Gespräch mit JA und KV, ist das zu extrem was ich vorhabe?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von winnie_windelchen 15.10.10 - 08:42 Uhr

Guten morgen und vorab, bitte nicht steinigen, ich würde euch nicht fragen wenn ich mir selbst unsicher wäre. ;-)

Am 21. haben ich und Lini ihr Dad nun endlich einen Termin beim Jugendamt. Ich habe dafür gesorgt da der Kontakt zwischen ihm und seiner Tochter nur sporadisch statt findet.

Mal liegen viele Wochen, mal 3-4 Monate zwischen den Umgangstagen.

Angelina leidet darunter und ich möchte das nicht mehr.

Seit 2 Jahren gibt es bei uns dieses hin und her und ich habe immer alles geduldet, zig Kompromisse und Lösungen gesucht, bin ihm mehrfach entgegen gekommen (finanziell, Lini entgegen bringen, sogar direkt in seine Ortschaft hab ich sie gebracht)

Er ist, als ich ihm den Termin mitteilte natürlich sofort ausgerastet am Telefon, anscheinend weil er nun merkt das ich nicht mehr dafür die Verantwortung tragen möchte das er unserem Kind weh tut.

Nun ist es so das ich seit Februar einen speziell dafür vorgesehenen Kalender habe. In diesem stehen die wahrgenommen Umgangstage und Anrufe, sowie die abgesagten, verschobenen, seinerseits vergessenen Umgangstage und Anrufe und natürlich die vielen Wochen/Monate zwischendurch in denen garnichts steht.

Diesen würde ich zu dem Termin gerne mit nehmen, doch findet ihr das zu übertrieben? Ich sehe es ansich als Beweismaterial, damit die Tante vom JA sieht wie es die letzten Monate ablief.

Dazu kommt noch folgendes, wobei ich mir bei diesem sehr unsicher bin. Für mich ist Lini´s Dad spielsüchtig (Online Game/CSS/ESL) und auch da kann ich sehen an welchen Tagen und um welche Zeiten er gespielt hat. Da er immer seine Arbeit als Ausrede benutzt, obwohl ich weiß das er 2 Tage in der Woche frei hat, könnte ich das mit dieser Liste widerlegen. Hierbei geht es mir darum aufzuzeigen das er die Zeit hat sich regelmäßig um sein Kind zu kümmern, doch anderes wichtiger ist und das ist nicht sein Job. (Lehre als Koch)

Dazu bemerkt: ich wollte nie das ein Kontakt nach dem Top Schema besteht, mir war nur eine regelmäßigkeit wichtig, zb. aller 4 oder 6 Wochen für 2 Tage und einen Anruf in der Woche oder auch andere Regelungen. Gesprochen haben wir viel und er sowie auch ich waren mit vielen neuen Vorschlägen wie der Kontakt von statten gehen könnte einverstanden aber gehalten hat dies nie und es lag nicht an mir denn ich wünsche mir einen geregelten Kontakt für mein Kind. Sie liebt ihren Vater und ich würde den zweien niemals Steine in den Weg legen.

Aber ein: lass es so laufen wie es ist, sie wird später selbst entscheiden, womit ich mich abgefunden habe, kann ich nun nicht mehr akzeptieren. Einige Ärzte, Bekannte und freunde sagten bereits das garkein Kontakt besser sei, denn Lini zeigt bereits jetzt schon auffälligkeiten. Sie leidet wirklich und für mich grenzt das knapp an seelische Kindesgefährdung, wer darin keine Gefährdung sieht, dem bitte ich, da ich das letzte mal nur sehr wenige Antworten bekam, mir zu schildern was er unter seelischer Kindergesfährdung sieht.

Also: wäre es ok wenn ich den Kalender mitnehme und die, ich nenn es "Zockerliste" auch?

Vielen dank fürs lesen. :-)

Lgchen

Beitrag von xxtanja18xx 15.10.10 - 09:06 Uhr

Hy,

den Kalender würde ich auf jedenfall mit nehmen!!! das ist wichtig...ABER das Er Zockt, kannst du auch so nicht beweißen...das ist nur eine Vermutung...DAS würde ich lassen...denn das Interessiert die Dame vom Ja nicht...glaube mir!!!

Als ich das erste mal einen Termin gemacht habe, habe ich meinen Kalender auch mitgenommen...und auch noch ein extra "Buch" wo die beleidigungen und Drohungen drinne standen mit Uhrzeit und Datum ;-) Der Erzeuger was sprachlos#schein

Wobei sich danach wieder nichts geändert hat....und beim 2. Termin ist er in dem raum total ausgerasetet, so das der Herr vom Ja in rausgeschmissen hat....Bei Gericht war er auch nicht....Und nun habe ich ihm noch eine Letzte E-mail geschrieben..bezüglich der Kinder, ob er denn noch interesse hätte...kam auch nichts wieder ABER Er erzählt überall fleißig rum, Ich verbiete Ihm die Kinder und er wartet nun bis sie GROß sind und selber zu ihm kommen ;-)

Lg und viel erfolg!!!

Beitrag von winnie_windelchen 15.10.10 - 10:47 Uhr

Hi, und danke.

Aber das mit dem zocken kann ich doch beweisen. Ich könnte der Tante sogar einen Link geben, über diesen sieht sie dann wann, wo und was er gespielt hat.

Diese Daten werden automatisch in seinem profil gespeichert. Alles schön geordnet und sortiert. :-P

Ich könnt euch einen Link schicken und ihr würdet es sehen. Es lässt sich über mehrere Monate nachvollziehen.

"Extra "Buch" über die beleidigungen und Drohungen " Das hätt ich auch machen sollen, obwohl dies ja auch im Kalender mit steht, zwar nicht so ausführlich aber vieleicht reichts ja.

Was machst du denn da jetzt wenn der Dad deiner Kinder sich meldet und meint er möchte sie sehen, trotz seines Verhaltens mit dem nicht erscheinen auf Gericht ect.? Steht es dir nun zu den Kontakt zu unterbinden?

Lieben Gruß und danke :-)

Beitrag von xxtanja18xx 15.10.10 - 11:48 Uhr

Da ich ihm ja vor einer Woche eine E-mail geschrieben habe, ob er denn mal wieder Kontakt haben möchte, er aber nicht antwortet, aber anderen Leuten Erzählt, ich verbiete es ihm, brauche ich mir da keine Gedanken zu machen.

Wenn er nun was will, muss er es eben Einklagen. Da aber der Große überhaupt nicht mehr möchte, wie er selber sagt, kann ich Ihn ja nicht zwingen. Und wenn der große nicht geht, will der kleine auch nicht...denn alleine geht er nirgendswo hin, das hatten wir schonmal ;-)

Mein Kinder bezeichnen ihn schon lange nicht mehr als "Papa" denn da ist einfach keine Bindung....Sie nennen ihn beim Vornamen.

Ich glaube mir steht es nicht zu, ABER wor kein kläger, da auch kein Richter....wenn er was will, soll er sich einen Anwalt nehmen :-)

Er hat einfach kein Interesse ABER auf beiden Unterarmen die Namen der Jungs Tätowieren lassen und rumheulen das er keine vernünftige Arbeit findet (2Lehren abgebrochen)#rofl

Ich war wohl vom Teufel bessesen#rofl

Liebe Grüße :-)

Beitrag von winnie_windelchen 15.10.10 - 12:32 Uhr

Ich lese aus deinem Text das er also wenn er nochmal interesse haben sollte zu einem Anwalt bzw. zum gericht gehen soll, richtig?

Ich habe das gleiche auch schon gedacht, also es so zu machen, mir wurde dann aber davon abgeraten. Es hieße ich könnte dann vom gericht "einen auf den Deckel bekommen" weil ich zu dem Umgang nicht beigetragen habe. Dabei kämpfe und rede ich schon so lange und habe alles versucht.

Deshalb habe ich dann von dem gedanken abgelassen und es so weiterhin versucht, mit reden reden und reden und auch schon mit einer Anwältin worauf er jedoch nie reagierte. Kurz vor dem Entschluss nun gerichtlich fortzufahren bat ich nochmal das JA um Hilfe. Das habe ich vor der Anwältin schon mal versucht, da wurde ich jedoch "vertröstet". Ich bin ja schon froh das uns nun jemand von dort hilft und bin gespannt wie es nächste Woche läuft.

Es ist schön das deine Kids schon selbst enscheiden was sie mit sich machen lassen und was nicht und das sie sich jetzt anfangen auf die Hinterbeine zu stellen. Lini ist jedoch erst 4 1/2 und sie liebt ihren Vater. Die Freude wenn er sich mal wieder meldet ist größer als die Trauer wenn er sich sehr lange Zeit nicht meldet. In dem Moment von Freude vergisst sie die lange zeit Trauer vorher. Aber es ist schon zu erkennen das sie ihrem Vater nicht mehr wirklich vertraut.

Immer länger werden die Zeiträume wo sie sich hinter mir versteckt wenn sie ihn sieht. Sie hällt mich so lange fest bis sie zu ihm gehen muss, weil zb. der Bus kommt und die zwei da einsteigen müssen.

Das mit den Lehren kenne ich... Lini ihr Papa ist fast 27 und hat 3 Lehren abgebrochen, sowie die Bundeswehr und jetzt ist er so ein Egoist geworden. Er trägt die Nase extrem hoch und redet bei jedem davon das er diese Lehre schafft, danach noch Abi machen will und Sudieren #bla

Er wirds nicht schaffen....dafür ist er zu Ignorant gegenüber anderen Menschen.

Ich wusste auch von sooo vielen Dingen vorher nichts, erst dann als ich schwanger war und da ich ein Familienmensch bin war es zu spät die Notbremse zu betätigen von daher schließe ich mich dir an was den Teufel betrifft. :-)

lg

PS.: Da du schon erfahrung mit dem JA gemacht hast, interssiert die eigentlich auch wie es der Mutter dabei geht? Es geht um folgendes: ich selbst bin unheilbar krank. Hauptsächlich durch psychische Belastungen verschlimmert sich mein gesundheitsszustand und unser Fall ist eine stark belastende Geschichte für mich, im grunde auch die einzige. Problem: ich werde durch sein Verhalten irgendwo auch beeinträchtigt. Im schlimmsten Fall könnte es dazu führen das ich nicht mehr Mutter sein kann. Interessiert das das Jugendamt, also das er nicht nur mit seinem Kind spielt sondern auch mit der Zukunft seines Kindes? Das es seine Mutter verlieren könnte? Das klingt extrem, ich weiß aber wenn ich es weiter erläutern würde, könntest du meine gedankengänge verstehen. :-)

Beitrag von manyatta 15.10.10 - 17:27 Uhr

Hi!

Spreche es mit deiner Erkrankung doch beim Jugendamt an aber ich glaube nicht, dass du viel Gehör finden wirst.
Denn, dass die Situation der Trennung nun mal so ist, damit musst du leben. Das Jugendamt kümmert (oder sollte zumindest) sich darum, dass die Sache mit der gemeinsamen Tochter und deren Vater geregelt wird. Du bist da leider ziemlich egal, darum musst du dich selbst kümmern.

Wie gesagt, ich würde es ansprechen. Aber sei vorsichtig.
Es kann dir auch schnell umgedreht werden, dass du ja nicht mehr in der Lage bist dich ausreichend um dein Kind zu kümmern.

Ich stand durch die seit Jahren andauernde Belastung mit dem nicht funktionieren Umgang und den endlosen Gerichtsprozessen schon oft am Abgrund und einmal wurde es mir schon im Munde umgedreht bei einer Beratungsstelle. Dort hatte ich nur erwähnt, dass ich kurzzeitig selbst psychologische Hilfe gesucht hatte. Promt wurde dies als Thema genommen und so dargestellt, dass ICH das Problem wäre und deshalb alles nicht klappen würde und ich Geschichten erzählen würde, weil ICH mit den Umgängen zwischen Kind und Vater nicht zurecht kommen würde.
Andererseits hab ich auch schon Tips und Hilfe diesbezüglich von einer Sachbearbeiterin bekommen, die uns schon lange kennt.
Bei dir ist es aber noch ein wenig anders, da du ja wirklich krank bist und nicht nur "fertig".

LG

Beitrag von winnie_windelchen 15.10.10 - 18:19 Uhr

"Wie gesagt, ich würde es ansprechen. Aber sei vorsichtig.
Es kann dir auch schnell umgedreht werden, dass du ja nicht mehr in der Lage bist dich ausreichend um dein Kind zu kümmern. "

Hi und ja damit hast du Recht. Ich werde es nicht erwähnen, denn Lini ihr Dad drohte mir bei meinem letzten Schub schon einmal mir das Sorgerecht weg nehmen zu wollen.

Ist wahrscheinlich für mich doch sicherer so, denn deine Erfahrungen auch wenn du nicht richtig krank bist/warst, zeigen mir wie es hingestellt werden könnte und ich glaube dann würde ich nervlich wirklich zu Grunde gehen.

Danke

Lg

Beitrag von xxtanja18xx 15.10.10 - 17:57 Uhr

Wenn du einen GUTEN Ansprechpartner beim JA hast, dann findet dein Wohlbefinden auch gehör...Die sache ist nur das WENN

Im großen und ganzen interessiert es das JA aber eigentlich nicht, das es ihnen ums Kind geht...ABER vieleicht solltest mit deiner Anwältin mal sprechen, das du es nicht mehr alleine schaffst, mit ihm den Umgang zu regeln...wenn sie gut ist kann sie das mit dir regeln!!

Ich habe es mit meiner Anwältin so besprochen, das ich alleine nichts mehr mache...kein Umgang erlaube...wenn er es wirklich will, muss er sich mit meiner Anwältin in verbindung setzten...die wird die weitern schritte einleiten...Ich mache nichts mehr ohne sie, denn es hat einfach keinen Sinn...und da bekommst du auch keinen auf den Deckel, einfach nur mit deiner Anwältin besprechen!!!

Liebe grüße

Beitrag von winnie_windelchen 15.10.10 - 18:25 Uhr

Das stimmt, an sie könnte ich mich nochmal wenden und sie ist auch eine super liebe und nun das ABER. Er hat auf keine der vielen Schreiben von meiner Anwältin reagiert, einfach nix. Kein Rückruf, keine Antwort, nicht mal seine Vorstellungen oder seine Situation hat er ihr mitgeteilt.

Wenn ich mich allein also ganz "ausschalte" bin ich mir sicher das der Kontakt dann ganz weg fällt, es sei denn er merkt endlich das es mir ernst ist und das glaube ich, war ihm die Jahre nicht bewusst denn auf diesen JA Termin nächste Woche reagierte er ja auch pampig und wurde beleidigend ect.

Nun gut, ich schau erstmal wie es beimn JA läuft und wende mich dann notfalls nochmal an meine Anwältin und gleichzeitig an eine Beratung die mir hilft damit umzugehen.

Vielen dank

lg

Beitrag von elli2803 15.10.10 - 09:55 Uhr

Hallo,

den Kalender würde ich auf jeden Fall mitnehmen, die "Zockerliste" nicht.

Du müsstest im Gegenzug beweisen können das du an diesen Tagen an denen er gespielt hat auch wirklich Zeit gehabt hättest. Darauf wird es eh hinauslaufen, das dein Ex sagt, ich wollte ja, aber...

Ich denke leider nicht das sich bei euch etwas ändern wird, wünsche es dir bzw der kleinen aber.

Viel Erfolg. #blume


Lg Elli

Beitrag von winnie_windelchen 15.10.10 - 10:42 Uhr

Hi und danke für deine Meinung.

Ich werd die "Zockerliste" nicht mit nehmen aber nur noch kurz dazu. An welchen Tagen und um welche Uhrzeiten er gespielt hat werden automatisch in seinem profil gespeichert (ESL AGB´s). Jeder kann für ca. 1 1/2 Monate rückwirkend nachvollziehen wo, was und wann er gespielt hat.

Ich zb. schaue 1x in der Woche auf sein Profil vorbei (er bekommt davon nichts mit) und kopier die Daten, die geordnet angezeigt werden, und füge sie an "meine Liste" ;-) an.

Ich könnt ja mal ein Link einstellen, da könntet ihr das auch sehen.

Ändern muss sich was und ich kämpfe weiter für einen geregelten Umgang, geschieht dies nicht gehe ich einen anderen Weg und zwar diesen das mein kind nicht mehr leiden muss, das geht folglich nur ohne Kontakt und das wird so kommen, das weiß ich.

Lg

Beitrag von petite27 15.10.10 - 10:51 Uhr

huhu,

ich antworte dir mal hier, weil ich hierzu dann auch gleich was sagen möchte.

Erstmal würde ich auch sagen, nimm deinen Kalender mit, aber lass das mit der "Zocker-liste".

Was du da machst geht schlicht und ergreifend zu weit.

Ich kann durchaus verstehen dass du Sorge um das seelische Wohl deines Kindes hast.
Ich denke es ist die Minderheit der Fälle, in denen Kinder bei einer Trennung mitspielen, in denen es alles geplant und geregelt und nur zum Wohle der Kinder abläuft.
Alleinerziehende Elternteile machen sich ganz oft Sorgen ob es dem Kind beim anderen Elternteil gut geht.....
was der andere wohl mit ihm unternimmt, ob er/sie zu wenig unternimmt....ob es für das Kind gut ist den anderen Elternteil so wenig/häufig zu sehen usw.

Aber....dein Ex hat ein Privatleben!
Und mit dieser Schnüffelei mischst du dich da meiner Meinung nach ein grosses Stück zu weit ein.
Du schnüffelst in seinem Profil rum und kopierst die Daten wann er was und wo gespielt hat!
Wozu bitte?
Mag sein er ist spielsüchtig, mag aber auch sein er spielt als Hobby, ja, das können einige Leute ohne gleich der Spielsucht verfallen zu sein.

Beitrag von winnie_windelchen 15.10.10 - 11:43 Uhr

Natürlich hat er ein privatleben und das soll er doch auch nutzen aber ich seh es nicht ein das er Zeit zum zocken findet aber nicht für sein Kind. Lini und ich dürfen uns anhören das er nicht kann oder absagen muss wegen seinem Job aber friedlich eine Stunde später zocken geht oder wie?

Natürlich geht es und er kann es von mir aus auch 24 Std. am Tag tun aber dann kann er nicht mehr von mir verlangen das ich weiterhin zusehe wie er aus seiner Tochter einen Spielball macht denn sie ist kein Spiel was man benutzt wie man lust und Laune hat, sie hat keinen Schalter zum an und aus machen und das muss er verstehen.

Ich werde die Liste mit nehmen und nur falls es zur Sprache kommt diese auch raus rücken. Ob das Geschnüffel ist, ist mir recht egal. Für mich ist es ein beweis das er für andere Dinge täglich zeit findet aber sein Kind vernachlässigt und zum leiden bringt und nur das würde ich damit belegen, um mehr geht es mir nicht.

Außerdem so privat ist das nicht, schließlich hat das ganze www darauf zugriff, rum stöbern muss ich auch nicht, denn es steht auf der Hauptseite, für jeden ersichtlich. Das mit der Sucht, gibt er selbst zu, nur so nebenbei ganz so schlimm wie früher ist es jedoch nicht mehr.
Als Krank bezeichnet er sich dennoch nicht. Ist mir im grunde auch alles egal.

Mir gehts um mein Kind und ich setze jetzt alle Hebel in bewegung das sich der kerl dreht und wenn ich ihn nicht zwingen kann, was ich auch nicht will, dann kann er in Zukunft auch nicht mehr erwarten das Angelina springt er wie er das will, denn kaum ist sie wieder zu Hause und er meldet sich wieder Wochen und Monate nicht geht das leiden von vorn los und damit ist Schluss!

Beitrag von landmaus 15.10.10 - 12:42 Uhr

Hallo,

ich werdejetzt etwas sehr hartes sagen, aber ich finde, Du solltest das einmal bedenken:

Ich persönlich finde, dass Du, falls Deine Tochter tatsächlich Auffälligkeiten zeigt, dazu genauso oder sogar mehr beiträgst, wie ihr Vater. Du bist von regelmäßigem Umgang bessesen. Du vermittelst Deiner Tochter, dass das etwas wahnsinnig wichtiges ist und ihr Vater ihr das vorenthält. Und bitte behaupte nicht, Du würdest Deine Gefühlslage von Ihr fernhalten. Kinder haben die feinsten emotionalen Antennen der Welt. Sie verinnerlicht Deine Obsession vollständig und reagiert entsprechend.

Wieso gehst Du mit dem Thema nicht ganz normal um. Bleib gelassen und gib die Verantwortung dahin, wo sie hingehört. Du solltest keine Lügen und keine Ausreden erfinden, wenn der Vater sie versetzt. Dein Part ist es für sie da zu sein, wenn sie traurig ist. Sie aufzufangen und zu trösten. Die Wahrheit von ihr fern zu halten, schadet ihr mehr als das es irgendeinem von Euch nutzt. Du solltest auch nicht versuchen ihn zu zwingen, sondern Eure Trennung in diesem Bereich endlich vollziehen.

Du hilfst Deiner Tochter so nicht. Sie hat das gefühl, dass ihr wesentliche Dinge versagt werden, erlebt Dich verzweifelt und zu allem bereit und kann die wenigen Momente mit ihrem Vater wahrscheinlich gar nicht geniessen, weil diese Zeit von Deinen erwartungen überschattet ist.

Es ist sein Recht zu entscheiden, wie wichtig ihm sein Kind ist. Auch wenn Du das hart und unfair findest. Dir gegenüber, ihr gegenüber, der ganzen Welt gegenüber. Es ist in Ordnung, wenn er sich seinen Bedürfnissen entsprechend einrichtet. Bleib bei Deinen Bedürfnissen. Brauchst DU den Umgang zwischen den beiden? Nein! Also zieh Dich persönlich da raus. Anstatt dessen solltet Du Deiner Tochter helfen, ihre Bedürfnisse zu erkennen und zu erfüllen bzw. für sie da sein, wenn sie frustriert ist, weil sie sich nicht erfüllen lassen. Wer ist eigentlich der Schalter, den er angeblich benutzt, sie oder vielleicht doch eher Du?

Gib Euch doch endlich eine Chance auf ein zufriedenes und glückliches Leben. Lass Deinen Ex in Ruhe und ermögliche die Kontakte, die machbar sind. Nimm den Druck raus und bring Deiner Tochter bei, dass Sie selbst Kontakt aufnehmen kann. Lass Sie anrufen und ein Treffen vereinbaren. Lass ihren Vater ihr gegenüber absagen. Hilf ihr, den Kontakt zu leben. Mehr nicht.

Alles Gute

Beitrag von winnie_windelchen 15.10.10 - 13:28 Uhr

Was wäre ich für eine Mutter wenn ich das weiterhin so tun würde wie du schreibst? Wenn ich sein Verhalten unterstützen würde? Wenn ich mein Kind weiterhin leiden lasse und das ist kein quatsch oder ausgedachtes Zeug. Sie zeigt unterschiedliche Verhaltensweisen die bereits von diesem hin und her kommen könnten. Ich bin kein Fachmann, wohl bemerkt.

Angelina bekommt von dem ganzen aber nichts mit und weißt du auch warum? Weil ich es genauso wie du geschrieben hast, das ganze letzte Jahr gemacht habe und mit welchen Erfolg? Mein Kind findet nicht in den Schlaf, schreit und weint und fragt warum ihr Papa nicht kommt? Ist unzugänglich zu eigentlich Bekannten Menschen ect.

Ich finde einen geregelten Umgang wichtig....du nicht? Warum nicht? Weil dein Kind später ja selbst enscheiden kann? Wie lang wird es dauern bis mein Kind ihre Entscheidung diesbezüglich treffen wird? Sie ist 4 1/2 und nicht 8 oder 10. Und was ist die Jahre bis dahin?

Ich kann meiner Tochter nicht vermitteln das ein regelmäßiger Umgang wichtig ist. Warum? Weil sie diesen nie hatte oder wenn dann nur über wenige Monate.

Hast du dein Kind schon mal leiden sehen, wegen dessen Vater? Warst du schon mal in so einer Situation als Mutter dann die Kraft zu haben dein Kind wieder aufzubauen, für es da zu sein? Es aufzumuntern und zu sagen "mein schatz, ich bin immer für dich da"? Dich jedes mal aufs neue zusammenreißen zu müssen kein falsches Wort über den vater in den Mund zu nehmen, nicht zu fluchen und nicht den Tränen nahe zu sein? Deinem Kind nicht spüren lassen das die Mama nicht mehr weiß wie es seine eigenen Wünsche und Interessenen erreichen soll? kennst du das? Ja? Dann würdest du so etwas nicht schreiben!

Kein mensch darf euren Kindern weh tun aber dem Vater wird es erlaubt?

Die Wahrheit von ihr fernhalten? Es gibt keine Wahrheit außer "ich weiß nicht warum er sich so verhällt", ich weiß nicht warum Papa sich nicht meldet oder absagt". Ich kann meinem kind nicht mal einen Grund nennen und sie anlügen? Ich habe ihr so oft gesagt das der papa arbeiten muss aber wenn ein Kind so feine Antennen hat wie du schreibst, glaubst du dann nicht das sie irgendwann dahinter kommen? Mein Kind sagte zu mir: aber Mama, du gehst doch auch arbeiten und bist trotzdem für mich da. Wie lange lassen sich Kinder auf deutsch gesagt verarschen?

"Sie hat das gefühl, dass ihr wesentliche Dinge versagt werden, erlebt Dich verzweifelt und zu allem bereit und kann die wenigen Momente mit ihrem Vater wahrscheinlich gar nicht geniessen, weil diese Zeit von Deinen erwartungen überschattet ist."

Unfug....weißt du wie sie reagiert wenn sie ihren Vater sieht? Mittlerweile versteckt sie sich hinter mir und hällt mich so lange fest bis sie keine andere Möglichkeit mehr hat außer mit ihm mit zu gehen weil sie muss, denn er will das so. Sie hat ein herz und Wünsche und ist, finde ich zumindest, was das angeht etwas sensibel, wahrscheinlich weil sie die Trauer schon zu oft erlebt hat. Was ist mit ihrem Wunsch nach Ihrem Vater? Nicht nur er hat rechte, sie doch auch. Warum sollte ich deiner Meinung nach sein Verhalten fördern und das Recht meines Kindes nicht?


"Brauchst DU den Umgang zwischen den beiden?" Es geht doch nicht um mich Herr Gott. Angelina brauch ihren Vater, ich selbst wär froh wenn ich mit diesem menschen nie wieder etwas zu tun haben müsste aber es geht hier nicht um mich sondern um unser gemeinsames Kind was ihren vater liebt.

Ok, dann sag mir wann das aufhört? Sag mir wie lange sich das noch so hin zieht? Sag mir wann sie selbst entscheiden wird, wann ich mein Kind nicht mehr traurig erleben muss! Es zerfrisst nicht nur sie sondern auch mich. Es ist nicht nur für sie ein ewig anhaltender Kreislauf sondern auch für mich. Ich bin psychisch leider kein Mensch der sich das noch weitere Jahre ohne gesundheitliche Folgen mit ansehen kann. Was ist wenn die Folgen eintreffen? Ich kann hier nicht immer jede Einzelheit gleich mit rein schreiben aber ich wäre mir sicher das es ihr und auch mir besser ginge mit einer vernünftigen regelung oder garkeiner Regelung!

Was ist bitte so schlimm sein Kind für 2 verdammte Tage im Monat oder aller 6 Wochen zu nehmen? Der kerl hat 2 Tage die Woche frei. Er müsste sie mal so sehen wie ich sie sehe wenn sie frägt und folglich traurig ist....aber er glaubt mir nicht, weil er sie so nicht erlebt, weil nur ich das tuhe, weil nur ich immer für sie da sein werde.

Beitrag von landmaus 15.10.10 - 13:53 Uhr

Es wird nicht aufhören. Sie wird sich noch in 30 Jahren fragen, warum er sie nicht wollte. Und das ist genau der Punkt. Deine Aufgabe ist es ihr beizubringen damit zu leben. Aber Du zeigst ihr nur, wie man immer weiter auf verlorenem Posten kämpft. Lass los.

*Dich jedes mal aufs neue zusammenreißen zu müssen kein falsches Wort über den vater in den Mund zu nehmen, nicht zu fluchen und nicht den Tränen nahe zu sein? Deinem Kind nicht spüren lassen das die Mama nicht mehr weiß wie es seine eigenen Wünsche und Interessenen erreichen soll?*

Das kenne ich nicht. Ich tue das nämlich nicht. Ich bin auch vor meinen Kindern echtö. Wieso spielst Du ihr diese Schmierenkomödie vor? Das einzige Ergebnis ist doch, dass Du für sie auch irritierend bist. Sag ihr doch einfach die Wahrheit. Sag ihr, dass Du nichts machen kannst, dass Dich sein Verhalten wütend und traurig macht. Wie sehr Du Dir wünschst, dass er verlässlicher wäre. Sag ihr die Wahrheit. Du bist weder Gott noch Mary Poppins. Diese Dinge passieren Euch und ihr müsst mit Ihnen leben. Wenn Du ihr zeigst wie Du wirklich fühlst, hat sie eine Chance auch ihren Gefühlen zu trauen und die zu zeigen.

Alle Menschen müssen lernen, dass ihren Kindern weh getan wird und sie es nicht aufhalten können. Mal kommt das später, mal früher. Mal sind es nur leichte Verletzungen, mal unheilbare. Aber die Aufgabe einer Mutter ist nicht das zu verhindern, das kann nieman. Du als ihre Mutter hast die Aufgabe ihr beizubringen, dass man auch weiterleben kann, selbst wenn man große Ängste hat und die eigenen (Grund-)Bedürfnisse nicht erfüllt werden. Sprich mit ihr, sei für sie da und halte ihren Schmerz aus. Ihn kannst Du nicht ändern, Du verlängerst nur euer Leid. Ändere Euren Umgang mit der Situation, dann habt Ihr eine Chance.

*Der Mensch hat dreierlei Wege, klug zu handeln,erstens durch Nachdenken-das ist der edelste,zweitens durch Nachahmen-das ist der leichteste,und drittens durch Erfahrung-das ist der bitterste*
Im Moment steht Ihr auf dem bittersten Weg. Geh da runter. Du zerbrichst ja bald an dem ganzen und die Kleine gleich mit.

Mein Vorschlag: Such Dir eine Beratungststelle, eine kirchlich, caritas, pro familia. Da kann man auch als Einzelperson Beratungen in Anspruch nehmen. Das ist dann ähnlich wie z.B. eine Eheberatung. Red mit dem Berater/ der Beraterin über Deine Ängste, über den Druck, über die Verzweifelung, die Angst um Dein Kind und die Wut auf den Vater. Und sag, dass Du hilfe dabei suchst einen Weg für Dich und Angelina zu finden, um mit den Unzulänglichkeiten ihres Vaters umzugehen. Gib Euch eine Chance.

Beitrag von winnie_windelchen 15.10.10 - 14:21 Uhr

Weißt du, es ist so oft der Fall das mich die Menschen für achso stark halten. Immer für jeden da, kennt sich mit vielem aus, an die kann man sich wenden. Das teilweise eigene Verschulden die Lasten anderer mitzutragen und die eigenen und dann noch dazu Dinge wo ich denke das ich sie vermeiden oder eben lösen kann. Selbst aber auch auf einer ziemlich zerbrechlichen und laweden Brücke zu laufen und zu wissen das dich jede Kleinigkeit, jede Sorge und jeder Kummer, psychischer Druck, sei es dein eigener oder der der durch andere verursacht wird, dann noch auszuhalten und damit zu leben das du beim nächsten Schritt fallen könntest und du dabei nicht mal selbst schuld daran bist ist schwer.

Ich weiß oft einfach nicht mehr wo ich genau diese Kraft her nehmen soll. Ich habe nicht mal die möglichkeit "mich irgendwo aufzuladen".

Fass das jetzt nicht falsch auf aber du hast deine Familie, du hast jemanden der dich auffängt oder deine Wege mit dir geht. Ich bin allein und trage alles auf meinen Schultern, seit über 3 Jahren, kann von den Lasten nichts abgeben oder habe niemanden der sie mit mir gemeinsam trägt.

Und wie du schon schreibst: die Sorge das es gesundheitlich durch die Außenwelt bergab geht. Im grunde ist Lini ihr Dad mein einziges Problem, sonst ist alles bestens. Klar fällt man mal in ein Loch aber man findet auch wieder raus. :-)

Ich hätte nur dieses eine Problem gern gelöst, eben das meine Maus nicht mehr traurig sein muss und folglich auch ich nicht, wobei es bei mir Ausmaße annehmen kann wenn es zu viel wird und das möchte ich nicht. Ich will wenigstens noch so lange für sie da sein können bis sie die verantwortung selbst tragen kann, eben selbstständig ist.

Wir haben sehr oft so glückliche und zufriedene Tage bis sie auf ihren Vater zu sprechen kommt und ich sie folglich traurig sehe. Ich kann damit nicht umgehen. Ich halte es lange aus, habe es mir nun sehr lange angesehen aber irgendwann kann ich nicht mehr.

Vorhins beim essen -> wir waren fast fertig da sagte ich zu ihr das jetzt noch eine Stunde Mittagsruhe ist und wir dann zur Oma gehen. Von ihr kam: ich möchte nicht zur Oma, ich möchte zum Papa. Ich sagte das sie den Papa gern mal anrufen kann und ihm das erzählen kann. Sie wollte nicht, sie wollte das ich ihn anrufe aber ich schaff das nicht mehr. Der Mensch macht mich am telefon fertig und ich hab zu viel angst mir das wieder anzutun. Er kann dadurch dafür sorgen das ich nicht mehr für Lini da sein kann, wenn ich mich fertig machen lasse und um den vorzubeugen tuh ich das ab nun nicht mehr.

Alles nicht einfach. Ich werd jetzt den Termin nächste Woche abwarten und erstmal sehen was das JA meint und wie es dann weiter geht. Sollte dieser Weg wieder kein Erfolg haben nehme ich deinen Rat gern an und werde mich mal an unser DRK in der Nähe wenden. Aufs Gericht werde ich nicht gehen, dann könnte man mir gleich einen Rollstuhl vor den Eingang stellen, inden ich mich nach einem Gerichtstermin erstmal setzen müsste. ;-)

Lg





Beitrag von landmaus 15.10.10 - 14:34 Uhr

Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Ich würde meine letzten Jahre wohl ähnlich beschreiben. Leider konnte mein Mann mir von den psyschichen (Alltags-)Lasten nichts abnehmen und konnte auch nicht für mich da sein. Er musste in der Zeit selbst einen langen, harten Weg gehen und hat weit mehr genommen, als er gegeben hat. Unsere Ehe war weit über die Grenze ihrer Belastbarkeit beansprucht und auch unsere Kinder hat das ganze sehr mitgenommen. Meine "Tipps" stammen aus den Erfahrungen unserer Paartherapie. Ich möchte Dir Beratungsgespräche wirklich sehr ans Herz legen. Ich hab sehr viel darüber gelernt mich abzugrenzen, meine Bedürfnisse zu finden und zu erfüllen und zu verstehen, dass ich mein Schicksal selbst in der Hand habe. Manchmal verliert man sich für eine Weile, gibt zu viel, achtet auf sich selbst zu wenig und vergisst, dass man nur das geben kann, was man selbst hat.

Was das anrufen angeht. Hast Du vielleicht eine Freundin oder Schwester, die die Telefonate gemeinsam mit Deiner Tochter übernehmen könnte. Vielleicht wäre das eine gute Alternative.

Jedenfalls wünsche ich Euch beiden alles Gute.

Beitrag von winnie_windelchen 15.10.10 - 18:12 Uhr

Das klingt auch nach einer harten zeit die du durch gemacht haben musst und es ist ebenfalls traurig, auf der anderen Seite aber auch wieder gut denn du kannst aus Erfahrung heraus schreiben.

Ich habe niemanden der die Telefonate mit Lini durch führen könnte oder besser gesagt niemanden der immer mal hier ist denn eine ganz liebe freundin habe ich und sie würde es ganz sicher tun wenn sie könnte aber sie hat selbst Familie und wohnt doch ein paar km entfernt.

Es gibt sonst niemanden weiter aber vieleicht kann mir ja auch da das JA helfen eine Lösung zu finden.

Vielen dank nochmal für deine großen Mühen mit den langen Texten und auch euch alles Gute. :-)

lg

PS.: Das mit der Beratungsstelle vergess ich nicht. ;-)

Beitrag von kraxy 15.10.10 - 23:24 Uhr

Guten Abend,

ich wollte auch was dazu schreiben...

Also:
Ich finde, du hast sehr viele gute Tipps von verschiedenen Menschen bekommen - warum fällt es dir so schwer, diese anzunehmen - ok, loslassen ist das Schwierigste - aber auch das Wirkungsvollste! (Es ist leider nicht so, als ob ich das immer könnte, aber ich habe gemerkt, wie heilend das sein kann...)

Wichtig ist meiner Meinung nach, dass du erstmal akzeptierst, dass der Vater und du unterschiedliche Auffassungen vom Umgangsrecht haben. Für den Vater ist es wohl wichtig, ab und zu sein Kind zu sehen - aber für ihn ist wohl nicht die Regelmäßigkeit so ausschlaggebend- ja, es gibt solche Menschen, ich habe auch Freunde, die melden sich alle Jubeljahre mal - und dennoch freue ich mich, dass ich wenigstens diesen Kontakt dann habe - vielleicht werden deine Tochter und ihr Vater auch eine solche Beziehung führen???!!!
Ich kann auch verstehen, dass du in deiner in anderen Threats beschriebenen Situation eine andere Auffassung hast, du hast sicherlich schon oft darüber nachgedacht, was ist mit meiner Tochter, wenn es mir mal schlechter gehen sollte - und ja im Normalfall kommen dann die anderen Elternteile zum Zug - aber bei euch ist es nicht so. Da könnten dir vieleher andere Menschen in ähnlicher Situation (also Menschen, die auch erkrankt sind und Kinder haben und ähnliche Sorgen haben) helfen - sprich, eine Selbsthilfegruppe wäre da für dich hilfreich - weil den Vater wirst du nicht ändern können, deine Einstellungen und Ideen aber schon!

Und du kannst ihn auch nicht zwingen, sich mehr zu kümmern. Von diesen Vorstellungen solltest du loslassen. In seiner Ansicht kümmert er sich genug - nicht in deiner - und da liegt der Knackpunkt.

Und die Regelmäßigkeit des Umgangs ist ein Idealbild - super, wenn sie klappt, blöd, wenn nicht - und ja, es muss meistens der ausbaden (indem er z.B. die Traurigkeit des Kindes aushalten muss), der das Kind immer hat. Aber warum machst du so Vorschläge wie mit dem Anrufen: Hättest du diesen Wunsch ad akta gelegt, dass der Vater sich mehr kümmert, hätte das Gespräch vielleicht eher so ausgesehen:
"Ich will nicht zur Oma - ich will zum Papa!" - " Ja, das kann ich verstehen, aber das ist bei uns eben nicht so." 'Wenn dich Anrufe überfordern (was ich gut verstehen kann) - dann biete sie doch nicht an. Deine Tochter ist vier, die kann doch solche Aufgaben gar nicht übernehmen!!! Auch dieses Verstecken hinter dir, wenn sie den Vater trifft - wieso bittest du nicht eine Freundin oder Bekannte, dass sie diese Übergabe übernimmt oder der Vater holt seine Tochter direkt vom Kindergarten ab

Könntest du besser damit leben, wenn einfach so freudig zu ihrem Vater rennen würde oder glaubst du, sie würde es tun, wenn die Termine regelmäßiger wären?

Und die Schlafstörungen, die du schilderst - nun die finde ich wirklich nicht ungewöhnlich für Vierjährige. Glaubst du wirklich, sie hätte keine Sehnsucht nach beiden Eltern, auch wenn sie regelmäßigen Umgang hätte?

Und ich finde auch, dass du nicht den Vater entschuldigen musst - er ist eben nicht da - deine Tochter wird schon lernen, wie sie mit ihrem Vater umgeht und erfahren, wie er zu nehmen ist, wann er für sie da ist, ob er für sie da ist. Und das muss sie alleine herausfinden, da wirst du nicht viel machen können.

So, das waren meine Gedankengänge zu deinem Threat - ach was mir noch wichtig ist - hast du den Artikel im Stern vor drei oder vier Wochen gelesen über Trennungskinder - den fand ich sehr erhellend.

Und da sind auch Fragen von dir beantwortet:
Nein, es wird eine immerwährende Wunde bei deiner Tochter bleiben, dass sie nicht das Glück hatte, zusammen mit Mama und Papa aufzuwachsen - aber sie wird einen Weg finden, wie sie das überein bekommt - wir Eltern können sie nur dabei begleiten und Wege aufweisen.


Such du dir Hilfe und lass los, genieß das Leben mit deiner Tochter, bau nicht auf den Vater - wenn er kommt, dann gut, und wenn nicht, sein Pech.

Ich habe auch viel Unschönes mit dem Vater meiner Kinder durch, aber in dem Moment, wo es mir egal war und ich gedacht habe, lass ihn kommen, ich mach es mir mit den Kids nett - ist viel in Bewegung gekommen - zum Guten. Ab und Zu haben wir mal Einbrüche - aber längst nicht mehr so, wie zu der Zeit, wo ich dachte, ich müsste kämpfen!

Dir alles Gute und mehr Ruhe mit deinem Kind für dein Kind.

kraxy

Beitrag von windsbraut69 17.10.10 - 08:21 Uhr

Ich finde es nach wie vor beachtlich, dass er sich überhaupt noch meldet.
Viele andere Elternteile hätten schon aufgegeben.

Gruß,

W

Beitrag von winnie_windelchen 17.10.10 - 10:58 Uhr

#winke

Beitrag von janamausi 17.10.10 - 10:07 Uhr

Hallo,

ich glaube Du reagierst über. Die meisten Trennungskinder leiden wohl. Meine Tochter hat schon immer regelmäßigen Kontakt zum Papa gehabt, aber es gab auch Zeiten, in den die gelitten hat weil z.B. Papa Abends nicht da war und sie ihn aber gern da gehabt hätte etc.

Aber Kinder lernen damit umzugehen.

Auch widersprichst Du dich. Zum einen schreibst Du, dass nach ca. 2 Wochen nach dem Umgang deine Tochter nocht mehr nach ihrem Papa fragt, zum anderen willst Du aber, dass er sie 1 x im Monat oder alle 6 Wochen nimmt.

Warum stellst Du nicht den Kontakt her wenn sie nach ihrem Vater frägt? Du kannst sie doch bei ihm anrufen lassen. Mein Ex ruft auch selten an und wenn meine Tochter ihn sprechen möchte, kann sie anrufen.

Warum machst Du dein Leben so von deinem Ex abhängig? Du steckst so viel Energie in deinen Ex (Kalender, Zocker-Liste). Mein Ex hat auch schon mal Termine abgesagt. Die Begründung war auch, er müsse länger arbeiten. Ich hab keine Ahnung ob das stimmt, aber das interessiert mich auch nicht. Das einzige was mich interessiert ist meine Tochter und daher bringe ich ihr die Absagen kindgerecht bei. Ob dein Ex dann während dieser Zeit zockt etc. spielt doch gar nicht die Rolle. Er hat abgesagt und nur das zählt.

Und es gab Zeiten, da wollte meine Tochter auch nicht von ihrem Papa nach Hause. Als er sie zurück brachte hat sie sich auch hinter ihm versteckt. Hätte mein Ex sie auch wieder mitnehmen sollen weil sie eben gerade keine Lust hatte nach Hause zu gehen? #schock Zum Glück hat mein Ex das Gegenteil gemacht und kaum war sie alleine mit mir, war auch alles wieder in Ordnung.

Was meinst Du wie viel Kinder nicht in den Kiga, Schule oder auf einen Kindergeburtstag wollen und wenn man sie dann doch hinbringt war es super und die Kinder wollen nicht nach Hause :-) Selbst bei uns Erwachsenen ist es oft so: wir wollen Abends nicht fortgehen und wenn wir dann von Freunden überredet werden wird es doch ein super schöner Abend.

Kinder sind keine Roboter die - nur weil der Kalender es sagt, dass Papa-Wochenende ist - auf Knopfdruck reagieren und sich rießig freuen. Manchmal brauchen sie ein bißchen eine Anlaufphase und es klappt super. Das hast Du doch selbst gesehen, dass deine Tochter und Papa sich an der Bushaltestelle als Du weg gingst wieder angenähert haben und deine Tochter hatte auch eine schöne Zeit.

Sicherlich ist ein geregelter Umgang wichtig und Du solltest auch versuchen, dass es bei euch geregelt abläuft aber wenn es nicht klappt, solltest Du versuchen das Beste daraus zu machen. Wer sagt denn aber, dass das Beste dann ist, dass sie überhaupt keinen Kontakt zum Vater haben soll? Dann kommt nämlich nicht die Frage "wann kommt mein Papa wieder" sondern "wer ist mein Papa".

Es ist immer noch leichter mit einer unangenehmen Wahrheit umzugehen (und auch Kinder lernen das) als mit der Ungewissheit wer überhaupt der Papa ist.

LG janamausi

Beitrag von winnie_windelchen 17.10.10 - 10:56 Uhr

Hi

Ich habe geschrieben das sie nach ca. 2 Wochen das erste mal anfängt nach ihm zu fragen und ab dann häuiger nachgefragt wird. Mein Kind brauch eine regelmäßigkeit, um mehr gehts hier nicht. Ich habe ihm angeboten, wenn es nicht aller 2 Wochen geht, das er sie eben auch aller 3 oder 4 oder 5 oder sogar 6 Wochen für 2 Tage nehmen könne, nur das eine regelmäßigkeit ensteht.

Sie will ihn nicht anrufen! Ich habs schon mehrfach versucht und ich werde dort nicht mehr anrufen.

Ich kenn die situation mit dem verstecken, hinter ihrem Papa wenn sie wieder nach hause kommt nicht. Kann da also nichts zu schreiben.

Ist richtig und genau das versuche ich auch jetzt aber wenns nicht klappt, wie du schon schreibst dann ist das halt so aber ich habe mir nichts mehr vorzuwerfen eben das ich nicht alles versucht hätte, denn das habe ich dann getan.

Sollte sich jedoch nichts ändern, werde ich auch an uns arbeiten, denn ich seh es dann nicht mehr ein irgendwelche Dinge abzusagen nur weil der Herr sich einen Tag vorher ankündigt sein Kind nehmen zu wollen. Das seh ich dann auch nicht mehr ein aber ich hör schon jetzt wieder wie er am Telefon ausflippt weil es nicht nach seiner Nase geht.

Naja, egal nun. Ich wart nun erstmal ab.

lg

Beitrag von windsbraut69 17.10.10 - 17:49 Uhr

Eure Kleine kann einen Zeitraum von 6 Wochen überschauen?
Warum pochst Du eigentlich seit Ewigkeiten auf die 2 Tage, die er sie "zu nehmen hat"?

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