Welches Türschutzgitter/Treppengitter?

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Beitrag von belinda1972 13.10.10 - 10:34 Uhr

Guten Morgen,

wir ziehen bald in unser neues Haus und benötigen dafür 3 Treppengitter.

Welche habt ihr und wie seid ihr zufrieden damit?
Hat da jmd eine Empfehlung?

#danke und lg
Belinda

Beitrag von miau2 13.10.10 - 10:38 Uhr

Hi,
wir haben die Kiddy-Guard Gitter (diese weißen Rollos). Wir sind super zufrieden.

- Unauffällig
- nehmen wenig Platz weg
- nichts, was bei offenem "Gitter" im Weg wäre
- keine Stolperschwelle

Nachteil: teuer. Aber m.E. nach das Geld wert.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von jenny.b2006 13.10.10 - 10:45 Uhr

wir haben eins von geuther und eins von safety first.hmmm also ich finde das von safety first besser ist für die kleinen nicht so schnell aufzubekommen.das von geuther muss einfach nur angehoben werden.okay wird wohl auch schwierig werden aber safety first ist mit nem knopf und hochheben also zwei sachen auf einmal.und so teuer war das nicht.
lg jenny#winke

Beitrag von marysa1705 13.10.10 - 11:41 Uhr

Hallo,

das beste Gitter ist gar kein Gitter.
Wir haben unseren Kindern einfach gleich beigebracht, wie sie die Treppe rauf und runter kommen können und so haben wir nie ein Gitter gebraucht.

Unser Kleiner konnte die Treppe rauf bevor er richtig krabbeln konnte.

Es ist total spannend zu sehen, was unsere Kleinen eigentlich schon alles können, wenn wir es ihnen nur zutrauen.

LG Sabrina

Beitrag von miau2 13.10.10 - 13:00 Uhr

Hi,
unser Kleiner kann Treppen hoch- und runterklettern, seit er krabbeln kann. Genau so wie sein großer Bruder.

Natürlich darf er es auch alleine, und er macht es mehrfach täglich.

Wofür wir die Gitter (nur an zwei von drei abwärts führenden Treppen) trotzdem brauchen: der Kleine saß mit seinem Bruder vor der Treppe. Sie haben sich etwas gekabbelt, wie das zwei halbstarke nun mal gelegentlich tun.

Und dabei sind beide die Treppe runtergefallen. Der Kleine nur zwei Stufen, der Große 2/3 der Treppe. Beiden ist nichts passiert, der Schutzengel hat gut aufgepasst. Beim nächsten Mal könnte es anders ausgehen.

Die Gitter sind bei uns nur dafür da zu verhindern, dass die beiden beim Toben (eine Treppe geht halt vor dem Spielzimmer runter, die und die Kellertreppe ist gesichert) aus Versehen daneben treten.

Unsere Treppen führen halt auch ein komplettes Stockwerk gerade runter, nicht wie so oft noch um 1-2 Kurven, wo man wenn man von oben fällt wenigstens nicht die ganze Treppe mitnimmt.

Klar ist es verboten, vor der Treppe zu spielen. Aber es sind halt kleine Kinder, und die vergessen im Eifer des Gefechts auch mal, dass es da runter geht. Und der Weg an der Kellertreppe vorbei ist eine ideale Rennstrecke (immer im Kreis rund ums Treppenhaus - ideal für schlechtes Wetter), und es braucht nur mal einer zu stolpern, um kopfüber bis in den Keller zu fliegen.

Dann lieber Rollo vor, wenn die Treppe nicht gebraucht wird. Und ansonsten jede Treppe alleine klettern lassen. Denn natürlich ist der beste Schutz vor Unfällen, wenn die Kleinen das sicher können.

Viele Grüße
miau2

Beitrag von marysa1705 13.10.10 - 13:23 Uhr

Hallo,

wir haben die Erfahrung gemacht, dass unsere Kinder von ganz alleine vorsichtig an der Treppe sind, wenn sie genügend damit vertraut sind.

Dazu brauchte es gar kein Verbot, vor der Treppe zu spielen. Sie spielen selbstverständlich vor der Treppe.

Unser Kleiner konnte zuerst die Treppe nach oben. Bis es nach unten geklappt hat, dauerte noch etwas. Solange er es aber nicht konnte, ist er einfach oben geblieben. Er lag oft auf dem Bauch am oberen Rand der Treppe und hat nach unten geschaut, aber ich wusste genau, dass er nicht weiter gehen würde.

Aber natürlich muss das jeder selber entscheiden...

LG Sabrina

Beitrag von miau2 13.10.10 - 16:58 Uhr

Tja, unsere sind geübt, sicher, vorsichtig. Fast immer können wir uns absolut darauf verlassen.

Und dann sind sie ein einziges mal "nur" Kinder - und passen nicht auf. Dafür sind es Kinder. Und dafür sichere ich Dinge, die in diesem Fall lebensgefährlich sein können (und das sind Treppen, die gerade ein Stockwerk runterführen und unten auf Fliesen enden nun mal) ab.

Muss jeder selbst entscheiden - mir ist das so lieber.

Aber es ist vielleicht auch ein Unterschied, ob die Kinder von Anfang an mit Treppen aufwachsen oder wie wir erst in ein Haus mit Treppen ziehen, wenn sie schon älter sind (bei uns 1,5 und 4 Jahre).

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von marysa1705 13.10.10 - 18:16 Uhr

"Und dann sind sie ein einziges mal "nur" Kinder - und passen nicht auf. Dafür sind es Kinder."

Das sehe ich anders...

Ich habe von J. Liedloff das Buch "Auf der Suche nach dem verlorenen Glück" gelesen. Die Autorin beschreibt darin ihre Beobachtungen bei einem Indianer-Volk, den Yequana.

"Beim Umherrutschen auf Händen und Knien kann sich ein Baby mit ziemlicher Geschwindigkeit vorwärts bewegen. Bei den Yequana beobachtete ich einmal mit Unbehagen, wie sich ein Krabbelkind am Rande einer anderthalb Meter tiefen Grube, die zur Beschaffung von Erde für Bauzwecke ausgehoben worden war, heranmachte und dort anhielt. Auf seinen Streifzügen um den Wohnbereich tat es dies mehrmals täglich.

Mit der Beiläufigkeit eines am Rande einer Felswand grasenden Tieres purzelte es in eine sitzende Stellung, und zwar ebenso oft mit dem Rücken zur Grube wie mit dem Gesicht. Beschäftigt mit einem Stock oder Stein oder seinen Fingern oder Zehen, spielte es und rollte in jede Richtung, anscheinend ohne auf die Grube zu achten, bis offenbar wurde, dass es überall, nur nicht in der Gefahrenzone, landete.

Die nicht vom Verstand gelenkten Selbsterhaltungsmechanismen funktionierten unfehlbar; und, genau wie sie in ihren Berechnungen sind, funktionierten sie aus jeder Entfernung von der Grube gleich gut, angefangen vom Rand selbst. Unbeaufsichtigt oder - was häufiger vorkam - am Rande der Aufmerksamkeit einer Gruppe von Kindern, die mit dem gleichen Mangel an Respekt für die Grube spielten, übernahm das Baby die Verantwortung für seine eigenen Beziehungen zu all den umgebenden Möglichkeiten.

Die einzige Beeinflussung seitens der Mitglieder seiner Familie und Gesellschaft bestand darin, dass sie von ihm erwarteten, es könne sich um sich selbst kümmern. Obwohl es noch immer nicht laufen konnte, wusste es, wo Trost zu finden wäre, wenn es ihn brauchte - was jedoch selten der Fall war."


Ein wirklich sehr lesenswertes Buch, das mich immer wieder neu zum Nachdenken anregt...

Beitrag von belinda1972 14.10.10 - 10:31 Uhr

Sorry, aber das ist nun nicht dein ernst, oder?
#schock#augen#rofl

Aber zum Ausgangsthema zurück:
Meine Tochter wird auch lernen, die Treppen hoch und runter zu krabbeln, aber ich werde dennoch mein 9 (!) Monate altes Baby nicht dieser Gefahr aussetzen, die Treppe runter zu fallen. Sie ist viel zu klein, um diese Gefahr abschätzen zu können.
#nanana#nanana


Beitrag von marysa1705 14.10.10 - 13:25 Uhr

Doch, das ist mein ernst.

Babys können das sehr wohl wahrnehmen. Dazu gibt es sogar einen Versuch:

"Frage: Krabbeln Babys im Alter von etwa sechs Monaten auf einer Glasplatte über einen Abgrund?

Kurzerläuterung: Die meisten Babys meiden die Glasplatte, da sie in einem Alter sind, in dem sich die Tiefenwahrnehmung entwickelt.

Wissenschaftliche Erläuterung:

Der Versuchsaufbau besteht aus einer großen, nicht spiegelnden Glasplatte, die sich in Tischhöhe über dem Fußboden befindet. Mit etwa sechs Monaten haben Babys eine Tiefenwahrnehmung. Etwa 70-80 % krabbeln nicht über die Glasplatte. Tests mit jüngeren Babys stoßen auf das Problem, dass die Kleinen noch nicht krabbeln können, sie zeigen sich aber entspannt auf der Glasplatte, ihre Herzfrequenz verlangsamt sich, sie scheinen keine Angst zu haben. Offensichtlich können sie noch keine Tiefe wahrnehmen. Dagegen erhöht sich die Herzfrequenz von älteren Babys, die man auf die Glasplatte setzt, was als Zeichen von Angst vor dem Abgrund gewertet wird. In wieder anderen Experimenten zeigt sich, dass die Verhaltensweise der Mutter auf der anderen Seite durchaus Einfluss auf das Verhalten der Babys hat. Lächelt die Mutter, so überwinden viele Babys ihre Angst."

http://www.sat1.ch/comedy_show/clever/wissensbuch/content/04386/002/

Wir haben unseren Kleinen in diesem Alter der "Gefahr" ausgesetzt und er ist immer am oberen Rand der Treppe liegen geblieben. Er hat nie versucht die Treppe hinunterzukommen, bevor er es nicht mit mir zusammen gelernt hatte.


"Sie ist viel zu klein, um diese Gefahr abschätzen zu können."

Das DENKST Du nur...
Du würdest ganz schön staunen, wenn Du Dich darauf einlassen könntest. ;-)

Beitrag von belinda1972 14.10.10 - 13:56 Uhr

Wir haben unseren Kleinen in diesem Alter der "Gefahr" ausgesetzt und er ist immer am oberen Rand der Treppe liegen geblieben. Er hat nie versucht die Treppe hinunterzukommen, bevor er es nicht mit mir zusammen gelernt hatte"

Ich kenne kein Kind im Alter von 9 Monaten, das so reagiert. Und meins auch nicht - es steuert gerade auf den Abgrund zu

Und zudem überzeugt mich ein %-Satz von 70-80 überhaupt nicht. Ih möchte mein Kind ruhigen Gewissens im Haus rumkrabbeln oder laufen lassen ohne immer Angst zu ahben. Und ich möchte nie für einen Unfall dieser Art (der shclimme Folgen haben kann) veranwortlich sein
#nanana#nanana

Beitrag von marysa1705 14.10.10 - 14:57 Uhr

"Ich kenne kein Kind im Alter von 9 Monaten, das so reagiert. Und meins auch nicht - es steuert gerade auf den Abgrund zu."

Du erwartest es ja auch so... ;-)

Unser Sohn hat es wirklich nie gemacht. Erst mit 11 Monaten konnte er dann die Treppe auch runter und hat es dann auch selbstständig mit den Füssen voran gemacht.


Die 70-80% in diesem Versuchsaufbau stammen von 6 (!) Monate alten Babys. Dass nicht bei ALLEN genau zu diesem Zeitpunkt die Tiefenwahrnehmung schon komplett ausgebildet ist, ist ja durchaus nicht ungewöhnlich.
Mit 9 Monaten dürfte das allerdings keine Frage mehr sein...

Wie gesagt, das muss jeder für sich entscheiden, ich will hier niemanden zu etwas "überreden". Wer kein gutes Gefühl dabei hat, der sollte es lassen, weil das Kind die Unsicherheit und Angst garantiert spürt.

Aber es ist NICHT so, dass ein Baby das nicht KÖNNTE - es kommt auf die Eltern an.

Beitrag von belinda1972 14.10.10 - 15:42 Uhr

sorry, aber da fällt mir nur eins ein:
#bla#bla

Beitrag von marysa1705 14.10.10 - 15:48 Uhr

So kann man sich natürlich auch einer Diskussion entziehen, wenn man keine Argumente mehr hat... #augen

Aber lass gut sein...es gibt viele Menschen, die sich nicht trauen, über den Tellerrand hinauszusehen. Schade nur, was man auf diese Weise eben verpasst...

Beitrag von coolkittycat 13.10.10 - 20:37 Uhr

ich bin entsetzt und möchte dich bitten bei deinem entschluss zu bleiben. indianervölker hin oder....blablabla du willst doch bestimmt nicht grad dein kind als versuchskaninchen ob das auch immer klappt! wenn deine jungs da runter fallen, könnten sie ihr leben lang behindert sein oder schlimmeres.... bitte gitter! viel spaß im neuen haus!

Beitrag von belinda1972 14.10.10 - 10:25 Uhr

Natürlcih werde ich weiterhin ein Gittr kaufen - gar keine Frage!