Faktor V Leiden: Frage an Betroffene

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Forum: Kinderwunsch

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Beitrag von dielollefrau 12.10.10 - 14:55 Uhr

Hallo Zusammen,

ich habe bereits eine Kleine Tochter. In der Schwangerschaft mit ihr wurde bei mir die Faktor V leiden Mustation (nur heterogen) festgestellt, woraufhin ich den Rest der SS Heparin gespritzt habe. Davor hatte ich eine Fehlgeburt (Abort) in der 5. SSW. Die SS mit meiner Tochter lief aber dann recht reibungslos und normal. Da es ja häufig zu einem Abort im frühen Stadium kommt, weiß ich auch nicht, ob das überhaupt was mit dem Faktor V Leiden zu tun hatte

Nun besteht wieder ein Kinderwunsch und ich habe mich jetzt ein wenig über diese Faktor V Sache informiert. Ich lese immer wieder, dass es häufig zu Fehlgeburten kommen kann und dass viele Betroffene bereits beim Kinderwunsch in Behandlung bei einem Gerinnungsspezialisten sind.

Mein Gyn weiß von meiner Geschichte, hat mir aber nicht geraten, jetzt für den zweiten Kinderwunsch irgendetwas zu unternehmen.

Ich habe daher 2 Fragen an euch:

1. Sollte ich eigenständig einen Spezialisten aufsuchen, um eventuelle FG zu vermeiden??

2. Muss man überhaupt im Vorfeld was machen (spritzen, etc.), wenn es "nur" das heterogene Leiden ist??

Danke für eure Hilfe,

die Lollefrau


Beitrag von feroza 12.10.10 - 15:06 Uhr

ich kann dazu leider nichts sagen, wünsche Dir aber ganz viel Glück!

Solltest Du weiter unsicher sein, sprich doch Deinen Gyn direkt an,
und wenn Du den Eindruck hast, der ist auch unsicher, bitte ihn,#das er Dich zu einem Spezi auf dem Gebiet schickt...

#klee

Beitrag von shorty1208 12.10.10 - 15:17 Uhr

Hallo,

ich habe ebenfalls das Faktor V-Leiden und muss mir täglich 3000 Einheiten Heparin spritzen.
Laut Gyn kann es unter Heparin zu Fehlgeburten kommen, ja. Aber, ich denke einfach positiv und hoffe das alles in Ordnung ist (habe meine erste Vorsorgeuntersuchung am Freitag).

Als mein Gyn die Schwangerschaft festgestellt hat, er hat mich gleich zu meinem Hausarzt geschickt, um das ganze mit dem Heparin abklären zu lassen.
Laut dem Hausarzt ist alles OK, meine Blutwerte waren super!
Er wird mich in 2 Monaten nach Heidelberg ins Klinikum überweisen, dort wird die Gerinnung nochmals überprüft (bei mir wurde das Faktor V-Leiden nach 2 Thrombosen festgestellt, damals sagte man mir schon "Schwanger werden können Sie, aber auf keinen Fall unter Marcumar!".
Deswegen habe ich Marcumar auch schon lange abgesetzt und mich auf Heparin einstellen lassen.

Also, lass ein großes Blutbild machen (und einen Quick falls du Marcumar nimmst) und kläre ab, wieviele Einheiten Heparin für dich gut wären.
Falls du momentan Marcumar nimmst, sofort absetzen! Unter Marcumar ist die Gefahr einer Missbildung extrem hoch!

Wenn du dir unsicher bist, dann bestehe auf eine Überweisung zu einem Gerinnungsspezialisten, die können Dir alles ganz genau erklären.
Der Termin damals im Klinikum, als die KRankheit festgestellt wurde, hat mir viel, viel Angst vor einer Schwangerschaft und den Risiken einer Fehlgeburt genommen.

LG Maxi

Beitrag von dielollefrau 12.10.10 - 15:32 Uhr

Hallo Maxi #winke

Danke für deine Antwort!! Nein, ich nehme kein Marcumar. Das ist es ja, ich nehme garnichts! Und das ist halt das, was mich wundert, wenn ich das von euch hier so lese. Hast du auch die abgeschwächte heterogene Form?

Hatte bei meinem Gyn schon nach einer Überweisung gefragt. Die Sprechstundentante meinte, ich müsse dafür für ein Gespräch nochmal vorbeikommen (obwohl ich ja erst vor ein paar Tagen da war...). So einfach stellen die keine Überweisung aus, warum auch immer #kratz

Aber ich werd nochmal hingehen. Ich will halt keine Pferde scheu machen bzw. vorschnell handeln. Ich dachte eigentlich, es wäre ausreichend, wenn mein Gyn mich behandelt. Aber wenn ich so lese, was du zum Beispiel im Vorfeld tust, dann grübel ich schon, ob das so richtig ist.

Dir auf jeden Fall ganz viel Erfolg!!!! #winke

Die Lollefrau

Beitrag von shorty1208 12.10.10 - 15:42 Uhr

Hallo Lollefrau :-),

ja, bei mir ist es homozygot, deswegen muss ich auch lebenslang Marcumar oder Heparin nehmen :-(
Deswegen eben auch das frühe Umstellen auf Heparin da Marcumar ja das Würmchen angreift.

Ich weiss nicht wie es bei der hererogenen Form aussieht, aber das ein Arzt keine Überweisung rausrücken will verstehe ich nicht, abgeschwächte Form hin oder her. Bedenken ist Bedenken und grade bei so einer Geschichte lieber 1x zu viel prüfen lassen...

LG Maxi