Gesunde Brüste abnehmen wegen Brustkrebsrisiko?

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Forum: Familienleben

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Beitrag von marionr1 13.10.10 - 10:27 Uhr

Hallo!

Würdet ihr euch die gesunden Brüste abnehmen lassen, wenn in eurer Familie vermehrt Brustkrebs aufgetreten wäre?
Ich beziehe mich auf einen Beitrag gestern bei Akte 20.10.
Eine Frau hat sich ihre Brüste abnehmen lassen, weil in ihrer Familie vermehrt Brustkrebs aufgetreten ist und ein Gentest positiv ausgefallen ist.

Wie würdet ihr entscheiden?

Lg Marion

Beitrag von braut2 13.10.10 - 10:37 Uhr

Weiß ich nicht. In der Situation bin ich nicht. Deswegen würd ich diesen Test auch nicht machen. Denn in meiner Familie kam öfter Krebs vor. Mein Vater ist dran gestorben, mein Bruder und meine Tante ist daran erkrankt.
Ich bin aufmerksam und habe dies schon mit meinem Hausarzt besprochen, damit vermehrt darauf geachtet werden kann. Mehr möchte ich nicht machen um mich nicht selbst einzuschränken (bei uns geht es um verschiedene Krebs-Krankheiten, vor allem um Bauchspeicheldrüsenkrebs, der ja bekanntlich nicht schnell erkannt wird und schnell tödlich endet).
Ich möchte mich nicht von der Angst beherrschen lassen. Wenn ich das tun würde, könnte ich vlt auch auf die Idee kommen, gesunde Organe entfernen zu lassen um dem Risiko auszuweichen.

Lg b2, die aber nichts mit Sicherheit sagen könnte

Beitrag von bobb 13.10.10 - 10:52 Uhr

Ich denke,das kann man nur enscheiden,wenn man wirklich in der Situation steckt.
Aber wir hatten auch schon Krebserkrankungen,leider alle tödlich ausgegangen.Und ich glaube,ich würde es dann schon machen.

Habe einige Jahre beim Gyn gearbeitet und wir hatten eine Patientin,die das machen ließ.Sie schien erleichtert und hat es nicht bereut.

Beitrag von ppg 13.10.10 - 11:18 Uhr

Ja ich kenne einen solchen Fall und kann klar sagen, das diese Frau auch in anderen Aspekten ihres Seins zutiefst gestört ist.

Ich bin entsetzt, das Krankenkassen diese patologische Selbstvertümmelung auch noch bezahlen!

ute

Beitrag von susa31 13.10.10 - 11:26 Uhr

"Ich bin entsetzt, das Krankenkassen diese patologische Selbstvertümmelung auch noch bezahlen! "
Amputation, Chemo und Bestrahlung sind ja auch viel preiswerter - und vor allem als psychische Alternative für die betroffene Frau so viel angenehmer. Gehts denn noch??
Wenn du dich mit dem Thema genetisch ausgelöster Brustkrebs beschäftigt hättest, würdest du so nicht reden.

Beitrag von ppg 13.10.10 - 13:23 Uhr

Es gibt geanu aus diesen Gründen Früherkennungsprogramme, die ausgesprochen effektiv sind, so sie denn von den betroffen Personen wahrgenommen werden.

Alles andere sind zusätzlich zur genetischen Brustkrebsdispostion auftretende psychsche Erkrankungen, bei denen anderer Handlungsbedarf besteht:

http://www.psychosoziale-gesundheit.net/seele/borderline.html
http://www.psychosoziale-gesundheit.net/psychiatrie/Selbstverletzendes-Verhalten.html

Ließ besonders das hier:
http://www.springerlink.com/content/d84t0h07n3w828k3/

Amputation, Chemo und Bestrahlung sind ja auch viel preiswerter - und vor allem als psychische Alternative für die betroffene Frau so viel angenehmer

Das genau ist eben nicht die Alternative. Wer hier unzureichend informiert ist bin wohl nicht ich!

Ute




Beitrag von bibuba1977 13.10.10 - 14:14 Uhr

Frueherkennung dient aber nicht der Verhinderung von Krebs sondern lediglich der fruehen Erkennung, wie das Wort schon sagt... #aha

LG
Barbara

Beitrag von mel130180 13.10.10 - 13:17 Uhr

Ja... dein Antwort ist vollkommen unqualifiziert und dämlich. Setze dich vernünftig damit auseinander, bevor du dir eine Meinung erlaubst.

Beitrag von ppg 13.10.10 - 13:28 Uhr

http://www.thieme.de/viamedici/medizin/krankheiten/biid.html

Ute

Beitrag von mel130180 13.10.10 - 13:36 Uhr

Das eine hat mit dem anderen wohl nur in absoluten Ausnahmefällen zu tun. Keine Frau macht sich die Entscheidung für eine solche OP leicht, dennoch gibt es gute Gründe dass zu tun. Frauen, die sich aufgrund dieses Gens die Brüste amputieren lassen, machen dass nicht, weil sie es geil finden, sondern weil sie nicht an Krebs erkranken wollen. Zudem wird ihnen meistens in der gleichen OP die Brust wieder mit Silikon aufgebaut.

Mag ja sein, dass es bei deiner Bekannten zutrifft, dennoch ist deine Erfahrung nicht das Maß aller Dinge!

Beitrag von ppg 13.10.10 - 13:51 Uhr

Sie sind aber nicht erkrankt - sie haben lediglich ein erhöhtes Risiko.

Daher ist nach m.E. die Entscheidung sich gesunde Gliedmaßen amputieren zu lassen eine Ausprägunmg von: Body Integrity Identity Disorder

Also eine Geisteserkrankung!

Vernüftige, engmaschige Vorsorge ist in solchen Fällen vollkommen ausreichend.
Den Frauen wird die OP nur gewährt , weil das Selbstverstümmeln billiger ist als diese Menschen medizinisch korrekt zu behandeln. By-the-way: Bei diesen Frauen verschwinden die Ängste ja auch nach der Totaloperation nicht, sie verlagern sich nur weiter. Diese Frauen leiden immer weiter und das wiederum begünstitige dann weitere andere Krebsterkrankungen. Google mal die Zusammenhänge von Krebserkrankungen und Psyche.....

Ein sehr interessantes medizinisches Feld

Ute

Beitrag von bibuba1977 13.10.10 - 14:15 Uhr

Und auch hier nochmal der Hinweis: Vorsorge verhindert Krebs nicht!

LG
Barbara

Beitrag von susa31 13.10.10 - 18:30 Uhr

Eben. Bösartige Zellen können immer streuen und das ist durch Vorsorgeuntersuchungen leider nicht immer sofort zu erkennen. Wer Frauen,die sich zu so einem Schritt entschließen, per se Geisteskrankheit unterstellt, der hat selbst ein Defizit.

Beitrag von mansojo 13.10.10 - 19:11 Uhr

ich glaube ihr habt ppg nur zum teil verstanden

die genetische untersuchung zeigt nur das risiko auf

amputation ist ein drastischer eingriff

mir bleibt ihr ein schaler beigeschmack
das geschäft mit der angst

ich hab myome und zysthische veränderungen trotzdem laß ich mir nicht meine gebärmutter rausreißen
sondern gehe zur vorsorge

zum brustaufbau
was macht das silikon im örper?
ist es wirklich frei von risiken

jede frau die sich zu diesem schritt entschließt kann ich nur eine perfekt vorrangegangene aufklärung wünschen

Beitrag von oekomami 14.10.10 - 11:28 Uhr

Sorry du hast echt keine Ahnung.

Beitrag von minimal2006 14.10.10 - 07:55 Uhr

#pro#pro
treffender könnte man es nicht formulieren.

Beitrag von morjachka 13.10.10 - 18:26 Uhr

Hallo!

Ich sehe es wie du.

Allerdings kann ich auch verstehen, dass Frauen die ihre Familie dahinsterben sehen anderer Meinung sein können. Also die, wo wirklich alle Frauen auf beiden Seiten damit zu tun haben.

Natürlich gibt es Frauen die "in anderen Aspekten ihres Seins zutiefst gestört" sind, damit können sich Krankenhäuser dann schnell ein paar Mäuse verdienen. Zum Teil könnte man Hypochonderinnen dieses Risiko regelrecht einreden, jede OP bringt eben Geld ein.

Für mich ist es nicht leicht im Konjunktiv zu reden, in meiner Familie gab es nie Brustkrebs. Ich würde spontan NEIN sagen! Aber wie gesagt, wenn jemand Mutter, Schwester und Tante sterben sieht, "funktioniert" sie warscheinlich anders.

Beitrag von anarchie 13.10.10 - 11:38 Uhr

Hallo!

Ich persönlich würde es eher nicht machen denke ich..(..wobei: wenn die Angst groß genug ist, wer weiss..)
Ich stille seit über 8 Jahren(und vermutlich noch mind, 2 weitere),habe 4 Kinder.das minimiert das brustkrebsrisiko einfach radikal, in meinem falle um
10x4,3% , also 43% und zusätzlich für jedes Kind um ca 7%, macht nochmal 28%, also insgesamt ein um 71% vermindertes Brustkrebsrisiko...

Bei entsprechender Indikation(vermehrt brustkrebs in der familie, gentest) würde ich dann sehr genau kontrollieren


zitat:
Pro 12 Monate Stillen sinkt das Brustkrebsrisiko der Frauen um 4,3 Prozent. Hinzu kommt eine Reduktion um sieben Prozent für jedes Kind.
zitatende.

quelle:
http://www.brustkrebs-web.de/vorsorge/1016_stillen.php

lg

melanie

Beitrag von joulins 13.10.10 - 18:40 Uhr

Hallo Melanie!

Das ist ja eine interessante Rechnung, die kannte ich noch gar nicht. Aber ich habe mich mit dem Thema Brustkrebs auch noch nicht beschäftigt, habe keine familiäre Vorbelastung.

Ich habe beide Kinder ewig gestillt - aber nicht aus Überzeugung, eher aus Notwehr. ;-)

Mich würde dann aber mal interessieren, ob das massive Brustwachstum in der Schwangerschaft (und sich nach dem Abnehmen und Abstillen anschließende dramatische Brustschrumpfen) irgendwie pathologisch relevant ist - ich meine, da wird ja doch ziemlich viel "Biomasse" verändert (auf wenige Monate verteilt) ... ob das so gesund ist, mal von der Ästhetik (#heul) ganz abgesehen?

Danke für den Link!
Joulins #blume


@Marion, zum Ausgangsthread:

Ich persönlich würde nicht vorsorglich amputieren lassen - aber bei familiärer Prädisposition auch engmaschig überwachen lassen, und mich bei einer Positiv-Biopsie auch sofort komplett operieren lassen, unbenommen der Chemo, die man dann vermutlich trotzdem noch macht. Aber da spielt sicher generell eine Rolle, wie wohl man sich in seinem Körper überhaupt fühlt. Ich konnte mich mit meinem weiblichen Körper immer gut arrangieren - trotzdem würde ich mich von einer Krebsdiagnose so bedroht fühlen, dass ich mich schnell von den Brüsten trennen könnte. Theoretisch. Wie genau man im Ernstfall handeln würde, kann man vorher nicht sagen.

Beitrag von maryjane85 13.10.10 - 12:29 Uhr

Schwieriges Thema.

Ich könnte es mir spontan nicht vorstellen.

Meine Mutter ist an Gebärmutterhalskrebs gestorben. Ich habe noch nie dran gedacht, mir vorsorglich die Gebärmutter oder sonstiges entfernen zu lassen.

Ich habe einen großen Busen, wenn der weg wäre, wäre ich irgendwie nicht mehr ich selbst.

Ich denke regelmäßige Vorsorge reicht doch aus. Und wenn Krebs da sein sollte, kann die Brust ja immer noch abgenommen werden. Oder nicht? #kratz

Beitrag von susa31 13.10.10 - 12:51 Uhr

Brsutkrebs, der aufgrund der Mutation der so genannten Brustkrebsgene entsteht, ist in der Regel aggressiv und schnell wachsend. Bis der Tumor entdeckt wird, kann er schon heftig gestreut haben - und das ist unter Umständen tödlich.

Beitrag von ballroomy 13.10.10 - 13:03 Uhr

Nein, das täte ich nicht.
Meine Mutter hatte auch Brustkrebs, ihre Schwester 2 mal. Aber auf die Idee käm ich nie!
Dann lieber engmaschig kontrollieren lassen.


Gruß
ballroomy

Beitrag von dominiksmami 13.10.10 - 13:06 Uhr

Huhu,

nein würde ich definitiv nicht.

Regelmäßige Vorsorge gehört für mich aber zum Pflichtprogramm.

lg

Andrea

Beitrag von oekomami 13.10.10 - 22:22 Uhr

Hallo,

Vorsorge ist schön und gut. Aber bei den Frauen, bei denen es gemacht wird liegt das Risiko meistens über 80 %.

Das heißt du gehst eigentlich nicht zur Vorsorge, sondern wartest nur darauf das der Krebs ausbricht

Beitrag von dore1977 13.10.10 - 13:08 Uhr

Hallo,

ja würde ich ! Ich habe eine Freundin die sich ihre Brüste genau wegen diesem Gen hat abnehmen lassen. Auch die Gebärmutter und die Eierstöcke hat sie sich entfernen lassen.
Ich habe das alles mit ihr durchgemacht, sie hatte solche Angst krank zu werden.
Sie hat jetzt Implantate drin die aussehen als wären sie echt und sie ist viel lustiger und entspannter seit dieser OP. Ihr Angst ist jetzt weg, aber sie hat zwei Töchter die noch nicht auf das Gen getestet sind, die Sorge bleibt also.

LG dore