trotzphase mit 21monaten,wie reagiert ihr da?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von agra 14.10.10 - 11:22 Uhr

huhu


seit 2 tagen gibt es keinen tag wo mein sohn 21monate und ich streiten.

beim frühstück fängt es schon an.brot will er nicht, nur weintrauben oder yoghurt.aber mit ein paar trauben gibt er sich nicht zufrieden.
er fängt dann an zu bocken, stellt sich im stuhl hin und dreht sich beleidigt von mir weg.
mehrmals sag ich ihm dass er sich hinsetzen muss, dann bekommt er noch ein paar.aber er bockt nur mehr und sagt immer `lass"und ist beleidigt

irgendwann nehme ich ihn dann aus dem stuhl.
dann gehts richtig rund.schreit und macht dinge die er sonst nicht macht,die er auch nicht darf ,aber er macht es vor wut.

versuche ihms dann nochmal zu erklären. keine chance.er will nur seine trauben und nicht am tisch sitzen.bis ich ihn und sein gebocke dann ignoriere.

wie geht ihr mit solchen situationen um?

auch wenn er sich wehtut, verkriecht er sich un dwill von niemnadem getröstet werden, was mir das herz zerreist.

er ist in letzter zeit auch sehr schnell beleidigt, man braucht nur ein wort sagen, und er zieht ne schnute und will mit einem nix zu tun haben.

wäre so dankbar über tipps.
und eure erfahrungen
danke

Beitrag von lyss 14.10.10 - 11:33 Uhr

Mann sollte sich so wenig wie möglich auf Machtkämpfe einlassen.

Wieso muss dein Sohn unbedingt morgens Brot essen? Er will Trauben oder Joghurt - na, dann würde ich ihm das geben und fertig. Ist doch in Ordnung als Frühstück...

Sitzenbleiben sollte er schon beim Essen - mein Kleiner macht da auch nicht immer so mit wie ich das gerne hätte ;-) Da hilft dann nur konsequent bleiben: wenn er nicht beim Tisch sitzt, gibt es auch nichts zu Essen - fertig. Klar dauert es einige Zeit, aber irgendwann bleibt er immerhin zumindest so lange sitzen bis er fertig ist mit essen...

Und wenn er zuviel bockt - lass' ihn mal bocken. Du hast ja selbst gemerkt dass ignorieren auch helfen kann...

Du wirst im Laufe der Zeit noch herausfinden, was bei deinem Sohn am Besten fonktionniert da diese Phase nicht so schnell wieder vorbei ist ;-)

LG,
Lyss

Beitrag von cori0815 14.10.10 - 12:27 Uhr

hi agra!
Jetzt mal im Ernst: sag mir die Familien, die nicht jeden Tag "streiten"! Denn das was du als Streiten titulierst, ist doch letztlich nicht mehr als "Erziehungsarbeit".

Dass dein Sohn statt seines Brots lieber Obst und Joghurt möchte, finde ich ehrlich gesagt nicht so schlimm. Dann mache ihm doch einfach einen schönen Joghurt und reiche ihm Obst dazu.

Zum zweiten Frühstück kann er ja immer noch Brot, Knäcke oder Zwieback essen.

Was mir besonders auffällt, ist, dass du mit deinem Sohn diskutierst: du willst ihm ständig was erklären und er will natürlich nicht zuhören, da er ja seinen Willen durchsetzen will.

Er ist 21 Monate und ich finde, in dem Alter darfst du dich auf "Ansagen" beschränken, statt mit ihm Diskussionen anzufangen.

Es gibt Regeln und die darfst du ruhig als solche formulieren: "Du bekommst nur zu essen, wenn du am Tisch sitzen bleibst." Möchte er aufstehen, dann frag ihn, ob er mit Essen fertig ist. Wenn er trotzdem aufstehen will, dann informiere ihn darüber, dass er aufstehen darf, aber er dann fertig ist mit essen. Und wenn er dann wieder Essen einfordert, dann sage ihm, dass er - wenn er aufgestanden ist - mit dem Essen fertig ist.

Durch zu viel Wortmasse entkräftest du das einzelne Wort. Also fass dich mit den wesentlichen Inhalten kurz und knapp. Und wenn du es ihm zwei Mal erklärt hast, dann ist es irgendwann auch gut, du musst keine Endlos-Schleife draus machen.

Übrigens, wenn er dann immer wieder und wieder ankommt und dich um essen "anbettelt", dann solltest du ihn ruhig irgendwann ignorieren. Denn du hast ihm die Sachlage ja erklärt. Und er weiß, welche Bedingungen an das Essen geknüpft sind (auch mit 21 Monaten kann er das schon gut verstehen).

Dass er sich verkriecht, wenn er sich weh getan hat, sehe ich als Strafaktion an: er will dich dafür strafen, dass er sich weh getan hat. Biete ihm deinen Trost ehrlich und direkt an, geh auf ihn zu und biete ihm deine tröstenden Arme an. Und wenn er sich dann abwendet, dann akzeptiere sein Verhalten: "Okay, sicher ist es schon wieder besser und tut nicht mehr weh, gelle? Wenn was ist, dann kannst du gern kommen, dann tröste ich dich." Aus, basta!

Er testet halt aus, wie er dich mit seinen Methoden einwickeln kann. Und nun sind deine erzieherischen Qualitäten gefragt. Du musst dabei klar stellen, dass du Mutter und nicht Freundin/Partnerin bist. Ihr verhandelt also nicht, sondern du bestimmst die Regeln. Denn er ist mit knapp 2 Jahren noch nicht in der Lage zu wissen, was gut für ihn ist.

Das heißt aber trotzdem, dass du dabei immer liebe- und verständnisvoll mit ihm sein sollst, aber lass dich nicht von ihm zum Narren halten.

Ich wünsche dir viel Spaß mit deinem kleinen Trotzkopf ;-)

LG
cori

Beitrag von lexa8102 14.10.10 - 15:09 Uhr

Hallo,

warum gibt du ihm die Trauben nicht? Was spricht so vehement dagegen, dass du es durchsetzen musst?

Ich versuche, meinem Kleinen (22 Monate) so viel wie möglich zu erlauben. Wenn er etwas nicht darf, nehme ich ihn von dort weg, erkläre es ihm und biete ihm eine Alternative an.

Beim Essen darf er selbst entscheiden, wie viel er essen möchte. Was auf den Tisch kommt, entscheide ich. Außer früh, da isst er schon seit Wochen immer das Gleiche. Abends probiere ich verschiedenes aus - mal will er Brot, mal was Warmes, mal nur Nachtisch.

Wenn er doch mal vor Wut oder Ärger weint, biete ich ihm Nähe an und erkläre ihm seine Gefühle. Manchmal funktioniert das, manchmal will er sich dann noch ein bißchen ausweinen.

Ich gebe ihm aber immer zu verstehen, dass ich ihn trotzdem liebe und er seine Gefühle ausdrücken darf und ich sie wahrnehme. Das finde ich persönlich sehr wichtig.

Viele Grüße,
Lexa