Riester-Frage

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von sylvermooon 14.10.10 - 16:38 Uhr

Jetzt muss ich hier mal eine Riester-Frage loswerden (Könnten auch mehrere sein.). Hab zwar schon in der Suchfunktion nach Riester geschaut, aber nicht wirklich die passende Antwort gefunden und die Verbraucherzentrale zu fragen ist mir etwas zu teuer...:

Riester an sich ist sicherlich sinnvoll und gut, grad wenn man Kinderzulage von 300 € und die Zulage von 154 € bekommt. Dann ja EVTL. noch Steuervorteile.
Aber: Fressen die Verwaltungskosten das nicht alles wieder auf?
In meinem Angebot steht, dass 4% meiner insgesamt angesparten Summe für Verwaltung drauf gehen. (Find ich viel. Oder?)
Plus: "Bei Eingang jeder Zulage werden einmalig Abschlusskosten in Höhe von 4 € JE 100 € Zulage erhoben.
Plus: "Für die Dynamikerhöhung fallen ebenfalls einkalulierte Kosten an..."

Wieviele Kosten kommen da noch? Lohnt es sich zu riestern, wenn dann so viele Verwaltungskosten auf einen zukommen?

Freu mich auf helfende Antworten und sag schon mal DANKE!!

Beitrag von smartysandra 14.10.10 - 17:08 Uhr

tja, es sind ja net nur die verwaltungskosten. sondern auch: wie viel muss ich einzahlen, um alles auszuschöpfen. es gibt ja entweder nur die zulage ODER den steuervorteil. außerdem muss man die riesterrente später versteuern. ich persönlich lasse es und spare mir lieber so was an. hab ich mehr davon ;-)
weil...merke: der staat schenkt dir nichts. war schon immer so ;-)
lg sandra

Beitrag von miau2 14.10.10 - 19:16 Uhr

Hi,
ob sich Riester lohnt hängt davon ab, wie viel Eigenleistung du bringen musst um die Zulagen zu bekommen.

Mal als Beispiel: meine Eigenleistung für die Zulagen für zwei Kinder und mich beträgt zur Zeit 60 Euro im Jahr- dafür gibts über 600 Euro angelegt.

Meinetwegen kann davon gerne etwas für die Verwaltung abgehen, denn DIE Rendite schafft keine andere Anlage. Auch mit Berücksichtigung der Versteuerung.

Selbst wenn ich wieder arbeite (Teilzeit, und das noch eine ganze Weile) werde ich für wenig Eigenleistung die vollen Zulagen bekommen. Auch dann wird die Rendite unschlagbar sein.

Wenn dagegen mein Mann "riestern" würde sähe das ganz anders aus, seine Eigenleistung wäre sehr hoch, um in den "Genuss" der Zulagen zu kommen. Bei ihm würde es sich einfach nicht lohnen, er müsste schon sehr alt werden, um als Rente zumindest seine Eigenleistungen wieder rauszubekommen.

Kann dir also so pauschal niemand beantworten.

Viele grüße
miau2

Beitrag von zuckerpuffel 14.10.10 - 19:41 Uhr

Auf jeden Versicherungsvertrag kommen Abschluss-, Vertriebs- und Verwaltungskosten. Die großten Kosten sind die Abschluss- und Vertriebskosten. Bei uns (ich arbeite bei einer Versicherung) werden diese Kosten innerhalb der ersten 5 Jahre getilgt. Bis zum Ablauf bleiben die Verwaltungskosten.
Dynamikerhöhungen haben wir bei Riester generell nicht. Theoretisch musst du 4% von deinem Vorjahresbrutto - Zulagen in den Vertrag einzahlen um die vollen staatlichen Zulagen zu erhalten. Der Gesetzgeber gibt einen jährlichen Mindestbeitrag von 60 € vor.
Es kommt immer drauf an, wie viel zu einzahlen müsstest um die Zulagen zu erhalten. Für viele lohnt es sich (z. B. auch für mich :-))

LG
Zuckerpuffel

Beitrag von lexa8102 15.10.10 - 15:04 Uhr

Hallo,

wir haben unsere Riester-Verträge gekündigt, weil ich herausgefunden habe, wer daran verdient - die Versicherungen!

1. Bekommst du einen bestimmten Betrag Rente, der insgesamt das von dir eingezahlte umfasst. Das wird dann heruntergebrochen auf die Monate. ABER: Die rechnen damit, dass du mind. 90 Jahre alt wirst. Wenn du vorher stirbst, behalten die den Rest. Es gibt zwar eine Rentengarantiezeit, die ist aber höchstens 15 Jahre!

2. Bei uns haben die jährlichen Verwaltungskosten die Zulagen "aufgefressen".

Viele Grüße,
Lexa

Beitrag von danaz 15.10.10 - 15:31 Uhr

Hallo,

bei uns ist die Rentengarantiezeit 20 Jahre. Liegt ganz am Anbieter. Vorher hatten wir nur 10 Jahre ! Haben aber Gott sei Dank gewechselt.

Ich bin ja zu faul, tatsächlich zu errechnen, ob ich eventuell Miese mache, zumal das ja schwer ist wegen des Nichtwissens um seine künftige Lebensdauer. Aber für mich ist es besser so zu sparen, als wenn ich zum Beispiel ein Fondsparen hätte oder ein Tagesgeldkonto oder oder. Da wäre ich zu schnell versucht, dran zu gehen, wenn mal was ist.

Das mit der Altersabsicherung ist eben doch immer auch eine Typfrage ;-).

danaz

Beitrag von lexa8102 15.10.10 - 21:16 Uhr

Hallo Danaz,

na ja, Typfrage hin oder her. Ich spare nicht jahrelang mehrere hundert Euro, um sie dann im Alter nicht wiederzusehen...

Ich bin der Typ, ich möchte gern wissen, was ich am Ende raus kriege. Und bei Riester geht die Rechnung negativ auf.

Viele Grüße,
Lexa