OP wg. Paukenerguss oder homöopathische Behandlung

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von nischy 13.10.10 - 13:35 Uhr

Hallo!

Hat jemand von Euch Erfahrungen mit einem Paukenerguss?

Unsere Tochter hatte im Frühling eine Mittelohrentzündung, die wir nicht gemerkt haben, da sie unter keinen Schmerzen litt. Seit dieser Zeit hatte sie scheinbar einen Paukenerguss. Dieser wurde aber erst im Juli festgestellt - von einem HNO-Arzt.
Diese riet uns zu einer homöopathischen Behandlung, die wir über 7 Wochen durchgeführt haben.
Heute hatten wir nun unseren Nachsorgetermin bei der HNO-Ärtzin und die konnte leider überhaupt keine Besserung feststellen. In dem Gespräch riet sie uns zu einer weiteren homöopathischen Behandlung und wenn die nichts bringen sollte, zu einer ambulanten OP.
Sie meinte auch, es wäre noch nicht kritisch und dramatisch, aber man könnte schon Veränderungen am Trommelfell sehen. Die Polypen müssen entfernt werden, da diese wohl ursächlich sind.

Wie nun weiter vorgehen? Habt Ihr Erfahrungen, die Ihr mir geben könnt?

Persönlich tendiere ich zur OP, da ich an unserer Tochter leider feststellen muss, dass sie gerne sprechen und sich mitteilen möchte, wir sie aber leider nicht verstehen, da sie die Worte sehr undeutlich oder noch in ihrer eigenen Sprache ausspricht. Sie tut mir leid, als ich heute erfahren habe, wie "laut" sie hört.
Bei der Ärztin fühle ich mich sehr wohl und ich vertraue ihr. Sie sagte auch, dass es wahrscheinlich auf eine OP hinauslaufen wird.

Soll ich nun wirklich noch an ihr "rumdocktern" lassen?

Ich danke Euch schon mal für Eure Antworten!!!!!

Vielen Dank!
Nischy

Beitrag von kiwi-kirsche 13.10.10 - 13:43 Uhr

Hallo,
also sorry, aber deine Überlegung kann ich NULL nachvollziehen!

Mal davon abgesehen, dass ich nicht so der Homöopathie-Fan bin...aber wenn du schon sagst, dass deine Tochter schon sehr beeinträchtigt ist in ihrer Spache...was gibts da zu überlegen? Das ist eine MINI-OP und bewirkt bei vielen Kindern WUNDER! In diesem Alter kann man so viel kaputt machen bezüglich der Sprache, wenn man mit solchen Ohr-Geschichten rumschlampt!

kiwi

Beitrag von baby09 13.10.10 - 14:17 Uhr

Hallo Nischy,

wir haben das gerade erst im Sommer bei unserer Tochter (zu diesem Zeitpunkt 4) machen lassen. Ich habe auch lange mit mir gerungen und homöopathisch "rumhantiert" (ich halte viel von Homöopathie), aber es musste einfach sein. Seit dem geht es Joana wunderbar. Sie hat kaum noch Schnupfen (und wenn, dann eben ein "normaler" und kein Stockschnupfen), sie hört wieder richtig gut und spricht deshalb auch besser, sie nimmt Gerüche wahr, schmeckt besser und isst aus diesem Grund auch besser. Ds erste mal seit Ewigkeiten hat meine Tochter wieder etwas zuzusetzen und ist kein dürres Klappergestell mehr. Uns hat die Op sehr viel gebracht. Ich würde IMMER zuerst den natürlichen Heilweg ausprobieren aber wenn es nichts bringt würde ich jederzeit wieder operieren lassen; auch wenn unsere OP leider nicht so schön war. Die Lebensqualität von Joana und auch die von uns hat sich erheblich verbessert.
Entscheiden müsst Ihr am Ende ganz alleine, aber es gut, dass Du Dir ein Meinungen einholtst.

LG Yvonne mit Joana (5) und Tim (13 Mon.)

Beitrag von sunny2006 13.10.10 - 15:01 Uhr

Hi Du,

unser Sohn (inzwischen fast 3) kam mit beidseitigem Paukenerguss zur Welt. Es stand ziemlich schnell fest, dass er fast nichts hört und einen Tag nach seinem ersten Geburtstag wurde er operiert. Es wurden Paukenröhrchen gelegt und die Polypen entfernt. Die OP selber war völlig unkompliziert, er ist fröhlich aufgewacht und wir waren 4 Stunden nach der OP wieder zuhause. Was dann aber kam hat meine Vorstellungen total übertroffen.

Er war im ersten Lebensjahr ständig krank, musste fast durchgängig Antibiotika nehmen, inhalieren, das ganze Programm. Seit der OP hat er zwar in den Herbst- und Frühlingsmonaten hin und wieder einen kleinen Schnupfen, aber sonst gar nix.

Er hat im ersten Lebensjahr nicht wirklich Laute von sich gegeben, weil er eben fast nichts gehört hat. Nach der OP hat er quasi über Nacht angefangen zu sprechen. Inzwischen hat er komplett aufgeholt gegenüber anderen Kindern in seinem Alter die keine Probleme hatten.

Am schönsten fand ich den Moment am Tag der OP als er in der Küche auf dem Boden vor dem Geschirrspüler gesessen hat und dem leisen Klicken des Geschirrspülers ganz gespannt lauschte und immer "oooooh" sagte und über beide Ohren strahlte.

Wenn Du jetzt schon Beeinträchtigungen bemerkst lass es machen. Die Jahreszeit ist ja nunmal auch leider bekannt für Schnupfen etc. der das Ganze auch nicht einfacher machen wird.

Die erste Ohrenärztin bei der wir waren wollte auch mit Homöopathie behandeln, aber als dann keine Besserung zu sehen war haben wir uns ziemlich schnell für die OP entschieden.

Liebe Grüße und alles Gute!
Sunny

Beitrag von blucki 13.10.10 - 15:23 Uhr

oh man, wenn ich sowas höre. dein kind kann taub werden. das kind einer freundin hatte nach der gleichen problematik nur noch 50 % hörvermögen. die wussten anfangs gar nicht mehr, ob sich das wieder 100%ig regeneriert.

homöopathie ist humbug. ist mir auch egal, wenn jetzt hier wieder zig frauen kommen, die mich eines besseren belehren wollen. es gibt und gab noch nie einen wissenschaftlichen beweis dafür.

das kann man bei kinkerlitzchen wie schnupfen oder so ja von mir aus machen. aber doch nicht bei sowas.

zu dieser ärztin würde ich nicht mehr gehen. auch wenn sie nett ist. such dir lieber schnell einen gescheiten hno arzt und lass die röhrchen setzen. ich kenne ganz viele kinder, die das auch haben. denen gings danach allen super. auch wenn bei manchen die op mehrmals gemacht werden musste.

wenn du jetzt schon weißt, wie schlecht dein kind hört, warum überlegst du denn dann überhaupt noch?

lg
anja

Beitrag von litz 13.10.10 - 16:19 Uhr

Hallo,

ich mich meinen vorschreiberinnen nur anschliessen!!
Machen lassen, ganz schnell!!

Mein Sohn (3,5) hatte die OP im Mai, vorher hatten wir ihn auch immer schlecht verstanden, jetzt schwezt er manchmal wie ein Buch und viel viel deutlicher, die Schnupfennase ist auch verschwunden und schnarchen tut er auch nicht mehr!

Es kann ja auch auswirkung auf die ganze Entwicklung haben!!!

LG
Litz

Beitrag von dharma8 14.10.10 - 10:53 Uhr

Hallo!
Ich finde Homöopathie zwar ne gute Alternative, aber irgendwann ist Schluss. Ihr habt es jetzt 7 Wochen versucht und es hat nichts gebracht. Es geht um die Sprachentwicklung und das Hörvermögen deines Kindes! Die OP ist nicht weiter schlimm, jedenfalls nicht für das Kind. Bei meinem Sohn wurde im Juli ein Paukenerguss diagnostiziert. Wir waren eigentlich wegen Verdachts auf vergrößerte Polypen beim HNO. Er hatte schon seit einem halben Jahr einen Infekt, der nicht richtig wegging und der Hörtest war sehr schlecht. Wir haben die OP machen lassen und seit dem hört er besser (wirklich jeden Vogel draußen und sonstige leiseste Geräusche) und war nicht mehr ernsthaft krank. Klar, ne Schnupfennase gabs mal, aber es hat super geholfen. Mir war es wichtig, dass es ihm besser geht und er sich entsprechend entwickeln kann. Er redet auch mehr seit dem. :-)
Geh doch zu einem anderen HNO und lass dich da nochmal beraten.

LG