Demenz / Alzheimer in der Familie

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von schneeflocke75 12.10.10 - 22:50 Uhr

Ich weiß jetzt gar nicht, ob ich hier richtig bin.

In unserer Familie hat der Opa Demenz / Alzheimer - man merkt es auch am Verhalten.

Kann sich so was auf das Enkelkind auswirken?
Es handelt sich um ein Kindergartenkind.

Man sagt ja, dass sich Demenz / Alzheimer auf Familienangehörige "überträgt", wenn man oft mit diesem Menschen Kontakt hat - ohne professionelle Hilfe.

Ich habe nur Angst, dass sich da irgendwas - z.B. Verhaltensauffälligkeiten, Sprachstörungen, usw. auf das Kind überträgt.

Beitrag von imzadi 12.10.10 - 23:20 Uhr

An sich würd ich sagen Google nach dem Thema.

Aber wahrscheinlich hast du es morgen eh wieder vergessen was du gelesen hast, wenn es nun schon bei Kindergartenkindern in Verdacht steht anzugreifen.

Beitrag von curlysue2 12.10.10 - 23:39 Uhr

Hi,

ist der Opa in ärzticher Betreuung? Oder vermutet Ihr nur, dass es Demenz ist?

Wenn das dem Enlekind vernünftig erklärt wird und ihm die Fragen, die es stellt auch beantwortet werden, dürfte das Kind damit eigentlich umgehen können. Meine Schwiegermutter hat Demenz und lebt inzwischen im Heim, zuhause pflgen war leider nicht möglich, aber wir besuchen sie regelmäßig, mein Mann sogar fast täglich. Unser Sohn ist inzwischen sechs, die Demenz fing aber schon vor einiger Zeit an, da war er noch im Kiga. Er geht damit besser und natürlicher um als manch Erwachsener. Im Schnitt sieht er sie einmal in der Woche, manchmal auch öfter. Allerdings versuchen mein Mann und ich auch relativ offen mit dem Thema umzugehen und seine Fragen kindgerecht zu beantworten. Ausserdem respektieren wir auch seine Grenzen, indem er der Oma z.B. nicht die Hand oder einen Kuss geben muss, wenn er nicht will.

Auch mein Opa hatte die letzten Jahre Demenz, unser Sohn hatte auch Kontakt zu ihm (und er hat durch diese Kontakte keinen Schaden davon getragen).

Es gibt Kindergruppen oder Kindergärten, die arbeiten sogar mit Heimen zusammen und besuchen in regelmäßigen Abständen die alten Leutchen. Natürlich sind dann Eezieher und Pflegepersonal dabei. Der Kiga unseres Sohnes macht das mit den Vorschulkindern. Und was soll ich sagen - es profitieren sogar beide Seiten davon und den Kindern, sowie den Senioren haben diese Treffen immer gefallen.

Allerdings habe ich bei Deinem Beitrag eher den Eindruck entweder bist Du ein Fake (sorry, wenn nicht) oder Du hast noch absolut keine Ahnung von Demenz. Im zweiten Fall würde ich dringend raten, mit den Ärzten zu reden (falls die überhaupt schon zu Rate gezogen wurden), Dich im Internet schlau zu machen und auch nach Beratungsstellen Ausschau zu halten. Beratung oder Infokurse bekommst Du z.B. über Träger wie die AWO, Caritas u.sw. und auch verschiedene Heime bieten Infoveranstaltungen an. Und gerade über Demenz und Alzheimerdemenz (nicht dasselbe, obwohl beides in Vergessen führt) gibt es inzwischen so viele Infos usw. dass ich ehrlich gesagt etwas erstaunt war über Deine Befürchtung.

LG

curlysue

Beitrag von hezna 13.10.10 - 07:24 Uhr

Wer erzählt denn sowas?

#rofl

Naja, JETZT wird mir so einiges klar...

Sorry, aber danke für den Lacher am Morgen

Gruß Hezna #klee

Beitrag von zoezoe2000 13.10.10 - 08:05 Uhr

Guten Morgen,

wer sagt denn das?

Ich denke mal, wenn die Hauptbezugsperson des Kindes, also die Mutter oder der Vater, an Demenz leiden würde, würde das Kind sicher irgendwann Verhaltensstörungen entwicklen. Die Betreuung eines Kindes wäre aber ab einem gewissen Stadium gar nicht mehr möglich.

Dem Kind, wenn es alt genug ist, erklären, dass der Opa krank ist.
Ich arbeite viel mit Demenzkranken und kann nur sagen, dass die Erwachsenen mit dem "seltsamen Verhalten" mehr Probleme haben als Kinder.

Ansteckend ist es auf jeden Fall nicht, auch wenn ich es gerne auf meine Patienten schieben würde, wenn ich mal wieder den Schlüssel vergesse...:-p

Laß dem Kind seinen Opa, so lange es ihn noch hat! Ich würde auf keinen Fall den Umgang einschränken/ unterbinden!

LG

Beitrag von klumpfussindianer 13.10.10 - 08:18 Uhr

Diese Aussage ist noch besser als die, das man vom Küssen Kinder kriegt.

Beitrag von frieda05 13.10.10 - 08:45 Uhr

Da hilft wohl nur, den dementen Greis zu kasernieren, um den hoffnungsvollen Nachwuchs vor solchen gruseligen Einflüssn zu bewahren #klatsch.

Ich bin weit über das rational Fassbare hinaus entsetzt.

GzG
Irmi

Beitrag von risala 13.10.10 - 09:28 Uhr

Hi,

ich habe gute 6 Jahre lang einen Nebenjob im Altenheim gehabt und dort Bewohner der Pflegestufe 3 betreut (jedes WE 16h). Viele dort hatten Alzheimer / Demenz oder waren wirklich Schwerstpflegefälle (konnte nichts mehr alleine, oftmals bettlägerig, etc.).

Ich habe keine Demenz (noch nicht ;-)). Ich habe auch keine Ahnung, wer so einen Mist erzählt. Tatsache ist, dass Alzheimer die Angehörigen psychisch sehr belastet und oft wirklich überfordert. Das liegt u.a. daran, dass der Betroffene eine Art "Rückentwicklung" zum "Baby" macht und eben sein Gedächtsnis verliert (und dadurch die Angehörigen nicht mehr erkennt). Vielleicht meinst Du das mit "überträgt sich".

ABER meine ganz persönliche Erfahrung ist, dass gerade die (Ur-)Enkelkinder diesen Betroffenen unheimlich gut tun. Oftmals erkennen die betroffenen ihr Kinder / Partner nicht mehr - aber die Enkelchen schon. Warum das so ist - keine Ahnung. Zudem gehen Kinder viel offener und entspannter mit dem Opa, der Oma um, als es Erwachsene tun. Auch das macht den Umgang für beide Seiten leichter und entspannter.

Mein Rat, meine Bitte deshalb: unterbinde nicht den Kontakt zum Opa! Erkläre Deinem Kind kindgerecht, dass der Opa krank ist (wenn er auch bei den Enkeln "auffällig" ist). Bleib in der Nähe (einfach nur, um ansprechbar zu sein) und lass die beiden spielen oder malen oder oder oder...

Für den Erkrankten selbst ist es auch keine leichte Situation - gerade am Anfang, wenn Alzheimer "frisch" diagnostiziert ist, schämen sich viele. Helfen könnt ihr, indem ihr z.B. Zettel schreibt als Erinnerungsstütze.

Informiere Dich im Internet über Alzheimer / Demenz, oftmals gibt es Selbsthilfegruppen für Betroffene und Angehörige - auch das kann euch allen helfen mit der Diagnose umzugehen.

Viele Grüße
Kim

Beitrag von litalia 13.10.10 - 10:02 Uhr

ich versteh die frage nicht ?????


meine beste freundin hat einen sprachfehler, heisst das jetzt, wenn ich viel zeit mit ihr verbringe das ich auch einen sprachfehler entwickle?

oder.

mein nachbar hat einen dachschaden, sollte ich es vermeiden ihm vom fenster aus zu beobachten um die gefahr einzudämmen auch einen heimatschuss zu bekommen?



#kratz

Beitrag von schneeflocke75 13.10.10 - 10:39 Uhr

Die Diagnose ist noch nicht gestellt. Nur das Verhalten ist sehr seltsam.
Und man sieht immer mal wieder was im Fernsehen - und irgendwie passt es.
Es wurde auch gesagt, dass Menschen, die öfter Kontakt mit dementen Menschen haben, später viel anfälliger für solche neuropsychologischen Krankheiten sind.
Nicht Demenz ist ansteckend - sondern die Angehörigen sind eben selber anfälliger für solche neuropsychologischen Krankheiten.
Da wird oft von Depressionen gesprochen.

Es wird Zeit, dass die Diagnose gestellt oder ausgeschlossen wird.
Wenn die Diagnose gestellt ist, wende ich mich an eine Selbsthilfegruppe.
Bzw. auch so was wie Erziehungsberatung und Gespräche mit dem Kindergarten.

Vielleicht kann ja unser Kindergarten auch mal einen "Ausflug" ins Altenpflegeheim machen. Da würde dann mein Kind sehen, dass nicht nur wir betroffen sind, sondern auch viele andere Menschen.

Ich bin kein Fake - nur wie ihr merkt, werde ich das erste Mal in meinem Leben mit einem solchen Thema konfrontiert.

Beitrag von josili0208 13.10.10 - 10:42 Uhr

Das ist keine Magie, Alzheimer ist hochgradig vererbbar, uns sagte man bis zu 50% #aha Also hat es sicher nichts mit dem Zusammenleben zu tun sondern mit den Genen. #gruebel

Beitrag von quickys1 13.10.10 - 12:01 Uhr

Hallihallo,

mach dir keine Sorgen um deinen Sohn.
Der geht wahrscheinlich lockerer mit dem Thema um als du selbst.

Kinder haben nunmal überhaupt keine Vorurteile und es ist
sehr erstaunlich wie normal sie sich benehmen.
Sie erzählen Opa die Sachen auch zum 100. mal ohne mit der
Wimper zu zucken.

In unserer nahen Verwandschaft war das auch so.
Meine Kinder haben die Oma (nicht ihre eigene) immer sehr gerne besucht.
Auch im Altenheim und die Heimbewohner sind immer richtig aufgeblüht, wenn die Kids da waren. Es war sehr schön zu sehen.
Wir haben sie dann nur nicht mehr dahin gelassen als es der Oma so schlecht ging, dass sie wirklich kurz vorm sterben war.

Erkundige dich erst einmal über die Krankheit.
Sie ist schlimm, aber es gibt mittlerweile sehr viele Fortschritte, damit man damit umgehen kann.

Alles Gute

Nicole

Beitrag von brille. 13.10.10 - 10:47 Uhr

1. Alzheimer kann erst nach dem Tod mit Sicherheit als Diagnose bestätigt werden.

2. Seit wann haben Demenzerkrankte Sprachstörungen? ( es sei denn es handelt sich dabei um eine Form der Echolalie oder zusätzlich Spätfolgen eines Hirnschlages )

3. Demenzerkrankte sind im Umgang mit kleinen Kindern auffällig "vernünftig" bzw. können sich viel besser auf die Ebene eines Kleinkindes herab begeben als "normale" Erwachsene, denen es relativ schwer fällt das geistige Niveau herabzusetzen um adäquat zu agieren, wie es ein Kleinkind täte.

4. Demenz ist wissenschaftlich belegt NICHT ansteckend! Genauso wenig wie Rheuma, Chorea Huntington, Parkinson, Ulcus Cruris, oder andere Alterserkrankungen.

#aha
Deine Ängste sind vollkommen unbegründet und ich würde dir ganz herzlich nahe legen, dich über die Demenzerkrankung eingehender zu informieren, ehe du hier eine These aufstellst bzw. Fragen stellst, die halt - und respektlos sind.#aha

Beitrag von gh1954 13.10.10 - 11:06 Uhr

>>>Man sagt ja, dass sich Demenz / Alzheimer auf Familienangehörige "überträgt", wenn man oft mit diesem Menschen Kontakt hat - ohne professionelle Hilfe.<<<

Wer sagt das? So einen Unfug habe ich noch nie gehört.

Beitrag von brille. 13.10.10 - 11:08 Uhr

Du hast es nur vergessen! ;-)

Beitrag von gh1954 13.10.10 - 11:13 Uhr

#rofl#rofl#rofl

Was meinst du..?? #schein

Beitrag von brille. 13.10.10 - 11:19 Uhr

Was willst du von mir? #kratz

Beitrag von gh1954 13.10.10 - 11:30 Uhr

Kennen wir uns?? #zitter

Beitrag von brille. 13.10.10 - 14:01 Uhr

Sicher, aber ich hab vergessen woher!

Beitrag von frieda05 13.10.10 - 12:43 Uhr

Ich lass Dich wohl doch besser abholen .... #rofl!

...und die Bundesbahn konnte da auch nix für, Du bist einfach herren- und orientierungslos auf dem Bahnhof herumgeirrt... #aha!

Beitrag von gh1954 13.10.10 - 13:14 Uhr

#hicks#hicks#hicks

Wer bist DU denn?

Beitrag von frieda05 13.10.10 - 14:15 Uhr

weiß ich nicht mehr, warte ich schau in meinen Pass (Shit, wo ist mein Täschchen#kratz)

Beitrag von oma.2009 13.10.10 - 13:34 Uhr

Hallo frieda,

aber SIE hatte doch ein Schildchen um den Hals, da stand der Name und die Anschrift drauf...... Sag, konntest du lesen, keine Buchstaben vergessen???? Oder wie hast du es geschafft, dass SIE wieder eingesammelt werden konnte?

LG

Beitrag von frieda05 13.10.10 - 14:17 Uhr

Bahnhofsmission. Die haben sie aufgegriffen.

Beitrag von zwiebelchen1977 13.10.10 - 12:36 Uhr

Hallo

Was ist das denn für ein Quatsch? Dann müssten ja alle Altenpfler/innen und Co auch bald Demenz/ Alzheimer haben.

Oh man.

Bianca

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