"Guten Tag" und "Auf Wiedersehen"...

Archiv des urbia-Forums Erziehung.

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von somaus 13.10.10 - 23:11 Uhr

Hallo,
unser Jonas ist im Juli 3 Jahre alt geworden. Er sagt fast nie "Hallo" oder "Guten Tag" zu Leuten, die zu uns zu Besuch kommen oder wenn wir irgendwo sind und verabschiedet sich auch sehr selten. Nicht nur bei Fremden, was man ja noch verstehen könnte, nein, auch bei seinem Papa, den Großeltern, seinen beiden Patentanten, zu denen er allen ein super Verhältnis hat. Muss man bei einem 3-jährigen da schon drauf bestehen und ihn mit "Erziehungsmaßnahmen" dazu drängen oder kann man da noch sagen, er ist ja noch so klein? Ich finde das halt nur etwas merkwürdig, dass er das auch bei den nächsten Vertrauenspersonen, wie eben aufgezählt, macht. Sein Papa ist Flugbegleiter und halt ab und zu nicht da. Seit er 1 Jahr alt ist, ist er zweimal die Woche nachmittags bei den Großeltern, die er allle wirklich lieb hat. Er ist sehr schüchtern und auch im Kiga, in den er seit September geht, spielt er noch nicht wirklich mit, sondern hängt am "Rockzipfel" einer Betreuerin. Ich kann wirklich keine Ursache erkennen, warum er begrüßen und verabschieden so ablehnt.
Kennt Ihr so etwas auch?

Viele Grüße,
somaus

Beitrag von lichtchen67 14.10.10 - 08:09 Uhr

Nicht mal winken und bye bye, schüssi, tschöh oder sonstwas in den Raum rufen?

Es müssen ja keine großen Begrüßungs- und Abschiedsszenen sein in dem Alter aber so was kleines wie winken und was sagen und dann gehen sollte schon drin sein denke ich.....

lichtchen

Beitrag von mamavonyannick 14.10.10 - 08:19 Uhr

Hallo,

ich würd da auch beim einem 3jährigen "drauf bestehen". Ein kleines Tschüß in die Runde oder verabschieden gemeinsam mit dir (vllt fühlt er sich allein unsicher), das sollte schon machbar sein.

vg, m.

Beitrag von cludevb 14.10.10 - 08:41 Uhr

Hi!

Ich bestehe da ehrlich gesagt auch drauf!
Nicht aufs Hand geben oder direkten Kontakt, aber einmal kurz aufschauen und Hallo sagen oder wenn der Besuch z.b. gehen will einmal Ciao oder Tschüss sagen muss drin sein.

Ich bin da auch ziemliclh stur, 2x meinte er im KiGa nicht der erzieherin tschüss sagen zu müssen (ich möchte das, sozusagen dass er sich "abmeldet"), da hab ich mich halt mit verschränkten armen hingestellt und gesagt dass ich solange hier stehenbleibe bis er eben tschüss gesagt hat und er auch stehenbleiben muss solange... 3 minuten gezicke und er hat nachgegeben.

hallo und tschüss sind genauso machbar und erziehungssache wie bitte und danke.

LG Clude, Lukas (bald 4) und Michel (1,5)

Beitrag von fruehchenomi 15.10.10 - 17:52 Uhr

Dem kann ich mich nur anschließen.
Hallo und Tschüß sind Mindest-"Höflichkeitsformen" , die erwartet werden können.
Enkelmaus Leonie meldet sich mittlerweile ganz selbstverständlich bei den Erzieherinnen mit Handschlag und Tschüß ab- war auch nicht immer so, aber Konsequenz hilft.
Jeden Fremden muss sie nicht mit Handschlag begrüßen, aber im engsten Verwandtenkreis kann es eigentlich auch erwartet werden.
LG Moni

Beitrag von sternenzauber24 14.10.10 - 10:06 Uhr

Wie habt Ihr es als Eltern denn vorgelebt?

Habt Ihr ihn täglich begrüßt?

LG,
Julia

Beitrag von tragemama 14.10.10 - 10:58 Uhr

Ich kann nur sagen: 80-90% der "Erziehung" ist keine, sondern reine Nachahmung der Eltern. Wenn Ihr also immer grüßt, wird er das über kurz oder lang auch machen. Zwingen kann man ihn doch eh nicht...

Andrea

Beitrag von froehlich 14.10.10 - 11:20 Uhr

Das mit der reinen Nachahmung würde ich ja gerne glauben...;-)...aber mein Sohn ist 7, und selbst DER schafft's oft noch nicht, ordentlich zu grüßen oder sich zu verabschieden...(jedenfalls nicht von anderen Leuten). Seine Freunde aber auch nicht. Nervt mich teilweise total und ich bestehe durchaus drauf. Bei einem 3-jährigen würde ich die Sache noch lockerer sehen, aber auch da würde ich "üben".

Beitrag von berry26 14.10.10 - 14:21 Uhr

Hallo,

also ich lege schon sehr viel Wert darauf das mein Sohn "Guten Tag" , "Auf Wiedersehen", "Bitte" und "Danke" sagt, allerdings zwinge ich ihn auch nicht.
Mein Sohn begrüßt und verabschiedet sich zu 95% bei allen vertrauten Personen (Opa, Oma, Tante, Mama und Papa natürlich). Bei Bekannten und unbekannten ist er da schon etwas schüchterner. Da klappt es öfters auch nicht oder es bleibt bei einem unverständlichen Gemurmel aber ich halte es so, das ich ihn zumindest immer dazu auffordere und selbst jeden immer und überall ordentlich begrüße und verabschiede. So lernt er es denke ich mal besser als über echten Zwang!

LG

Judith

Beitrag von grashopper73 15.10.10 - 21:47 Uhr

Hallo

Ich selber habe das nicht, meine Söhne (1.5J und 4J) grüssen allen und jeden und bedanken sich auch immer. Aber die Kleine meiner Freundin ist 4 und sie sagt nie Hallo, nie Danke, nie auf Wiedersehen und redet auch sonst nicht gross mit anderen Leuten. Sie braucht ca. 3 Std. bis sie ein bisschen warm wird und dann neigt sich meisten das Treffen auch dem Ende zu. Im KiGa ist das ähnlich wie bei dir. Meiner Freundin ist das ziemlich unangenehm und sie versucht alles aber es klappt nicht. Zwingen ist immer so eine Sache. Das geht dann meistens nach hinten los. Vorleben und auffordern würde ich ihn sicherlich. Ich denke mit 3J, sogar schon früher, darf man das von seinen Kindern erwarten.

Liebe grüsse

Sandra

Beitrag von nanoukaladar 16.10.10 - 13:41 Uhr

Für mich gehört grüssen auch zu den Basishöflichkeitsregeln: ABER, es gibt kein Standardalter in dem die Kinder dies können müssen. Insbesonders sehr schüchterne Kinder benötigen oft viel länger um dies zu schaffen.
Dies hat nichts mit fehlender Erziehung, schlechtem Vorbild oder Unhöflichkeit zu tun!