3jährigen aufräumen lassen?

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von petite27 13.10.10 - 17:05 Uhr

Huhu,

mal eine Frage...
und zwar, ob...und wieviel kann ich einen 3jährigen in seinem Zimmer schon aufräumen lassen?
Hört sich komisch an, ich weiss.

Es ist ja so:
Sebastian macht nicht etwas Unordnung in seinem Zimmer...nein...er verwüstet es!
So auch heute mittag. Da er seit heute früh um 6 Uhr wach war, habe ich ihn heute mittag hingelegt. Nachdem er eingeschlafen war, hab ich mich dann auch noch hingelegt im Wohnzimmer und bin auch eingeschlafen.

Er kam nach einer Weile wieder raus, hat mich geweckt...ich gehe in sein Zimmer und finde mal wieder das Chaos pur vor.

Alle Spielsachen aus den Regalen gerissen, die Kisten auf dem Boden ausgeleert, viel davon in sein Bett geworfen...dazu die Windeln komplett rausgeräumt und verteilt, sowie die Feuchttücher.

Wie gesagt, dieses Chaos hatten wir schon öfter, bisher hab ich ihn mir geschnappt und wollte dass er mit mir zusammen aufräumt.
Das hat er auch immer fröhlich spielend kurz gemacht, und ist dann immer wieder abgehauen und hat sich nen riesen Spass draus gemacht.

Heute hab ich das anders gemacht, ich bin zu ihm ins Zimmer und hab ihm gesagt was er wohin räumen kann und was wohin gehört, habe aber selber fast nichts gemacht.
Ergebnis war ein aufgelöstes, heulendes Etwas das mir unter Tränen sagte er wolle in seinem Zimmer bleiben. (ich sagte es geht hier nicht raus bevor nicht aufgeräumt ist).....das wäre zu viel Arbeit und nein, er macht es nicht.

Was würdet ihr machen?
Ich meine ok, er ist 3 Jahre, der Knirps....allerdings kann er auch schon Chaos machen wie ein Grosser, und bisher hat ja nichts gezogen, sonst würde er es nicht immer und immer wieder tun.

Ist das zu heftig für ihn, wenn ich ihn so viel aufräumen lasse?

Aber mal ehrlich, so langsam bin ich stinksauer....der verschmiert mir sogar immer wieder die Stinkewindeln im Zimmer....und ich bin jeden Tag am putzen.

Beitrag von agostea 13.10.10 - 17:15 Uhr

Diese Szenen gibt es wohl echt überall#schein

Mit 3 habe ich meine Söhne immer ein paar Minuten begleitet und unterstützt beim aufräumen. Dann wieder eine Weile alleine aufräumen lassen und dann am Ende nochmal die restlichen Aufräumarbeiten mitgeholfen. Das klappte ganz gut.

Mit knapp 4 haben die Beiden dann an Ostern ihr Zimmer mit absicht so derangiert und auch von weiteren Verwüstungen nicht abgelassen - trotz Drohung, ihr Spielzeug restlos zu entfernen - das ich zur selbigen Maßnahme griff:

Blaue Säcke und das komplette Zimmer restlos leergeräumt. Alles. Es stand am Ende nur noch ihr Bett drin und ein Regal.

Eine Woche lang durften sie sich überlegen,. ob man so mit seinen Sachen umgeht.
Als sie Besserung gelobten, bekamen sie tröpfchenweise ihr Zeug zurück. Das dauerte nochmal eine Woche, bis sie ihr komplettes Inventar wieder hatten.

Das war eine Schocktherapie, die sitzt bis heute. Das wahllose herumwerfen und zerstören von Spielzeug ist vorbei.

Mittlerweile 4,5 Jahre alt räumen sie ihr Zimmer alleine auf und meist brauche ich sie auch nicht mehr auffordern.

Gruss
agostea

Beitrag von petite27 13.10.10 - 17:19 Uhr

huhu,

ich hatte ihm auch mal nachts so einiges in die Kiste geworfen und hab die Kiste dann mit raus genommen.
Aber das hat ihn nicht weiter gestört...naja, sein Zeug war ja auch dann am nächsten Tag wieder da.

Ich denke dieses Verfahren werde ich auch irgendwann machen müssen....ich hatte es schon im Kopf, denke aber dafür ist es dann bei uns wohl doch noch zu früh.

Ich finde es auch einfach so furchtbar traurig....ich habe ihm immer versucht klar zu machen dass z.b. Bücher etwas sind, mit dem man sehr sorgsam umgehen muss....nichts....er zerfetzt immer wieder welche wenn ihm danach ist.
Es ist schon relativ viel was ich wegschmeissen muss an Spielsachen, und so viel Zeug hat er eigentlich auch nicht, da ich es eben nicht gleich wieder neu kaufen kann.

Naja....es geht rum...es geht rum....es geht rum!
^^

LG

Beitrag von agostea 13.10.10 - 17:23 Uhr

Ok er ist noch klein, aber ein wenig gegensteuern musst du jetzt schon. Bücher haben meine in dem Alter zu gerne zerfetzt..ärgerlich. Ok, dann wurden die Bücher mal eine Weile weggepackt.
War die Geschichte Abends eben gestrichen. So ein Pech aber auch..

Auf dem wege haben sie es ganz gut verstanden. Erklärungen verbaler Art waren da eher fruchtlos. Das klappt jetzt mit 4,5 Jahren. Mit 3? Kannste vergessen. Da musst du schon ab und an handeln.

Ich hab es gemacht und trotzdem war Ostern der grosse ShowDown. #aerger Aber ich bin froh, das ich es durchgezogen habe, denn dadurch haben sie es endlich begriffen.

Ist eine Nervensache und eine Sache der Konsequenz. #schrei

Beitrag von petite27 13.10.10 - 17:27 Uhr

Ja, das merke ich auch gerade richtig.
Mit Worten hat man wirklich null Chance.
Schön, es mal von einer anderen Mutter zu hören.
Von vielen, die ich schon gefragt habe, hab ich nur gehört "das darfst du dir nicht immer gefallen lassen..."
Achwas! :-p

Vielleicht überschätzt man das auch selber ein bisschen mit dem Reden. Inzwischen kann er sich halt schon so gut verständigen und plappert so viel, das ich denke das kommt an.

Na dann werde ich wohl doch eher den Spielzeugentzug zur Hand nehmen (zumindest teilweise)

Und Nervensache...jaaa...ich nehm schon Johanniskraut! :-p

Beitrag von cludevb 13.10.10 - 17:17 Uhr

Hi!

Als ersten Rat würde ich geben:

sortier mal den Kram aus! Alles in Kisten sortieren: Lego Kiste, Auto Kiste, Eisenbahnkiste usw usw...
2 Kisten hat er frei zugänglich im Zimmer, der Rest ist unerreichbar, entweder in seinem Zimmer oder in deinem Schlafzimmer, Keller u.ä. Kisten kann er über dich austauschen, eine kiste gegen eine andere, dass immer nur 2 zugänglich sind.

Es hört sich für mich so an als hätte er echt zu viel Kram und Spielsachen in seinem Zimmer dass er alles anfängt und nichts zuende macht weil das einfach zuviel Auwahl ist. das macht er nicht unbedingt beabsichtigt mit dem ausräumen denke ich.

erstmal: er hat nicht zuviel, aber eine alternative: entweder (z.b.) lego spielen oder holzeisenbahn. sonst nichts.
für ihn ist die entscheidung einfacher: entweder... oder.
und da nicht mehr ablenkendes ist wird er sich auch wahrscheinlich länger beschäftigen können.

zweitens ist so logischerweise nicht im geringsten mehr so viel aufzuräumen.

und zum aufräumen: allein geht noch nicht. unter aufsicht und mit ansage incl. helfen wenns zuviel ist.

"du räumst die eisenbahn ein, ich die legokiste und dann gehen wir kochen." ist einfacher als "räum alles zurück" (was für einen 3-jährigen wahrscheinlich völliger horror ist... so viel einzuräumen, womit anfangen, alles durcheinander...)
und du musst dabei bleiben und ihm sagen was wohin gehört und welche aktion wann dran ist.

Ich bin sicher nur durch das aussortieren und das reduzieren von spiel-möglickeiten für ihn wird euer leben wesentlich einfacher :-p

LG Clude, Lukas (bald 4) und Michel (1,5)

Beitrag von petite27 13.10.10 - 17:24 Uhr

Huhu,

du , soviel Zeug hat er wirklich nicht.
Im Gegenteil, ich werde immer ganz blass wenn ich bei anderen Kindern die Zimmer sehe und überlege schon ob er zu wenig hat.

Wir haben vor einigen Wochen sein Zimmer neu gemacht, heisst, zwei kleine Regale reingestellt, eins davon mit drei Holzkisten. Eine für Autos, eine mit der Eisenbahn, eine für die Tiere.
Ansonsten sind da noch zwei Holzpuzzle drin.
Im anderen Regal steht eine kleine Werkbank, die Puppen und die Kuscheltiere sitzen drin...und das war es auch schon gewesen.

Die Bücher sind oben auf einem Regal.

Ich denke nicht dass es zuviel ist...und doch, er schmeisst die Sachen mit Absicht raus. ;-)
Er fängt nicht an zu spielen und lässt es dann liegen, nein, er schmeisst nur alles auf den Boden und leert alles aus.
Feuchtücher und Windeln dann eben noch hübsch obendrüber.

LG

Beitrag von zahnweh 13.10.10 - 23:37 Uhr

"Feuchtücher und Windeln dann eben noch hübsch obendrüber. "

die sind bei uns ganz weit oben im Regal. Windeln gehen inzwischen, da ist's auch nicht schlimm, wenn sie eine mal ihre Puppe anziehen will. aber die feuchttücher lagen unerreichbar. Einmal eine erwischte Packung ausgeleert (sie wollte eigentlich nur ihre Puppe wickeln und sauber machen), war mir eine Lehre/Leere (Packung zu viel) :-p

Pappbücher sind erreichbar. Papierbücher weiter oben.

Beitrag von dodo0405 13.10.10 - 19:12 Uhr

Ich mache es so wie im Kindergarten:

Ich habe eine Triangel, die schlage ich wenn es Zeit zum Aufräumen ist. Das klappt ganz gut :-)

Dann wird alles in die jeweilige Box gepackt (Barbies, Lego, Knete haben verschiedene Boxen/Schubladen).

Wenn meine Tochter sich ziert, kommt der Staubsauger und saugt alles ein was am Boden liegt.

"Aber mal ehrlich, so langsam bin ich stinksauer....der verschmiert mir sogar immer wieder die Stinkewindeln im Zimmer....und ich bin jeden Tag am putzen." => Pfui Teufel, da wärs bei mir aus mit Spielen im Zimmer.

Beitrag von zahnweh 13.10.10 - 23:30 Uhr

Hallo,

im Chaos-machen steht meine deinem in Nichts nach!

Vor allem, wenn ich mich hinlege (ich brauche Mittagschlaf öfter als sie).
Sauer sein, verdirbt uns beiden nur die Stimmung.

Bei uns hat geholfen, alles anders einzuräumen:
- Küchenspielsachen in die Küche
- Duplo ins Kinderzimmer
- Bauklötze ins Wohnzimmer
- Fahrzeuge und Puzzles stehen bei mir und gibt es auf Nachfrage.

Seither liegen zwar auch überall noch die Bücher rum oder die jeweilige Kiste, aber sie spielt jetzt auch mehr damit, als nur alles zu werfen.
Denn sobald zwei verschiedene Sachen rumliegen, ist sie völlig überfordert. Sowohl mit Aufräumen, als auch mit Spielen. Also wird gleich noch mehr dazugeschmissen...
Seit der Aufteilung ist es besser geworden.

Gesellschaftsspiele sind in meiner Verwahrung und unerreichbar. Gibt es nur unter Aufsicht.
Malsachen nur, wenn ich wach bin. Muss inwzischen nicht mehr derselbe Raum sein. Aber ich muss wach sein und die Ohren aufgestellt haben.

Stinkewindeln waren schon seit längerem nicht mehr im Zimmer verwahrbar. Ab in eine Tüte und raus ins Treppenhaus oder auf den Balkon oder ... aber im Zimmer ging nicht mehr. Die Nassen gingen noch, die hat sie aber auch nicht angerührt.

Beim Aufräumen machen wir es meistens so:
sie die Bücher, ich was anderes. Seit nur noch eine Art an Kleinteilen rumfährt, darf sie auch ihre Spielzeugkehrschaufel nehmen und damit reinschippen :-)
mit dem ganzen Zimmer wäre sie noch überfordert. Auch mit Anweisungen und daneben stehen wäre noch zu viel. Wobei ich einfach immer mehr meine Aktivität dabei reduziere.

Beitrag von redrose123 14.10.10 - 08:05 Uhr

Ich denke das Chaos wird zu gross sein somit wird er überfordert sein und es nicht tun. Räum einen Teil raus, Windeln und feuchttücher da aufbewahren wo er nicht hinkommt,, vieleicht hat er zuviel und reisst deshalb alles raus?

Beitrag von mamadanny85 14.10.10 - 18:42 Uhr

Meine Tochter ist fast 2 und sie muss aufräumen. Wir machen das aber zusammen. Sie hat zwei Kisten in ihrem Zimmer, wo ihre Sachen reinkommen. In die eine nur Kuscheltiere und Puppen, in die andere Bauklötze usw. Das klappt super. Sie weiß, was in welche Kiste gehört. Wir machen das spielerisch, sie putzt auch mit mir zusammen. ICh wische und sie trocknet (danach muss ich nochmal putzen) aber das ist egal, ihr macht das Spaß.

Von nem drei Jahre alten Knirps kannst du das aber erwarten, wer unordnung macht, der muss auch aufräumen. Wenn der im KIGA ist, muss er das auch.

Beitrag von mauz87 15.10.10 - 07:22 Uhr

Finde Ich nicht schlimm, schließlich müssen Sie es lernen was geht udn was nicht und da gehört auch das evtl aufräumen dazu.Alina zB wir im Nov. zwei Jahre alt und auch Sie hilft mir beim aufräumen finde es wie gesagt nciht schlimm Sie wird nicht regelrecht gezwungen doch wenn Sie zuviel ins Wohnzimmer trägt und es dort eh nur rumliegt wnadert es eben direkt wieder in Ihr Großes Zimmer....Und das macht Sie dann auch...Selbst wenn Ich Sachen aufhebe vom Boden weil etwas hinuntergefallen ist hilft Sie mit und gibt mir Sachen wo Ich nich ganz so schnell herankomme.

Beitrag von kathrincat 17.10.10 - 15:08 Uhr

klar kannst du ihn alleine aufräumen lassen, meine macht es schon seit sie 2,5 ist, die kleine wissen wo was hinkommt und können super aufräumen

Beitrag von clautsches 17.10.10 - 21:47 Uhr

1. Maßnahme:
Spielsachen-Anzahl verringern, immer nur das dahaben, womit auch WIRKLICH gespielt wird (durch die Gegend schmeißen zählt nicht!). Praktische Boxen besorgen, wo man alles reinwerfen kann.
Und die Windeln nicht im Zimmer lassen, logischerweise.

Wer was an die Wände schmiert, muss beim putzen helfen. Und aufgeräumt wird gemeinsam, das geht auch gut spielerisch (wer hat schneller eine Kiste voll?).

So würde ich es machen.
Ganz alleine ein Chaos beseitigen überfordert einen 3-jährigen ziemlich.

LG Claudi

Beitrag von plda0011 18.10.10 - 04:59 Uhr

Hallo,

was auch unheimlich hilft ist entrümpeln. Ich habe vor kurzem die Spielzeugmenge im Kinderzimmer deutlich verringert. Alle Sachen sind noch da, in einem Regal in meinem Arbeitszimmer. Da kann man dann mal tauschen (z.B. Knetzeug gegen Autokiste oder so).

So kann das Riesenchaos (ausgeschüttete Autos, Legosteine, Kuscheltiere und Puzzleteile - schön durchgerührt) garnicht erst entstehen und Fabian kann auch beim Aufräumen helfen. Ganz nebenbei kann er sich plötzlich auch alleine da drin beschäftigen, das ging vorher irgendwie nicht...

Abgesehen davon bin ich schon dabei, wenn er/wir aufräumen muss. Sonst würde das nie was werden. Wenn ich dabei bin, die Autos aufräume und ihn die Legos einsammeln schicke, klappt das aber sehr gut.

Verschmierte Windeln kenn ich garnicht, da hab ich keine Tipps...
Wo hat er die her? Mülleimer im Kinderzimmer? Vielleicht einfach ins Bad umquartieren?

LG

Beitrag von petite27 18.10.10 - 14:12 Uhr

huhu nochmal,

erstmal noch vielen Dank für eure Antworten.

Tja, ich denke dann werde ich das Spielzeug wohl doch noch weiter reduzieren müssen....zumindest vorerst.

Ich hatte ja wie gesagt erst vor Kurzem neue Regale in sein Zimmer gestellt, alles übersichtlich geordnet...und eigentlich ist es auch nicht viel....aber wenn es zusammengeworfen auf dem Boden liegt, siehts trotzdem übel aus. ^^

Es ist ja auch nicht so, dass er tagsüber alleine in seinem Zimmer spielen soll....sowas passiert immer , wenn er z.b. frühs vor mir wach wird , oder eben auch mal mittags.
Oder eben beim abendlichen Terror.

Meine Mutter fragte mich schon öfter..."ja hörst du das nicht??", aber anscheinend hab ich da echt nen anständigen Schlaf.

Das mit den Stinkewindeln, damit hört er leider nicht auf....er zieht sich seine Windeln selber aus, den Windeleimer mach ich schon dauernd leer, bzw packe die Windeln direkt in kleine Tüten und tu sie raus.

Jetzt könnte man sagen, vielleicht will er keine Windeln mehr....aber auf die Toilette oder aufs Töpfchen will er auch nicht, nach einer Weile wenn ich ihn ohne rumlaufen lasse verlangt er wieder danach.

Ein Bekannter gab mir jetzt den netten Rat die Windeln abends mit Tape-Band nochmal extra zuzukleben. :-p #rofl
auch nicht schlecht . ^^

LG