Mal wieder Tatort Internet und die unangenehmen Folgen

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Forum: Medienwelt

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Beitrag von pupsismum 14.10.10 - 13:04 Uhr

Genau das, kommt nämlich dabei raus, wenn die Täter öffentlich werden und das darf meinem Empfinden nach nicht passieren.

http://eltern.t-online.de/kindesmissbrauch-tatort-internet-auf-rtl2-wird-zum-pranger/id_43130520/index

>>Auch seine Familie werde massiv bedroht.<<

Wenn dem wirklich so ist, dann ist das riesige Schweinerei, dass Familienangehörige da von völlig Unbeteiligten mit reingezogen werden. Die können schließlich nichts für die Handlungen dieses Mannes. #contra

Genau deswegen halte ich es auch in Zukunft weiterhin für wichtig, Täter oder potentielle Täter nicht der Öffentlichkeit zu präsentieren. Scheinbar können viele mit diesem Wissen nicht adäquat umgehen.

Gruß
p

Beitrag von suny123 14.10.10 - 13:40 Uhr

Gegenargument, es wurden auch die Mitarbeiter der Hilfsorganisationen für missbrauchte Kinder, sowie die Menschen die diesen Tätern auf die Schliche kommen, schlimmstens von "potentiellen Tätern" bedroht, damit diese ihre Arbeit niederlegen und nicht weiterforschen. Das sind auch Unschuldige!

Beitrag von pupsismum 14.10.10 - 13:43 Uhr

Und das vergleichst du jetzt? Du vergleichst jemanden der aktiv tätig ist und jemanden, der damit überhaupt nichts zu tun hat? Das ist nicht dein Ernst, oder!?

Du findest es also in Ordnung, dass Frau und Kinder von potentiellen Tätern bedroht und beschimpft werden? Willst du das mit deinem "Gegenargument" sagen?

Beitrag von suny123 14.10.10 - 13:49 Uhr

Ich wollte damit sagen, dass es auch auf der "anderen Seite" solche Bedrohungen gibt und nur weil jemand aktiv in einer Schutzorganisation tätig ist, bedeutet das dann für dich, dass es dann völlig in Ordnung ist wenn dieser bei seiner Arbeit bedroht wird, oder wie? Erklär mal, bitte!

Beitrag von pupsismum 14.10.10 - 13:55 Uhr

>>und nur weil jemand aktiv in einer Schutzorganisation tätig ist, bedeutet das dann für dich, dass es dann völlig in Ordnung ist wenn dieser bei seiner Arbeit bedroht wird, oder wie? <<

Genau solchen Blödsinn liebe ich. Wo steht das? Wo habe ich das geschrieben?

Wenn du dich nicht vernünftig diskutieren kannst, dann lass es doch bitte.

Der Unterschied liegt nämlich ganz eindeutig auf der Hand:

Wer sich gegen Täter engagiert, egal ob es sich dabei um sexuelle Gewalt handelt, die rechte Szene, die Mafia, Scientology oder, oder, oder, der weiß um dieses Risiko, bedroht und beschimpft zu werden (eventuell sogar Schlimmeres) und geht es bewusst ein.

Einem Familienangehörigen kann man das wohl nicht unterstellen.

Beitrag von suny123 14.10.10 - 13:59 Uhr

Achso, du weißt genau, wenn ein Mitarbeiter einer Schutzorganisation bedroht wird, dass nicht auch eventuell seine ganze Familie (unschuldige) da mit reingezogen werden können.

Beitrag von pupsismum 14.10.10 - 14:01 Uhr

Und wo habe ich das wieder behauptet? #augen

Aber schön zu lesen, dass dir nur wichtig ist, inwiefern entsprechend engagierte Menschen und ihre Familien davon betroffen sein könnten und nicht eine Silbe deinerseits dazu, dass das was da gemacht wird, nicht in Ordnung ist.

Beitrag von suny123 14.10.10 - 14:04 Uhr

Ja, ich finde es nicht in Ordnung das entsprechend engagierte Menschen bedroht werden, genauso wenn es Unschuldige trifft!

Beitrag von daddy69 14.10.10 - 13:47 Uhr

Das ist kein Gegenargument. Du kannst nicht das eine mit dem anderen rechtfertigen.

Beitrag von suny123 14.10.10 - 13:52 Uhr

Nein, kann ich nicht, aber es auch auf keinen Fall in Ordnung, dass Menschen die in Hilfsorganisationen arbeiten bedroht werden. Diese Seite gibt es nämlich auch, dass wollte ich damit sagen.

Beitrag von daddy69 14.10.10 - 13:53 Uhr

Da hast Du natürlich recht. Es hatte sich nur wie ein Vergleich oder eine Rechtfertigung gelesen.

Beitrag von suny123 14.10.10 - 13:55 Uhr

Nein, ich wollte eher ausdrücken, dass man dies nicht vergessen sollte.

Beitrag von daddy69 14.10.10 - 13:54 Uhr

Ja, die Sippenhaft. Das war ja schonmal eine deutsche Spezialität.

Beitrag von echtjetzt 14.10.10 - 15:30 Uhr

Ach nee, lass mal über was anderes diskutieren, das mit den Angehörigen der Täter ist doch langweilig..

Beitrag von daddy69 14.10.10 - 16:15 Uhr

Ja, das scheint ja auch keinen zu interessieren. Hintergründe. Beweggründe der Täter. Oder gar Prävention.

LANGWEILIG!

Beitrag von echtjetzt 14.10.10 - 16:31 Uhr

Ja, faszinierend.. So ein Thread über eine Tat bzw. den Täter an sich pflügt mit 5 Antworten/min durch Urbia, während sowas hier gekonnt ignoriert wird.

Aber was soll man auch groß dazu sagen? Dass es scheiße für die Angehörigen ist, wird wohl kaum einer abstreiten.

Aber trotzdem!

Beitrag von maggelan 14.10.10 - 20:35 Uhr

Hiuntergündem, Beweggründe bei Pädophilen ist mir vollkommen egal.

Immer diese Ausrede mit der schlechten Kindheit.
Mir mangelt es an Toleranz, wenn ich sehen muss, wie viel für den Täterschutz getan wird und wie wenig für das Opfer.

Das die Familie nun auch darunter leidet, ist sicherlich nicht gewollt. Aber ich als Frau würde es begrüßen zu wissen, wenn mein Mann so ein Doppelleben führt und dann meine Konsequenzen ziehen.

Beitrag von daddy69 14.10.10 - 22:09 Uhr

5 Cent für die Stammtischkasse!

Du hast die Prävention vergessen. Die scheint den meisten auch egal zu sein. Zumindest laufen Diskussionen darüber immer mit den üblichen Verdächtigen hier. Die Schwanz-ab Fraktion hat da m.W. noch nicht viel sinnvollen dazu beigetragen.

Und ist dir mal durch den Kopf gegangen, dass das Wissen um die Hintergründe solcher Taten mit Prävention zu tun haben?

Aber ich seh hier fast keinen diskutieren, wie man Kinder wirksam schützt. Oder dass Eltern mal nachfragen, wie denn Kinder heutzutage Kontakte in social networks knüpfen.

Beitrag von maggelan 14.10.10 - 22:38 Uhr

Toleranz in allen Ehren, ich kann von mir sagen, das ich meinen Mitmenschen und deren Macken gegenüber sehr tolerant bin.
Das ist aber auch abhängig vom Schweregrad.

Und bei Pädophilen habe ich keine Toleranz! Hatte ich noch nie und will auch auch erst gar nciht entwickeln.

Hintergründe bzw. Ursachen dafür habe ich zu Hauf gehört und gelesen.
Wenn man so etwas im Familienkreis und Freundeskreis mitbekommen hat, dann interessiert es einem rein gar nciht, was den Erwachsenen Menschen dazu bewegt seinenm Drang nachzugehen und damit einem jungen Menschen die Zukunft zu versauen.

Warum hat ein Mann, jedenfalls soll mir das dein Profil vermitteln, so viel Verständnis für Pädophilie?
Ich kenne keinen Mann, der da nach Schutz für den Täter und Hintergründen etc fragt.

Das sind auch meiner Meinung nach "normal" tickende Männer, wobei ich denen nciht hinter die Stirn schauen kann.



Beitrag von daddy69 14.10.10 - 23:02 Uhr

Welcher meiner Aussagen entnimmst Du, dass ich Verständnis und Toleranz für die Täter habe?

Beitrag von holy_cow 15.10.10 - 02:15 Uhr

Hola,

hier hast du schon mal im vorraus 5 Colones. ( Besser noch ein Bier, denn mein Text ist lang )
Ich wollte mich erst nicht dazu aeussern, kann aber meine Finger nicht still halten.

Menschen - Maenner wie Frauen die sich an Kinder vergreifen, suchen viele Wege um ihre Triebe zu befriedigen. Das Internet ist nur eine weitere und moderne Form. Praevention kann man da vielleicht noch betreiben, im realen Leben leider kaum. Diese Menschen sehen vollkommen harmlos aus, sind sehr manipulativ und sind KEINE Spontan Taeter. Sie planen ihre Taten.
Ich haette meine Tochter nie schuetzen koennen und ich spreche da nicht nur von mir, ich kenne mittlerweile viele Faelle wo man mit Aufklaerung nichts erreichen kann. Kinder sind naiv, unvoreingenommen, voller Vertrauen in diese Welt und erkennen nun mal nicht gleich eine Gefahr. Eltern koennen eben nur die Augen aufhalten, aber auch nicht 24 /7.

Da genau gibt es dann ein weiteres Problem, viele verschliessen die Augen vor der bitteren Wahrheit! Jeder informierte Mensch weiss, dass Missbrauch leider meist im nahen Umfeld des Kindes stattfindet. Der unbekannte Taeter lauert nicht so haeufig wie man meinen koennte einem fremden Kind auf. ( Ausnahme ist da das Internet )
Angehoerige und Familien ahnen es oft, wuerden sich aber nie den Tatsachen stellen, denn die Lawine die damit ausgeloest wird, ist fuer viele gar nicht tragbar.
Nun gehe ich hin und behaupte, dass die Gesetze in Deutschland zu lasch sind, ich vergleiche sie mit anderen Laendern und stelle fest, kaum jemand setzt sich aktiv ein. Die Internetkriminalitaet nimmt immer mehr zu, aber wirksame Gesetze gibt es kaum.

Die Familien der Opfer werden zerstoert, das Leben ist einfach nicht mehr das was es vorher war. Aber das interessiert niemanden wirklich. Im Gegenteil. Spricht man offen darueber, kommen einige auf die Idee, dass man sich wichtig machen oder im Mittelpunkt stehen moechte.

Taeterschutz wird in Deutschland groesser geschrieben als Opferschutz.
Einem Opfer einer sexuellen Straftat schaut man mehr auf die " Finger " und setzt in Zweifel, ob es wirklich der Tatsache entspricht. Fuer ein Opferverhalten haelt fast jeder ein fertiges Bild bereit, wie sich dieses zu Verhalten hat.

Es gibt keine Anzeigepflicht, nicht mal bei Aerzten oder Schulpersonal, Priester oder Jugendamtbehoerden.
Eltern koennen entscheiden ob sie eine Anzeige erstatten oder nicht.

Da kommt dann ein Aufschrei, weil Daten durchgesickert sind, bei einer Person ( ich habe die 2. Folge online nicht sehen koennen ) die sich wohl an ein Kind heran gemacht hat und ertappt wurde.
Wer weiss denn wirklich mit Sicherheit, ob nicht doch die Familie etwas von dieser Abartigkeit ahnt, es aber ignoriert?
Sicher kann man nun sagen, vielleicht ist dieser Mensch ja auch unschuldig?! Vielleicht aber werden sich jetzt erst Recht weitere Opfer melden!

Natuerlich heiss ich es nicht fuer Richtig, wenn Unschuldige in Mitleidenschaft geraten, hauptsaechlich bezieht sich mein Mitleid aber auf die Kinder der Taeter.
Ich sehe nun mal die Seite des Opfers und deren Familie.
Frage mal wie wer hier reagieren wuerde, wenn es das eigne Kind ist, dass zum Opfer wird, dass man nicht schuetzen konnte!

Man kann darauf keine ehrliche Antwort geben, solange es einem selber nicht passiert ist.

Es gibt keinen wirksamen Schutz! Das kannst du mir glauben.

Saludos

Ruth

Beitrag von echtjetzt 15.10.10 - 12:17 Uhr

Sicher gibt es keine 100%ige Sicherheit, aber willst du deshalb sagen, dass Prävention generell nicht möglich ist?

Man kann sicher nichts gegen die sexuelle Neigung einer Person unternehmen, aber man kann sicher die Hemmschwelle potentieller Täter möglichst weit hoch setzen, aktiv zu werden. Man kann ihnen auch mehr oder bessere Anlaufstellen bieten, an die sie sich wenden können,.. Ich denke schon, dass da einiges geht.

Noch ein Punkt zum "Täterschutz". Schonmal überlegt, dass sich Täter ganz einfach organisieren können, wenn sie bekannt sind? Ist das wünschenswert?

Ob Täterschutz in D größer geschrieben wird als Opferschutz vermag ich nicht zu beurteilen, aber man sollte doch schon die Hintergründe betrachten und nicht nur danach gehen, wie das Wort klingt. Beides ist wichtig.

Beitrag von pupsismum 14.10.10 - 17:15 Uhr

Ja, scheint so.

Gehört wohl in die Kategorie "Unangenehme Wahrheiten, reden wir lieber nicht drüber".

Beitrag von maggelan 14.10.10 - 20:30 Uhr

Du schreibst selbst, er ist ein Täter. Inwieweit man ihm sexuelle Handlungen an Minderjährigen nachweisen kann, ist Spekulation.

Es gibt tagtäglich massig öffentliche Prozesse, es gibt die Medien, die Täter bei Verhandlunge zeigen, die sich auch bedeckt halten, aber deren Name meist genannt wird, oder nur zum Teil.

Warum wird bei potenziellen Kinderschändern und nachgewiesenen Pädophilen Personen ein Tabu daraus gemacht?

Wenn dein Kind von deinem Nachbarn in einem unbemerkten Moment sexuell belästigt wird und du später erfahren musst, das er polizeilich bekannt ist, würdest du auch Kritik äußern.

Ich will wissen, wen ein sexueller Straftäter in meinem Ort wohnt. Um andere Straftäter wird nciht so ein Schleier gelegt.

Beitrag von pupsismum 15.10.10 - 10:31 Uhr

>>Du schreibst selbst, er ist ein Täter. Inwieweit man ihm sexuelle Handlungen an Minderjährigen nachweisen kann, ist Spekulation.<<

Na ja, bei diesem Herrn ist ja zurzeit noch gar nicht klar, ob er sich strafbar gemacht hat. Aber gut, das ist auch nicht das Thema.

>>Es gibt tagtäglich massig öffentliche Prozesse, es gibt die Medien, die Täter bei Verhandlunge zeigen, die sich auch bedeckt halten, aber deren Name meist genannt wird, oder nur zum Teil. <<

Ja und das bekommen dann vielleicht die 26 Zuschauer mit, die dort im Saal sitzen, aber ist nicht innerhalb kürzester Zeit für die ganze Welt zugänglich.

>>Warum wird bei potenziellen Kinderschändern und nachgewiesenen Pädophilen Personen ein Tabu daraus gemacht? <<

Wieso nur bei Personen denen sexueller Missbrauch vorgeworfen wird? Ich fand es auch bei Nadja Benaissa z.B. unmöglich, dass das alles gleich öffentlich gemacht wurde.

>>Wenn dein Kind von deinem Nachbarn in einem unbemerkten Moment sexuell belästigt wird und du später erfahren musst, das er polizeilich bekannt ist, würdest du auch Kritik äußern. <<

Kritik an wem? Wofür denn? Wir leben in einem Rechtsstaat und auch wenn ich nicht jeden festgelegten Strafrahmen für angemessen halte. (Mich ärgert es z.B. tierisch, dass die Strafen für Widerstand gegen die Polizei angehoben wurden, im Bereich Sexualstraftaten wurde aber nichts verändert. Warum? Muss ein Polizist auch sein Leben darunter leiden, wenn eine Person Widerstand gegen die Staatsgewalt geleistet hat? Vielleicht darf man auch das nicht vergleichen, ärgerte mich aber gerade.)
Grundsätzlich möchte ich aber die Grundzüge des Rechtsstaates nicht missen und das bringt eben auch mit sich, dass die Rechte für alle gelten.

>>Ich will wissen, wen ein sexueller Straftäter in meinem Ort wohnt. Um andere Straftäter wird nciht so ein Schleier gelegt. <<

Was hilft dir das, wenn in den meisten Fällen der sexuelle Missbrauch im eigenen Umfeld stattfindet. Du weißt doch, wo dein Vater, dein Mann, dein Onkel, die Lehrer deiner Kinder, die Trainer etc. pp. wohnen.

btw: Ich weiß nicht wie du auf die Idee kommst, bei uns werden auch "einfache Einbrecher" o.Ä. in den Artikeln der Zeitung soweit anonymisiert, dass du eben nicht auf Anhieb weißt, wer das ist.