milchproduktion

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von 2911evelyn 14.10.10 - 12:25 Uhr

hallo
wenn ich nun meine brust "leer" gepumpt habe (es kommt einfach nichts mehr raus)....
wie lange dauert es dann bis sie wieder so voll ist, dass mein Kleiner satt wird?

Danke
Laura

Beitrag von muffin357 14.10.10 - 12:28 Uhr

kommt drauf an, wie oft du abpumpst und anlegst..

aber beim anlegen wird stetig nachproduziert, vor allen dingen in der anderen brust ...

wenn du willst, dass kein kind satt wird, dann lege in kurzen abständen öfter an, -> nach ein paar tagen hat sich die brust auf den mehrbedarf angeglichen udn produziert mehr .... saugen ist immer effektiver als pumpen...

#winke tanja

Beitrag von 2911evelyn 14.10.10 - 12:45 Uhr

dankeschön.

dann werd ich mal so alle 5min. die brust wechseln...

merci#winke

Beitrag von muffin357 14.10.10 - 13:45 Uhr

wenn dein kind nicht einpennt und mitmacht, solltest du eher 8-10min warten, -- denn anfangs kommt ne dünne, durstlöschende vormilch, die erst nach ein paar minuten "dicker+reichhaltiger" wird, -- so hats mir meine hebi erklärt....

Beitrag von lucaundhartmut 14.10.10 - 16:17 Uhr

Liebe Laura,

Deine Frage kann ich Dir nicht genau beantworten, aber im Allgemeinen rät man zu Folgendem:

Versuche, falls Dein Kind auch aus Deiner Brust trinkt), das Kind öfter (nicht länger) anzulegen. Dies kann in einigen Fällen die Milchbildung anregen bzw. vermehren (eine Garantie gibt es hierfür leider nicht).

Zudem kannst Du versuchen, die Milchbildung weiterhin durchs Abpumpen anzuregen bzw. zu vermehren (mit elektrischer Milchpumpe, die Du Dir vom KiA oder Gynäkologen verschreiben lassen kannst, beidseitig zur gleichen Zeit abpumpen, und zwar tagsüber alle 2 bis 3 Stunden und nachts alle 6 bis 8 Stunden).

Wische alle schlechten Gedanken / Sorgen weg, lasse Dich zugleich jedoch auch nicht unter Druck setzen und setze Dich auch nicht unter Druck.

Versuche es ruhig noch mal mit dem ausschließlichen Ernähren per Brust, falls Dein Kind bisher nicht an Deine Brüste gehen mochte oder konnte, am besten mit Hilfe einer sehr gut ausgebildeten Hebamme oder auch mit einer Stillberaterin (vielleicht hat Deine Hebamme ein paar gute Verbindungen zu sozial wie fachlich kompetenten Stillberaterinnen, die zudem keine Märchen über Flaschenmilch erzählen und Mütter nicht unter Druck setzen sollten).
Diese Damen können Dich vielleicht auch in Sachen Brusternährungsset beraten. Hierbei würde Dein Kind an Deiner Brust saugen und würde gleichzeitig, um wirklich satt zu werden, per Schlauch Abgepumptes oder Säuglingsmilchnahrung zugefüttert bekommen. Dieses Set sollte man jedoch wirklich nur nach fachkundiger Beratung verwenden.

Schaue doch mal hier:
http://www.medela.com/DE/de/breastfeeding/products...es.html

Vielleicht helfen Dir auch Brusthütchen?

Weitere Tipps:

Milchanregend können Fenchel-, Kümmel-, Anistee (wird oft als "Stilltee" verkauft), Bockshornkleesamen (bitte mal in der Apotheke beraten lassen), Malzbier, Malzkaffee etc. sein.

"Stilltee" ist übrigens in Maßen zu genießen (maximal 4 bis 6 Tassen am Tag), sonst kann er kontraproduktiv wirken.
Zudem bietet er keine Garantie für Milchmengensteigerung, ebenso wenig wie Abpumpen (versuchen kannst Du es natürlich dennoch).

Versuche, Dich besser/regelmäßiger/ausgewogener/reichhaltiger zu ernähren, damit Deine Milch noch nahrhafter wird.
Denke auch daran, ausreichend zu trinken (allerdings nur wenig Kaffee, Schwarztee, Kohlensäurehaltiges).

Bedenke bitte auch, dass die Kleinen alle paar Wochen / Monate einen Wachstumsschub erleben, während welcher sie mehr Hunger / Durst bekommen.

Weitere Tipps für Dich:

- Freunde/Bekannte/Verwandte bitten, Dir im Haushalt zu helfen und Einkäufe abzunehmen
- Freunde/Bekannte/Verwandte bitten, etwaige Geschwisterkinder/Haustiere zu betreuen
- ausreichend, ausgewogen und regelmäßig essen und trinken (wenig Kaffee und Schwarztee, lieber Wasser, 2 bis 4 Tassen Fenchel-, Kümmel-, Anistee, Malzbier)
- früh zu Bett gehen, morgens lange schlafen
- das Baby stets in der Nähe haben (es muss jedoch nicht am Körper getragen werden)
- das Baby (wenn es dies mag) im Tragetuch tragen
- den Druck von Dir nehmen
- nicht nach der Uhr zu schauen - ein gesundes und gut gedeihendes Baby sollte Brust und/oder Fläschchen so oft bzw. so lange bekommen, wie es diese(s) benötigt



LG
Steffi mit Lucamaus

Beitrag von marlen77 14.10.10 - 20:13 Uhr

Hallo,
meine Hebamme sagte mir,dass nach einer Stunde wieder 70 % der Milch drin sind.


LG