aus der Kirche austreten-Kirchensteuer

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Beitrag von jove 12.10.10 - 15:47 Uhr

Hallo,

hoffentlich kennt sich jemand damit aus.

Ich möchte dieses Jahr aus der Kirche austreten.
Muss ich für 2010 Kirchensteuer zahlen?
Ich arbeite nicht, meine Kirchensteuer zahlt mein Mann. Das Geld wir bei der Steuererklärung abgezogen.

#danke für die Antworten


lg

jove

Beitrag von ninnifee2000 12.10.10 - 16:05 Uhr

Meiner Meinung nach, musst du ab dem MOnat, wo deine Kündigung rechtens wird, keine Kirchensteuer mehr bezahlen. Wird sie also erst Anfang Dezember rechtens, musst du für 11 Monate Kirchensteuer zahlen.

Aber das ist meine Auffassung von Recht...

Beitrag von mel130180 12.10.10 - 16:22 Uhr

Hi,

du bekommst vom Amtsgericht so einen Bescheid, mit dem man beim Einwohnermeldeamt die Steuerkarte ändern lassen kann. (Ab dem Zeitpunkt des Austritts wird das auch berechnet.) Da das auf dich nicht zutrifft, vermute ich dass du diesen Bescheid einfach bei der Steuererklärung beifügen musst.

Warum muss dein Mann für dich Kirchensteuer zahlen, wenn du gar keinen Verdienst hast?

Gruß
Mel

Beitrag von jove 12.10.10 - 21:15 Uhr

Hi,

ich kann dir leider nicht sagen. Wir zahlen nicht so viel, aber trozdem...

lg

Beitrag von imzadi 13.10.10 - 14:11 Uhr

Das ist so üblich, mein Vater musste auch immer die katholische Kirchensteuer für meine Mutter bezahlen und natürlich seine evangelische.

Nur weil man nichts verdient bedeutet das für die Kirche noch lange nicht das sie nicht kassieren.

Beitrag von nick71 12.10.10 - 16:52 Uhr

M.W. endet die Kirchensteuerpflicht mit dem Tag des Austritts bzw. am darauffolgenden Tag.

Ich verstehe allerdings nicht, warum dein Mann für dich Kirchensteuer zahlen muss, wenn du gar kein Einkommen hast. Hast du da vielleicht was missverstanden?

Der Austritt ist übrigens gebührenpflichtig...zumindest ist das bei uns so.

Beitrag von jove 12.10.10 - 21:24 Uhr

Hi,

es wurde vom Finanzamt von der Steuer abgezogen,

lg

Beitrag von lisasimpson 12.10.10 - 22:26 Uhr

wenn beide gemeinsam veranlagt werden muß auch der partenr kirchensteuer zahlen, der keine Kirche angehört- das ist heftig, finde ich!

lisasimpson

Beitrag von anyca 12.10.10 - 22:50 Uhr

Das hat schlicht den Grund, daß nicht der gutverdienende Ehemann austreten soll und die "arme" Hausfrau bleibt Kirchenmitglied, damit die Kinderchen wie es sich gehört zur Konfirmation / Kommunion gehen können - nur kosten soll es nix ...

Beitrag von jove 13.10.10 - 07:03 Uhr

Wenn du zahlst, meinst du bist du gläubiger als nicht zahlender?
Oder willst du dir ein Platz im Paradies kaufen?


Glauben an Gott und Kirchensitten sind für mich zwei verschiedene Welten.


lg




Beitrag von nele27 13.10.10 - 09:37 Uhr

Nur vom Glauben allein kann aber die kirchliche Infrastruktur nicht erhalten werden... oder denkst Du, die Pastoren, Kirchgebäude, der Konferunterricht, die Angebote der Diakonien etc. finanzieren sich von allein???

Beitrag von jove 13.10.10 - 14:52 Uhr

Das zahlt doch der Stadt, haben wir schon öfters gehört.

Kirchen in anderen Ländern kommen auch ohne Kirchensteuer aus und die kirchliche Infrastruktur bricht nicht zusammen.

Beitrag von anyca 13.10.10 - 10:01 Uhr

Wo liest Du das denn raus? Selbstverständlich kannst Du ohne Kirchenmitgliedschaft gläubig sein - nur sollte man eben nicht die kirchliche Infrastruktur in Anspruch nehmen, wenn man nicht bereit ist, sie mit zu finanzieren.

Beitrag von demy 13.10.10 - 12:45 Uhr

Hallo,
das kommt natürlich darauf an welche kirchliche Infrastruktur man nicht mehr nutzen sollte.

Die Infrastruktur die durch die Kirche selbst finanziert wird, oder die, die nur durch die Kirche geleitet und verwaltet wird, aber komplett durch allgemeine Mittel (allgemeine Steuern, allgemeine Spenden, Beiträge) finanziert wird?

Wie es zum Beispiel bei kirchlichen Kindergärten, kirchlichen Krankenhäusern, kirchlichen Rettungsdiensten, kirchlichen Altenheimen usw. der Fall ist.
Dort werden keine bis kaum Kirchensteuern zum finanzieren dieser Einrichtungen herangezogen.

Die oben genannten Einrichtungen kann man ruhigen Gewissens weiternutzen wenn man aus der Kirche ausgetreten ist, da die weiter von jedem Steuerzahler und Beitragszahler zur Kranken und/oder Sozialversicherung finanziert werden.

Gruß
Demy

Beitrag von anyca 13.10.10 - 20:05 Uhr

Ich rede jetzt von Hochzeit, Konfirmation, Beerdigung, nicht von Krankenhäusern, Kindergärten etc., wo man ja ganz normal bezahlt. Das ist selbstverständlich unabhängig von Kirchenzugehörigkeit und Konfession.

Meine katholischen Neffen sind im evangelischen Kindergarten, meine noch ungetaufte Tochter (mit evangelischen Eltern) ist im Kindergarten bei den Baptisten :-)

Und im KH wird vor der Blinddarm-OP sicher auch nicht nach dem Glaubensbekenntnis gefragt, sondern nur nach der Versicherungskarte ;-)

Beitrag von nick71 13.10.10 - 17:38 Uhr

"Glauben an Gott und Kirchensitten sind für mich zwei verschiedene Welten."

Das ist grundsätzlich richtig...mit dieser Haltung sollte man die Kirche aber auch konsequent meiden.

D.h.: keine kirchliche Trauung, keine Taufe/Konfirmation der Kinder, keine Inanspruchnahme eines kirchlichen Kindergartens, keine Beisetzung auf einem kirchlichen Friedhof etc. etc.

Leute, die sich aus allem nur die Rosinen rauspicken, sind mir zuwider...



Beitrag von lisasimpson 13.10.10 - 07:48 Uhr

die kirche möchte ich sehen, die "die kinderchen" nicht zur konfirmation/ kummunion zuläßt, nur weil die eltern nicht mehr Kirchenmitglied sind.
die würden nen teufel tun und neue mitglieder vergraueln

lisasimpson

Beitrag von anyca 13.10.10 - 20:41 Uhr

O.k., Konfirmation war das falsche Beispiel, weil die "Kinder" dann ja religionsmündig und keine Kinder mehr sind.

Aber ich kenne es schon so, daß Kinder nicht als Säuglinge getauft werden, wenn beide Eltern nicht (mehr) in der Kirche sind. Selbstverständlich können sie sich später selber für eine Taufe (und damit für Kirchenmitgliedschaft) entscheiden, ist ja klar.

Beitrag von nobility 12.10.10 - 17:57 Uhr

Wer aus der Hl. Kath. Kirche austritt und dem Papst den Rücken kehrt - welch ein Frevel - kommt als Todsünder in die ewige Hölle Hölle

Beitrag von monchibaer 12.10.10 - 19:32 Uhr

#rofl#rofl#rofl der war gut

Beitrag von hauke-haien 13.10.10 - 09:37 Uhr

Wir kommen sowieso alle in die Hölle...


http://www.geistigenahrung.org/ftopic1815.html

... und erfrieren dort #zitter

Beitrag von icecream 12.10.10 - 19:27 Uhr

Hey,

die Kirchensteuer wird fällig bis zum Tage des Austritts,
d.h. wenn Du z.B. zum 01.11.2010 aus der Kirche austrittst, dann wird für das Jahr 2010 nur für 10 Monate Kirchensteuer berechnet.

Wenn Du schreibst, dass das Geld bei der Steuererklärung abgezogen wird, gehe ich davon aus, dass Dein Mann kein Mitglied der Kirche mehr ist.

In diesem Fall wird ihm in der Lohnabrechnung keine Kirchensteuer abgezogen,
Euch jedoch in der Steuererklärung der Mindestbetrag an Kirchensteuer für Dich berechnet.

Dies ist dann für das Jahr 2010 anteilig.

Der Steuererklärung 2010 unbedingt eine Kopie der Kirchenaustrittserklärung beifügen.

Gruss

Beitrag von jove 12.10.10 - 21:29 Uhr

Hi,

ja genau, mein Mann ist kein Mitglied der Kirche mehr.

vielen Dank für die Antwort