"Späte" Studienanfänger hier? ~ 30 Jahre?

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von dachhase123 13.10.10 - 21:49 Uhr

Hallo,

ich überlege, nochmal "neu" anzufangen und noch ein Studium zu beginnen. Bin allerdings schon 29 #schock #zitter#heul und hab noch 2 Jahre Elternzeit vor mir. Würd gern in Richtung "Soziales" gehen.

Ist hier jemand, der sich "so alt" noch getraut hat? ;-)
Ich hab nämlich echt Panik und bin total unentschlossen...ein gutes Argument meines Mannes ist: ich müsste ja eh noch mindestens 35 Jahre arbeiten...hmmm...#kratz

Lieben Dank für Eure Antworten!
Jana

Beitrag von 006 13.10.10 - 21:55 Uhr

Hallo,

ich bin auch grad in elternzeit, studiere via fernstudium bwl. momentan ist es etwas schwierig, aber es ist nie zu spät etwas neues zu beginnen. In ein paar jahren würdest du dich ärgern warum du es nicht gemacht hast.

Ach ja i bin 27 jare alt bzw jund,


006

Beitrag von kati543 13.10.10 - 22:02 Uhr

Ich überlege mir das auch derzeit - allerdings bin ich schon 32. Aber wieso sollte man dazu zu alt sein?

Beitrag von ippilala 13.10.10 - 22:12 Uhr

Na lieber spät, als nie. Und mit den 35 Jahren hat dein Mann auch recht.
Eine Bekannte auch ihr 2. Studium mit 32 bekommen, im Ausland, und auch noch den Master gemacht.

Außerdem gibt es auch so einige Leute, die nach der Ausbildung jahrelang gearbeitet hatten und dann noch einfach ein Studium hintendran hängten, um sich weiterzuqualifizieren. Du wirst also sicher nicht die Einzige ü30-Studentin sein.

Ich hoffe du hast dir das mit dem "irgendwas soziales" gut überlegt, auch studiert lässt dort nicht viel Geld machen.

Beitrag von xenotaph 13.10.10 - 22:37 Uhr

du bist nicht zu alt, aber "in richtung soziales" ist doch sehr schwammig. hast du dir schon genauere gedanken gemacht? uni, fh, fernstudium? teilzeit, vollzeit? welche richtung genau?

LG

Beitrag von dachhase123 14.10.10 - 08:37 Uhr

Hallo - vielen Dank für die Antwort!

Tja, ja leider hab ich keine genaueren Vorstellungen. Ich habe schon viel im Netz geguckt, finde aber irgendwie keine richtig informativen Seiten, die mir helfen könnten.

Was ich definitv weiß: ich möchte gern mit Kindern und/oder Jugendlichen arbeiten, die Hilfe brauchen. In welcher Art auch immer. Sei es, sie in bürokratischen Angelegenheiten zu unterstützen oder auch als "Ohr" für Ihre Probleme. Ich bin ein absoluter Neuling und weiß eigentlich gar nicht, wie, wo, was, wie lange.

WO kann man sich denn genau informieren?? Weißt Du da was?

Dankeschön*
LG

Beitrag von gustav-g 14.10.10 - 17:13 Uhr

in Wien bietet die Hochschülerschaft eine Studienberatung an.

Informiere dich bei den Streetworkern. Die brauchen dich vielleicht. Auch bei den Schulpsychologen kannst du dich schlau machen.

Kennst du deine Begabungsschwerpunkte ?

Beitrag von gustav-g 14.10.10 - 17:27 Uhr

ich wusste genau, was ich wollte und habe mit 33 Jahren begonnen und in der Mindeststudiendauer abgeschlossen. Manche Kollegen haben Jahre vertrödelt.

Meine Frau hat mich voll unterstützt. Lernen musste ich selbst.

Meinen gut bezahlten Job habe ich auf 25 Wochenstunden reduziert.

Finanziell hat sich das Studium nicht gelohnt. Aber dafür konnte ich auf meinem Niveau arbeiten und die letzten 20 Jahre meine Zeit frei einteilen.

Beitrag von a79 13.10.10 - 23:14 Uhr

Hallo,

ich bin 31, habe zwei Kinder (4,5 Jahre und 1,5 Jahre) und habe letzten Monat mein Studium Pädagogik der Kindheit und Familienbildung auf Bachelor angefangen...also, ja, ich habe mich getraut!

Die Familienorganisation muss halt gut abgestimmt sein mit den Partnern und man braucht ein gutes soziales Netz um sich herum, um die Betreuung der Kinder in jedem Fall geregelt zu bekommen aber ich persönlich finde es toll, endlich wieder gefordert zu sein und bin voller Elan dabei.
Bei uns im Semester sind von jetzt 45 Studenten übrigens 10 Mütter mit 1-5 (!) Kindern, der Altersdurchschnitt liegt bei uns so bei Ende 20....

Wenn es also Dein Wunsch ist, Dein Partner hinter Dir steht und Du bereit bist, die Mehrarbeit auf Dich zu nehmen -dann mach es!

LG

Andrea

Beitrag von hamsti 14.10.10 - 11:58 Uhr

Hallo Jana,

ich habe mit 28, nach Geburt meines Kindes und nach Abschluss meines ersten Studiums mein zweites Studium (auf Lehramt) angefangen. Fertig sein werde ich nächstes Jahr im Juni.

Ich finde, es hat Vor- und Nachteile:

Vorteile:
Man ist flexibel, kann sich die Zeit selber einteilen
Hinterher bessere Jobaussichten

Nachteile:
Man verdient kein Geld
Man muss sehr gut organisiert und diszipliniert sein

Also ich bin heilfroh, wenn ich endlich fertig bin. Allerdings habe ich auch gemerkt, dass ich durch mein Alter und meine Erfahrung viel besser zurecht komme als z.B. Studienanfänger.

Wenn ihr euch das finanziell erlauben könnt und deine Jobaussichten danach gut sind, würde ich es auf jeden Fall machen. Dein Mann hat recht, es ist dann noch genug Zeit, "richtig" zu arbeiten. Man braucht allerdings auch ein bisschen Durchhaltevermögen und ab und zu ein dickes Fell, wenn man Sprüche wegen des Alters bekommt.

Lieben Gruß, Mareike

Beitrag von amelily 14.10.10 - 12:19 Uhr

Hallo Jana,

ich finde 29 nicht zu alt, um noch ein Studium anzufangen.

Für mich wäre eher ausschlaggebend:

- was habe ich vorher gelernt (kann ich evtl. darauf aufbauen)
- was genau möchte ich studieren
- kommt evtl. ein Fernstudium in Frage
- wie hoch sind die Studiengebühren
- möchte ich wirklich ein komplettes Studium durchziehen, oder

- gibt es evtl. in meinem bisherigen Beruf Weiterbildungsmöglichkeiten, einen neuen Arbeitgeber etc., die / der mich auch glücklich machen würden

Ich werde nächstes Jahr 32 und beginne zum Sommersemester per Fernstudium neben dem Vollzeitjob ein Masterstudium (welches allerdings auf meinem Diplom aufbaut).

VG
Amelily

Beitrag von brynlie 14.10.10 - 21:32 Uhr

Hallo,

mein Mann hat auch erst mit 29 sein Studium begonnen und wird wahrscheinlich mit über 40 noch ein Schäufelchen nachlegen müssen, weil sein FH-Diplom nur als Bachelor anerkannt wird.

Als überzeugte Naturwissenschaftlerin stehe ich "was Sozialem" halt immer etwas skeptisch gegenüber. Je nach Richtung hat man's da halt auch mit recht brotlosen (oder stark umkämpften) Künsten zu tun.

Tendenziell würde ich aber schon sagen: ja, das kann sich noch lohnen.

LG,
brynlie

Beitrag von tessy25 15.10.10 - 09:54 Uhr

Hallo Jana,

ja ich, Erziehungswissenschaften. Gestartet habe ich mit 32. Jetzt bin ich Dipl. Sprachheilpädagoge und die Jobs sind zum Aussuchen da, (Vielleicht wohne ich aber auch günstig) die Bezahlung ist nicht soooo doll. Ich komme aber sehr gut über die runden, habe meinen Spass dabei und bin doch ziemlich stolz, dass ich das noch gepackt habe.

Liebe Grüße
Tess

Beitrag von dachhase123 15.10.10 - 14:02 Uhr

Hi Tess!

Und wie lange hat das insgesamt gedauert? Also, wie alt bist Du jetzt quasi? ;-)

Wo wohnst Du denn, dass es da so gut läuft? Bundesland reicht ja...

#danke + liebe Grüße,
Jana

Beitrag von rotihex 15.10.10 - 21:47 Uhr

Hallo,

ich habe auch erst mit 29 angefangen zu studieren. Hat gut geklappt, mit 2 Kindern ist es allerdings stressig (habe die beiden während des Studiums bekommen).

Ich würde den Schritt immer wieder wagen! Viel Glück.