Urvertrauren futsch??

Archiv des urbia-Forums Kleinkind.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von awk1329 12.10.10 - 11:32 Uhr

Hallo,

vor 3,5 Wochen bin ich mit meinen Kindern ( Sohn 4 3/4 und Tochter 2,6 Jahre, gehen beide in den Kindergarten) in eine Mutter-Kind-Kur gestartet.
Den Kindergarten dort hat meine Tochter gar nicht verkraftet. Samstags sind wir dort angekommen und Sonntags morgens mussten die Kinder sofort bis mittags dableiben weil die Mütter eine Info-Veranstaltung hatten.
Am nächsten und übernächsten Tag hatte ich so ungünstige Arzttermine, dass sie bis fast 18 Uhr dort waren. Mein Sohn hat das aber ganz gut mitgemacht. Meine Tochter weinte morgens immer beim Bringen und wohl auch während des Vormittags. Aber angerufen hat mich keiner, obwohl ich es mehrfach gesagt habe. Bei der Info sagte man uns, 30 Minuten versuchen es die Erzieher erstmal selber.
Irgendwann sagte meine Tochter: "Mama kommt nicht"
Im Laufe der Woche veränderte sich meine Tochter dann total, war nachmittags nur noch bockig, jähzornig, schlief abends nicht mehr ein und schrie rum, nachts weinte sie im Schlaf "Mami". Mir ging es aus verschiedenen Gründen auch nicht gut dort und meine "schwierige" Tochter verschlimmerte die Situation, so daß ich nach 1 Woche alles zusammenpackte und mit meinen Kindern nach hause fuhr.

Jetzt sind wir knapp 2,5 Wochen wieder hier und die Situation hat sich nachts verschlimmert. Sie wird mehrfach wach, lässt sich nich beruhigen, weint, schreit, brüllt, tobt. Letzte Nacht von 3:30 bis 5:10.
Egal was man macht, trösten, kuscheln, schimpfen, es nutzt nix.

Rüber ins Bett holen will ich nicht, ich kann nicht schlafen mit Kind im Bett und hab auch sorgen, dass ich sie da nicht mehr rausbekomme. Im ganzen ersten Jahr hat sie bei uns im eigenen Bett geschlafen, dann ein kanppes Jahr mit ihrem Bruder in einem Zimmer und seit Frühling haben beide ein eigens Zimmer, ihres ist direkt gegenüber von unserem, sie kann mich hören.
Sie hat Nachtlichter in der Steckdose und ihre Türe ist offen.

Seit 3 Wochen schlafe ich nachts nicht mehr gut und gehe mittlerweile echt aufm Zahn.

Ich mache mir jetzt auch Gedanken, ob sie das Vertrauen irreparabel verloren hat??
Letzte Nacht war mein Mann mal bei ihr und sie schluchzte "Mama kommt nicht"

Weiß einer Rat?

Gruß
awk

Beitrag von 3erclan 12.10.10 - 11:39 Uhr

Hallo

pack sie zu dir ins Bett.Du kommst so doch auch nicht zum Schlafen.

Sie wird sicher nicht noch20 Jahre bei dir schlafen

Gib ihr Zeit und die Ruhe es zu verarbeiten.Rede mit ihr darüber

lg

Beitrag von inka79-80 12.10.10 - 11:54 Uhr

Ja ich denke auch, dass du nach den Erfahrungen nochmal ein paar Schritte zurück gehen musst. Entweder schläft sie bei Euch mit im Bett oder ihr räumt ihr Bett ins Schlafzimmer oder Dein Mann muss mal ne Weile mir ihr tauschen. Sag ihr, dass Du IMMER wieder kommst. Und schimpfe auch keine Fall mir ihr. Sie hat Angst, Angst Dich zu verlieren, Angst dass Du nicht mehr kommst und da hilft schimpfen sicher nicht. Gib ihr Sicherheit und dann wird sie sich sicher bald wieder fangen.

LG inka

Beitrag von fbl772 12.10.10 - 12:01 Uhr

Unser Kleiner schläft in seinem Bett ein und wenn er nachts wach wird, dann hole ich ihn sofort zu uns ins Bett. Warum willst du das deiner Tochter verweigern, wenn sie es zur Zeit doch so sehr braucht? Kannst du denn weiterschlafen, wenn sie in ihrem Bett weint? Nein? Dann kannst du sie auch zu euch rüberholen.

Unser Kleiner hat lange Phasen, da schläft er in seinem Bett durch und hin und wieder Phasen, wo er eben in der Nacht zu uns geholt wird. Von "Gewöhnung" keine Spur. Hör auf dein Herz.

VG
B

Beitrag von christianeundhorst 12.10.10 - 12:06 Uhr

Hallo Du,
da hat Deine Tochter ja echt was Schlimmes zu verarbeiten! Ich würde mich über die Erzieher des Kur-Kindergartens schriftlich beschweren. Nützt Euch zwar nichts mehr, aber könnte wichtig sein für nachfolgende Eltern!
Was ich nicht nachvollziehen kann ist: "Rüber ins Bett holen will ich nicht, ich kann nicht schlafen mit Kind im Bett und hab auch sorgen, dass ich sie da nicht mehr rausbekomme."
Überlege mal welche Erfahrung Dein Kind gerade gemacht hat und wie sie darunter leidet............ Du wünscht Dir, daß sie ihr Vertrauen in Dich wieder bekommt und wieder lernt, daß Du kommst wenn sie Dich braucht. Dann lass sie zu Dir ins Bett!!!!!! Und zwar die ganze Nacht! Sie braucht das jetzt und es ist existentiell wichtig für sie und was anderes wird kaum helfen. Distanz zu wahren und sie in ihrem Zimmer zu lassen hätte nur den Effekt, daß sie lernt sich damit zu arrangieren, daß Mama nun nicht mehr da ist wenn sie sie braucht. Wie traurig.
Wie sie bisher geschlafen hat oder in Zukunft schlafen wird ist nicht wichtig. JETZT braucht sie Deine Nähe soviel wie irgend machbar ist und noch ein kleines bischen mehr. Gerade damit sie in Zukunft gut loslassen kann braucht sie JETZT das Klammern. Man kann nur loslassen was man hatte. Dass Du Dein Kind hinterher nicht mehr aus Deinem Bett rauskriegst ist Quatsch! Alle Kinder wollen selbst im eigenen Zimmer schlafen, wenn sie soweit sind. Man darf es nur nicht aufzwingen dann geht es nach hinten los. Kinder brauchen Nähe um selbständig werden zu können. Gibt man ihnen Tag und Nacht alle Nähe, die sie fordern werden sie früh selbständig. Will man sie mit Druck und Zwang selbständig machen indem man ihnen einen Teil der Nähe ( z.B. schlafen bei Mama ) verweigert zögert sich das unabhängig werden hinaus, da ihr Bedürfnis nach Nähe noch nicht ausreichend befriedigt wurde.
Gib Deinem Kind jetzt was es braucht und ihr bewältigt diese Krise.
Ich empfehle auch zusätzlich darüber zu reden. Das geht ja in dem Alter schon gut. Und ggf ein Buch zur Unterstützung falls sie sowas mag. Lass sie im Moment niemals warten wenn sie Dich braucht. Sei immer sofort da und sag ihr das auch. Und am wichtigsten: nachts eng aneinander gekuschelt schlafen. Wenn Du sagst Du kannst so nicht schlafen kann ich Dir garantieren: Du wirst es lernen. Zur Zeit schläfst Du eh schlecht auch ohne Kind. Lass Dich drauf ein und wenn Deine Tochter warm und kuschelig an Dich geschmiegt ist im dunklen und Du müde genug bist, dann wirst Du auch schlafen :-)

Alles Liebe Euch #liebdrueck


Liebe Grüße,
Chris mit Frieda lina 27 Monate

Beitrag von sternenauge 12.10.10 - 12:47 Uhr


Hallo Chris,

da gebe ich Dir vollkommen recht und ich würde genau dasselbe raten.

Unser kleiner schläft noch ganz oft bei uns im Bett, sein Bett steht auch noch neben unserem Bett. Will der kleine mal alleine schlafen, krabbelt er von selbst in sein Bett, kommt auch hin und wieder vor.

Viele schütteln darüber den Kopf und meinen, dass der kleine schließlich kein Baby mehr wäre. Und er alleine schlafen sollte.

Aber wir denken da wie Du, was der kleine braucht, dass soll er bekommen.

Wir schlafen alle drei super gut obwohl wir nur ein 1,40 m breites Bett haben. Papa hat zwar oft die Füße von dem kleinen im Gesicht und der Kopf liegt meist ganz nah bei mir aber das stört nicht. Im Gegenteil, wir genießen die besondere Nähe.

Und Du hast Recht, wir haben ein sehr selbständiges, selbstbewußtes Kind. Obwohl der kleine ein richtiger Kuschelbär ist und viel Nähe braucht.

Warum will man so oft, dass die kleinen so schnell groß werden? 2 Jahre ist für mich noch ein kleines Kind und kein kleiner Erwachsener, der nur vernünftig sein soll.

Wir haben es immer so gemacht, der kleine zeigt, wann es soweit ist was zu ändern und wir haben da keine Bedenken, den kleinen nicht mehr aus dem Bett zu bekommen.

Sonnige Grüße

Beitrag von woelkchen1 12.10.10 - 12:29 Uhr

#schock

Ich bin ehrlich erschrocken, dass du das Kind nicht zu dir nimmst. Es geht um ihre jetzigen Ängste, und nicht um deine Ängste, ob das Kind je mal wieder aus deinem Bett kommt!

Dadrüber kannst du dir Gedanken machen, wenn sie ihre Verlustängste überstanden hat.

Beitrag von minishakira 12.10.10 - 12:55 Uhr

hi,
ich würde viel mit ihr sprechen!!!und immer da sein bei ihr oder sie zu mir holen bis sie wieder das vertrauen hat!
Sie jetzt allein in irem zi zu lassen wäre net wirklich gut.
Ich denke wenn du ihr das richtig zeigst und ihr 100 % gas gefühl gibst für sie da zu sein auch wenn sie mekert dann legt sich das wieder.

das echt missssst was die da gemacht haben!

und aus dem grund rufe ich grundsätzlich in der kita an wenn meiner sich net so gern getrennt hat.und versicher mich selbst ob es echt ok is.
ich wünsch euch das es bald besser wird.

lg kathy

Beitrag von 1familie 12.10.10 - 13:20 Uhr

Hallo,

ich habe schon viel von diesen Mutter-Kind -Kuren gehört und ich würde mein Kind sowieso nicht für 6 Wochen aus seinem gewohnten Umfeld reissen - da gibt es auch andere Wege.
Nun gut, da es ja nun passiert ist, musst DU was tun und nicht dein Kind.

Sie muss sich von dir beschützt fühlen und sie muss dich neben sich merken - warum gibst du ihr das nIcht? Gerade in der NAcht wollen Kinder kuscheln. ICh bin wahrlich kein Familienbett-Mensch, aber da musst du nun Taten sprechen lassen.
Auch kann ich deine Angst verstehen, dein kind nicht mehr aus deinem bett zu bekommen, aber irgendwann gehen sie alle.
mein Grosser sage und schreibe mit 6 jahren :-() und ich habe echt schlecht geschlafen.

Wenn du das Vertrauen von deinem Kind wieder haben möchtest, solltest du eventuell auch etwas dafür tun.

Gruss

Beitrag von ang3lina 12.10.10 - 13:26 Uhr

Hallo du!!

na das ist mal ein starkes Stück von dem Kur-KiGa....
Wo haben denn die ihre Erzieherinnen her?!?!?!

Ich möchte dir auch ans Herz legen, deine Tochter nachts zu dir ins Bett zu lassen.. Mein Sohn schläft auch fast jede Nacht in meinem Bett.

Mir ist allerdings sehr wichtig, dass er das Einschlafen in seinem Bett nicht verlernt. Das heißt, er schläft jede Nacht in seinem Bett ein und wenn er nachts wach wird, wandert er zu mir (bzw uns).. Manchmal merk ich das gar nicht und erschrecke dann morgens wenn er friedlich schlafend neben mir liegt #verliebt

Ich denke, du wirst sie wieder aus deinem Bett bekommen, wenn sie weiterhin in ihrem Bett einschläft, sie aber weiß, dass sie nachts jederzeit zu dir kommen kann...

Wenn du wirklich nicht schlafen kannst wenn sie bei dir liegt, dann quartier deinen Mann für ne Weile aus dem Ehebett aus. Das Kind ist in so einer Situation einfach wichtiger.

#liebdrueck ihr schafft das!!

liebe grüsse
ang3lina

Beitrag von maschm2579 12.10.10 - 14:03 Uhr

Hallo,

wo warst Du denn?

ich bin auch vor 3,5 Wochen zur Kur gestartet und habe nach 6 Tagen meine Sachen gepackt.
Es war ähnlich wie bei Dir und mein Kind war unglücklich.

Hier angekommen wollte sie ganz viel Nähe und ganz viel Mama und ich habe sie IHr gegeben. sie dufte eine Woche bei mir schlafen. Dann war der Deal das sie erst in Ihrem Bett schläft und Nachts zu mir darf und jetzt schläft sie wieder ganz in Ihrem Bett.
Ich sehe da kein Problem und denke eher das Du Ihr die geben solltest.

Das Urvertrauen wird nicht gebrochen sein nach so kurzer Zeit, aber Du musst erstmal wieder beweisen das Du da bist wenn Sie dich braucht.

Geht sie wieder in Ihren Kindergarten? Meine Tochter ist gleich den nächsten Tag quasi in die Krippe geflogen und war einfach nur seelig wieder "zu Hause" zu sein. Es gab keinerlei Probleme aber in den "Urlaub" will sie nur noch mit dem Flugzeug #rofl

Beitrag von awk1329 12.10.10 - 14:12 Uhr

Hallo,

ich war an der Nordsee.

Wir sind Samstags wieder nachhause gefahren und am Montag hat sie sich hier im Kindergarten mit allem was sie hatte an mich geklammert.
Ich bin dann knapp eine Stunde mit dabei geblieben und dann gings wieder.

Gruß

Beitrag von awk1329 12.10.10 - 14:09 Uhr

Hallo,

die Antworten sind ja wirklich alle in eine Richtung....

Heute morgen um 5 hätte ich sie schon fast geholt.... Dann ist sie ja nochmal eingeschlafen...

Selbst der Mittagsschlaf klappt fast nicht mehr, es ist zum verrückt werden.

Ich habe auch schon überlegt, den Vorfall zu melden.

Dank für eure Antworten

Gruß
awk

Beitrag von mukmukk 12.10.10 - 14:12 Uhr

Hallo awk!

Das mit der Kur ist ja dumm gelaufen... Ich wurde vor sowas schon gewarnt und habe mich daher erstmal gegen eine MuKi-Kur entschieden obwohl meine Knochen bzw. mein Rücken dringend ne Kur nötig hätten #schmoll Allerdings geht Finja auch noch nicht in die KiTa und ist Fremdbetreuung generell noch nicht gewöhnt (von Oma und Opa mal abgesehen).

Auch wenn jetzt alle gleich mit Steinen werfen... Ich würde meine Tochter auch nicht rüber holen. Allein schon deswegen, weil dann auch der Vater nicht mehr schlafen kann und der muss früh raus und arbeiten. Schon meine Mutter hat das nie gemacht und deshalb war es für mich auch nie eine Option. ABER: Wenn ich krank war oder was auch immer, hat meine Mutter bei MIR geschlafen - nicht umgekehrt! Und genauso machen wir es jetzt bei Finja auch. Wäre das vielleicht ne Option, dass Du mal ne Zeit lang bei Ihr schläfst, bis sie diese Phase überstanden hat!?

LG,
Steffi

Beitrag von tauchmaus01 12.10.10 - 19:06 Uhr

Die Lösung liegt so nah.
Meine Kleine hat beinahe ein Jahr lang immer wieder bei uns geschlafen. Es war einfach so dass sie die Nähe gebraucht hat.
Mona