3-jährige und ewige Diskussionen. ..

Archiv des urbia-Forums Kleinkind.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von expressi 13.10.10 - 19:53 Uhr

Hallo,

ich bin auf der Suche nach einem Tipp, wie ich dem momentanen Verhalten meiner Tochter entgegentreten soll.

Ich schildere mal eine Situation:

Sie spielt im Wohnzimmer, sie schmeisst aus Versehen einen von ihren Kinderstühlen um. Soweit kein Problem, das kann passieren.

Sie läuft einfach weiter. Ich sage: XXX hebst Du bitte den Stuhl wieder auf?
Sie: NEIN!
Ich: Du hast ihn umgeschmissen, also hebst Du ihn auch wieder auf.
Sie: DU hebst ihn auf (wird schon lauter, dabei war ich ruhig!)
Ich: Heb jetzt bitte den Stuhl auf, sonst muss ich ihn weg nehmen.
Sie: NEIN!!!! Und schmeisst einen weiteren Stuhl durch die Gegend.
Ich schicke sie in den Flur, weil ich solch ein Verhalten nicht tolleriere und sage ihr, das sie wieder kommen kann, wenn Sie bereit ist, die Stühle aufzueben.
Sie tickt nun komplett aus und schmeisst auch im Flur Dinge durch die Gegend#schock.

Hier wüsste ich nun gerne: Was hätte ich vorher schon besser machen können#schwitz? Und was mach ich nun, wo sie im Flur ist und Dinge durch die Gegend schmeisst#schwitz?

Solche und ähnliche Situationen haben wir zur Zeit dauernd und ständig!

Diese ätzende Trotzphase nervt mich so unglaublich. Ich möchte meine kleine, süsse Tochter zurück#verliebt!!

Viele liebe Grüße und vielen Dank

Expressi

Beitrag von kleenerdrachen 13.10.10 - 19:57 Uhr

In den Keller sperren, oder die Garage, Hauptsache da ist nix zum schmeißen ;-)
Nein, Spaß beiseite. Setz ihr klare Grenzen und bleib hart, wenn es dich beruhigt, Trotzen ist ein Zeichen von Vertrauen. Dein Kind weiß, dass es deine Liebe sicher hat und testet nun die Grenzen aus. Erklär ihr, dass du traurig bist, wenn sie sich so benimmt, weil du denkst, dass sie dich nicht mehr lieb hat. Vielleicht wird sie noch ne Weile bocken, aber ich schätze es geht vorbei.

Beitrag von expressi 13.10.10 - 20:08 Uhr

Hallo,

ich danke Dir. Ich weiss, das sie nur Grenzen austestet, ich such nur noch die richtige Methode, Ihr ebendiese zu zeigen.
Ich denke ja auch, das Konsequenz alles ist. Nur sind sinnvolle Konsequenzen manchmal nicht so einfach #schwitz

Den Tipp, das ich versuche, ihr mal zu zeigen, das mich ihr Verhalten traurig macht, finde ich gut, das werde ich mal versuchen.

Liebe Grüße

Expressi

Beitrag von kleenerdrachen 13.10.10 - 20:32 Uhr

Viel Erfolg!
Bedenke bitte eins, weil unter meinem Thread steht, du sollst das bitte weglassen- für Kinder ist "bitte" eine Wahlmöglichkeit. Bitte heißt: Es wäre schön, wenn du es tust. Das hat in dem Falle nichts mit Höflichkeit zu tun.

Du musst unterschieden, in Situationen wo sie getrost nein sagen darf, dann sag bitte, wo du auf der Ausführung bestehst, lass es weg. Bsp: Gib mir bitte die Puppe. ABER Heb den umgeworfenen Stuhl jetzt auf.

LG

Beitrag von expressi 13.10.10 - 20:35 Uhr

Ok, Du hast vielleicht recht.
Bei der 2.ten Aufforderung wäre das "Bitte" warscheinlich wirklich nicht mehr nötig gewesen. Beim ersten Mal allerdings möchte ich es definitiv beibehalten.

Ich danke Dir.

Liebe Grüße

Expressi

Beitrag von yvschen 13.10.10 - 19:58 Uhr

hallo

ich würde das ganze ohne bitte sagen.Im festen tiefen ton.
Und wenn sie nicht will sie an der hand nehmen und zusammen mit ihr zum stuhl gehen

Lg yvonne

Beitrag von expressi 13.10.10 - 20:10 Uhr

Hallo Yvonne,

Einen festen Ton habe ich. Ich möchte aber auf das "Bitte" nicht verzichten. Wenn meine Tochter mich um etwas bittet, möchte ich ja auch das sie höflich ist. Einen Kasernenhofton möchte ich hier nicht haben.

Sie an die Hand zu nehmen, klappt nicht, dann wird sie nur noch umso wütender. Und sie hinzerren möchte ich nicht. Das hätte für mich auch irgendwie keinen Sinn.

Trotzdem vielen Dank für Deine Meinung.

Liebe Grüße

Expressi

Beitrag von yvschen 13.10.10 - 20:41 Uhr

ich meinte jetzt auch keinen kasernenhofton

Ich sag auch dauernt bitte und mir fällt dann oft auf dass das nix bringt.
Ich bitte sie ja nicht drum den stuhl aufzuheben.Ich kann sie drum bitten das sie mir vielleicht etwas zu trinken bringen oder bitten das sie mit mir kuscheln.Aber wenn sie etwas umwerfen dann müssen sie das wieder aufheben.Und zwar ganz ohne bitte.

Aber wie shcon gesagt ich muss auch oft dran denken das auch zu tun. Ich merk es aber immer wieder wnen man irgendwo einkaufen ist.Kind will was mama sagt nein.Kind wirft sich auf den boden.Mama sagt bitte steh auf.Kind nimmt was aus den regal, mama sagt wieder bitte tu das nicht...Und so geht das die ganze zeit.Kinder brauchen auch ne starke hand. Und das bedeutet das man auch mal kurze knappe anweisungen geben muss.
Aber du hast dein kind ja trotzdem lieb.Und wenn es den stuhl dann aufgehoben hast wirst du sie ja in den arm nehmen und sagen das sie das gut gemacht hat.

Du musst das nicht so machen.Es ist einfach mal ne andere Sichtweiße.

Beitrag von expressi 13.10.10 - 20:53 Uhr

Hallo Yvonne,

ich kopiere mal meine Antwort von oben, ich sehe das inzwischen
ähnlich:

Ok, Du hast vielleicht recht.
Bei der 2.ten Aufforderung wäre das "Bitte" warscheinlich wirklich nicht mehr nötig gewesen. Beim ersten Mal allerdings möchte ich es definitiv beibehalten.

Ich danke Dir.

Liebe Grüße

Expressi

Beitrag von dany2410 13.10.10 - 20:00 Uhr

Hallo,

haha ich kenne das,... Leon räum dein spielzeug auf - Nein du oder die oma wird es aufräumen - nein du räumst dein spielzeug auf oder wir werfen es einfach in den mistkübel- ok ich räum auf.

so werden bei uns die situationen entschärft...... wenn er etwas nicht macht... oder ich sage ihm : ok wenn du das nächste mal etwas willst werde ich auch nein sagen... also wenn er etwas will... er merkt sich diese dinge relativ schnell und weiß genau wie ich es meine (wenn er ein gummibärchen möchte oder ein keks oder einen pudding... )

versuchs mal

lg Dany

Beitrag von expressi 13.10.10 - 20:15 Uhr

Hallo Dany,

Dinge wegnehmen für eine gewisse Zeit tu ich schon. Die Androhung, das ich etwas in den Müll schmeisse, halte ich aber für unsinnig. Zumindest bei Spielzeug versuche ich meiner Tochter ja auch, gewisse Werte beizubringen. Und dazu gehört natürlich, das ich keinesfalls funktionierendes Spielzeug in den Müll werfe. Das weiss sie auch schon. Von daher wäre die Drohung ohne Substanz, das würde meine Maus sich ganz schnell merken.

Wenn ich ihr jetzt sage: "Wenn Du den Stuhl jetzt nicht aufhebst, werde ich das nächste Mal wenn Du etwas willst, auch nein sagen."
Damit erreiche ich doch aber nicht, das sie den Stuhl aufhebt, oder? Zudem wäre die Konsequenz aus ihrem Verhalten hier für mich zu weit von der "Tat" weg.

Dir auch vielen Dank für Deine Meinung.

Liebe Grüße

Expressi

Beitrag von dany2410 13.10.10 - 20:45 Uhr


nachdem etwas umfällt und dann etwas anderes geworfen wird hat es in diesem zeitpunkt wohl in diesem moment keinen wert für das kind...

bei uns wird auch bei wutausbrüchen eigentlich nichts geworfen... oder abreagieren ... das kennen wir gar nicht...

und wir erreichen ein stuhl aufheben in dem ich ihm sage dass ich das nächste mal auch nicht höre... mein sohn ist fast 3 und weiß eigentlich genau wie ich das meine, da gibt es kein zu weit von der Tat weg... da mein sohn den stuhl sofort aufhebt und es gar nicht zur konsequenz kommen muss!!


lg dany

Beitrag von fraukef 14.10.10 - 09:15 Uhr

Ich machs auch so - und es funktioniert...

Beispiel: Judith will unterwegs kein Laufrad mehr fahren und es liegen lassen - bzw sie will es natürlich schon noch haben - aber ich soll es nach Hause schieben.

Meine Erklärung: Wenn du es liegen lässt, dann fährt ein Auto drüber und es ist kaputt - oder ein anderes Kind nimmt es mit. Bisher ist sie immer mit Laufrad weiter - ich hoffe das bleibt so...

Bei Spielsachen genauso - in dem Moment hat es einfach KEINEN Wert für die Kinder - also nehme ich es weg. Nein ich werfe es natürlich nicht weg - aber ich packe es so bei Seite, dass es für Judith weg ist. Und sie bekommt es NICHT bei der nächstbesten Gelegenheit wieder - sondern ich erkläre ihr dann, dass sie es das letzte Mal ja nicht mehr haben wollte und gesagt hat, ich könne es weg werfen.

Meiner Erfahrung nach bekommen die Dinge so viel mehr Wert für Judith. Den Wert erfährt sie ja erst, wenn sie die Dinge vermisst... Und das tut sie nicht, wenn sie einfach da bleiben... Und das hat sie inzwischen begriffen. Sie sagt schon lange nicht mehr leichtfertig JA, wenn ich sage, dass ich es dann weg werfe - genauso wenig wie sie ihr heißgeliebtes Laufrad einfach auf der Straße liegen lässt...

Werte muss man erfahren - ein Ding ist nicht mehr oder weniger für das Kind wert, wenn Mama sagt, dass es aber noch funktioniert oder dass es viel Geld gekostet hat... Es gibt viele Dinge, die enorm viel Geld kosten, für mich aber keinen Wert darstellen - in meinem Fall zB ein Porsche Sportwagen... (EIn AUto muss mich von A nach B bringen - das schafft auch mein Golf... Daher stellt ein Porsche für mich keinen Extrawert da) Ein Ding entwickelt genau dann einen Wert, wenn man es braucht - und wenn man es dann wegen vorheriger Schusseligkeit / Faulheit nicht verfügbar hat, ist es doof - und das ist doch genau der Lerneffekt, den du haben willst...

LG
Frauke

Beitrag von nana141080 13.10.10 - 20:02 Uhr

Mensch, deine Tochter scheint perfekt zu meinem Sohn zu passen;-).

Ich bring ihn dann in sein Zimmer. Sage ihm das er hier alles umwerfen darf (was er dann auch macht), und wenn er sich abreagiert hat kann er mich rufen (manchmal bleibe ich auch im Zimmer).

3 Jährige sehen dann nur noch "ROT". Sie sind so im "TROTZ" das sie nicht mehr durch normales gutes zureden runterkommen. Bis der "Anfall" vorbei ist, dauert es bei meinem Sohn immer.
Er hat einen unbrechbaren Willen. Da geht echt nur "abwarten".

Mein erster Sohn war im übrigen ein echtes Lamm! Deswegen bin ich auch bei meinem Lütten oft erschüttert das er dieses oder jenes tut.

Ich versuche im übrigen immer nie sein "Baby-Ich" zu füttern. Also auf seiiner Ebene bin ich schon, aber nicht so das er sich immer mehr angegriffen fühlt.

Naja, es ist nur eine Phase.....

VG Nana

Beitrag von expressi 13.10.10 - 20:19 Uhr

Hallo Nana,

vielleicht können die beiden ja für ne Weile ne WG gründen bis sie wieder vernünftige Menschen geworden sind :-p

wenn Dein Sohn dann in seinem Zimmer alles rumgeschmissen hat, wer räumt das denn dann wieder auf?

Ich hatte auch schon die Idee, meiner Tochter eine Art "Wutecke" einzurichten. Mit Kissen oder weichen Bällen oder so. Die könnte sie dann durch die Gegend schmeissen, so lange sie braucht. . . #kratz

Vielen Dank und liebe Grüße
Expressi

Beitrag von nana141080 14.10.10 - 10:35 Uhr

Ich müßte vielleicht dazu sagen das meine Kinder keine übervollen Spielzeugkisten haben;-)
Er schmeißt dann seine Werkbank um oder/und räumt die duplo Kiste aus.
manchmal noch die Bücher. Das wars.

Wir räumen dann zusammen nach dem kuscheln auf;-)

LG (PS: ICH fahre damit gut,die rumschmeißerei flaut ab!)

Beitrag von selen27 13.10.10 - 22:29 Uhr

Hi,


das mir meine 2 1/2 jährige Tochter auspflippt und dinge durch die gegen schmeißt haben wir auch, allerdings mit anderen Gründen. Bei uns hilft kein reden, schreien, bitten oder sonst noch was. Ich denke, er muss wie alle anderen Kinder irgendwann merken, das es eben regeln gibt und diese eingehalten werden. also, nicht locker lassen. Er testet seine Grenzen aus. Die kleinen sind sehr clever. Sehr clever als du und ich es glauben.

Selen

Beitrag von lexa8102 14.10.10 - 15:27 Uhr

Hallo,

jeder muss zwar wissen, wie er sein Kind erziehen will, aber für mich persönlich ist es jetzt nicht so tragisch, wenn (noch dazu aus Versehen) ein Stuhl umfällt.

Man kann ihn ja dann noch beim Aufräumen wieder hinstellen. Wenn sie sich draufsetzen will, müsste sie ihn ja auch aufheben.

Du schreibst "ewige Diskussionen": Vielleicht könnt ihr die irgendwie minimieren? Es muss festgelegte Grenzen geben, die sie sicher auch kennt und in der Grauzone darfst du ja auch ruhig mal nachgeben, oder?

Bei uns ist es so, dass mein Kleiner (22 Monate) eigentlich alles darf, was er möchte. Überschreitet es eine Grenze - die es aber schon immer gibt und die ich mir nicht gerade ausgedacht habe - dann erkläre ich ihm das, nehme es weg oder nehme ihn weg.

Viele Grüße,
Lexa