Streit mit Mann wegen einer Geldangelegenheit! Liege ich so falsch?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von Schäfchen 12.10.10 - 16:12 Uhr

Hallo ihr Lieben!

Hier geht es jetzt nicht um etwas Dramatisches, sondern um eine reine Grundsatzfrage über die ich mich mit meinem Mann gestritten habe.
Ich bin wirklich sehr auf Eure Meinungen gespannt!

Thema: Lasse ich mir einen Freundschaftsdienst bezahlen oder nicht?!

Ich muss kurz etwas ausholen um zu erklären, um was es geht.

Ich bin zur Zeit im Erziehungsurlaub. Mein Mann arbeitet voll. Bis vor kurzem habe ich einen 400€ Job gehabt. Die Firma hat aber dicht gemacht.

Mein bester Freund ist Versicherungsfachmann nach §34. Insider wissen, was das heißt. Kurz: Er hat eine eigene Agentur eines großen Versicherungskonzerns. Stellt Euch einfach Euren AXA, Allianz, Provinzialfachmann vor. ;-)
Letzte Woche musste mein bester Freund beruflich für einige Tage verreisen. Das ließ sich auch nicht verschieben. Dummerweise waren alle seine Mitarbeiter richtig übel krank oder im Urlaub.
Da ich selbst aus der Branche komme und er anscheinend ein riesengroßes Vertrauen in mich hat #schwitz hat er mich Mittwochnachmittag ganz spontan um Hilfe gebeten und gefragt, ob ich zwei Tage lang das Telefon bewachen und die Agentur geöffnet halten kann.
Natürlich habe ich gesagt, dass ich ihm helfe.
Es ging da wirklich nur drum den Leuten zu sagen "bitte kommen Sie Montag wieder" und dringende Angelegenheiten wie z.B. einen Schadensfall an den Konzern weiterzugeben, Rückrufe zu vereinbaren etc.
Nichts weltbewegendes und es war auch noch fast nichts was los.
Hab die halbe Zeit Sudoku gespielt und mein Buch gelesen. ;-)

Es war halt ein Freundschaftsdienst. Wie gesagt, er ist mein bester Freund und brauchte dringend Hilfe.
Gestern war er kurz hier und ich hab ihm seinen Schlüssel wieder gegeben. Dabei sagte er mir, dass er sich die Tage bei mir melden würde, damit wir das ordentlich abrechnen können.
Ich war etwas baff und hab ihm dann erklärt, dass ich kein Geld von ihm annehme.
Mein Mann ist deswegen sauer auf mich und versteht meine Einstellung überhaupt nicht.
Es geht da um einen kleineren, dreistelligen Betrag.
Ok, wir sind nicht reich und ein klein wenig Zuverdienst tut uns immer mal ganz gut. Deshalb hatte ich ja neben der Elternzeit noch den kleinen Minijob. Aber wir sind nicht drauf angewiesen.
Und das war für mich kein Job.
Das war ein Freundschaftsdienst. Er ist mein bester Freund, von dem nehme ich doch kein Geld an. #schock
Er hat mich um Hilfe gebeten, ich habs gemacht und das wars.
Er hätte mich genauso bitten können die Katze zu füttern oder so. Das macht für mich keinen Unterschied.
Zumal er das Geld ja wirklich aus eigener Tasche an mich zahlen würde, da ich ja mit dem Konzern nichts zu tun habe und ja eigentlich auch "illegal" da gesessen hab. Ohne Datenschutzvereinbarung und so.
Ich hab wirklich nur das Telefon bewacht und ab und zu mal ne Notiz geschrieben.
Alles in mir sträubt sich dagegen Geld dafür anzunehmen.

Mein Mann ist deswegen sauer auf mich. Liege ich so falsch?
Für mich war das wirklich nur ein Freundschaftsdienst. Mein bester Freund sagte, ich bekomme das, was jeder andere auch bekommt. Die "anderen" sind aber seine Angestellten.
Ich bin nicht seine Angestellte; ich bin seine Freundin. Ich arbeite nicht "für ihn".
Ich kann es nur noch mal wiederholen: Ich möchte kein Geld von meinem besten Freund für einen Gefallen annehmen. Für mich war das selbstverständlich und ich hab ihm sehr gern aus der Patsche geholfen.

Wie seht Ihr das?

Danke schon mal!!



Beitrag von Wolfkäppchen 12.10.10 - 16:15 Uhr

Dein Mann spinnt.
Lass ihn reden und hör einfach nicht zu. Der hat sich da nicht einzumischen.

Beitrag von thyme 12.10.10 - 16:21 Uhr

Er ist dein Freund, aber du hast für ihn einen Job erledigt. Ich würde das Geld annehmen. Ansonsten steht er in deiner Schuld. Mir wäre das in seiner Situation unangenehm.
Wenn du kein Bargeld annehmen kannst, kann er dir ja zb ein Gutschein für ein Abendessen oder ähnliches geben, dann kannst du dir mit deinem Mann einen gemütlichen Abend machen.

LG thyme, die immer dafür ist, reinen Tisch zu machen in Gelddingen.

Beitrag von thyme 12.10.10 - 16:21 Uhr

PS Ich würde mich auch das Füttern einer Katze materiell bedanken

Beitrag von Schäfchen 12.10.10 - 16:31 Uhr

Danke für Deine Antwort.

Würde er mich nen Strauss Blumen mitbringen oder meinetwegen auch ein Abendessen spendieren, wäre das ok für mich. Das wäre was "Persönliches".
Ich erwarte zwar wirklich keine Gegenleistung, würde aber auch verstehen, wenn er sich revanchieren möchte. Was tatsächlich nicht nötig ist, denn ich habe es gern gemacht und es ist ja auch nicht so, dass er in den Jahren unserer Freundschaft noch nie was für mich gemacht hätte.
Er war immerhin mein Trauzeuge. ;-)

Es geht hier rein um die Ansicht meines Mannes zu dem Thema. Der möchte das ich das GELD annehme. Er ist vom Typ her ein wenig geizig...

Ich bin auch immer dafür in Gelddingen reinen Tisch zu machen. Für mich war das aber keine Geldangelegenheit. Er ist mir in meinen Augen nichts schuldig. Hätte ich das jetzt zwei Wochen am Stück gemacht - okay! Aber 1,5 Tage Sudoku spielen rechtfertigen für mich nicht den vollen Stundenlohn, den er mir zahlen möchte.
Ich würde mir wirklich vorkommen wie seine Angestellte.

Aber vielleicht seh ich das doch falsch... #gruebel

Beitrag von thyme 12.10.10 - 16:34 Uhr

Ich denke, es ist besser, beruftliches von der Freundschaft zu trenen. Du hast ihm in seiner Firma aus der Patsche geholfen, hätte er jemanden Fremdes dafür organisieren müssen, hätte er genauso bezahlt, Sudoku hin oder her.
Was deinen Mann angeht: Ich finde nicht, dass es ihn was angeht wie du das regelst. Es sei denn, ihr müsst wirklich jeden Cent umdrehen.

LG thyme

Beitrag von Schäfchen 12.10.10 - 16:39 Uhr

Nein, müssen wir nicht. Wir habens nicht Dicke, aber es langt für ein vernünftiges Leben.
Ich würde das auch gern mit meinem Freund persönlich klären und finde es nicht schön, dass mein Mann sich da so einmischt.

Danke für Deine Meinung.
Ich bin nicht materiell eingestellt und versuche gerade Geld immer aus einer Freundschaft heraus zu halten. Würde mir auch nie Geld von Freunden leihen oder so.
Ich hab diese Angelegenheit aber auch gar nicht "beruflich" gesehen, nur weil es zufällig sein Arbeitsplatz war, an dem er meine Hilfe brauchte.
Vielleicht sollte ich das machen...

Beitrag von thyme 12.10.10 - 16:45 Uhr

Wie gesagt, ICH würde es so machen wollen, wenn ich an der Stelle deines Freundes wäre. Wolltest du kein Geld, so würde ich mich anders bedanken wollen.

LG thyme

Beitrag von ug2712 12.10.10 - 16:22 Uhr

Hallo,

also ich mache solche und noch ganz andere Dinge auch gern und selbstverständlich unentgeltlich für meine besten Freunde.
Dafür helfen sie mir dann auch mal wieder und so ist das Ganze ausgeglichen.
Sobald es aber nicht mehr ausgeglichen ist und sich im Dienstbereich befindet, rechne ich auch mal ganz offiziell nach Absprache ab.

Ich weiß nun nicht, wie es bei euch mit der Ausgeglichenheit aussieht?

Im übrigen ist es deine Angelegenheit solange es eine einmalige Sache bleibt und deine Familie nicht darunter leidet.

Beitrag von mrsviper1 12.10.10 - 16:28 Uhr

Hallo,

Ich würde dafür auch kein Geld nehmen denn es war ja ein Freundschafts dienst und keine Arbeitsverhältnis.
Ich kann dich da gut verstehen und finde das dein Mann gar keinen Grund hat sauer zu sein, weil du kein Geld annehmen willst.


Lg Tina

Beitrag von zeitblom 12.10.10 - 16:40 Uhr

Ich finde, Dein Mann sollte es Dir ueberlassen....

Beitrag von badguy 12.10.10 - 16:41 Uhr

Wenn ich helfe, mache ich das gerne und erwarte keine Bezahlung dafür. Auf einer Gehaltsliste mag ich nicht auftauchen aber ein kleines Dankeschön annehmen. Aber mit dem Kommentar, dass ich das an sich nicht erwarte.

Beitrag von lambada123 12.10.10 - 17:11 Uhr

hallo,

also geld würde ich auch auf keinen fall annehmen.
ich würde sagen, er soll dir bei nächster gelegenheit einen drink spendieren und gut is.
im freundeskreis ist es doch normal das man sich gegenseitig hilft, sowas gleicht sich meist schnell wieder aus.

lg #blume

Beitrag von mindgames 12.10.10 - 18:56 Uhr

Du hast Dir diese gewisse Zeit fuer DIESE Arbeit reserviert. Dein Freund konnte guten Gewissens weg sein, weil er wusste, dass jemand vom FACH fuer diese kurze Zeit den Laden schmiss. Fuers Blumen giessen haette er irgend jemanden fragen koennen. Und um Trauzeuge zu sein, braucht man auch keine spezielle Ausbildung. In diesem Fall konnte er aber wirklich kurzfristig nur auf Dich zaehlen. Das ist fuer mich ein typischer Fall von Angestellten-Arbeitgeber-Verhaeltnis, Freundschaft hin oder her. Da koennte ich immer guten Gewissens das Geld annehmen ;-)
Ich kann Deinen Mann verstehen: Du hast die paar hundert Euro ausgeschlagen, obwohl Dein Freund quasi vor Deinen Augen damit rumgewedelt hat #nanana

Beitrag von echtjetzt 13.10.10 - 11:52 Uhr

Sorry, aber was geht das denn ihren Mann an?!

Mag sein, dass er anderer Meinung ist und das Geld angenommen hätte, aber er hat wohl kein Anrecht, das von seiner Frau zu verlangen..

Beitrag von felli1986 12.10.10 - 20:09 Uhr

Ich kann deinen Mann verstehen!

Vor allem finde ich denen besten Freund aber sehr anständig! Ich fänd es auch seltsam Geld von meiner besten Freundi anzunehmen aber du hast für ihn gearbeitet auch wenn nicht viel zu tun war! Ich finde eine Entlohnung dafür nur in Ordnung!

Liebe Grüße!

Beitrag von Cinderolla 12.10.10 - 21:20 Uhr


Hi,
also eigentlich ist das deine Sache. Wenn dich dein bester Freund auch genauso unterstützt, ist es O.K., wenn du kein Geld nimmst.

Ein Gutschein wäre allerdings auch in Ordung. Solange dein Freund nicht ganz knapp bei Kasse ist.

LG

Beitrag von aeternum 12.10.10 - 21:54 Uhr

Aloha,

ich sehe es wie Du - ich würde auch kein Geld annehmen, hätte es aber, wie Dein Freund es getan hat, auch angeboten.

Ich find's genau richtig, wie ihr beide die Angelegenheit handhabt & denke, Dein Mann hat vielleicht seine eigene Meinung (die mich wundert), aber in dem Fall gibt es keinen Kompromiss.

Liebe Grüße,

Ae

Beitrag von noname4all 12.10.10 - 22:15 Uhr

Hier wird z.T, bzw. oft die Meinung vertreten, das ginge Deinen Mann nicht an oder er würde spinnen. Da bin ich anderer Auffassung. Grundsätzlich halte ich Deinen Mann für "Einmischungsbefugt" in jeder Hinsicht.

Ich selbst halte es aber so, dass ich von diesem Recht so gut wie nie Gebrauch mache. Wenn mich meine Frau um Rat oder die Meinung fragt, äußere ich mich dazu, ansonsten lass ich sie machen was sie will und wie sie es will. In den äußerst seltenen Fällen - ich kann mich momentan an 2 in unserem ganzen gemeinsamen Leben erinnern - behalte ich mir durchaus ein Vetorecht vor. Was von ihr auch beachtet wird, weil sie mit mir -das ist eine Vermutung von mir- offenbar die Erfahrung gemacht hat, dass ein Veto, Vorbehalt o.ä nicht unbegründet, sodern i.d.R. zu ihrem Vorteil und Schutz gereicht.
Sie andererseits ist nicht von einem "Durchsetzungwahn" besessen oder glaubt einen Präzedenzfall konstruieren zu müssen um die Frage, wer nun 'das letzte Wort', kurz gefasst, wer ist der Kaptian, zu klären. Dafür liebe ich sie sehr.

Zurück zu Deinem konkreten Fall:

1) Ein Freundschaftsdienst, ist ein Freundschaftsdienst. Das sollte VORHER geklärt bzw. klar sein.

2) Wenn beide davon ausgegangen waren, dass es sich um einen Gefallen handelt, hätte ich als Dein Freund Dir eine Aufmerksamkeit (kleines Geschenk o.ä; vermutlich sogar an BEIDE EHEPARTNER zukommen lassen [z.B. 2 Kino- oder Theaterkarten o.ä])

3) Wenn Du vorher (und er auch) davon ausgegangen bist, Du bist in einem Freundschaftsdienst tätig, dann würde es mich stutzig machen, wenn mein Freund hinerher meint "lass uns das ordentlich abrechnen". Und zwar aus folgendem Gründen:
a) Selbstverständlich möchte man als Freund nicht einfach nur eine Dienst in Anspruch nehmen, sonder -das ist legitim- sich auch erkenntlich zeigen (was aber i.d.R. durch eine Freundschaftsgabe erfolgt).
b) Es erfordert auch ein gewisses Freundschaftsbewusstsein, mal etwas "schuldig" bleiben zu können.
c) Überfordert es meinen "Freund" mir im Zweifel eben auch einen Gefallen zu schulden und besteht er absolut auf eine cent-genauen Abrechnung (wie sollte die Gehen, wie wird eine solche Notaushilfe bewertet? Üblicher Stundenlohn? Denkbare, mögliche Schadenssummen im Falle einer Nichtbesetzung und folglichem Organisationsverschulden in einem Schadenersatverfahrenß) würde ich mir unsicher werden, ob meine Freund, mich auch als seinen Freund sieht?

Beitrag von anyca 12.10.10 - 22:40 Uhr

Naja, bei einem wirklich beruflichen Aushelfen finde ich es schon richtig, daß das auch bezahlt wird - und wenn ihr es nicht sooooo dicke habt, wäre ich an Stelle Deines Mannes wohl auch etwas enttäuscht.

Wie würdest Du es denn sehen, wenn er für einen Kumpel beruflich einspringen würde und die angebotene Bezahlung nicht annähme?

Auch wenn Du vielleicht den größten Teil der Zeit nichts zu tun hattest, Du hast immerhin zwei Tage ZEIT nicht mit / für Deine Familie genutzt, sondern für den Kumpel. Das ist schon was anderes als mal 10 Minuten Katze füttern!

Beitrag von Schäfchen 13.10.10 - 11:14 Uhr

Danke für Eure Antworten und Meinungen!

Interessant, es scheint auch hier zwei "Lager" zu geben.

Tja, ich muss mal sehen, wie ich das jetzt mache.

Natürlich ist mir die Meinung meines Mannes wichtig und er hat natürlich auch ein "Einmischungsrecht". :-)
Genau wie ich es umgekehrt habe. Wir führen meiner Meinung nach eine sehr partnerschaftliche und gleichberechtigte Ehe.
In diesem Fall geht es nur um meine Prinzipien.
Mal überlegen... Als er mich gefragt hat, ob ich ihm helfe habe ich spontan alle Hebel in Bewegung gesetzt um ihm tatsächlich helfen zu können.
Kinderbetreuung, Auto usw.
Ich hätte das aber natürlich nicht machen MÜSSEN; es war in meinen Augen wirklich nur ein reiner Freundschaftsdienst - den ich in der gleichen Situation letzte Woche für jemand anderen nicht gemacht hätte, da unsere Tochter krank war und ich selbst auch schon angeschlagen war.
Für mich war es ein rein privater Gefallen aus Freundschaft.

Andererseits ist es natürlich richtig, wenn ihr sagt, dass ich ihn an seinem ARBEITSPLATZ ausgeholfen habe. Das rechtfertigt natürlich auch, wenn ich Geld annehmen würde, dass er mir von selbst anbietet.
Ich an seiner Stelle hätte das sicher auch angeboten.
Jemand hat hier geschrieben, dass es damit so eine Art "Arbeitgeber-Angestellten Situation" wird. Und genau das ist es, was mich stört.
Wenn ich dieses Geld annehme, gerät unsere Freundschaft in meinen Augen in dem Moment in eine Schieflage; es kommt eine Hierarchie rein.
Er ist nicht mein Boss; ich bin nicht seine Angestellte.
Ich hab ihm freiwillig einen Gefallen getan, einfach weil er Hilfe brauchte.
Und im Gegenzug erwarte ich nichts dafür.
In meinen Augen bleibt er mir auch nichts schuldig. Er hat mir ja fair das Geld angeboten und ich lehne es freiwillig ab.
Da kann ich dann ja nichts anderes "einfordern". Das würde ich auch nie wollen. Für mich wäre die Sache einfach abgehakt.

Ich verstehe natürlich trotzdem meinen Mann und ich respektiere auch, dass er eine andere Meinung dazu hat.
Aber so bedürftig sind wir nicht, dass ich mir diese Prinzpientreue nicht leisten könnte.
Ich würde mich einfach absolut unwohl fühlen, von meinem besten Freund Geld anzunehmen - und der ist so gut situiert, dass es bei ihm wirklich nicht drauf ankommt.

Ihr könnt mich gern albern nennen aber es ist so:
Wenn ich jetzt - um mal irgendeine Zahl zu nennen - 100€ in bar dafür bekommen würde, hab ich ein Problem damit und mag das nicht annehmen.
Würde er mir als Dankeschön für 100€ Pralinen kaufen (und nen Gutschein fürs Fitnessstudio anschließend *gg*), hätte ich damit wahrscheinlich weniger Probleme.

Interessant, dass eine eigentlich nicht wirklich wichtige Frage mich so zum grübeln bringt...

Tja, ich werd in Ruhe drüber nachdenken. Da ich inzwischen völlig krank bin und im Bett liege, sehe ich ihn die nächsten Tage nicht.
Aber momentan tendiere ich wirklich dazu, dass Geld nicht anzunehmen und ihm zu sagen, dass die ganze Angelegenheit für mich damit auch abgehakt ist.
Er ist mir in keiner Weise etwas schuldig.
Im Gegenteil. Er ist mein bester Freund. Er hat schon viel für mich getan und beweist oft eine unglaubliche Geduld mit mir. *g* Mehr als man mit Geld je aufwiegen könnte.

Vielen Dank für Eure Denkhilfe. Es ist gut mal solche und solche Meinungen zu hören!

Beitrag von echtjetzt 13.10.10 - 12:07 Uhr

Ich würde auch nichts dafür nehmen, wenn das nicht öfter vorkommt.

Beitrag von lbeater01 13.10.10 - 13:08 Uhr

Hallo,

ich würde das so sehen: Wenn es deinem Freund ein Bedürfnis ist, dann würde ich das Geld annehmen, vielleicht nicht die Ganze Summe.

Ansonsten würde ich mich, anstelle des Freundes, auf andere Weise revanchieren. Z.B. dich/euch zum Essen einladen oder einen Gutschein ausstellen.

ich hätte wohl auch das Bedürfnis meiner besten Freundin etwas zu geben, wenn sie mir geholfen hat.

LG
Janina

Beitrag von frauke131 13.10.10 - 13:27 Uhr

Schwierig. Ich kenne ja euer Verhältnis nicht. Im Grunde ist ja in eurer Freundschaft alles in Ordnung: Er hat nicht erwartet, dass Du Dich kostenfrei dort hinsetzt und Du nicht, dass er Dich bezahlt. Ich denke, das musst Du mit Deinem Freund klären und Dein Mann sollte sich da nicht einmischen.