Hochbegabt?- Na, ich weiß ja nicht... Erfahrungen?

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von darling1982 15.10.10 - 08:28 Uhr

Hallo alle miteinander!

Ich hab mal ne ganz blöde Frage.
Mehrmals wurde ich darauf angesprochen, dass ich meine Tochter mal auf Hochbegabung testen lassen soll.
Woran erkennt man denn, dass eine Hochbegabung vorliegt?

N paar Pkte die bei meiner Tochter ein wenig anders sind...:

-mit 2 konnte sie fast perfekt Sprechen ( nur aus Cappuchino is Cappichoni geworden... he he) und bis 10 Zählen... oder bis 12...#kratz weiß ich nicht mehr so genau

- sie ist sehr feinfühlig und manchmal schon ZU erwachsen ( meiner meinung nach). Sie macht sich sowas von komplexe Gedanken, wo ich sag, damit sollte sich ein 6 Jähriges Kind noch nicht beschäftigen! (Politik, Beziehungen...)

- ihre beste Freundin geht in die 4. Klasse (meine Tochter selbst is gerad erst eingeschult worden) jüngere oder gleichaltrige Kinder sind nach ner Zeit langweilig und nervig

-Schule ist jetzt schon (nach nur 6 Wochen!!!) langweilig und doof! ( sie könnte wohl schon den Stoff der 2ten Klasse machen, da sie schon sehr!! gut lesen und rechnen kann...)

-aber...sie ist total chaotisch und auch vergesslich ( wenn ich sie um was bitte... he he)

Ich weiß, dass sie intelligent ist, aber auch hochbegabt?
Wenn das so ist möchte ich sie fördern, denn mir ist damals auch die Lust an der Schule vergangen und bin dann faul geworden...
Das möchte ich Ihr ersparen.
Wenn Sie Schule jetzt schon doof findet...wie soll das dann weitergehen?

Und wie sollte ich weiter vorgehen? Gespräch mit Lehrern?

Danke im Vorraus für eure Antw.


Beitrag von tauchmaus01 15.10.10 - 09:00 Uhr

Ich kenn das. Meine Tochter ist 5 und hat mit 3 das Schreiben begonnen, mit 4 ihre erste Geschichte geschrieben (3 Sätze) und heute mit gerade mal 5 schreibt sie auf ihre Bilder im Kidnergarten Sprechblasen mit dem was ihre Figuren eben so reden.
Sie rechnet wie Kinder die das erste SChuljahr geschafft haben.
Sprechen konnte sie auch recht früh und sehr gut, seitdem hab ich Blasen an den Ohren ;-)
Aber...ich pack sie in keine HB-Schublade, sie wird auch in der Schule nächstes Jahr Langeweile haben ohne Ende falls sie an die falsche Lehrerin gerät. Rede mit der Lehrkraft, bitte um extra Aufgaben für Deine TOchter, kümmer Dich um ein Hobby was den Geist anregt (Instrument lernen o.ä.)

Lanweilig finden viele Kinder die SChule nach wenigen Wochen, dann ist die Spannung weg, der Alltag kehrt ein und viele tun sich mit dem Stoff leicht.

Mona

Beitrag von froehlich 15.10.10 - 09:03 Uhr

Zum Thema Hochbegabung wird hier im Forum ja immer wieder gepostet.....ist eine schwierige Sache. Meiner Meinung nach wird heutzutage viel zu eilfertig auf Hochbegabung getippt, wenn ein Kind einfach in mehreren Bereichen besonders fix oder schlau ist. Die Dinge, die Du anführst, fallen für mich nicht ungedingt in die Kategorie "Hochbegabung". Sicherlich ist Deine Tochter in allem flott dabei, aber daß ein 6-jähriges Kind sich Gedanken zum Weltgeschehen macht und dabei auch sehr komplexe Gedankengänge entwickelt ist - meines Erachtens - eher normal. Zumindest in Familien, wo viel diskutiert, gelesen und miteinander gesprochen wird. Auch daß sich Deine Tochter an älteren Kindern orientiert, ist, denke ich, nicht unbedingt ein Zeichen für Hochbegabung - passiert in diesem Alter häufig, daß Kinder "nach oben" gucken - und es kann ja durchaus sein, daß Deine Kleine schon weiter ist als viele ihrer Altersgenossinnen. Ich kenne auch einige Kinder, die zu Beginn der ersten Klasse bereits lesen und recht gut rechnen können.....dieser Vorsprung kann sich später aber wieder relativieren. Ich finde Deine Strategie gut, einfach mal mit der Lehrerin zu reden. Die beobachtet Deine Tochter ja tagtäglich im Unterricht und kann sicherlich auch erst mal eine Einschätzung geben. Wenn Du unsicher bist, kannst Du sie ja auch wirklich testen lassen. Ich würde aber vielleicht einfach auch nochmal ein bisschen abwarten.

LG, Babs

Beitrag von loeckchen_2004 15.10.10 - 09:10 Uhr

Unser Große ist hochbegabt, sie ist ähnlich gestrickt wie deine.

Wir haben sie, auf Anraten der Kigaleitung, vor der Einschulung testen lassen. Geändert hat das Ergebnis aber nichts, sie hatte schon immer einen vollen Terminplan weil sie das einfach braucht, sonst wird ihr langweilig und dann ist sie unausstehlich....
Sie geht zum Turnen, zum Teakwondo und zum Musikunterricht, wenn sie einen freien Tag hat, dann ist entweder Besuch da oder sie ist unterwegs.

Weder die Schule noch Freunde oder Bekannte wissen, das wir sie haben testen lassen, denn ich denke dann würde jeder hohe Ansprüche und Erwartungen an Sie setzen und das möchte ich nicht.

Bei hochbegabten Kindern ist die außerschulische Förderung sehr wichtig.

Beitrag von ballroomy 15.10.10 - 09:11 Uhr

Es gibt hier einen Club zu dem Thema: Hochbegabung Fluch oder Segen

Kannst ja mal reinschauen.

Grüße
ballroomy

Beitrag von dani240381 15.10.10 - 14:21 Uhr

Huhu,

ich denke zunächst ist es doch erst einmal unwichtig zu testen, denn wenn ich ein Kind habe was intelligent ist und viel fordert, dann gebe ich dem Kind das auch unabhängig davon was ein Test sagen würde. Ich habe das mit meiner Tochter zur Zeit nämlich auch, sie fordert mich auf allen Gebieten und ich versuche ihr "Material" zu bieten, sei es musisch, sportlich oder knifflig, noch bekomme ich sie damit in einen ausgeglichenen Zustand und solange das so ist, ist es doch eigentlich egal was ein Test für ein Ergebnis bringt.

Ich drücke dir die Daumen, dass du einen guten Weg finden wirst.
Willst du denn auch dass sie getestet wird oder war das nur eine Anmerkung von außen, dass du sie mal testen lassen sollst?

Ich denke du musst wissen, ob dir das wichtig ist.

LG Dani

Beitrag von 5678901234 16.10.10 - 09:56 Uhr

hallo,

meiner meinung nach sollten die lehrer auf dich zukommen wenn der unterschied zu anderen soooo gravierend ist wie du berrichtest.

sonst kann man sich damit ganz schön in die nesseln setzen.

grüße

Beitrag von darling1982 17.10.10 - 11:06 Uhr

Das weiß ich wohl...

deshalb bin ich ja auch unschlüssig... Wir haben jetzt Elternsprechtag und ich bin mal gespannt, was die Lehrerin mir erzählt. Ich werd dazu erstmal gar nichts sagen...

Allerdings bekomm ich ja auch mit, das viele in Ihrer Klasse jetzt schon mit dem Stoff überfordert sind, und es sind in ihrer Klasse nicht einmal viele Kinder mit Migrationshintergrund. #schwitz

Ich war damals in der gleichen Situation wie meine Lütte, wenn auch erst ein paar Klassen später...
Mit 16 wurde bei mir ein IQ-Test gemacht, weil ich verhaltensauffällig geworden bin und alles besser war als Schule und es hat sich rausgestellt, dass ich einen IQ von über 130 habe. #schock
Im nachhinnein denke ich, wenn ich eher "gefördert" worden wäre, hätte ich nicht die Lust verloren und mir mein Leben "versaut"... dann wäre ich jetzt vielleicht.. hmm Arbeitsministerin oder so...he he#rofl

Ich möchte meiner Lütten sowas schon ersparen...
Ich bin keine von den Müttern die gern ein hochbegabtes Kind haben wollen... und eines suchen, wo keines ist... Ich hab schon halt einfach Sorge.... #zitter
und da ich alle Nase auf meine Tochter und ihr "Können" angesprochen werde...
Das ist mein Prob.

Beitrag von froehlich 17.10.10 - 22:25 Uhr

Du behauptest, daß bereits JETZT (6 Wochen nach Schulbeginn in der ersten Klasse) viele Kinder mit dem Stoff überfordert sind?! Das kann nicht Dein Ernst sein! Also, entweder Du hörst das Gras wachsen oder Eure Schule liegt in einem sozialen Brennpunktgebiet. Mein Sohn ist auch eingeschult worden dieses Jahr und ich halte ihn für einen ganz "normal" schlauen Jungen ohne Hochbegabung und sonstige Scherze und der meistert seinen Schulalltag und die Hausaufgaben locker und mit links. Wie mindestens 80 Prozent seiner Klasse. Oder ist Eure Grundschullehrerin so schlecht? Das könnte ja auch ein Grund für die Langeweile Deiner Tochter sein. Wie dem auch sei - red mit der Lehrerin. Irgendwie kann das alles nicht sein.