gitarrenunterricht nur wg. des lehrers?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von kathy04 13.10.10 - 11:42 Uhr

hallo!
meine große (6) spielt seit 5 monaten gitarre. sie freut sich auf die unterrichtsstunden, übt aber zuhause nie. die gitarre hängt am haken. im unterricht selbst ist sie zu 50 % gut konzentriert, während des rests nur so mäßig. ihren gitarrenlehrer jedoch mag sie supergerne, freut sich wie verrückt auf ihn, er ist ihr ehemaliger kiga-erzieher, daher kennen sich die beiden gut.
die fortschritte sind sehr, sehr mau (was vielleicht auch am instrument liegt), sie kann noch keine einzige melodie, nur einzelne griffe mit abwechselndem zupfen.
da wir pro monat 40 euro bezahlen, habe ich überlegt, den unterricht zu canceln - kind wäre supertraurig, weil sie dann den lehrer nicht mehr sehen würde - aber eigentlich sollte er doch bezahlt werden, damit sie gitarre lernt...
was würdet ihr tun?
vg kathy

Beitrag von thea21 13.10.10 - 11:48 Uhr

Also,

ich finde, das man unbedingt Spaß und Leidenschaft haben/entwickeln sollte, ABER sich durchaus auch anstrengend darf/kann/muss.

Ich würde offen mit ihr reden.

Sag ihr, das es schön ist dass sie dort gerne hingeht. Frag sie ob ihr das Gitarrespielen Spaß macht.

Bejaht sie dies ist erstmal alles ok.

Rede unbedingt auch mit dem Lehrer, wie er die Situation einschätzt.

Nur weil du vielleicht findest sie kann nicht sehr viel und nur einzelne Zupfereien, heißt das nicht das es wenig ist was sie gelernt hat oder kann.

Fakt ist, das selbst ich mit meinen 25 Jahren und durchaus vorhandener musischer Begabung oftmals der Verzweiflung nahe bin und kein Vorrankommen scheint.

Aber selbst kleinere Erfolge zu sehen sind und vor allem wichtig sind.

Beitrag von rosalinde.x 13.10.10 - 11:57 Uhr

Hallo Kathy,

ohne zumindest eingermaßen regelmäßiges Üben, bringt der Unterricht nicht viel.
Vielleicht hilft es, wenn du ihm die Wahl lässt:
"Regelmäßig üben und er darf weiter machen oder abmelden"
Dein Beitrag wäre, ihm die notwendige Zeit zum Üben zu geben (das ist bei das Hauptproblem. Der Wille ist da, aber der Tag zu kurz...)

Kann der Lehrer ihn zum Üben motivieren? Das hilft bei meinen Kindern enorm. Was der Lehrer sagt, zählt viel mehr als Mamas Worte.

Bei uns hat das Üben am Anfang (Kinder waren erst 5 und wollten unbedingt ihr Wunschinstrument lernen) nur geklappt, wenn ich dabei war. Teilweise habe ich auch selbst mitgespielt.
Wenn du selbst kein Instrument spielst, kannst du auch klatschen oder singen (wenn es beim Üben hilft).

Wenn deine Tochter aber nur wegen dem Lehrer weiter machen will und keine Liebe zum Instrument hat oder zu früh angefangen hat, wird es wohl auf Dauer nichts. Sprich mit dem Lehrer darüber, wie er deine Tochter einschätzt.

Liebe Grüße

Beitrag von musicalfever4 13.10.10 - 13:28 Uhr

Hallo,
zum Fortschritt deiner Tochter kann möchte ich nur anmerken, dass sie eventuell nie lernt Melodien zu zupfen. Da ihr Lehrer ein Erzieher aus dem Kiga ist, kann es sein, dass sie dort so etwas nie lernt. Nicht alle Gitarrenlehrer können klassische Gitarre unterrichten bzw. spielen. Viele unterrichten nur Begleitung, da ist dann zupfen von Begleitmustern viel!!!
LG Petra

Beitrag von juniorette 13.10.10 - 14:16 Uhr

Hallo,

das ist in deinem Fall doch recht einfach:
deine Tochter übt ohne Gezetere zu Hause (wie viel und wie lange soll der Lehrer empfehlen) - DANN darf sie erstmal weiter machen, egal, wie (un)talentiert sie ist.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine 6Jährige, die NUR wegen ihres Lehrers den Gitarrenunterricht macht, auf Dauer das Üben durchhält.

LG,
J.

Beitrag von mikolaus 13.10.10 - 14:30 Uhr

Hallo,

mein Großer (auch 6) will auch schon seit Jahren Gitarre lernen, soll aber auf Anraten des Lehrers noch warten und erst mal Blockflöte lernen. Und da haben wir die Abmachung, dass jede Woche die Hausaufgaben (Noten abschreiben und Musikstücke üben) auch gemacht werden, sonst wird der Unterricht gestrichen. Spätestens in der Schule müssen die Hausaufgaben ja auch regelmäßig und vollständig erledigt werden.

Was ich jetzt an deiner Stelle tun würde? Erst mal mit dem Lehrer reden, wie er es einschätzt, ob deine Tochter überhaupt schon mit einer Gitarre zurecht kommt. Und dann je nach Antwort von deiner Tochter verlangen, dass sie übt oder auf den Unterricht verzichten muss. Und falls sie noch zu klein für Gitarre ist, mit ihr gemeinsam, vielleicht auch mit einem guten Musiklehrer als Berater, ein anderes Instrument aussuchen.

LG