erstes Kind stillen nicht geklapt. beim zweiten dann auch nicht?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von litt 12.10.10 - 13:00 Uhr

Hallo Zusammen!
Ich hab mal eine Frage an euch. Ich hoff, es kann mir jemand weiterhelfen. Erstmal zur Vorgeschichte: Ich wurde im Juli '09 Mutter einer süßen Tochter (per KS). Sie war von Anfang an recht gierig, daher hatte ich schon nach 2 Tagen total wunde Brutwarzen. Da sie von der Milch nie satt wurde, hab ich bereits im KH zugefüttert. Ich hab auf Anraten der Hebammen dann angefangen mit Abpumpen und hatte dann insgesamt 30ml pro Abpumpen. Als ich nach 5 Tagen entlassen wurde, war es auch nicht mehr. Deshalb hab ich dann abgestillt (hab literweise Pfefferminztee getrunken). Nun wäre zum einen meine Frage, ob ich einfach zu früh abgestillt hab oder ob es sein kann, dass ich eh keinen Milcheinschuss mehr gehabt hätte?
Kann mir evtl. jemand sagen, wie meine Chencen stehen, dass ich beim Zweiten dann stillen kann?
#danke für eure Antworten
lg Claudi mit #blume Sinead (Juli'09)+ #ei (12.SSW)

Beitrag von zweiunddreissig-32 12.10.10 - 13:08 Uhr

Ja, du hast wirklich zu früh abgestillt! Es kommt sehr selten vor, dass man keine Milcheinschuss hat bzw. nicht stillen kann wegen irgendwelchen organischen Ursachen. Ich hatte nach dem KS auch erst am 5. Tag Milcheinschuss, bis dahin hat mein Sohn geschriehen wie am Spieß vor Hunger (hat dann im KH Glukoselösung bekommen). Danach hat es gut geklappt, ich habe gestillt und gepumpt, um die Milchmenge zu steigern.
Fürs erfolgreiche Stillen gibt es einen Regel: anlegen, anlegen, anlegen. Wenn die Brustwarzen weh tun, mit Brusthütchen versuchen und vor allem auch die Anlegetechnik überprüfen (da hilft eine erfahrene Stillberaterin).
Beim Abpumpen bekommen einige Frauen ganz wenig Milch, obwohl das Baby viel mehr bekommt (die Kleinen saugen anders als die Pumpe!).
Ich würde dir empfehlen, dich in Verbindung mit einer Stillberaterin zu setzen, wenn du Kurz vor Entbindung stehst bzw. kurz nach der Geburt. Auch ein stillfreundliches Krankenhaus ist vom Vorteil, da sind die Schwester gut qualifiziert.

Beitrag von litt 12.10.10 - 13:25 Uhr

Ich hab grad mal noch ein bisschen im Netz rumgelesen. Kann es sein, dass der missglückte Stillversuch damit zu tun hatte, dass ich die kleine Nachts gar nicht bei mir hatte? Außerdem hatte ich die ersten Tage für mein Empfinden recht viel Besuch (Meine Schwestern, Schwiegis, Schwägerin, meine Mama und natürlich mein Mann). Kann es evtl. damit zusammenhängen?
Ich hatte die kleine nachts nicht bei mir, da ich psychisch irgendwie total down war und immer wenn ich mit meim mann telefoniert hab, bin ich in tränen ausgebrochen. Teilweise auch wenn er da war.

Beitrag von qrupa 12.10.10 - 14:24 Uhr

Hallo

das klingt schon sehr danach als währen einfach die äußeren Umstände sher schlecht gewesen. Nur ein winziger Teil der Frauen kann wirklich nicht (voll) stillen weil sie nicht genug Milch bilden kann. Die wahrscheinlichkeit dass du dazugehörst ist zwar nicht absolut auszuschließen aber sehr unwahrscheinlich. Meist kommt der Milcheinschuß ja erst nach einigen Tagen und wenn du vorher schon angefangen hast zuzufüttern, dann hat deine Brust nie wirklich eine Chance gehabt. Die ersten Tage wollen die kleinen dauerstillen um die mIlchproduktion anzuregen. Das ist gut und wichtig so, aber wenn die Anlegetechnik nicht wirklich stimmt (und leider nehmen sich viele kliniken nicht die zeit es einem einmal richtig zu zeigen), dann gibt es innerhalb kürzester zeit wunde und entzündete Brustwarzen. Auch Streß ist ein schlimmer "Milchkiller". Wenn da alles zusammenkommt, dann iste s nicht verwunderlich dass es nicht geklappt hat. Und ja, Hautkontakt, gerade auch Nachts, ist wichtig für die Milchbildung

LG
qrupa

Beitrag von steffi0413 12.10.10 - 14:01 Uhr

Hallo Claudi,

wenn Du 30 ml abpumpen konntest, dann hattest Du Milcheinschuss...
Wieviel Du abpumpen kannst, hat in vielen Fällen nichts damit zu tun wieviel Milch Du hast, da viele Frauen durch Abpumpen den Milchspendereflex nicht auslösen können.
Der Sicherheit wegen kannst Du deine Brüste deinem Frauenarzt oder einer Stillberaterin zeigen um organische Ursachen auszuschliessen. (Sind deine Brüste rund und ungefähr gleich oder haben eher eine "Birneform"? Wurden die bei der Schwangerschaft grösser? Hattest Du Brustoperation?)
Ich glaube, Du hast sehr gute Chansen stillen zu können.
Versuche ein bisschen nachzulesen (korrektes Anlegen gegen wunde BW http://www.youtube.com/watch?v=89G62Ycfhqc, Stillen nach Bedarf, Saugverwirrung usw.), Du kannst sogar 1-2x eine Stillgruppe besuchen, eine erfahrene, ausgebildete Stillberaterin (zB. von la leche liga oder ibclc) suchen.
Das wichtigste ist wirklich anlegen, anlegen und anlegen und bei Problemen nicht gleich die Flasche geben sonder sich umgehend an eine Stillberaterin zu wenden.

Ich wünsche Dir eine schöne Kugelzeit und eine lange Stillzeit. ;-)

Ps: naja, zu viele Besucher sind wirklich nicht so gut, du bist dann müde und hast keine Zeit genug oft anzulegen... Die Tränen sind ganz normal, in diesen Tagen sind doch die Hormone ganz durcheinander....#augen

LG
Steffi

Beitrag von ina175 12.10.10 - 14:12 Uhr

Laßt euch zur Geburt einen Gutschein für eine Stillberaterin schenken. Du wirst bestimmt dein zweites Baby stillen können.

LG, Ina

Beitrag von aggie69 12.10.10 - 14:23 Uhr

Ich hatte im Krankenhaus auch kaum Milch und total wunde Brustwarzen. Dachte schon, mein armes Kind muß verhungern.

Nicht aufgeben! Die Natur regelt das schon!
Mein Sohn ist jetzt 1,5 Jahre und ich still immer noch. Flaschennahrung hat er nie kennen gelernt.

Beitrag von lilly7686 12.10.10 - 15:15 Uhr

Hallo!

Also das damals war ganz klar falsche Hilfe und zu wenig Information.

Mein Tipp wäre: such dir schon in der Schwangerschaft eine gute Stillberaterin. Möglichst eine, die auch eine Stillgruppe leitet.
Besuch die Stillgruppe schon in der SS ab und zu. So lernst du schon mal einige Probleme und deren Lösungen kennen, bevor es "ernst" wird.
Eine gute Stillberaterin kann dir bei Problemen helfen.
Achtung: viele Hebammen haben keine Ahnung vom Stillen. Und etwa 95% der Kinderärzte haben noch weniger Ahnung davon. Ganz zu schweigen vom Krankenhauspersonal...

Hier findest du ehrenamtlich arbeitende Stillberaterinnen:
http://www.afs-stillen.de
http://www.lalecheliga.de

Alles Liebe!

Beitrag von lucaundhartmut 12.10.10 - 15:16 Uhr

Liebe Claudi,

ca. 5 Prozent aller Frauen ist es nachweislich aus unterschiedlichsten Gründen nicht möglich, ihr Kind teilweise oder ausschließlich per Brust zu ernähren.

Ob Du dazu gehörst, kann durchaus sein.
Dennoch würde ich Dir raten, es beim zweiten Kind noch mal zu versuchen.
Beachte bitte, dass nach einem KS oft erst nach bis zu 5 oder auch 7 Tagen mit dem Milcheinschuss zu rechnen ist. Am besten pumpst Du, falls Du wieder einen KS haben wirst, mit einer elektrischen Milchpumpe beidseitig zur gleichen Zeit ab, und zwar tagsüber alle 2 bis 3 Stunden und nachts alle 6 bis 8 Stunden, und zwar so schnell wie es Dir möglich ist.
Dies kann den Milchfluss anregen.
Zudem ist es ratsam, das Baby möglichst oft anzulegen.

Es könnte dann durchaus mit der Ernährung durch Deine Brüste klappen.

Auf Besuch würde ich persönlich die ersten 2 Wochen gänzlich verzichten (wir haben das so gemacht) oder den Besuch wenigstens auf die Tage verteilen (z. B. Montag 30 Minuten Deine Eltern, Dienstag 30 Minuten die Schwiegereltern, Mittwoch 30 Minuten Deine Geschwister, Donnerstag 30 Minuten Deine Schwager/Schwägerinnen, Freitag 30 Minuten Deine besten Freunde, Samstag 30 Minuten die besten Freunde Deines Mannes, Sonntag "Ruhetag").

Dass Du "zu früh" abgestillt hast, wäre vermessen zu behaupten.
Lasse Dir da bitte nichts einreden.
Ein "zu früh" oder "zu spät" gibts da schlichtweg nicht, und es ist bitter, dass Frauen immer die Schuld zugewiesen wird, wenn es mit der anteiligen oder vollständigen Ernährung eines Kindes per Brust nicht klappt.

Mein Rat:
Wische alle schlechten Gedanken / Sorgen weg, lasse Dich zugleich jedoch auch nicht unter Druck setzen.

Versuche es ruhig noch mal mit dem Ernähren per Brust, am besten mit Hilfe einer sehr gut ausgebildeten Hebamme oder auch mit einer Stillberaterin (vielleicht hat Deine Hebamme ein paar gute Verbindungen zu sozial wie fachlich kompetenten Stillberaterinnen, die zudem keine Märchen über Flaschenmilch erzählen und Mütter nicht unter Druck setzen sollten).

Vielleicht helfen Dir auch Brusthütchen.

Weitere Tipps:

Milchanregend können Fenchel-, Kümmel-, Anistee (wird oft als "Stilltee" verkauft), Bockshornkleesamen (bitte mal in der Apotheke beraten lassen), Malzbier, Malzkaffee etc. sein.

Stilltee ist übrigens in Maßen zu genießen (maximal 4 bis 6 Tassen am Tag), sonst kann er kontraproduktiv wirken.
Zudem bietet er keine Garantie für Milchmengensteigerung, ebenso wenig wie Abpumpen (versuchen kannst Du es natürlich dennoch).

Versuche, Dich besser/regelmäßiger/ausgewogener/reichhaltiger zu ernähren, damit Deine Milch noch nahrhafter wird.
Denke auch daran, ausreichend zu trinken (allerdings nur wenig Kaffee, Schwarztee, Kohlensäurehaltiges).

Bedenke bitte auch, dass die Kleinen alle paar Wochen / Monate einen Wachstumsschub erleben, während welcher sie mehr Hunger / Durst bekommen.

Weitere Tipps für Dich:

- Freunde/Bekannte/Verwandte bitten, Dir im Haushalt zu helfen und Einkäufe abzunehmen
- Freunde/Bekannte/Verwandte bitten, etwaige Geschwisterkinder/Haustiere zu betreuen
- ausreichend, ausgewogen und regelmäßig essen und trinken (wenig Kaffee und Schwarztee, lieber Wasser, 2 bis 4 Tassen Fenchel-, Kümmel-, Anistee, Malzbier)
- früh zu Bett gehen, morgens lange schlafen
- das Baby stets in der Nähe haben (es muss jedoch nicht am Körper getragen werden)
- das Baby (wenn es dies mag) im Tragetuch tragen
- den Druck von Dir nehmen
- nicht nach der Uhr zu schauen - ein gesundes und gut gedeihendes Baby sollte Brust und/oder Fläschchen so oft bzw. so lange bekommen, wie es diese(s) benötigt


LG
Steffi mit Luca, der sich aufs Geschwisterchen freut

Beitrag von tabi 12.10.10 - 20:56 Uhr

"Liebe" Steffi,
sie zählt mir Sicherheit nicht zu den 5%!!!
ES HEI?T STILLEN NICHT ERNÄHRUNG PER BRUST: Das ist sohar grammatikalisch falsch!!!!!!!!
Hör auf zu schreiben
Und ja die hat zu früh abgestillt.

Beitrag von gisele 12.10.10 - 22:39 Uhr

muss man das jetzt verstehn was du hier schreibst??

Beitrag von gisele 12.10.10 - 22:40 Uhr

hallo steffi.
ich finde deine tipps total gut...
bin beim 2.kind auch viel entspannter und mittlerweile eine langzeitstillmama;-)
l.g.

Beitrag von lucaundhartmut 13.10.10 - 16:49 Uhr

Danke. :-)


LG
Steffi mit Luca

Beitrag von mayvoma 12.10.10 - 15:42 Uhr

Hallo Claudi,

zunächst erstmal ich bin keine Stillberaterin und werd dir deshalb auch nicht sagen was du vll "falsch" gemacht haben könntest, aber ich möchte dir meine Erfahrung schreiben damit du dir eigene Schlüße daraus ziehen kannst.

Ich hab mein 1. Kind 2003 per KS bekommen und nachdem so ziehmlich alles bis zur Geburt schief gelaufen ist was nur schief gehen kann, war mein innigster Wunsch wenigstens stillen zu können. Marcel wurde am Morgen nach dem KS auf eine Neo-ITS verlegt in einem anderen Kh. Als ich nach 3 Tagen auch dorthin verlegt wurde, glaubte ich sogar noch dran das es mit dem stillen was wird. Immerhin hatte ich auf der "Überführungsfahrt" meinen Milcheinschuß und alle wollten mir ja auch helfen. Nachdem dann ein Anlegeversuch nach dem anderen scheiterte und der Kleine schon schrie wenn er auch nur die nackte Brust sah, gab ich irgendwann entnervt auf. Die Zeit im Kh war wohl mindestens genauso schlimm wie die Geburt selbst. Ich heulte fast ständig, egal wer bei mir war. Besuch wollte ich keinen haben, aber meine ein paar wenige ließen sich davon nicht abhalten und besuchten mich trotzdem. Als wir dann am 14. LT nach Hause entlassen wurden mit den Worten...probieren sie es zu Hause in Ruhe nochmal...tat ich das zwar, aber meine Nerven waren eh schon blank und als Marcel dann auch zu Hause nicht an die Brust ging und die "tolle" Hebamme aus der Praxis meiner Gyn auch keine Zeit für uns hatte und ich doch zu ihr in die Praxis kommen sollte, war ich am Ende meiner "Experimentierzeit" und ich gab auf. Am Ende hab ich "wenigstens" 9 Monate abgepumt und Marcel hat 10 Monate MuMi bekommen, worauf ich heute stolz bin.

Nach 2 FG kam dann im Sommer 2008 auf ähnlicher Art auch unser 2. Kind per KS zur Welt. Diesmal hatte ich mir allerdings bereits vor der Geburt eine Hebamme gesucht, zu der ich ganz viel Vertrauen in den Monaten davor aufbauen konnte und die die ganze Geschichte von dem 1. KS kannte.
Auch diesmal wurde unser Kind in ein anderes Kh(gleichens wie 5 Jahre vorher) verlegt, aber gleich nach der Geburt. Durch das umsichtige Handeln meiner Hebi konnte ich ihn aber wenigstens für ein paar Minuten auf meinem Bauch haben und ihn sogar versuchen anzulegen, was leider wegen seiner Gesundheit nicht funktionierte. Als ich rund 18h später nachverlegt wurde, konnte ich sofort zu meinem Kind auf die ITS. Die Schwestern und Ärzte kannten bereits meine Vorgeschichte und unterstützten mich diesmal sehr viel besser. Mein Kind wurde mir nicht ständig aus dem Arm gerissen um es zu wiegen oder mit der Flasche zu füttern und ich lernte die Stillberaterin des Hauses kennen. Am 3. Tag hatte ich den Milcheinschuß so heftig, das ich nichtmal mit der Milchpumpe abpumpen konnte. Erst mit heißen Wickeln konnten wir was erreichen. Dominik begriff schnell was er an der Brust machen sollte und nach 2 Tagen hatten wir uns sogut eingespielt, das ich darauf drängte nach Hause zu dürfen trotz meiner Schmerzen(Ischias), denn Dominik war ja bereits wieder okay.
Zu Hause half mir meine Hebi die erste Zeit beim Anlegen und zeigte mir immerwieder andere Positionen damit sich meine Brust nicht entzündet, denn Dominik entwickelte sich zum langsamen Vieltrinker, d.h. stillen pro Mahlzeit bis zu 1,5h und dann 1h Pause und wieder stillen. Um Stillhütchen kam ich nicht drumrum und einmal waren die Brustwarzen trotzdem so wund das ich nur mit Zähne zusammenbeißen mein Kind anlegen konnte. Aber das Durchhaltevermögen hat sich gelohnt.
Heute bin ich glücklich das ich wenigsten ein Kind richtig stillen konnte und das seid nun mehr über 2 Jahren.

Alles Gute für euch wünschen
Yvonne mit Marcel(7) und Dominik(2) an der Hand

Beitrag von litt 12.10.10 - 18:12 Uhr

Ich danke euch ganz herzlich für eure Hilfe und Tipps. Ich werd mir glaub diesesmal wirklich nach ner Stillberaterin gucken.

Beitrag von 20girli 12.10.10 - 18:08 Uhr

Hi,

ich erzähle dir jetzt mal von meiner.

Sie kam auf die Welt und wollte schon ein paar min später an die Brust. Nach 3 Stunden dauerstillen....immer wieder anlegen...ist sie endlich eingeschlafen.

Die nächsten 2 Tage blieb das so...bis dann am 3 tag der Milcheinschuss kam. Als die MIlch so richtig floss hielt sie endlich auch mal länger durch.

Das längste ist jetzt 1 - 11/2 stunde...länger nur wenn wir Auto fahren.

Das zufütter war falsch. Die Vormilch reicht völlig. Sie ist dickflüssig zäh weil eine menge flüssigkeit für die Nieren der kleinen noch gar nicht gut ist. Darum brauchen sie auch keine Glucose. Außer es gibt einen wirklich triftigen Grund. Aber solange dein Kind an der Brust saugt...bekommt es die Vormilch und die reicht. Es hat seinen Grund warum die nur so wenig ist--- aber trotzdem ALLES enthält was ein Säugling braucht bis der Milcheinschuss kommt.

Bei meinem Sohn kam der erst am 5 Tag. Und er hat NIX zusätzlich bekommen.

Meine kleine auch nicht. Die Schwester hatte ihr Glucose einmal gegeben - nur weil sie sie mal kurz alleine hatte wegen so einem Hörtest....die hat sich einen anschieß abgeholt. Danach hat mein kind unter würgen alles wieder ausgespuckt. Furchtbar war das.

Pumpen sagt gar nichts aus. Ich pumpe so schlecht-- da müsste mein Sohn und meine jetztige Tochter beide schon verhungert sein.

Das A und O ist das Anlegen anlegen. Wunde gereizte Brustwarzen gehen meist nach ein paar Tagen vorbei. Lieber mal schauen lassen ob dein Kind genug Brust in den Mund nimmt. Nimmt es zu wenig werden die Warzen meist zu sehr beansprucht. Es muss ganz viel vom vorhof dabei sein - und das Kind muss den Mund gaaanz weit aufmachen.

Pumpen und zufüttern würde ich in den ersten wochen - bis sich alles eingespielt hat- sein lassen. Sonst kann es zu schnell zu solch ein durcheinander kommen.

Stillen gerade in der ersten zeit ist so sensibel. Ich hab meine linke Brust nur ein einhalb Tage abgepumpt weil ich so schmerzen hatte...wie schnell sich die Milch zurückbildet- hab ich gemerkt und mein Kind lieber wieder angelegt. Nach 2 Tagen hat sich das wieder eingependelt.

Du hast die allerbestens Chancen...denn du hattest schon Milch und was will man mehr. Mehr brauchst du nicht. Deine Milch wird dein Kind satt machen warum auch nicht.

Für deine Psyche solltest du dir schon jetzt gedanken machen was dir helfen könnte - mit solchen Dingen fertig zu werden...wie du schriebst wegen dem weinen etc.
Und behalte dein Kind auf jedenfall bei dir. Gib es nicht ab. Glaub mir das gibt dir ein ganz anderes gefühl. lass dir von den Schwestern auch nix anderes erzählen. Auch nach einem KS nicht. Das ist ihr Job dir dann zu helfen beim Stillen ect.

Hat meine Bettnachbarin auch gemacht. Der wollten sie angeblich auch was gutes tun und das KInd wegnehmen...sie hat sich aber durchgesetzt. Es ist eine ganz andere Bindung und ein sichereres gefühl für uns Mamis wenn wir unser Glück bei uns lassen.

Alles gute und Informier dich ruhig mal - wie andere schon schrieben.. Stillberaterin etc...du wirst sehen es wird klappen.

Lg Kerstin

Beitrag von muehlie 12.10.10 - 18:15 Uhr

In den ersten Tagen nach der Geburt, vor dem eigentlichen Milcheinschuss kommt nur Kolostrum. Das ist zwar wahnsinnig wichtig für den Aufbau des Immunsystems, sättigt aber kaum. Da ist es normal, dass dir das Kind die Brustwarzen wund saugt, aber nicht wirklich satt wirkt.
Gegen wunde Brustwarzen hilft Lanolin (z.B. von Lansinoh)
Und selbst wenn wirklich nur 30 ml in der Brust waren (was nicht der Fall ist, eine Pumpe ist nicht effektiv genug, das Maximum herauszubekommen), dann ist das für ein Neugeborenes auch schon eine ganze Menge. ;-)

Du packst das schon. Nimm dir dieses Mal einfach mehr Zeit und Ruhe und eine Hebamme, die Ahnung vom Stillen hat.

Beitrag von crumblemonster 13.10.10 - 13:09 Uhr

Hallo,

ich denke, Du hast zu früh 'aufgegeben'.

Aber generell ist es von Kind zu Kind anders. Mein Großer war sehr trinkfreudig und die ersten 8-9 Tage hat alles auch super geklappt. Dann nahm er doll ab. Die Stillprobe hat ergeben, daß meine Milch von der Menge her ausreichte, aber eben die Zusammensetzung mies war (fast nur Flüssigkeit ohne Inhalt). Insofern mußte ich aufgeben und er bekam nur ca. 11 Tage Milch und die Umstellung auf die Flasche war schwierig.

Mein Kleiner war anfangs zu schwach und später zu faul aus der Brust zu trinken. Ich habe abgepumpt. Es waren große Mengen und auch die Zusammensetzung war super (hat man gesehen, wenn sie im Kühlschrank stand - ordentliche 'Fettschicht' oben drauf). Leider kann eine Pumpe die 'Ecken' ja nicht 'leertrinken' so wie ein Baby. Daher bekam ich nach 10 Tagen eine Brustentzündung. Ich habe alle Tips der Hebi ausprobiert, aber letztlich mußte ich ein Antibiotikum bekommen und Abstilltabletten.

Nun hoffe ich bei Nr. 3 auf ein so trinkfreudiges Kind wie meinen Großen und die Milchmenge und -zusammensetzung wie beim Kleinen.... möglich ist es (aber es ich leider auch andersherum möglich).

LG und alles Gute