mähen, den Rest runter weiden und wir sparen noch etwas Heu.
Es gibt wohl eh gewisse Rassen die reheanfällig wären.
Ela

Beitrag von i.w. 13.10.10 - 12:50 Uhr

Hallo Ela,

das ist natürlich toll, wenn man die Geräte dazu hat. Aber wenn man dann halt erst rumfragen muß, ob es jemand macht ist immer doof. Aber ich werde wohl nicht drumherum kommen. Ich habe Araber und hätte eigentlich nicht gedacht, daß sowas mal passiert. Es gibt mit Sicherheit viel dickere Pferde als meine und ich fange immer an mit Stundenweise anweiden im Frühjahr und trotzdem ist es passiert. Beim Reheschub waren sie ja schon wochenlagng auf der Koppel. Halt Pech gehabt!

Viele Grüße
Isabell

Beitrag von alpenbaby711 13.10.10 - 20:34 Uhr

Dann ist das mit der Rehe bei dir ja echt dumm gelaufen muss ich sagen. Sind Araber auch leichtfuttrig? Bei Hafis, Tinkern und Norwegern weiß ich das. Bei Arabern ist mir das leider nicht bekannt. Na ja klar wenn wir die Geräte dazu haben, isses bei uns schon leichter. Aber vielleicht macht ein Bauer was für dich und du zeigts dich irgendwie ein wenig erkenntlich oder sowas. Wäre sicherlich ne tolle Lösung.
Ela

Beitrag von risala 14.10.10 - 09:11 Uhr

Hi,

pauschla kann man das bei den hochblütigen Pferden gar nicht sagen.

Ich habe 2 Shagya-Araber.

Meine Stute ist 16 - und extrem leichtfuttrig. Bei ihr muss ich wirklich aufpassen, dass sie nicht zu dick wird bzw. sie ist oft schneckenfett (ich habe keine Zeit zum reiten, Kaftfutter bekommt sie nicht - steht nur auf einer absolut überständigen Weide und bekommt jetzt im Winter Heu).

Mein Hengst (und der Sohn meiner Stute) ist jetzt 3 - und extrem schwerfuttrig. An gandhi bekomme ich trotz Kraftfuttergabe, Mineralfutter, 24h Weide sowie zufüttern von Heu nicht wirklich was dran. Ach ja, und er ist noch nicht angeritten (das hat noch 1,5h Jahre Zeit).

Mein erster Shagya war auch sehr schwerfuttrig, hat aber auch viel gearbeitet und -lang ists her- damals nur tagsüber Weide und nachts Box.

Zwei meiner Freundinnen haben ebenfalls insg. 3 Shagyas - 2 Stuten extrem leichtfuttrig, eine eher normal (geht Distanzen).

Der Vollblutaraber einer Bekannten geht ebenfalls Distanzen und sieht insgesamt gut aus - muss aber Kraftfutter bekommen, sonst wird er zu dünn.

Gruß
Kim

Beitrag von alpenbaby711 14.10.10 - 19:46 Uhr

Ist ja witzig so gesehen haste eine Rasse aber trotzdem kann jedes Tier anders sein. Finde ich interessant. Hab mal bei Onkel Google dann WIkipedia befragt zu der Rasse. Hat mich mal näher gejuckt.
Weil du schreibst du hast keine Zeit zum reiten. Nur jetzt nicht? Oder sonst auch? Weil wir haben ja 2 Pferde das eine ist aber noch zu jung zum reiten. Nebenbei aber ist die andere etwas schreckhaft was für mich als Anfänger nicht so gut ist weils mich erst vor wenigen Wochen runtergedröselt hatte.
Sonst würde ich auch 3 bis 4 mal die Woche reiten. Lust hab ich aber nicht auf diesem Pferd, grins. Ein Sturz von ihr reicht wenn sie gerne abdreht.
Ela