tagesmutterausbildung-fragen dazu

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von jayda2009 13.10.10 - 10:21 Uhr

hallo

ich möchte in naher zukunft gerne einen tagesmutterausbildung übers jugendamt machen. wir haben ein großes haus mit garten, ich liebe kinder (habe selber 2) und die arbeit mit kindern liegt mir sehr.

nun meine frage an diejenigen, die tagesmutter sind.

wie lange dauert dieser lehrgang und wie oft finden weitere schulungen statt?

wieviel kinder betreut ihr, oder habt ihr am anfang betreut?

zu welchen zeiten (uhrzeit/wochenende/ferien) usw?

wie regelt ihr den alltag mit euren eigenen kids, klappt das gut mit den tageskindern?

erzählt einfach mal

lg hayda

Beitrag von jayda2009 13.10.10 - 10:23 Uhr

ach und

wie sieht das mit der versicherung aus?

und wieviel nimmt ihr pro h pro kind?

danke

Beitrag von sissy1981 13.10.10 - 15:32 Uhr

Versicherungen: ab 365€ zu versteuerndem Einkommen wird die KK und PV fällig, ab 400€ die Rente, dann noch Haftpflicht (da gibt es große Unterschiede) BG (sind 70€ im Jahr) alles andre ist Geschmackssache.

Bei Jugendamtsfinanzierungen übernimmt selbiges die gesamten BG-Kosten und die KK/PV und RV hälftig.

Was du verlangen kannst ist abhängig von deiner Gegend, Angebot-Nachfrage, den Vorlagen des Jugendamts etc. pp.

Beitrag von sissy1981 13.10.10 - 10:59 Uhr

Lehrgangszeiten sind Trägerabhängig, die Mindestdauer kann Landesabhängig sein, gängig sind ein Minimum von 160h (kann je nach Vorqualifikationen auch variieren).

Ich habe noch unter Zeiten angefangen, als Ja-finanzierte Kinder weder steuerlich noch hinsichtlich der Sozialversicherungen berücksichtigt wurden, zu der Zeit hab ich mit 3 Kindern angefangen (hatte ja aber auch noch meine eigenen dabei). Mittlerweile betreue ich 5 Tageskinder.

Angefangen habe ich zeitlich sehr flexibel, mittlerweile arbeite ich nur noch MO-FR an Werktagen von 5 - 16:30 Uhr. Welche Zeiten bei euch gefragt sind, kann dir aber außer dem JA und schon praktizierenden TM niemand wirklich benatworten können. Die meisten TM hier müssen die abendlichen Randzeiten und WE/Feiertagsbetreuung abdecken - dafür gibt es hier Bedarf ohne Ende. Die morgendlichen Randzeiten, welche ich ja auch abdecke werden relativ wenig gefragt aber ich bekomme so gut wie alle Kinder durch Mundpropaganda von früheren Eltern bzw. jetzigen Kunden.

Meine eigenen Kinder sind meine Privatsphäre und mein Job ist mein Job. Meine eigenen sind im Kindergarten bzw. mittlerweile in der GGS und danach im Hort. Anfangs waren sie zwar dabei aber für mich persönlich war meine Ansprüche an mich als Mutter nicht mit meinen Ansprüchen an eine professionelle Kinderbetreuung kompatibel. Für meine Kinder gelten zB andre Regeln als für die Tageskinder in einer vollen Gruppe. Je älter meine Kinder wurden desto weniger konnte ich auch noch auf Ihre Bedürfnisse eingehen, sei es das Essen oder aber das Problem, dass meine eigenen nach dem Mittagessen nunmal raus wollten und nicht drauf warten wollten bis 4-5 Herrschaften ihren Mittagsschlaf beendet haben. Letztendendes empfand ich diese Situationen als unbefriedigend.
Wie das klappt musst du selbst sehen.

Seminare/Schulungen etc. ist eine Sache der Gemeinde in der man wohnt. Hier wird sehr viel sowohl vom Jugendamt angeboten (Arbeitskreise, Seminare deren Kosten übernommen werden, verschiedener Thematiken) als auch freie Träger bieten viel Interessantes an und auch alles/vieles abends und am Wochenende. Bei uns sind nur 15 Weiterbildungsstunden im Jahr welche man vorweisen muss, die hat man schnell beisammen.