So viel Schreien bei Trennung in Kita?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von youka 14.10.10 - 11:32 Uhr

Hallo an die Eltern, deren Kinder in die Kita gehen,
ich würde mich über Eure Erfahrungen bei der Eingewöhnung freuen. Bei uns waren jetzt erst zweimal Trennung von 30 min. Wenn man aber draußen vor der Tür ist, hört an wie der Kleine schreit und sich lange nicht beruhigen lässt. Das ist so schwer... Er ist jetzt fast 13 Monate alt - und eigentlich liebt er andere Kinder, die ganze Umgebung in der Kita, so viele neue und spannende Sachen.... Darum denke ich, dass die grundsätzliche Entscheidung für die Kita schon richtig war.
Was habt ihr gemacht, um Eure Kleinen zu unterstützen, dass sie diese Trennung bewätigen können?
Viele Grüße,
Youka

Beitrag von sunny-julia 14.10.10 - 11:38 Uhr

hallo,

also bei uns war es so, das sie die erste zeit gern hingegangen ist, und dann nach 2 wochen fing es an.... weinen, schreien.... und es hielt einen ganzen monat an.

wir haben sie hingebracht, und uns nicht anmerken lassen, wie sehr uns es weh tut wenn wir das kleine häufchen elend sehen bzw. hören.
natürlich haben wir ihr es schmackhaft gemacht und immer wieder gesagt, dass sie dort spielen kann, malen kann und und und.

irgnendwann gibt sich die ganze geschichte... du musst nur am ball bleiben, und ihn weiter hinbringen, und ihm mut zusprechen ;-)

lg s-j

Beitrag von jumarie1982 14.10.10 - 11:43 Uhr

Huhu!

Alex ist seit Anfang September in der Krippe.
Da war er knapp 16 Monate alt.
Die ersten 3 Tage war ich komplet mit drin (jeweils zwischen 1 und 3 Stunden).
Dann die erste Trennung. Ca 30 Minuten war ich im Nebenzimmer.
Das Kind hat nicht geweint.
Nach circa 14 Tagen war er das erste Mal von morgens 08:00 bis zum Mittagessen allein dort.
Dann mal mit Mittagessen, dann mal mit Mittagsschlaf und seit Oktober geht er von 07:30 bis ca 15:00 hin.
Er hatte mal ein paar Tage, an denen er morgens geweint hat, wenn ich ihn übergeben hab. Aber schon wenn ich auf dem Gang draussen war, hat er aufgehört und die Erzieherin hat mich die ersten Tage immer angerufen nach ner halben Stunden und berichtet, wie es gelaufen ist. Das hat mich sehr beruhigt.

Wenn dein Kind weint und sich nicht innerhalb von Minuten beruhigen lässt, würde ich die Trennung abbrechen.
Es ist ja nicht Sinn der Sache, dass das Kind immer schlechtes mit der Krippe verbindet.
Bleib noch ein paar Tage komplett mit drin und wenn es auch dann nicht klappt, wird wohl nichts anderes übrig bleiben, als es vorerst zu vergessen und in ein paar Monaten nochmal zu versuchen...

LG
Jumarie

Beitrag von emilia5 14.10.10 - 11:48 Uhr

Hallo Youka!
Wir haben das ganze gerade das 2. Mal durch (weil wir nach 6 Monaten die Kita wechseln mussten) und glaub mir, das Schreien ist ganz normal. Mach Dir keine Vorwürfe und keine Sorgen, das hört bald auf #liebdrueck.
Was bei uns gut hilft ist, wenn ich schon den ganzen Morgen ganz fröhlich verkünde: "oh super, jetzt geht's in die Kita! Spielen! Da sind die *sowieso* (Hauptbezugsperson) und die Kinder ... Yipiehh, blah, blah, blah" Dabei immer schön strahlen und freuen, damit die Maus das Gefühl bekommt, dass Mama die Kita ganz toll findet und voll dahinter steht. Dann vorort auch niemals traurig oder unsicher sein, das merken die Kleinen sofort. Schön verabschieden, evtl. ein kleines Ritual in der Garderobe oder Winken am Fenster und dann schnell weg, nur nicht zögern und trödeln. Nach Möglichkeit die Maus jemanden auf den Arm geben und nicht einfach irgendwo absetzen. Nach dem Abholen dann ganz besonders viel kuscheln und schmusen und spielen. Immer gut ist natürlich der vertraute Schnuller. In der Eingewöhnungszeit darf den ein Kind in unserer Kita immer haben (danach nur noch zum Schlafen). Das wird schon! VlG Astrid

Beitrag von fbl772 14.10.10 - 15:00 Uhr

Da stimme ich dir vollkommen zu ! So mache ich es auch.

Wenn wir mal ne Phase haben, wo es ihm schwerer gefallen ist (und diese Phasen kommen und gehen wieder), dann hat bei uns extrem gut geholfen

- entweder Papa hat ihn morgens gebracht
- direkt zum Frühstück an den Tisch bringen (zeitlich gesehen), das ist bei uns Ablenkung pur und da braucht er keine Mama mehr :-)

LG
B

Beitrag von aggie69 14.10.10 - 11:58 Uhr

Die ersten zwei Wochen war ich mit da. Wir haben zusammen mit den anderen Kindern gespielt und es war toll. Er hat sich an alle gewöhnt und hat mich immer noch als Sicherheit gehabt.
Dann habe ich ihn ein paar Tage mal eine Stunde allein dort gelassen. Zuerst hat mein Sohn geweint aber das hat nicht lange gedauert.
Dann habe ich ihn eine Woche lang nur vormittags da gelassen und ab da an den ganzen Tag.
Ich habe festgestellt:
- Ich darf nicht zu lange dort bleiben, sonst fängt er an zu weinen.
- Seine Kindergärtnerin nimmt ihn mir an der Tür ab - auf dem Arm und dreht sich gleich weg. Sie lenkt ihn gleich ab - klappt gut. Sie wartet schon immer mit seinem Lieblingsbuch auf ihn.
- Ich verabschiede mich ordenlich von ihm - wenn ich mich nur "wegschleiche" sucht er mich ewig. Aber so weiß er, daß ich weg bin und nachmittags wieder komme.
Bin jetzt ganz stolz auf meinen Sohn, daß alles so gut klappt.

Beitrag von raevunge 14.10.10 - 12:16 Uhr

Vielleicht solltet ihr etwas zurückfahren und mit kürzeren Trennungszeiträumen anfangen? Also so, dass du kurz rausgehst, deinem Kleinen erklärst, dass du jetzt mal zur Toilette gehst oder so und dann nach 5 Minuten wiederkommst. Und das dann immer wiederholen.

Hat dein Kleiner dort eine Bezugserzieherin? Bei uns ist das so. Mein Kleiner geht seit Januar in die KiTa und "seine" Erzieherin war noch bis vor ca. 3 Monaten total wichtig. Die musste da sein, wenn ich ihn gebracht habe #schein

So hat das dann bei uns eigentlich ganz gut geklappt. Heute ist es so, dass er auch noch oft das Gesicht verzieht, wenn ich gehe - ich muss dann schnell gehen - aber er redet vormittags immer schon von der KiTa und wenn ich ihn abhole, dann nehme ich ein fröhliches Kind in Empfang :-D

LG

Beitrag von schneckenpower 14.10.10 - 12:32 Uhr

Mein kleiner Mattis (12 Mo) geht erst seit einer Woche in die Kita und vom ersten Mal an wars kein Problem (viell. ändert sichs ja noch). Eigentlich ist es ihm in dem Moment, in dem wir ankommen so egal, ob ich da bin oder nicht. Die anderen Kinder und die tollen Spielsachen fesseln ihn so, da ist keine Zeit für Tränchen vergießen. Ich kann dann gehn und hol später ein gutgelauntes Kind wieder ab. Hab nur Sorge, dass sich das noch ändert, da wir eine richtige Eingewöhnung eigentlich übersprungen haben.

Beitrag von miaraphael 14.10.10 - 13:18 Uhr

Wir sind jetzt auch in der Eingewöhnung seit letzter Woche.

Ich war die ersten 3 Tage für eine Stunde immer bei ihr. Die Tage danach bin ich immer länger weggeblieben und seit Dienstag lasse ich sie schon fast 1,5 Stunden allein.
Wenn ich gehe weint sie auch immer ganz doll, lässt sich aber von ihrer Erzieherin gut beruhigen. Zwischendurch weint sie auch immer mal wieder. Ihre Erzieherin hat mir erklärt, dass das ein völlig normales Verhalten ist, weil sie Trennungsschmerzen hat und damit erstmal zurecht kommen muss. Es zeigt aber auch, dass die Bindung zwischen mir und meiner Tochter gut und fest ist.
Gestern hat sie auch schon den Morgenkreis mitgemacht und viel gelacht. Heute war aber nicht ihr Tag, sie hat zu Hause schon viel geweint und in der Kita lief es auch gar nicht gut. Sie wollte nicht mal in den Gruppenraum reingehen. Eigentlich sollte sie morgen schon Mittag essen, aber das schieben wir wohl lieber in die nächste Woche.

Wenn dein Kleiner sich schlecht beruhigen lässt, ist es wohl besser, wen du noch länger mit ihm in der Gruppe bleibst, damit er auch eine bessere Beziehung zu seiner Erzieherin aufbauen kann. Du solltest auch wirklich dahinter stehen, ihn dort abzugeben, daran darfst du nicht zweifeln, das merken die Kleinen sofort. Je kürzer du die Verabschiedung gestaltest um so leichter machst du es ihm, also nichjt noch lange trösten. Tschüß sagen und gehen.

Wünsche dir noch eine erfolgreiche Eingewöhnung!

Beitrag von lexa8102 14.10.10 - 15:04 Uhr

Hallo Youka,

also mein Kleiner weint früh immer noch, wenn ich ihn abgebe (fast 2 Jahre alt). Er beruhigt sich dann aber meist gleich wieder. Die Tamu sagt, es wäre sein Ritual geworden, zum Abschied zu weinen.

Hab nur einen Tipp für nach der Eingewöhnung: Versuche, den Abschied so kurz wie möglich zu halten - ausziehen, übergeben, Tschüß sagen (ganz wichtig!) und weg.

Viele Grüße,
Lexa

Beitrag von emily-84 14.10.10 - 23:39 Uhr

Hallo !

Die Eingewöhnung ging bei uns zwei Wochen lang.
In der ersten Woche waren wir für zwei bis drei Stunden in der Kita
und ich war immer als stiller Beobachter dabei.
In der zweiten Woche hab ich mich nach kurzer Zeit aus dem Raum geschlichen und bin einkaufen gefahren.
Ich brauchte auch ablenkung, um nicht die ganze Zeit daran denken zu müssen, wie es meinem Kleinen grad geht.
Als ich wieder kam, merkte er es nicht mal gleich.
Der erste "richtige" Kitatag war für uns beide sehr schwer.
Ich hab das Schreien heute noch in den Ohren.
Auch die nächsten Tage waren nicht leichter.
Es soll ein kurzer, schneller Abschied sein.
Aber die Erzieher müssen da natürlich helfen.
Sie sollten das Kind sofort nach dem Abschied mit einem Spiel ablenken.
Wichtig ist dem Kind zu verdeutlichen,
dass Mama auf jeden Fall wieder kommt. Ganz wichtig !
Ich muss zugeben, ich habe am ersten Tag,
als ich im Auto saß auch erst mal geheult.
Schließlich ist es auch für eine Mutter schwer etwas loszulassen.
Wenn dann die Schule beginnt, gehen die Sorgen weiter.

Heute ist mein Sohn 5 Jahre und kommt in einem Jahr zur Schule.
Das kann was werden.
Und in fast zwei Jahren kommt meine Tochter in den Kindergarten,
und die Sorgen gehen von vorn los. Sicher mit viel Geschrei.

Gruß ...