Für die Eltern zahlen? Hilfe bitte..

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von jen1978 12.10.10 - 13:46 Uhr

Hallo..
Mein Vater ist Frührentner und hat Pflegestufe 1, meine Mutter bekommt Lebenssicherung vom Amt, sind getrennt seit meinem 4. Lebensjahr.
Hab zu Beiden nur selten Kontakt. Habe wegen meiner Mutter zweimal vor ein paar Jahren ein Schreiben vom Amt bekommen, darin sollte ich alles Offenlegen von mir und meinem Mann, ich war stinksauer. An meinen Mann können sie nicht ran und ich hab nur einen Minijob wegen meinem Sohn.
Jetzt zu meiner Frage.. Ab welcher Summe die ich verdiene müßte ich für meine Eltern zahlen und wieviel?
Meine Schwiegermutter warnt mich immer das ich keinen Vollzeit Job machen soll, da sonst das Amt an mich herantritt und ich für die Beiden bzw für meine Mutter zahlen müsse.. Stimmt das?

Danke für jede Antwort..:-)
LG Jenny

Beitrag von anarchie 12.10.10 - 13:49 Uhr

Hallo!

Ja, du bist unterhaltspflichtig, allerdings gibt es recht gute Freibeträge..

hilft dir das weiter?

http://www.test.de/themen/steuern-recht/meldung/Unterhalt-fuer-Eltern-Kinder-in-der-Pflicht-1083141-1083139/

LG

Melanie

Beitrag von windsbraut69 12.10.10 - 14:03 Uhr

"Meine Schwiegermutter warnt mich immer das ich keinen Vollzeit Job machen soll, da sonst das Amt an mich herantritt und ich für die Beiden bzw für meine Mutter zahlen müsse.. Stimmt das? "

Selbst, wenn es so wäre (die Einkommensgrenzen sind schon recht großzügig), warum solltest Du dann nicht zahlen, wenn Du in der Lage bist?
Anders herum gefragt - warum sollen ANDERE für sie zahlen?

Gruß,

W

Beitrag von jen1978 12.10.10 - 14:13 Uhr

Die Frage ist berechtigt..
Kann hier jetzt aber nicht meine ganze Lebensgeschichte ausbreiten.
Ich hab viel durch gemacht wegen meinen "Eltern" und habe deshalb so gut wie gar keinen Kontakt zu ihnen. Deshalb fände ich es nicht in Ordnung wenn ich für sie zahlen müsste. Ich sehe es nicht ein für die Beiden Vollzeit zu arbeiten und habe selbst nich viel davon.
Kannst jetzt von mir denken was du möchtest..
Ich bin sicher kein Unmensch.
LG

Beitrag von zwiebelchen1977 12.10.10 - 14:20 Uhr

Es ist komisch, das wenn es ums Geld geht, dann immer so was kommt.

Beitrag von anarchie 12.10.10 - 15:00 Uhr

öhm, also es gibt ja durchaus Eltern, die diese Titulierung nicht verdienen.

Wenn jemand jetzt schon mit solchen Erzeuger-Exemplaren geschlagen ist, warum sollte er ihr Leben finanzieren, wenn er doch nicht mehr Interesse hat an ihnen, als jeder andere?
Schliesslich hat man sich nicht ausgesucht, als kind seiner Eltern geboren zu werden.


meine eltern udn ich verstehen uns auch nicht gerade blendend, dennoch würde ich zahlen(bzw mein Mann auch), denn sie sind meine eltern und haben nach bestem Wissen und Gewissen für mich gesorgt.

Aber mal überspitzt:
Warum sollte man für jemanden zahlen wollen, der einen als kind verprügelt hat, ständig das Geld versoffen hat und einem ne echt meise Kindheit beschert hat?

lg

melanie

Beitrag von windsbraut69 12.10.10 - 14:27 Uhr

Das wäre okay, wenn es darum ginge, ob Deine Eltern für sich selbst aufkommen müssen oder Du für sie aber nicht, wenn ansonsten Dritte deren Leben finanzieren müssen.

Ich z. B. hab überhaupt kein Interesse an Deinen Eltern und werde als Steuerzahler auch zur Kasse gebeten.

LG

Beitrag von jen1978 12.10.10 - 14:43 Uhr

Mein Mann und ich sind auch Steuerzahler.
Was soll das denn jetzt? Steuern zahlen wir alle und das für viele Dinge und weitaus krassere Fälle! Stellt mich hier hin als wär ich ein Drückeberger!
Man traut sich hier gar nicht mehr irgendwas zu schreiben, da man ja oft solche Antworten wie von euch bekommt.. WOW, das hilft weiter! Wollte lediglich wissen, ob Jemand WEISS ob und ab wann ich zahlen müsste! ..nicht eure persönlichen Einstellungen dazu!
Und erzählt mir nicht das ihr mit Kusshand und Freude für eure Erzeuger zahlen würdet..von euern paar hart verdienten Kröten!

Beitrag von windsbraut69 12.10.10 - 14:48 Uhr

Auf die Idee, "ja nicht Vollzeit arbeiten zu gehen", damit ich nicht für meine Eltern aufkommen müßte, bin ich ernsthaft noch nicht gekommen.
Ja, Ihr seid auch Steuerzahler, es sind aber DEINE Eltern und wenn Du einen Minijob machst und familienversichert bist, hält sich Dein Beitrag zur Solidargemeinschaft schon ziemlich in Grenzen, verglichen mit jemandem, der es riskiert, Geld zu verdienen und demensprechend Steuern und SV-Abgaben zahlt.

Beitrag von jen1978 12.10.10 - 14:57 Uhr

Jaaa, an meinen Eltern geht Deutschland zu Grunde.. Das weiß ich alles selber, bin ja nicht vollkommen unterbelichtet.
Komm mal wieder runter!
Ich lass mich nicht von dir hier in ein verdammt schlechtes Licht rücken!
Ich habe noch nie Hilfe vom Staat bezogen und es geht ja hier auch nicht um mich, mein Leben hab ich nicht verbockt.
Spar dir in Zukunft deine Antworten auf solche Themen, denn du bist alles Andere als nett und hilfreich.

Beitrag von windsbraut69 12.10.10 - 15:20 Uhr

Welche nette Hilfe hätte Dir denn vorgeschwebt?

"Sieh zu, dass Du kein Geld verdienst, solange Deine Eltern leben!"?

Beitrag von zwiebelchen1977 12.10.10 - 14:54 Uhr

Bei deinem Job zahlst du kaum bis gar keine Steuern!! Soviel mal dazu.

Ist ja echt toll, deine Einstellung, super.

Man kann nur hoffen, das du nicht mal in die Lage kommst.

Und JA du bist ein Drückeberge. Sonst würdest du zahlen.

Beitrag von jen1978 12.10.10 - 15:07 Uhr

Du weißt doch gar nicht was ich für nen Job habe! Ich zahle Steuern.
Verdiene aber nicht genug um für meine Eltern zahlen zu können/müssen.
Na klaar, ich bin die schlimmste Drückebergerin Deutschlands. Tz
..wird mir echt zu blöd hier.

Was für eine Riesen Welle man lostritt wenn man nur eine kleine einfache Frage hat..ist echt erstaunlich.

Danke für eure freundliche Hilfe

Beitrag von windsbraut69 12.10.10 - 15:18 Uhr

Du hast doch selbst erwähnt, dass Du einen Minijob hast :)

Beitrag von king.with.deckchair 12.10.10 - 18:25 Uhr

Auch für dich gilt:

Ein Blick ins Gesetz erspart blöd' Geschwätz (übrigens ein Zitat meines Verwaltungsrechtslehrers an Schüler, die ähnlich wie du lieber Stammtischschwafeleien statt Rechtsgrundlagen vom Stapel ließen).

Bitte sehr, Frau "Beamtenfrau":

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1611.html

Beitrag von king.with.deckchair 12.10.10 - 18:32 Uhr

Übrigens, Mäuseken:

ICH werde für meine Eltern auch keinen Cent zahlen! Trotz Vollzeitjob und gutem Einkommen. Eben wegen der Unbilligkeit. Sie haben ihren Unterhaltsanspruch gegen mich verwirkt. Alle beide.

Bis hin zu den Beerdigungskosten - alles aus der Kasse der "Allgemeinheit".

Viel Spaß noch am Stammtisch! *smack*

#cool

Beitrag von zwiebelchen1977 12.10.10 - 20:02 Uhr

Ach ja, is ja gut ANGESTELLTE der Arge. Schön für dich.

Das du trotz "gutem" Einkommen nicht zahlst.

Beitrag von carrie23 12.10.10 - 21:42 Uhr

Wenn du freiwllig für Eltern zahlen würdest die dich nie akzeptiert vielleicht sogar geschlagen, missbraucht oder eingesperrt haben, bist du selber schuld.
Für meine Mutter, für meinen Stiefvater...ja für die beiden würde ich zahlen aber nie hätte ich für meinen leiblichen Vater gezahlt.
Er hat ja auch nie für mich gezahlt, hat meinen Bausparer verbraucht, hat mich geschlagen und hat mich nie akzeptiert...nein wieso sollte ich da für ihn zahlen müssen?
Er hat sich ausgesucht Kinder zu haben, ich mir ihn als Vater aber nicht.#nanana

Beitrag von carrie23 12.10.10 - 21:40 Uhr

Sehe ich anders, wer weiß warum sie nicht für ihre Eltern sorgen möchte.
Nicht die Kinder suchen sich die Eltern aus sondern die Eltern entscheiden sich für Kinder.

Beitrag von king.with.deckchair 12.10.10 - 18:23 Uhr

Mein Gott nochmal, immer diese Blödsinns-Moralkeule hier!

Wenn der Vater sie zum Beispiel missbraucht und die Mutter sie ständig verdroschen und dann minderjährig hinausgeworfen hätte, wäre es dann auch zu billigen, dass sie zahlt?

Aaaaaach, a propos Billigkeit - ein Blick ins Gesetz erspart blöd Geschwätz:

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1611.html

Beitrag von carrie23 12.10.10 - 21:39 Uhr

Ähm...für meinen Vater hätte ich auch nicht gezahlt warum auch?
Er hat mich nie akzeptiert, er hat mich geschlagen und war ansonsten nie für mich da, für mich gezahlt hat er auch nie weshalb hätte ich für ihn zahlen sollen#nanana

Beitrag von becca78 12.10.10 - 15:14 Uhr

Hallo!

Selbst wenn du von deinem Einkommen rein rechnerisch was zahlen müsstest, gibt es aber Härtefallregelungen, wonach ein Unterhaltspflichtiger von seiner Zahlungspflicht befreit werden kann.

Beispiel: Vater hat Mutter und Kinder verprügelt (ist nachweisbar aktenkundig gemacht worden und war Bestand des Scheidungsverfahrens). In diesem Fall musste der Sohn nicht für seinen Vater aufkommen.
Es kommt also immer drauf an. Hätte der Vater sich schlichtweg nur nicht um seine Kinder gekümmert, wäre dies kein Grund für eine Zahlungsbefreiung...

Nichtsdestotrotz ist der Selbstbehalt (insbesondere in Familien) relativ großzügig bemessen. Die genaue Höhe weiß ich leider nicht mehr. Und die Überprüfung der Unterhaltspflicht ist gesetzlich vorgegeben und im BGB geregelt. Was letztendlich dabei rauskommt, kommt auf das Einkommen und den Einzelfall an.

LG,
Becca

Beitrag von king.with.deckchair 12.10.10 - 18:28 Uhr

Deine Schwiegermutter ist bescheuert, sorry, ist aber so!

Du sollst dich also beruflich klein halten und in Abhängigkeit bleiben plus Not riskieren (falls dein Ernährer ausfällt) nur damit du an die Eltern nichts zahlen musst?! Sorry, aber das ist: Bescheuert!

Wie die anderen schon schrieben, die Freibeträge sind recht hoch, außerdem kann man ggf. wegen Unbilligkeit den Unterhalt verweigern, guckst Du: http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1611.html