Wenn Eltern den Kindern peinlich werden

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Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von jenny008 13.10.10 - 17:53 Uhr

Verärgert und traurig suche ich Rat.
Ich habe 3 Kinder.
Meine älteste ist jetzt 11 geworden und befindet sich in der Pubertätsphase.
Als ich eben in der Stadt war, sah meine Tochter mich von weiten drehte sich um und versteckte sich. Sie war mit mehrern Kindern in der Stadt. Meine andere Tochter ist zu ihr hingelaufen und sie schinkte die kleine weg. Ich ahbe dann nur meine Tochter genommen und bin gegangen. Wie würdet ihr reagieren ??

Beitrag von waldwuffel 13.10.10 - 18:03 Uhr

Hi,

wenn ich meine Tochter gesehen hätte, wäre ich mit der Kleinen gleich woanders entlang gegangen. Das ist doch völlig normal in dem Alter (zwar nicht schön für uns, aber es gehört halt dazu). Meine Große wäre dann wahrscheinlich froh gewesen, mal allein mit ihren Freunden "losziehen" zu dürfen. Und da hätte ich ihr nicht reingefunkt (auch wenn es schwerfällt ;o) )

Das ist kein Grund sich zu ärgern.

LG waldwuffel

Beitrag von luka22 13.10.10 - 18:40 Uhr

Ich kann mich da an eine Szene erinnern.
Meine Mutter war mit meinem Bruder, damals 13, in der Stadt einkaufen. Mein Bruder hat eigentlich kaum pubertiert, war einfach zu haben und trotzdem war es ihm total unangenehm, als pötzlich seine Clique um die Ecke bog. Meine Mutter hat sofort geschaltet und gesagt, dass sie die Straßenseite wechseln werde.
Später hat es meinem Bruder total leid getan, da er das Gefühl hatte, meine Mutter verleugnet zu haben. Meine Mutter sah das aber total lässig, sie wisse ja, wie mein Bruder zu ihr stehe. Hoffentlich bin ich eines Tages auch so lässig. Aber wenn mein Sohn sich vor mir in der Stadt verstecken würde...keine Ahnung, wie ich das zu Hause kommentieren würde #kratz.

Grüße
Luka

Beitrag von jazzbassist 13.10.10 - 18:49 Uhr

Da ich das in dem Alter, wenn die bereits in der Pubertät sind, absolut normal finde, hätte ich einfach so getan, als hätte ich meinen Sohn auch nicht gesehen. Wenn ich noch ein jüngeres Geschwisterkind dabei gehabt hätte (ich hab leider keine weiteren zur Verfügung, darum gab’s das Problem bei uns noch nie :-p), hätte ich dieses erst gar nicht hinrennen lassen, sondern ihm/ihr einfach nur erklärt, dass sein großer Bruder gerade bestimmt nicht gestört werden möchte, wenn er mit seinen Freunden/Clique unterwegs ist.

Beitrag von morjachka 13.10.10 - 19:20 Uhr

Hallo!

Mein Vater hat mal gewagt, mir in der 6. Klasse einfach einen Regenschirm in der Pause vorbeizubringen (es regnete und ich hatte keinen dabei).

Mann, war mir das peinlich, ich habe mich in Grund und Boden geschämt!

Versteck dich am Besten nächstes mal hinter einer Mülltonne oder so!

#herzlich P.S.: deinen Ärger kann ich verstehen, aber es ist in dem Alter normal.

Beitrag von galeia 13.10.10 - 19:55 Uhr

Ich hätte über das Verhalten nur geschmunzelt und wäre dezent im Hintergrund geblieben. Ich habe kürzlich meine 12jährige Nichte im Kino getroffen, da hat man auch gemerkt, dass sie das unangenehm fand. Eine Woche später, als ich sie alleine getroffen hat, hat sie gesagt, dass sie es komisch fand, dass ich auch ins Kino gehe. Ich wäre ja schon soooo alt (ich bin 38!!!) :-)#zitter

LG H.;-)

Beitrag von jenny008 13.10.10 - 20:09 Uhr

Villeicht liegt es daran das ich sie mit 15 Jahren bekommen haben und der Altersunterschied ja gar nicht so groß ist.
Aber ihr habt wohl recht. Spätestens morgen abend (schläft heute bei ihrer Freundin) kommt sie wieder auf die Couch zum kuscheln ::))

Beitrag von derhimmelmusswarten 13.10.10 - 20:51 Uhr

Im Gegensatz zu allen anderen finde ich ein solches Verhalten respektlos. Zwar bin ich arbeitsbedingt nachmittags eher meinem Opa begegnet als meinen Eltern, aber ich wäre niemals auf die Idee gekommen, ihn nicht zu grüßen oder so zu tun als würde ich ihn nicht sehen! Gleiches erwarte ich später von meinem Kind. Pubertät ist kein Grund, seine Eltern zu missachten!

Beitrag von msfilan78 13.10.10 - 20:59 Uhr

Sehe ich genauso.
Als ich in der Pupertät war, fand ich meine Eltern auch peinlich, hätte mich dennoch nie getraut sie nicht zu grüßen oder nicht zu beachten. Okay habe es einmal gemacht, da war ich 17 oder so. Sah meine Mutter, sie mich, ich ignorierte sie. Und zu hause bekam ich ärger.

Beitrag von landmaus 13.10.10 - 22:00 Uhr

Was hat sich nicht trauen und Ärger bekommen mit Respekt zu tun?

Beitrag von viofemme 14.10.10 - 13:40 Uhr

Du hast es selbst erlebt und müsstest dieses Verhalten so als alterstypisch nachvollziehen können. Und hast du deine Eltern nach diesem Ereignis aus Respekt (wie ist der in diesem Zusammenhang eigentlich zu definieren? Doch wohl vor allem als "weil es sich so gehört...) oder aus Angst vor weiterer Strafe gegrüßt? Und mit deinen Kindern willst du ähnlich verfahren?

Nimm es mit Humor. Du bist doch die Erwachsene, hast das selbst durchgemacht und weißt doch, dass dieses Verhalten nur vorübergehend ist.

Beitrag von msfilan78 14.10.10 - 21:36 Uhr

Hallo

Nein ich würde nicht so mit meinen Kindern verfahren. Bin aber auch nicht meine Mutter. Nur denke ich mir, es hat was mit respekt zu tun, wenn man die Eltern oder Großeltern trifft zu grüßen. Und ja ich würde das von meinen Kindern auch verlangen wollen. Sie sollen dann nicht auf mich zu gerannt kommen, oder lauthals Hallo rufen. Aber es wäre nett wenn sie, insofern sie mich sehen, grüßen ( leise) geste machen, etc.

Aber als Elternteil die Straße wechseln finde ich dann schon ein bissel verfremdlich.

Naja habe ja noch ein paar Jährchen zeit, bis ich mir die Frage ernsthaft stellen muß ;-)

Beitrag von frauke131 15.10.10 - 10:49 Uhr

Ich glaube Großeltern werden einem nie peinlich. Von denen will und muss man sich ja auch nicht abnabeln. Ich finde es normal, dass man sich von den Eltern "trennt" und #cool sein will.

Meine Kinder (bald 8 und9) wollen auch nicht mehr, dass ich auf den Spielplatz mitkomme. Ist doch peinlich, wenn Mutti aufpasst!

Beitrag von 280869 14.10.10 - 09:06 Uhr

Sehe ich genauso, habe ja 2 Kinder die älter sind.
Ich kenne das verhalten von Freunden meiner Großen und finde mit den Gehabe machen sie sich und die Eltern selbst zum gespött.

Wenn ich meine Kinder treffe auch manchmal wenn sie mit der Schulklasse unterwegs waren, wird kurz gewunken/Gegrüßt und fertig.Jeder geht für sich weiter. Manchmal in der Stadt bekomme ich von meiner Tochter auch schon mal "Gepäck" zum mitnehmen, oder es werden mir noch ein paar Euros abgeluchst ;-)

Ich finde das Gehabe mit wegschauen und verstecken voll peinlich, vor allen wird man ja nicht nur vom eigenem Kind gesehen, sondern meißt sind es die Freunde die das Kind aufmerksam machen.Und wenn sich dann die Mutter versteckt oder abwendet sieht das ja so aus als würde Sie ihr Kind peinlich finden.

Ich finde auch Pubertät hin oder her.Alle haben Eltern und wohnen auch da und ich finde das Respektlos wenn sie sich abwenden.Ich glaube bei der nächsten Taschengeldübergabe wäre es mir peinlich meinen Kind Geld zu geben.

Ich habe das bei meinen Kindern noch nicht erlebt habe ja noch eine Pubertät vor mir aber wenn sich meine Tochter für mich schämt würde mir das zu denken geben und mich traurig machen.

Ich kann verstehen wenn man Schirm, Brotdose oder soetwas nachgetragen bekommt, das ist peinlich auch wenn man innerlich froh ist. aber eine zufällige Begegnung?

VG 280869

Beitrag von zaubertroll1972 14.10.10 - 09:42 Uhr

Ich sehe das genauso!
War ziemlich überrascht hier zu lesen daß eine Mutter sogar mal die Straßenseite gewechselt hat als sie ihrem KInd begegnet ist und das die Tochter ( die Schreiberein hier einer Antwort ) es genauso machen würde.
Finde das absolut daneben!

LG Z.

Beitrag von jazzbassist 14.10.10 - 12:59 Uhr

Es wird weniger darauf ankommen, was Sie später einmal von ihrem Kind erwarten, sondern eher darauf, wie Sie sich in der Vergangenheit in solchen Situationen verhalten haben. Je respektloser Sie sich verhalten, desto schneller wird sich ein Kind dann zurückziehen. Je älter Kinder werden, desto mehr Freiräume brauchen die "Elternlos"; und genau das (diese Privatsphäre) gilt es zu respektieren. Ich befürchte, dass können die wenigsten Eltern (da wir nun mal Eltern sind und es immer nur gut meinen).

Dreht man die "Peinlichkeit" um, wird es offensichtlicher. Stellen Sie sich vor, Sie machen spät Abends im Schlafzimmer "Elterndinge", und, plötzlich stürmt ihr Kind ins Zimmer: "Na - was macht ihr denn gerade schönes?" "Ihr seid ja artig, oder?" "Mama, ist dir nicht kalt, wenn du nackt auf dem Bett liegst?" "Du denkst ja daran, morgen früh noch meine Mathearbeit zu unterschreiben." etc. Ein (zumindest etwas älteres) Kind würde das nie machen; es würde sofort erkennen: "Jetzt bin ich hier völlig fehl am Platz; die wollen alleine und ungestört sein."

Eltern können das im Regelfall weniger gut, da sie in solchen Situationen halt "Eltern" spielen. Übertrieben: "Pupsimaus, ist dir nicht kalt, wenn du die Jacke offen hast?" "Schnucki, mach' nicht mehr so lange, du musst heute Abend noch Hausaufgaben machen." "Seid ihr denn gerade auch schön artig?" "Du hast heute Mittag vergessen, den Müll rauszutragen, dass holst du aber heute Abend noch nach..." etc. Einem Kind wird diese Situation vor seinen Freunden genau so peinlich sein, wie Ihnen im Schlafzimmer. Wenn das Kind die Gefahr sieht, dass genau das eintritt, wird es sich ganz zwangsläufig anders verhalten, als, wenn es diese Gefahr nicht sieht. Ob Sie dieses Verhalten dann aber respektlos finden, oder nicht, wird ihrem Kind gänzlich egal sein.

Respektlos ist daher eher, als Kind abends in das elterliche Schlafzimmer zu stürmen, ohne vorher anzuklopfen und auf ein "herein" zu warten - aber - nicht die Reaktion der Eltern danach. Andersrum ist es natürlich auch von Eltern respektlos, die Privatsphäre eines Kindes nicht zu respektieren, nicht aber das Verhalten eines Kindes, genau einer solchen peinlichen Situation aus dem Weg zu gehen. Respektlos wäre m.E. auch nicht, ein Kind abends einfach mal zu fragen, wie man sich verhalten soll, wenn es mal zu so einer Begegnung kommt. Vielleicht ein höfliches Kopfnicken, vielleicht wirklich ein "Hi". Ich denke, als Kinder/Jugendliche waren wir alle mal von unseren Eltern peinlich berührt; Beispiele hätten wir hier also zu genüge. Wenn Sie solche Situationen aus ihrer Kindheit/Jugend nicht kennen, hatten Sie offensichtlich Eltern, die mit so etwas sehr gut umgehen konnten, und sie hier nicht in Verlegenheit gebracht haben. Meine Eltern haben das (nicht absichtlich oder bösartig) weniger gut geschafft; und - ich befürchte - meine Frau und ich waren da auch nicht immer Großmeister drin #schein

Aber hier pauschal zu sagen, dass ein Kind dann respektlos ist, finde ich eine typische "Ich bin der Boss; alles was ich mache, ist richtig, alles was das Kind macht, ist falsch"-Elternreaktion. Damit kann ich mich nur sehr schlecht abfinden.

Beitrag von waldwuffel 14.10.10 - 17:39 Uhr

Genauso sehe ich es auch. Natürlich grüßen meine Kinder alle Leute. Höflichkeit ist oberstes Gebot. Trotzdem verstehe ich, dass ich (als Mama) in diesem Moment (!!!) eher nicht gern gesehen bin. Soviel Verständnis (=Respekt) habe nämlich ICH vor meinem Kind!

LG

Beitrag von gemela 21.10.10 - 20:51 Uhr

#pro #pro #pro

Beitrag von waldwuffel 14.10.10 - 16:40 Uhr

Hallo,

ich finde das hat überhaupt nichts mit Respektlosigkeit zu tun.

In dieser beschriebenen Situation seine Mutter zu treffen ist für die kids einfach peinlich, weil die anderen ja auch allein sind. Und daher erscheint! man als "Mamakind".Zumindest hat die Tochter das Gefühl. Natürlich stimmt das nicht und darüber werden sich Mutter und Kind im Klaren sein. Aber das IST halt die Pupertät.

Ich habe soviel Respekt vor meinem Kind, diese Gefühle zu beachten und ziehe mich deswegen dezent zurück!!!

LG

Beitrag von redenmitniveau 14.10.10 - 17:02 Uhr

und meine Kinder werden Definitiv selbstbewusst genug sen über solchen "Mamakind" Unterstellungen zu stehen ;-)

auch ich habe das bestens geschafft, ohne mein Gesicht zu verlieren...

Beitrag von waldwuffel 14.10.10 - 17:35 Uhr

Dabei verliert ja keiner sein Gesicht. Und diese Unterstellungen gibt es ja meist nur im Kopf des Kindes und nicht unbedingt durch die Gruppe. Wie ich ja auch schon sagte ;o)

Ich denke, das dies ein sehr sensibles Thema ist und man mit aufgestellten Regeln nicht unbedingt weiter kommt. Wenn ich allerdings merke, dass es meinem Kind unangenehm ist mich zu sehen (so ja der Ausgangsfall) dann finde ich es sehr respektlos dem Kind gegenüber trotzdem hinzugehen und ein "Hallo" zu erwarten.

LG

Beitrag von redenmitniveau 14.10.10 - 17:50 Uhr

alleine der gedanke das es meinem kind unnangenehm sein könnte, wirft in mir die frage auf: WARUM???

es war mir in meiner kindheit NIE unangenehm mit meinen eltern konftontiert zu werden, weil mir diese nie peinlich waren!

ich denke hier geht es nicht um eine RESPEKT frage, sondern darum: warum ist mir meine mutter/ mein vater peinlich? was tun sie das es so ist?

ich bin immer zu meiner familie gestanden...

ich denke aber auch, das ich nie etwas tun würde was mein kind als peinlich empfinden würde... ;-) ich ziehe mich weder an wie ne 16 jährige, noch verhalte ich mich nicht meinem alter entsprechend...

ich denke, auch das macht viel aus....

sollte mein kind JEMALS auf die idee kommen sich für mich zu schämen, werde ich das gespräch mit ihm suchen um zu erfragen warum das so ist!

denn ich halte es definitiv NICHT für normal wenn man sich für die eltern schämt ;-)

Beitrag von waldwuffel 14.10.10 - 18:01 Uhr

Na dann viel Spaß in der Pupertät und dem Abnabeln deiner Kinder. Die werden dann auch hoffentlich immer für "vernünftige" Gespräche zugänglich sein ;-)

Es hat nämlich GAR NICHTS damit zu tun, dass man immer zu seiner Familie steht, etc

Achja, meine Kinder haben mich bisher auch immer gegrüßt ;-)

Beitrag von redenmitniveau 14.10.10 - 18:07 Uhr

ich sehe das anders ;-) meine mutter konnte auch IMMER mit mir reden....

Beitrag von waldwuffel 14.10.10 - 18:13 Uhr

Du verstehst nur nicht, dass das eine nichts mit dem anderen zu tun hat.
Und heftige Diskussionen in der Pupertät finde ich nicht nur ok, sonder auch wichtig und notwendig. Für unsere Kids. Ich könnte gut drauf verzichten.

Das hat aber gar nix mit dem Ausgangspost zu tun ;o) Und in DIESER Situation habe ich volles Verständnis für die Tochter.

Lass gut sein, ich hol dann mal meine kids aus der Schule ;o)

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