will nicht an die brust 13 tage alt

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von huggy81 13.10.10 - 13:55 Uhr

#bitteHallo mein Sohnemann ist am 1.10.2010 geboren .
ich habe aber leider nicht den Milcheinschuß gehabt wie manch anderer ,habe im Krankenhaus schon angefangen abzupumpen kam aber am anfang leider nicht mehr wie ein paar tropfen .Mittlerweile wenn ich abpumpe bekomme ich 85 ml ,aber ich füttere auch zu .Aber jetzt das eigentliche Problem er möchte nicht mehr an die Brust und wenn dann macht er ein paar züge und schläft dann ein .Hat von euch villeicht jemanden einen Tipp für mich.

Vielen Dank Caro und Jannik

Beitrag von anarchie 13.10.10 - 14:02 Uhr

hallo!

Fütterst du mir der Flasche zu?
Dann würde ich auf Saugverwirrung tippen...

ich würde mir eine kompetente Stillberaterin dazuholen.

lg

melanie

Beitrag von jumarie1982 13.10.10 - 14:14 Uhr

Huhu!

Wenn du abpumpst, tippe ich mal, dass du ihm auch die Flasche gibst?
Ich würde dann mal von ner klassischen Saugverwirrung ausgehen.

Hol dir Hilfe von einen Stillberaterin (La Leche Liga oder AFS).

LG
Jumarie

Beitrag von lilly7686 13.10.10 - 15:43 Uhr

Noch ne Stimme für Saugverwirrung :-(

Am Besten, du berätst dich mit einer Stillberaterin.
http://www.afs-stillen.de
http://www.lalecheliga.de
Beide Vereine arbeiten ehrenamtlich, du zahlst also nichts für deren Hilfe.

Ich würde dir zu einem Brusternährungsset raten. Dabei bekommst du eine Flasche (mit MuMi oder Pre) umgehängt. Von der gehen zwei Schläuche weg, die an deinen Brustwarzen befestigt werden.
Dein Baby lernt so, wieder an der Brust zu trinken. Es wird aber dennoch satt und somit nicht ungeduldig weil nix kommt.
Außerdem wird deine Milchproduktion angeregt, sodass wieder mehr Milch produziert wird.

Darf ich fragen, warum du überhaupt angefangen hast, abzupumpen?
Das Problem beim Pumpen ist, dass bei vielen Frauen einfach kein Milchspendereflex ausgelöst wird. Also kommt mit der Pumpe sehr viel weniger raus, als dein Baby trinken würde.

Alles Liebe und guten Erfolg!

Beitrag von lucaundhartmut 13.10.10 - 23:11 Uhr

Liebe Caro,

versuche, das Kind öfter (nicht länger) anzulegen. Dies kann in einigen Fällen die Milchbildung anregen bzw. vermehren (eine Garantie gibt es hierfür leider nicht).

Zudem kannst Du versuchen, die Milchbildung weiterhin durchs Abpumpen anzuregen bzw. zu vermehren (mit elektrischer Milchpumpe, die Du Dir vom KiA oder Gynäkologen verschreiben lassen kannst, beidseitig zur gleichen Zeit abpumpen, und zwar tagsüber alle 2 bis 3 Stunden und nachts alle 6 bis 8 Stunden).

Wische alle schlechten Gedanken / Sorgen weg, lasse Dich zugleich jedoch auch nicht unter Druck setzen und setze Dich auch nicht unter Druck.
Soll heißen: Du solltest zwar, wenn es Dir so wichtig ist, einen Versuch zu starten, Euer Kleines nur per Brust zu ernähren, dies ernsthaft und mit viel Engagement angehen, Dich gleichzeitig jedoch nicht darauf versteifen, damit es Dir nicht noch schlechter als ohnehin geht, falls Dein Vorhaben nicht gelingen sollte.

Versuche es ruhig noch mal mit dem ausschließlichen Ernähren per Brust, am besten mit Hilfe einer sehr gut ausgebildeten Hebamme oder auch mit einer Stillberaterin (vielleicht hat Deine Hebamme ein paar gute Verbindungen zu sozial wie fachlich kompetenten Stillberaterinnen, die zudem keine Märchen über Flaschenmilch erzählen und Mütter nicht unter Druck setzen sollten).
Diese Damen können Dich vielleicht auch in Sachen Brusternährungsset beraten. Hierbei würde Dein Kind an Deiner Brust saugen und würde gleichzeitig, um wirklich satt zu werden, per Schlauch Abgepumptes oder Säuglingsmilchnahrung zugefüttert bekommen. Dieses Set sollte man jedoch wirklich nur nach fachkundiger Beratung verwenden.

Schaue doch mal hier:
http://www.medela.com/DE/de/breastfeeding/products...es.html

Vielleicht helfen Dir auch Brusthütchen (weil Dein Kleines, so wie ich es herauslese, das "Aus-dem-Fläschchen-Trinken" kennt).

Weitere Tipps:

Milchanregend können Fenchel-, Kümmel-, Anistee (wird oft als "Stilltee" verkauft), Bockshornkleesamen (bitte mal in der Apotheke beraten lassen), Malzbier, Malzkaffee etc. sein.

"Stilltee" ist übrigens in Maßen zu genießen (maximal 4 bis 6 Tassen am Tag), sonst kann er kontraproduktiv wirken.
Zudem bietet er keine Garantie für Milchmengensteigerung, ebenso wenig wie Abpumpen (versuchen kannst Du es natürlich dennoch).

Versuche, Dich besser/regelmäßiger/ausgewogener/reichhaltiger zu ernähren, damit Deine Milch noch nahrhafter wird.
Denke auch daran, ausreichend zu trinken (allerdings nur wenig Kaffee, Schwarztee, Kohlensäurehaltiges).

Bedenke bitte auch, dass die Kleinen alle paar Wochen / Monate einen Wachstumsschub erleben, während welcher sie mehr Hunger / Durst bekommen.

Weitere Tipps für Dich:

- Freunde/Bekannte/Verwandte bitten, Dir im Haushalt zu helfen und Einkäufe abzunehmen
- Freunde/Bekannte/Verwandte bitten, etwaige Geschwisterkinder/Haustiere zu betreuen
- ausreichend, ausgewogen und regelmäßig essen und trinken (wenig Kaffee und Schwarztee, lieber Wasser, 2 bis 4 Tassen Fenchel-, Kümmel-, Anistee, Malzbier)
- früh zu Bett gehen, morgens lange schlafen
- das Baby stets in der Nähe haben (es muss jedoch nicht am Körper getragen werden)
- das Baby (wenn es dies mag) im Tragetuch tragen
- den Druck von Dir nehmen
- nicht nach der Uhr zu schauen - ein gesundes und gut gedeihendes Baby sollte Brust und/oder Fläschchen so oft bzw. so lange bekommen, wie es diese(s) benötigt



LG
Steffi