Kiga Eingewöhnung

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von rina07 12.10.10 - 17:27 Uhr

Hallo zusammen!

Ich habe mal eine Frage an die erfahrenen Mamis mit Kiga-Kindern und der Eingewöhnung.
Meine Kleine ( 2 1/2)geht seit letzte Woche Montag in den Kiga.Ich habe dort auch so ein Konzept ausgedruckt bekommen, wo die einzelnen Phasen beschrieben werden wie es alles gehen soll. Aber ich fühle mich total unsicher und habe das Gefühl es wird sich gar nicht darum bemüht das Amelie sich ein eingewöhnen kann. Es wurde gesagt das man die ersten 2-3 Tage in der Gruppe mit drin bleibt, dann langsam raus geht und auf dem Flur wartet und das die Zeiten langsam gesteigert werden bis man nachher mal für eine Stunde zum einkaufen geht und das Kind ganz alleine in der Gruppe bleibt usw.
Bisher war ich die ganze erste Woche in der Gruppe drin und Amelie hat fast nur mit mir gespielt. Zwar sind die Erzieher auch ab und zu auf sie zugegangen und haben mal kurz mit ihr gespielt oder mit ihr gesprochen aber sich dann wieder weg gedreht und den normalen Ablauf in der Gruppe weiter gemacht.
Es hat keiner gefragt ob Amelie mal frühstücken möchte, ob sie was trinken möchte oder ob sie zur Toilette muß.Das habe ich alles mit ihr gemacht. Habe auch das Gespräch gesucht ob es ok ist das ich das alles übernehme und ob es nicht sinnvoller wäre wenn die Erzieher mehr Aufgaben übernehmen damit Amelie sich auch an sie gewöhnt aber sie meinte nur ich würde alles richtig machen.
Gestern hat sie angefangen alleine mit anderen Kindern zu spielen und da bin ich auf die Erzieher zu gegangen und habe von mir aus gesagt ob es nicht Sinn machen würde das ich jetzt mal die Gruppe verlasse und auf dem Flur warte um zu schauen wie Amelie zurecht kommt. Ja wäre in Ordnung können wir ja mal ausprobieren war die Antwort. Mir fehlt ein bißchen diese Anleitung weil eigentlich ja die Erzieher wissen müßten wie am besten so eine Eingewöhnungszeit abläuft und nicht das bestimmt, oder?
Ich also auf dem Flur gesessen und da ging ständig die Türe auf weil immer einer von den Kleinen in den Flur gelaufen kam und da hat sie mich gesehen und kam natürlich wieder nur zu mir gerannt. Dann lief sie in den Toilettenraum mit noch einem Mädchen und ich dachte diesmal wirklich ich lass es jetzt mal Aufgabe von den Erziehern sein nach ihr zu schauen weil ich ja nicht ewig draußen sitzen werde und immer aufpasse welche <kinder die Gruppe verlassen.
Eine kam dann auch und schaute und hat dann einfach Amelie an der Hand genommen und gesagt sie solle aus dem Toilettenraum kommen. Da fing sie natürlich an zu weinen,kam zu mir gerannt und sagte sie müsse zur Toilette. Ich mit ihr gegangen und habe dann die Erzieherin gebeten drauf zu achten das sie zwischendurch mit ihr auf Toilette gehen.
Dann hat von den Erziehern bisher niemand darauf geachtet das Amelie dort frühstückt. Wenn die Gruppe dann raus auf den Spielplatz geht bekommt sie dann Hunger und dann heißt es sie muß lernen das nach 10.30 Uhr nicht mehr gefrühsztückt wird. Ist ok, kann ich verstehen, diese Regeln muß sie lernen.......aber sie ist doch neu, noch keine 2 Jahre alt und da kann doch nicht erwartet werden das sie von selbst bis 10.30 Uhr ihr Frühstück ausgepackt und gegessen hat, oder?
Ich würde gerne wissen ob das normal ist und ich vielleicht überreagiere weil ich echt am überlegen bin einen anderen Kiga zu suchen.....

Danke für lesen und das viele #bla aber ich mußte mir einfach mal Luft machen!

LG Carina

Beitrag von tweetie274 12.10.10 - 21:14 Uhr

Hallo Carina,

irgendwie habe ich den Eindruck, dass da was ganz gewaltig schief läuft bei eurer Eingewöhnung.

Dass du in den ersten Tagen ganz dableiben sollst, hat den Sinn, dass deine Tochter dich als "sicheren Hafen" hat, und von dort aus, die Gruppe/den Kiga erkunden kann. Grundsätzlich solltest du als Elternteil während der Eingewöhnung NICHT mit deinem Kind spielen, damit es nicht davon ausgeht, dass du ständig als Spielpartner dableibst. Die Erzieherinnen (am besten eine Bezugserzieherin) sollten in dieser Phase versuchen, eine Beziehung zu deiner Tochter aufzubauen, damit du in der kommenden Zeit deine Abwesenheitsphasen steigern kannst.

Zum Frühstück würde ich einfach vorschlagen, dass du darum bittest, deine Tochter rechtzeitig zu erinnern, bis sie die Abläufe einigermaßen verinnerlicht hat. Ich finde es bei einem gleitenden Frühstück sowieso wichtig, alle Kinder nochmal dran zu erinnern, bevor "die Frist abgelaufen ist".

LG, Ulla

Beitrag von zahnweh 12.10.10 - 23:10 Uhr

Hallo,

meine kam mit 3 Jahren in den Kindergarten.

am ersten Tag kam sofort ihre Bezugserzieherin auf uns zu, setzte sich beim umziehen daneben und verwickelte sie in ein Gespräch. Da meine schon ein anderes Kind kannte, war sie sofort im Raum verschwunden.

am zweiten Tag wollte sie Mama dabeihaben. Ich blieb noch eine Stunde mit dabei. Irgendwo in einer Ecke, aber wichtig. Die Erzieherinnen haben sie immer wieder angesprochen und ein bisschen "geleitet". oder sie haben ihr andere Kinder vorgestellt. Schau mal das ist der xy und er mag ..... was magst du?

am dritten Tag ging es mir nicht gut, aber es ging super. Die Erzieherinnen haben sie sofort herzlich in Empfang genommen. Hallo ... schön dass du da bist! Wollen wir mal schauen, was die anderen Kinder machen?

Ok, meine ist jetzt schon 3 Jahre alt. Aber ich fand es einfach super.
Die ersten Wochen setzte sich die Bezugserzieherin morgens IMMER neben sie, während ich meinem Kind die Schuhe wechselte, verwickelte sie ins Gespräch oder erzählte ihr einfach etwas und machte meine neugierig. :-)

Momente, in denen sie heim wollte, hatte sie zwischendurch. Aber immer mit individueller Betreuung (meine reagierte anders als die meisten Kinder und darauf gingen die Erzieherinnen ein; so wie sie auf jedes Kind eingehen)

Bei euch wundert mich das recht große Desinteresse doch sehr!
Zumal sie deine Tochter noch nicht mal gefragt hat, ob sie muss und sie einfach nur rausgeholt hat!

Bei uns schauen die Erzieherinnen häufiger mal in den Nassbereich. Fragen wer grad drin ist, fragen ob jemand Hilfe braucht (egal welchen Alters!) und lotsen die Kinder, die fertig sind mit Hände waschen wieder raus.