Blöde Frage: Thema Beschäftigung mit dem Säugling

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Beitrag von xyz09 14.10.10 - 14:37 Uhr

Also, ich bin noch recht frische Erstlingsmama (unsere Tochter wird morgen vier Wochen). Wir hatten keinen ganz leichten Start (lange Geburt mit Saugglocken-Ende) und am Anfang hat Ida sehr viel Nähe gebraucht (die ich ihr natürlich auch gegeben habe). Inzwischen wird sie immer wacher, schläft auch mal alleine ein (also neben mir liegend) und ist allgemein viel interessierter. So pendelt es sich langsam ein, dass sie morgens 3-4 Stunden am Stück wach ist (dafür verschläft sie dann quasi den Rest des Tages). Sie ist dann oft auch ganz zufrieden damit, in ihrem Laufgitter zu liegen und die "Deko" anzuschauen, sich mit dem aufgenähten Affen zu "unterhalten", nach seiner Banane zu schlagen etc.
Nun komme ich und frage mich: Wie lange soll ich sie da so liegen und vor sich hinschauen lassen? Also ich möchte natürlich, dass mein Kind lernt, sich im Laufe seines Lebens selbst zu beschäftigen, von daher finde ich das super, wenn sie so friedlich daliegt und schaut. Andererseits denke ich dann, ich bin vielleicht eine schlechte Mama, dass ich mich zu wenig kümmere. Mein Mann sagt, ich soll sie einfach an meinem Alltag teilhaben lassen, also sie mit in die Küche nehmen, wenn ich abwasche, sie neben mich legen, wenn ich einen Brief schreibe und ihr davon erzählen etc. Ich denke mir dann aber immer, aufräumen und putzen kann ich ja auch, wenn sie schläft. Aber was macht man mit so einem kleinen Baby? Ich habe jetzt schon meinen Spaziergang auf vormittags verlegt, damit sie den nicht völlig verpennt. Heute morgen habe ich síe ein wenig massiert/gestreichelt, aber das reicht ihr dann auch immer schnell. Also versteht ihr, ich will sie fördern, nicht überfordern und nicht verwöhnen (im Sinne von einer Dauer-Bespaßung). Das ist wohl einen total blöde Frage... Für Ende November hab ich mich jetzt zu einem Delfi-Kurs angemeldet und ab nächster Woche geh ich zu einer Stillgruppe, da kann ich mich dann ja auch mit anderen Müttern darüber austauschen. Aber vielleicht könnt ihr mir noch ein paar Denkanstöße geben. Dadurch, dass ich tagsüber alleine bin und sie mein erstes Kind ist, ist es hier sehr ruhig. Gestern waren wir bei der Verwandtschauft und Ida war ganz begeistert davon, ihre Nichten und Neffen zu beobachten, sie freut sich also über Anregungen.

Oh man, ich hoffe, ihr steigt durch meinen Text durch.
Danke für eure Ideen, Denkanstöße und Tipps.

xyz mit Klein-Ida, morgen 4 Wochen alt

Beitrag von sonne_1975 14.10.10 - 14:46 Uhr

Ich würde mir da nicht so viele Gedanken machen. Was sehr schön ist: ein Spieltrapez aus Holz (Plastikdinger gehen bald kaputt). Da kann sie drunter liegen und mit den Armen nach dem Spielzeug (welches man austauschen kann) hauen. Zuerst willkürlich, dann wird es immer gezielter.

Wenn du eins hast, dann stellt ihr eins hin und schau, was passiert.

Ich wüsste jetzt auch nicht, was ich mit dem Baby ständig spielen sollte, zum Glück haben meine beiden zumindest in der Babyzeit sich selbst beschäftigt, hauptsache, es war genug Spielzeug da.

LG Alla

Beitrag von xyz09 14.10.10 - 15:17 Uhr

Danke für deine Antwort!
So ein Holztrapez habe ich, werde ich gleich aufbauen. Vielleicht motiviert sie das auch, mal nach oben zu schauen (momentan kippt sie den Kopf immer nach rechts oder links).
Du meinst also, es macht nix, wenn sie sich viel mit sich selbst beschäftigt?

Beitrag von piccolinchen 14.10.10 - 14:54 Uhr

Ich verstehe dich sehr gut. Ging mir auch so. Und meine Maus ist nun 9 Monate alt.

Ich bin sicher auch nicht die erfahrene Mama, die hier super Ratschläge geben kann, aber ich habe die Erfahrung mit meiner Tochter gemacht, dass sie schon von ganz alleine immer munterer wird und dir zeigt, wann es ihr langweilig ist. So kleine Mäuschen mit wenigen Wochen sind mit Kleinigkeiten und kurzen Anstößen wirklich schon ausgelastet.

Aber was dein Mann sagt ist doch gar nicht so dumm. Ich habe es so gemacht. Wenn ich in der Küche war, habe ich sie mitgenommen (Wiege), war ich im Schlafzimmer Betten machen auch, war ich im Bad eben auch und wenn es nur kurz war. Wir waren zudem nach Möglichkeit zweimal am Tag spazieren (den Hund mit dabei), und haben viel "miteinander erzählt", denn auch bei uns ist es super ruhig tagsüber. Immer Radio an, damit etwas Geräusche da sind.

Und wenn sie noch was zum gucken hat, wenn sie in der Wiege oder im Laufstall oder auf der Erde liegt (Mobile), dann ist das doch prima.

Massiert habe ich auch sehr viel und das mochte sie sehr. Wenn du das oft machst wirst du sehen, dass sie mit der Zeit Kondition kriegt. Nur am Anfang nicht überteiben. Das ist ja richtig Sport für das Mäuschen. Gönne ihr Ruhephasen, die braucht sie.

Ob ich das richtig gemacht habe weiß ich nun auch nicht, aber sie ist bisher ein sehr ausgeglichenes, liebes Baby das viel lacht.

Beitrag von xyz09 14.10.10 - 15:22 Uhr

Ich finde es auch sehr schlau, was mein Man gesagt hat. Aber ich denke immer, ich kann den Haushalt ja machen, wenn sie schläft (noch schläft sie ja sehr viel). Aber was mach ich dann, wenn sie wach ist? Oder soll ich gerade dann den Haushalt machen, damit sie das Leben lernt? (Habe gerade heut morgen in einer Zeitschrift gelesen, wenn man die Kinder drei Stunden am Tag trägt und sie so am Leben teilhaben (also man in der Zeit den Haushalt macht etc) dann lernen sie genausoviel, wie wenn man sei gezielt beschäftigt.)
Vielen Dank schon mal für deine Antwort, wir werden jetzt erstmal meinen Mann auf der Baustelle besuchen fahren.

Beitrag von brille09 14.10.10 - 14:56 Uhr

Das ist keine blöde Frage sondern die stellt sich wahrscheinlich jede Mama. Nimm sie doch hin und wieder raus und zeig ihr die Wohnung, schaut gemeinsam aus dem Fenster, erzähl ihr, was man sieht. Öffne und schließe die Rollo, während ihr davor steht, das hell-dunkel macht schon den kleinsten Spaß. Lass sie mal nackt liegen (unter dem Heizstrahler), dann fangen sie gleich zum strampeln an. Babymassage ist auch sehr schön, finde ich. Aber solang sie sich schön beschäftigt, ist es doch gut. Lass sie auch ruhig was allein entdecken. Bald schon wird sie viel aktiver werden und dann wirst du dich zurück sehnen nach der ruhigen Zeit ;-).

Grundsätzlich hab ich meinen Sohn, wenn er wach ist, immer bei mir im Zimmer (außer ich hol schnell ein Teil oder so was) - und wenn er schläft höchstens (aber allerhöchstens ;-)) im Nebenzimmer. Das ist wahrscheinlich übertrieben, aber wach würd ich ihn nie länger allein lassen. Er liegt halt in der Wiege/unterm Spielebogen (bitte anfangs kein Holzspielzeug, das ist doch sehr schwer, wenn sie sichs auf den Kopf donnern - unserer ist aus Stoff)/in der Wippe (nur manchmal)/bei mir auf der Couch/auf der Decke/.... und ich quatsch halt gelegentlich rein oder streichel ihn oder oder oder.

Beitrag von xyz09 14.10.10 - 15:23 Uhr

Vielen Dank auch für deine Antwort und dei schönen Ideen!

Beitrag von thalia.81 14.10.10 - 15:23 Uhr

Der Text hätte von mir stammen können. Ich habe mir das Buch "Pekip. Babys spielerisch fördern" gekauft, da stehen kleine Anregungen drin.

Ansonsten erzähle ich Paul viel, laufe mit ihm durch die Wohnung, zeige und erkläre ihm Gegenstände, lese ihm vor, singe, wir tanzen und ich lege ihn ab und zu auf den Bauch. Das mag er gar nicht, aber muss ja sein :-/


LG
thalia + Paul (7 Wochen alt)